Penny Hancock Schattenstunde

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Inhaltsangabe zu „Schattenstunde“ von Penny Hancock

Dora Gentleman lebt allein mit ihrem Sohn und ihrem dementen Vater in einem alten Haus an der Themse. Als sie merkt, dass ihr die Situation über den Kopf wächst, engagiert sie eine Hilfskraft. Für Mona ist es die einzige Chance, ihre bedürftige Familie in Marokko zu unterstützen. Aber dann verdüstert sich die Stimmung. Mona merkt, dass Dora nicht die gutherzige Arbeitgeberin ist, die sie sich erhofft hat. Dora dagegen misstraut Mona und fürchtet, dass diese ihr schaden will. Immer mehr entspinnt sich zwischen den beiden Frauen ein Machtkampf, der am Ende ein tödliches Opfer fordert ...

Spannende Lektüre über Macht, Misstrauen und die menschliche Psyche. Psychothriller trifft es nicht ganz, dennoch war ich völlig begeistert!

— Diary-of-a-Booklover
Diary-of-a-Booklover

Ein Buch, welches eigentlich nicht den Titel Psychothriller verdient hat, aber durchaus fesselnd und mitreißend geschrieben ist.

— leseratte69
leseratte69

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  • Kein Psychothriller im eigentlichen Sinne, sondern so viel mehr! Große Empfehlung

