Penny Hancock

 3.4 Sterne bei 35 Bewertungen
Autorin von Ich beschütze dich, Schattenstunde und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Penny Hancock

Die britische Autorin Penny Hancock wuchs in London auf und absolvierte im Anschluss an ihren Schulabschluss ein Studium der Englischen Literatur in Newcastle Upon Tyne. Nachdem sie mehrere Jahre als Englischlehrerin in Italien, Griechenland and Marokko lebte, ließ sie sich in London als Lehrerin nieder. Inzwischen hat Penny Hancock drei Kinder großgezogen und nicht nur Schulkinder unterrichtet, sondern auch Erwachsenenkurse für Asylbewerber gegeben. Darüber hinaus hat sie diverse Artikel verfasst, ehe sie sich endlich ihrem großen Traum - der Schriftstellerei - gewidmet hat. Im Februar 2013 erscheint ihr Debütthriller "Ich beschütze dich".

Alle Bücher von Penny Hancock

Ich beschütze dich

Ich beschütze dich

 (30)
Erschienen am 18.08.2014
Schattenstunde

Schattenstunde

 (4)
Erschienen am 20.07.2015
Schattenstunde: Psychothriller

Schattenstunde: Psychothriller

 (0)
Erschienen am 20.07.2015
Ich beschütze dich

Ich beschütze dich

 (1)
Erschienen am 11.02.2013
Ich beschütze dich

Ich beschütze dich

 (0)
Erschienen am 11.02.2013
Tideline

Tideline

 (0)
Erschienen am 01.07.2012

Neue Rezensionen zu Penny Hancock

Neu
Engelchen07s avatar

Rezension zu "Ich beschütze dich" von Penny Hancock

überzogen und absolut unglaubwürdig
Engelchen07vor einem Jahr

Sonia lebt im alten Haus ihrer Eltern. Es wird von allen immer nur das Seehaus genannt. Ihr Mann Greg möchte das Haus verkaufen um in einer anderen Stadt einen neuen Job anzunehmen, doch Sonia kann das Seehaus nicht verlassen!!!

Eines Tages steht der fünfzehnjährige Jez vor ihrer Türe und möchte sich eine Schallplatte ausleihen. Jez begeistert Sonia sofort und Sonia möchte Jez gar nicht mehr gehen lassen. Sie gibt ihm viel Alkohol zu trinken und bringt ihn in das Gästezimmer, damit er dort übernachten kann.

Am Anfang hat mir das Hörbuch super gut gefallen. Die Sprecher haben ganz toll gelesen. Auch die Geschichte war wirklich interessant. Doch dann war mir die Geschichte irgendwie zu langweilig. Sonia’s Erzählungen in die Kindheit waren zu ausschweifend.

Was mir gar nicht gefallen hat ist, dass die Geschichte zum Schluß einfach nur noch überzogen war.

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Diary-of-a-Booklovers avatar

Rezension zu "Schattenstunde" von Penny Hancock

Kein Psychothriller im eigentlichen Sinne, sondern so viel mehr! Große Empfehlung
Diary-of-a-Booklovervor 2 Jahren

Autor/in: Penny Hancock
Verlag:
Goldmann
Seitenzahl: 448 Seiten
Genre:
Psychothriller (unter Vorbehalt, siehe Rezi)

Dieser Blick! Er weckt wieder dieses seltsame Gefühl in mir, eine Erinnerung an ein Gesicht aus der Vergangenheit, das ich nicht recht zuordnen kann.
Oder verbirgt sie nur etwas vor mir, weiß sie vielleicht mehr über das Leben, als man ihr zutraut?
- Dora, S. 149


Inhalt in einem Satz:
Als Businessfrau Dora die Situation mit Job, Haushalt, Kind und pflegebedürftigem Vater über den Kopf wächst, stellt sie das marokkanische Hausmädchen Mona ein, doch schon bald entfacht zwischen den beiden ein Machtkampf, der sich immer mehr zuspitzt, bis es kein Zurück mehr gibt…

Wenn man sich Mühe gibt, sage ich mir, findet man immer einen Weg zu bekommen, was man braucht. Konzentrier dich. Genau das musst du jetzt tun. “Wenn das Geld knapp wird”, hat Ali oft gesagt, “werden wir erfinderisch.”
Ich werde dafür sorgen, dass Leila die Schule besucht. Ich werde Ali finden. Und dann, inshallah, fahren wir zusammen nach Hause, und ich muss nie wieder hinter einer anderen Frau herputzen.
- Mona, S. 33


Meine Meinung:
Dieses Buch weicht ziemlich von meinen gewohnten Lesevorlieben ab, aber ich hatte zwischendurch Lust auf einen packenden Psychothriller. Bekommen habe ich etwas völlig Anderes, aber nicht weniger Begeisterndes. Etwas, das sich meiner Meinung nach kaum in ein Genre einordnen lässt und das ich mit keinem anderen bisher gelesenen Buch vergleichen kann. Einen Glücksgriff, den ich nicht bereut habe. :)

Schattenstunde zu beschreiben, fällt mir gar nicht so leicht. Wir lesen hier aus zwei grundverschiedenen Sichtweisen die Geschichte der beiden jungen Frauen Dora und Mona, die trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft beide auf den ersten Blick ganz sympathisch wirken. Die Marokkanerin Mona stammt aus ärmlichen Verhältnissen und nimmt eine Anstellung bei Dora an, um Geld für ihre Familie in der Heimat zu verdienen. Hausherrin Dora hingegen ist gestresst von ihrer Lebenssituation und sich ihrer “besseren Stellung” durchaus bewusst, aber dennoch zu Beginn freundlich und dankbar für Monas Unterstützung im Haushalt.

