Penelope Fitzgerald

 3.4 Sterne bei 99 Bewertungen
Autor von Die Buchhandlung, Die blaue Blume und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Penelope Fitzgerald

Penelope Fitzgerald (1916-2000) studierte in Oxford und war während des Zweiten Weltkrieges Mitarbeiterin bei der BBC. Sie war Dozentin an der Italia Conti Academy und an der Queen’s Gate School in London, außerdem arbeitete sie einige Jahre in einer Buchhandlung in Southwold, Suffolk. Sie gehört laut Times zu den wichtigsten englischen Autoren nach 1945. 1979 wurde sie mit dem renommierten Booker Prize und 1998 als erste nichtamerikanische Autorin mit dem amerikanischen National Book Critics Circle Award for Fiction ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Penelope Fitzgerald

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Buchformat:
Cover des Buches Die Buchhandlung (ISBN: 9783518470213)

Die Buchhandlung

 (71)
Erschienen am 14.12.2019
Cover des Buches Die blaue Blume (ISBN: 9783458364184)

Die blaue Blume

 (13)
Erschienen am 14.07.2019
Cover des Buches Ein Hausboot auf der Themse (ISBN: 9783458361572)

Ein Hausboot auf der Themse

 (4)
Erschienen am 11.07.2016
Cover des Buches Das Engelstor (ISBN: 9783458339472)

Das Engelstor

 (3)
Erschienen am 26.10.1998
Cover des Buches Das College (ISBN: 9783458362852)

Das College

 (2)
Erschienen am 10.07.2017
Cover des Buches Frühlingsanfang (ISBN: 9783458363262)

Frühlingsanfang

 (1)
Erschienen am 12.02.2018
Cover des Buches The Bookshop (ISBN: 9780006543541)

The Bookshop

 (3)
Erschienen am 02.12.2002

Neue Rezensionen zu Penelope Fitzgerald

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Rezension zu "Die Buchhandlung" von Penelope Fitzgerald

Eine Buchhandlung der besonderen Art!
Tausendléxivor 2 Monaten

Die Witwe Florence Green beschließt, Ende der 50er Jahre in dem englischen Dörfchen Hardborough, eine Buchhandlung zu eröffnen. Dieser Plan wird nicht von allen Bewohnern des Ortes willkommen geheißen. Besonderen Gegenwind bekommt Florence Green von der Schirmherrin aller kulturellen Aktivitäten, Mrs. Gamart. Diese Dame hat ganz andere Pläne mit dem Haus, in dem nun eine Buchhandlung einziehen soll.

Die sonst eher zurückhaltende Florence Green stürzt sich voller Elan in ihr großes Vorhaben.

Die Einwohner von Harborough scheinen vorerst zurückhaltend mit ihren Besuchen in der einzigen Buchhandlung ihres verschlafenen Ortes. Doch stellen sich alsbald Stammkunden ein.

Ein Show down besonderer Art überrollt den Ort, als Florence Green, das gerade erschienene Buch mit dem Titel > Lolita <  des bis dato unbekannten Autors Vladimir Nabokov, verkauft.  

Penelope Fitzgerald erinnert mit ihrem Roman > Die Buchhandlung < , etwas an den Erzählstil von Jane Austen. Alleine diese Eigenschaft verleiht dem Roman eine vertraute und charmante Note. Die Story an sich, plätschert gefällig dahin. Gut, es wird gegen Florence Green intrigiert, und sie weiß auch Verbündete um sich, doch dies täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass diese Episode im Leben von Florence Green, ebenso wie ihr vorheriges dasein, eher ruhig und beschaulich verläuft. Zu erwähnen wäre auch der Poltergeist, der im Hause der Buchhandlung sein Unwesen treibt. So wirklich passte er nicht in diese Geschichte. Falls er für irgendwas dienlich sein sollte, hat sich mir das nicht wirklich erschlossen. Eventuell um Florence Green von ihrem Vorhaben abzubringen. Wer weiß…..?

Ein netter Roman, der durch seine liebenswerte Art gerne zwischendurch erfreuen vermag. Nicht mehr, aber auch keinesfalls weniger.

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R

Rezension zu "Die Buchhandlung" von Penelope Fitzgerald

Penelope Fitzgerald: Die Buchhandlung (1978)
RenaMvor 5 Monaten

Diese Geschichte kann einfach nur in England spielen. Alle Charaktere, die Bewohner des kleinen Küstenstädtchens Hardborough, sind so wunderbar britisch, es ist ein wahrer Genuss, das schmale Buch zu lesen.