    Schattenstunde
    Diary-of-a-Booklover

    Diary-of-a-Booklover

    23. February 2017 um 16:42

    Autor/in: Penny HancockVerlag: GoldmannSeitenzahl: 448 SeitenGenre: Psychothriller (unter Vorbehalt, siehe Rezi) Dieser Blick! Er weckt wieder dieses seltsame Gefühl in mir, eine Erinnerung an ein Gesicht aus der Vergangenheit, das ich nicht recht zuordnen kann. Oder verbirgt sie nur etwas vor mir, weiß sie vielleicht mehr über das Leben, als man ihr zutraut?- Dora, S. 149 Inhalt in einem Satz: Als Businessfrau Dora die Situation mit Job, Haushalt, Kind und pflegebedürftigem Vater über den Kopf wächst, stellt sie das marokkanische Hausmädchen Mona ein, doch schon bald entfacht zwischen den beiden ein Machtkampf, der sich immer mehr zuspitzt, bis es kein Zurück mehr gibt… Wenn man sich Mühe gibt, sage ich mir, findet man immer einen Weg zu bekommen, was man braucht. Konzentrier dich. Genau das musst du jetzt tun. “Wenn das Geld knapp wird”, hat Ali oft gesagt, “werden wir erfinderisch.”Ich werde dafür sorgen, dass Leila die Schule besucht. Ich werde Ali finden. Und dann, inshallah, fahren wir zusammen nach Hause, und ich muss nie wieder hinter einer anderen Frau herputzen.- Mona, S. 33 Meine Meinung: Dieses Buch weicht ziemlich von meinen gewohnten Lesevorlieben ab, aber ich hatte zwischendurch Lust auf einen packenden Psychothriller. Bekommen habe ich etwas völlig Anderes, aber nicht weniger Begeisterndes. Etwas, das sich meiner Meinung nach kaum in ein Genre einordnen lässt und das ich mit keinem anderen bisher gelesenen Buch vergleichen kann. Einen Glücksgriff, den ich nicht bereut habe. :) Schattenstunde zu beschreiben, fällt mir gar nicht so leicht. Wir lesen hier aus zwei grundverschiedenen Sichtweisen die Geschichte der beiden jungen Frauen Dora und Mona, die trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft beide auf den ersten Blick ganz sympathisch wirken. Die Marokkanerin Mona stammt aus ärmlichen Verhältnissen und nimmt eine Anstellung bei Dora an, um Geld für ihre Familie in der Heimat zu verdienen. Hausherrin Dora hingegen ist gestresst von ihrer Lebenssituation und sich ihrer “besseren Stellung” durchaus bewusst, aber dennoch zu Beginn freundlich und dankbar für Monas Unterstützung im Haushalt. Jedoch wendet sich das Blatt mit der Zeit, denn je mehr Mona in Doras Leben eingebunden wird, je mehr sie deren kranken Vater und den Sohn versorgt, desto mehr fühlt sich Dora aus ihrer eigenen Rolle verdrängt und kämpft um die Anerkennung ihrer Familie. Somit ist dieses Buch auf psychologischer Ebene unheimlich interessant, denn wir erleben mit, wie die Situation Schritt für Schritt aus den Fugen gerät, wie Misstrauen und Missverständnisse, Macht, Abhängigkeit und die Abgründe der menschlichen Psyche in eine Geschichte verwoben werden, von der man nicht mehr loskommt. Mir ging es jedenfalls so, dass ich sehr schnell in einer Sogwirkung gefangen war und unbedingt weiterlesen wollte. Woran das lag, kann ich mir gar nicht so genau erklären, denn an sich strotzt die Handlung nicht vor Action und der Schreibstil kam mir auch nicht ungewöhnlich vor. Aber ich konnte mich einfach unheimlich gut in diese Geschichte hineinversetzen und fand es extrem spannend, die Entwicklungen der beiden Protagonistinnen zu beobachten. Das Spiel mit zwei verschiedenen Sichtweisen auf eine einzige Grundsituation war hier beeindruckend in Szene gesetzt. Was mich vermutlich besonders packen konnte, war die nachdenklich stimmende Rollenverteilung. Dora sieht Mona ganz klar als Mensch zweiter Klasse und beginnt mit der Zeit, sie das spüren zu lassen. Dabei ist Mona eine wunderbare, starke, stolze und intelligente Frau, die genauso fühlt und denkt, wie jede andere. Gleichzeitig fand ich die unterschiedlichen Prioritäten armer und reicher Menschen sehr schockierend. Während Dora sich nach einer Massage nach einem anstrengenden Arbeitstag sehnt, steht bei Mona die gesamte Lebensgrundlage auf dem Spiel, was Dora gar nicht weiter beachtet. Stattdessen hegt sie Misstrauen und fühlt sich in ihrer “Gutmütigkeit” ausgenutzt. Dieses Buch zeigt dem Leser einmal wieder - wenn auch vergleichsweise überspitzt - wie gut wir es eigentlich haben und mit welchen Luxusproblemen wir uns herumschlagen, während andere Menschen viel existenzielle und bedeutendere Sorgen mit sich herumtragen müssen. Doch diese Beobachtungen sind bei weitem noch nicht alles, was Schattenstunde zu bieten hat. Denn ca. im letzten Drittel verwandelt sich die Geschichte tatsächlich noch in einen packenden Psychothriller, der sich nicht mehr aus der Hand legen lässt. Schattenstunde ist nicht leicht in einer Rezension abzuhandeln, denn die Geschichte hält einfach noch so viel mehr bereit. Deshalb würde ich euch einfach empfehlen, dem Buch selbst eine Chance zu geben, bevor ich hier zu sehr ins Detail gehe. Selbst wenn euch das Genre oder die Beschreibung nicht sofort ansprechen, kann ich euch Schattenstunde nur wärmstens ans Herz legen. Ich garantiere euch, ihr werdet dieses Leseerlebnis nicht vergessen. “Sie sind mein Hausmädchen”, erinnere ich sie. “Sie entscheiden hier nicht, was wann zu tun ist. Das ist mein Haus, Mona. Ich bestimme die Regeln. Es ist nicht Ihr Haus. Nicht Ihre Straße. Nicht Ihr Zuhause.“- Dora, S. 306 Mein Fazit: Auch wenn die Genrebeschreibung Psychothriller meiner Meinung nach nur teilweise zutrifft, ist Schattenstunde ein mitreißendes und nachdenklich stimmendes Buch mit großem Mehrwert, das ich jedem empfehlen kann, der sich für die Abgründe der menschlichen Psyche interessiert oder einfach mal eine völlig andere Geschichte lesen möchte. Bewertung: 📖 📖 📖 📖 📖 (5/5) + Lieblingsbuch 📚 Vielen herzlichen Dank an das Bloggerportal und an den Goldmann-Verlag, die mir dieses besondere Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

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  • Vom Psychothriller meilenweit entfernt.