Jedoch wendet sich das Blatt mit der Zeit, denn je mehr Mona in Doras Leben eingebunden wird, je mehr sie deren kranken Vater und den Sohn versorgt, desto mehr fühlt sich Dora aus ihrer eigenen Rolle verdrängt und kämpft um die Anerkennung ihrer Familie. Somit ist dieses Buch auf psychologischer Ebene unheimlich interessant, denn wir erleben mit, wie die Situation Schritt für Schritt aus den Fugen gerät, wie Misstrauen und Missverständnisse, Macht, Abhängigkeit und die Abgründe der menschlichen Psyche in eine Geschichte verwoben werden, von der man nicht mehr loskommt.

Mir ging es jedenfalls so, dass ich sehr schnell in einer Sogwirkung gefangen war und unbedingt weiterlesen wollte. Woran das lag, kann ich mir gar nicht so genau erklären, denn an sich strotzt die Handlung nicht vor Action und der Schreibstil kam mir auch nicht ungewöhnlich vor. Aber ich konnte mich einfach unheimlich gut in diese Geschichte hineinversetzen und fand es extrem spannend, die Entwicklungen der beiden Protagonistinnen zu beobachten.

Das Spiel mit zwei verschiedenen Sichtweisen auf eine einzige Grundsituation war hier beeindruckend in Szene gesetzt. Was mich vermutlich besonders packen konnte, war die nachdenklich stimmende Rollenverteilung. Dora sieht Mona ganz klar als Mensch zweiter Klasse und beginnt mit der Zeit, sie das spüren zu lassen. Dabei ist Mona eine wunderbare, starke, stolze und intelligente Frau, die genauso fühlt und denkt, wie jede andere.

Gleichzeitig fand ich die unterschiedlichen Prioritäten armer und reicher Menschen sehr schockierend. Während Dora sich nach einer Massage nach einem anstrengenden Arbeitstag sehnt, steht bei Mona die gesamte Lebensgrundlage auf dem Spiel, was Dora gar nicht weiter beachtet. Stattdessen hegt sie Misstrauen und fühlt sich in ihrer “Gutmütigkeit” ausgenutzt. Dieses Buch zeigt dem Leser einmal wieder - wenn auch vergleichsweise überspitzt - wie gut wir es eigentlich haben und mit welchen Luxusproblemen wir uns herumschlagen, während andere Menschen viel existenzielle und bedeutendere Sorgen mit sich herumtragen müssen.

Doch diese Beobachtungen sind bei weitem noch nicht alles, was Schattenstunde zu bieten hat. Denn ca. im letzten Drittel verwandelt sich die Geschichte tatsächlich noch in einen packenden Psychothriller, der sich nicht mehr aus der Hand legen lässt. Schattenstunde ist nicht leicht in einer Rezension abzuhandeln, denn die Geschichte hält einfach noch so viel mehr bereit.

Deshalb würde ich euch einfach empfehlen, dem Buch selbst eine Chance zu geben, bevor ich hier zu sehr ins Detail gehe. Selbst wenn euch das Genre oder die Beschreibung nicht sofort ansprechen, kann ich euch Schattenstunde nur wärmstens ans Herz legen. Ich garantiere euch, ihr werdet dieses Leseerlebnis nicht vergessen.

“Sie sind mein Hausmädchen”, erinnere ich sie. “Sie entscheiden hier nicht, was wann zu tun ist. Das ist mein Haus, Mona. Ich bestimme die Regeln.
Es ist nicht Ihr Haus. Nicht Ihre Straße. Nicht Ihr Zuhause.“
- Dora, S. 306


Mein Fazit:

Auch wenn die Genrebeschreibung Psychothriller meiner Meinung nach nur teilweise zutrifft, ist Schattenstunde ein mitreißendes und nachdenklich stimmendes Buch mit großem Mehrwert, das ich jedem empfehlen kann, der sich für die Abgründe der menschlichen Psyche interessiert oder einfach mal eine völlig andere Geschichte lesen möchte.