Penelope Fitzgerald erzählt von Florence Greene, einer verwitweten Frau in, wie sie selbst sagt, mittleren Jahren, die 1959 ein verlassenes, feuchtes, seit langem leerstehendes Haus in besagtem Städtchen erwirbt, um dort eine Buchhandlung zu eröffnen. Florence hat weder von Büchern noch von Buchhaltung eine wirklich fundierte Ahnung, aber sie ist zuversichtlich. Daran ändert auch der Poltergeist nichts, der, Klopfer genannt, im „Old House“ herumspukt. Hilfe für die Buchhaltung holt sich Florence bei einer jungen Nachbarin, Hilfe bei den Büchern bekommt sie von der zehnjährigen Christine, die ihr mit Strenge und Eigensinn zur Hand geht.

Hilfe hat Florence auch bald deswegen dringend nötig, weil die imposante Landadlige Mrs Gamart ihr das Leben schwer macht. Mrs Gamart hätte gerne das Old House als Kulturzentrum eingerichtet und sieht sich selbst bereits als gefeierte und verehrte Schirmherrin. Im Verlauf der Handlung lässt sie immer mehr ihren Einfluss spielen, um Florence zu vertreiben. An Florence‘ Seite stehen in dieser ungleichen Auseinandersetzung nur der Hilfstierarzt Raven und der alte, eigenbrötlerische Mr. Brundish. Die Einwohner von Hardborough stehen dem Projekt Buchhandlung eher skeptisch gegenüber.

Deswegen läuft das Geschäft, selbst nach Ergänzung um eine Leihbibliothek, eher schlecht als recht. Erst als Florence, auf Empfehlung eines windigen und zwielichtigen Bekannten von Mrs Gamart und auf Zureden von Mr. Brundish das gerade erschienene Buch „Lolita“ in ihr Angebot aufnimmt, steigt zumindest vorübergehend der Umsatz.

Penelope Fitzgerald schreibt mit einem so feinsinnigen Humor und einer gerade mikroskopischen Beobachtungsgabe, dass das Buch ein wahres Lesevergnügen ist. Ihr Blick auf die Menschen ist intensiv, unbarmherzig und trotzdem liebevoll. Sie zeichnet die Figuren authentisch, schmerzhaft genau und dennoch verständnisvoll. Und doch ist die Geschichte, trotz des hintergründigen Witzes, auch sehr tragisch. Der allerletzte Satz des Buches, den ich hier nicht zitiere um nicht zu spoilern, fasst dies alles geradezu perfekt in Worte.

Das Nachwort zu Penelope Fitzgeralds Roman, das man sich nicht entgehen lassen sollte, schrieb David Nicholls.

Mein Fazit: ein Buch, das es wert ist, mit Sorgfalt gelesen zu werden.

Penelope Fitzgerald: Die Buchhandlung
Suhrkamp pocket, Dezember 2019
 Geschenkbuchformat, 275 Seiten; 12,00 €

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Rezension zu "Die Buchhandlung" von Penelope Fitzgerald

Ein wundervolles Buch
pamNvor 2 Jahren

Florence eröffnet eine Buchhandlung in ihrem kleinen Küstenort. Jedoch stößt sie damit auf Gegenwind. Insbesondere weil sie sich ein bekannteste Gebäude dafür aussucht. 

Das Cover hat mich im Buchladen angesprochen und der Titel zum Kauf verleitet. Eine Frau in Gedanken vor einer Buchhandlung. Was gibt es schöneres.

Die Geschichte kommt ohne große Emotionen aus, geht nicht wirklich ins Detail, der Leser erfährt auch wenig von den Charakteren, aber trotzdem ist es wunderschön und geht ans Herz. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe mit Florence mitgefiebert und ihr Erfolg gewünscht.
Die fehlenden Details sind mir aufgefallen, aber haben das Verhalten und die kühle, unpersönlich Art in Hardborough perfekt rübergebracht.
Bücher und das Lesen kam auch zu kurz, aber hier ebenfalls hat es mich nicht gestört. Ich kann nicht wirklich erklären warum, aber es passt einfach zur Story und den Charakteren.
Über die Charaktere gibt es ebenfalls so gut wie nichts zu erzählen, aber Chrisribe ubd ihre Art waren sehr unterhaltsam. 
Einen kleine Lektüre für alle, die schöne Wörter lieben. 

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