    Schattenstunde
    leseratte69

    leseratte69

    26. October 2015 um 15:30

    Klappentext Dora Gentleman lebt allein mit ihrem Sohn und ihrem dementen Vater in einem alten Haus an der Themse. Als sie merkt, dass ihr die Situation über den Kopf wächst, engagiert sie eine Hilfskraft. Für Mona ist es die einzige Chance, ihre bedürftige Familie in Marokko zu unterstützen. Aber dann verdüstert sich die Stimmung. Mona merkt, dass Dora nicht die gutherzige Arbeitgeberin ist, die sie sich erhofft hat. Dora dagegen misstraut Mona und fürchtet, dass diese ihr schaden will. Immer mehr entspinnt sich zwischen den beiden Frauen ein Machtkampf, der am Ende ein tödliches Opfer fordert. Die Autorin Penny Hancock wuchs in Südost-London auf und unternahm ausgedehnte Reisen als Sprachlehrerin. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in Cambridge. Meine Meinung Story Ich habe hier wirklich Probleme euch meine Meinung über dieses Buch kund zu tun, denn es hat meiner Meinung nach nicht den Titel Psychothriller verdient. Die Handlung ist zwar fesselnd, aber ich würde das Buch unter Kategorie Roman einordnen. Dora holt sich die Marokkanerin Mona ins Haus, die sich um ihren Demenzkranken Vater und den Haushalt kümmern soll. Zuerst denkt Mona sie hat eine gute Stellung erwischt, bis zu dem Zeitpunkt als Dora austickt und sie und Dora sich anfeinden. So könnte man es aus dem Klappentext ablesen. In Wirklichkeit ändert Dora ihr Verhalten Mona gegenüber erst, als diese anfängt sie zu bestehlen und ihren Sohn Leo gegen sie aufhetzt.. Daher kann ich Doras Verhalten, zu Anfang, wirklich gut nachempfinden, finde aber bis zur Seite 300 keinerlei Anzeichen die berechtigen, dieses Buch als Psychothriller einzuordnen. Dennoch hat das Buch etwas an sich, was den Leser packt und ihn dazu bringt, das Buch zu Ende zu lesen. Leider gibt es auch einige Passagen, die etwas langatmig waren, aber diese überwiegen nicht. Das Ende war sehr abrupt und es blieben zu viel Fragen offen, was ich wirklich schade fand. Schreibstil Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen. Es wird immer abwechselnd, mal aus Doras und mal aus Monas Sicht erzählt, was dem Leser ermöglicht, sich mit beiden Charakteren anzufreunden und ihre jeweiligen Handlungen zu verstehen. Charaktere Die Charaktere in diesem Buch sind bis auf Mona und Dora eher blass und unscheinbar geblieben. Sie sind aber nicht zwingend nötig um die Handlung spannend zu gestalten. Mona mochte ich nicht wirklich. Sie kommt sofort mit Lügen daher und bestiehlt Dora nach Strich und Faden und wundert sich dann noch, das die Stimmung und das Verhältnis zu Dora sich verschlechtert. Wer hat schon gerne einen Dieb im Haus? Dora hingegen kann ich zuerst gut verstehen. Sie als jüngste von ihren Geschwistern, hat sich dazu entschieden ihren Demenzkranken Vater aufzunehmen. Sie hat Probleme im Job und ihr Sohn hört mehr auf Mona wie auf sie. Dann stellt sie noch fest, das Mona sie bestiehlt. Soll sie da allen ernstes noch freundlich sein? Ich konnte mich gut in sie hinein versetzen. Doch zum Ende des Buches passiert dann etwas, was den Leser umstimmt und ihn noch einmal umdenken lässt. Mein Fazit Ein Buch, welches eigentlich nicht den Titel Psychothriller verdient hat, aber durchaus fesselnd und mitreißend geschrieben ist. Deshalb vergebe ich auch drei von fünf Sternen. Verschafft euch am besten selber einen Eindruck.

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