Bewertung: 📖 📖 📖 📖 📖 (5/5) + Lieblingsbuch 📚

Vielen herzlichen Dank an das Bloggerportal und an den Goldmann-Verlag, die mir dieses besondere Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

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Rezension zu "Ich beschütze dich" von Penny Hancock

Gänsehaut pur
Samtpfotevor 3 Jahren

Inhalt:
Sonia führt eigentlich ein normales Familienleben. Ihre erwachsene Tochter ist ausgezogen und kommt nur noch gelegentlich zu Besuch, ihr Mann ist häufig auf Geschäftsreise und sie selber geniesst es, das Haus für sich alleine zu haben. Sie arbeitet als Stimmtrainerin für Sänger und Schauspieler und hat einige Freundinnen, zu denen sie eine gute Beziehung hat. Aber Sonia trägt eine schwere Last durch ihr Leben. Eine Geschichte aus ihrer Vergangenheit lässt sie nicht ruhen und als der junge und attraktive Jez plötzlich vor ihrer Tür steht und sich eine Schallplatte ihres Mannes ausleihen will, kommen alte Gefühle wieder hoch. Was von Sonia nicht verarbeitet wurde, nimmt von ihr Besitz und es fällt ihr immer schwerer, Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Erinnerung auseinander zu halten. Weil sie noch viel Zeit mit Jez verbringen will, bewegt sie ihn dazu, mit ihr zu essen und ein wenig länger bei ihr zu bleiben. So lange, dass sie ihn gar nicht mehr gehen lassen will.

Schreibstil und Handlung:
Penny Hancock hat sich mit "Ich beschütze dich" eine abgründige Geschichte ausgedacht, die unglaublich spannend ist und den Leser ans Buch fesselt. Erst nach und nach versteht man, was genau Sonia in ihrer Jugend widerfahren ist und dies zeigt, dass die Autorin einen genauen Plan hat. Sie weiss, wo sie ihre Geschichte hinführen will. Während sie den Leser lange im Dunkeln lässt und nur ab und zu ein weiteres Detail offenbart, spitzt sich die Lage von Jez zu. Kann er befreit werden? Durchschaut er Sonias Spiel? Und als wäre dies alles nicht schon genug spannend, erfährt man nicht nur vieles von Sonia, ihrer Familie und dem Verhältnis zu ihrem Mann, sondern man lernt auch noch die Familie von Jez kennen. Seine überbehütende Mutter, seine Tante, die zu viel trinkt und deren Mann, der sich angeekelt von ihr abwendet, sowie Jez Freundin und seine zwei Cousins werden in das Drama involviert und beteiligen sich an der Suche. Während Jez nicht immer alles von seiner Lage mitbekommt, brodeln die Gefühle in seiner Familie hoch. Alter Hass und ungelöste Probleme kommen ans Tageslicht und verstärken noch die angespannte Situation.
Diese brisante Geschichte könnte aber nie so gut wirken, wenn der Schreibstil nicht genau so ausgeklügelt und professionell wäre. Mit klaren Worten werden Figuren und Handlungsstränge beschrieben. Gedankenströme und Charakterzüge sind genau so eindeutig, wie sie raffiniert gestaltet sind. Sonia verliert zunehmend den Bezug zur Realität, was meiner Meinung nach sehr faszinierend beschrieben wird. Und auch die Abgründe in den verschiedenen Familien und die einzelnen Probleme und Ausbrüche sind feinfühlig und intelligent konstruiert.

Meine Meinung:
"Ich beschütze dich" hat mich positiv überrascht. Eine durchdachte Handlung und ein sehr angenehmer Schreibstil haben mich dieses Buch sehr schnell lesen lassen. Ich konnte immer sofort in die Geschichte eintauchen und das Lesen hat mir grosses Vergnügen bereitet.
Fiese Cliffhänger sorgen dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann und weil ich mir wirklich bis zum Schluss nicht sicher war, wie die Geschichte ausgeht, wollte ich es sofort wissen. Häufig passiert es ja, dass dann das Ende einer Geschichte zu plötzlich kommt, dass es zu fröhlich oder dramatisch ist oder dass von einer Sekunde auf die andere alles wieder gut ist. Eine fantastische Geschichte kann durch ihr Ende zerstört oder zusätzlich aufgewertet werden. Hier war definitiv zweiteres der Fall. Ich hätte zwar nie mit diesem Ende gerechnet, aber es hat hervorragend zur Geschichte gepasst.
Die mystische Umgebung der Themse lädt wohl ein, ein wenig gruselige, spannende und abgründige Bücher zu schreiben. Die Autorin hat es meiner Meinung nach geschafft, die Themse immer wieder so in die Handlung und in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren zu integrieren, dass ein stimmiger Hintergrund entstand und dass die Geschichte sehr sinnvoll in die Umgebung und die Zeit eingebettet wurde.

Empfehlung:
Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Wer Spannung mag und aushalten kann, wer gerne komplexe und abgründige Geschichten liest und wer von der ersten bis zur letzten Seite eines Buches unterhalten werden will, der soll dieses Buch lesen.

Zusätzliche Infos:
Autorin: Penny Hancock
Kartonierter Einband: 382 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Eva Kemper
Verlag: Goldmann
ISBN 978-3-442-31315-0

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