Penny Joelson

 4.6 Sterne bei 48 Bewertungen

Lebenslauf von Penny Joelson

Penny Joelson und die Tücken der Kommunikation: Mit sechzehn Jahren begann die britische Autorin Penny Joelson ehrenamtlich mit schwerbehinderten Kindern und Jugendlichen zu arbeiten – viele davon stumm, taubblind oder an frühkindlichen Hirnschädigungen erkrankt. In ihren Roman „I have no secrets“ (2017; dt. „Ein kleines Wunder würde reichen“, 2018) lässt Joelson diese Erfahrungen in ungewöhnlicher Weise einfließen. Der ebenso spannende wie berührende Thriller handelt von der vollständig gelähmten und stummen Jemma. Diese erfährt von einem grausamen Mord in der Nachbarschaft, doch kann sie sich nicht verständlich machen. Da kann nur noch ein Wunder helfen. Doch Jemma ist fest entschlossen, dieses Wunder wahr werden zu lassen. Schon als Kind liebte es Penny Joelson zu lesen und eigene kleine Geschichten zu verfassen. Auch war sie immer schon von der Kommunikation und deren Tücken fasziniert. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitet sie als Lehrerin für hörgeschädigte Kinder, psychisch kranke Erwachsene sowie in der Erwachsenenbildung. Zudem gibt sie Kurse für kreatives Schreiben am City Lit College in Covent Garden. Penny Joelson lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Hertfordshire nördlich von London.

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Ein kleines Wunder würde reichen

Ein kleines Wunder würde reichen

 (48)
Erschienen am 23.05.2018

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Rezension zu "Ein kleines Wunder würde reichen" von Penny Joelson

Jemmas kleines Wunder
SuuperMichivor 12 Stunden

Jemma ist im Teenageralter, aber sie ist ganz anders als die üblichen Teenager. Jemma ist seit ihrer Geburt in ihrem Körper gefangen, sie kann sich weder bewegen, noch kann sie sprechen.  Sie wächst bei ihrer Adoptiveltern zusammen mit zwei weiteren Adoptivkindern auf. Alle Kinder der Familie haben physische oder psychisch Problem, ihre Eltern haben es sich zur Aufgabe gemacht, diesen oft benachteiligten Kindern ein angenehmes Leben zu bereiten.

Auch wenn Jemma sich nicht mitteilen kann, bekommt sie doch alles in ihrer Umgebung mit, auch an Intelligenz mangelt es ihr nicht. So kommt es, dass jemand Jemma einen Mord gesteht, aber wie soll sie den Täter überführen? Sie kann sich ja nicht ausdrücken.

Mich hat dieses Buch wahnsinnig berührt. Man erfährt viel über ihre Krankheit und ihr Leben damit. Auch über die Methode, wie man solchen Menschen helfen will sich auszudrücken  zu lesen war durchweg interessant. Und als wäre das nicht schon genug, bekommt man auch einen guten Batzen Spannung geboten, da Jemma trotz ihrer Defizite einen Mordfall löst. Da ist wirklich für jeden etwas! 

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miahs avatar

Rezension zu "Ein kleines Wunder würde reichen" von Penny Joelson

Ein kleines Wunder würde reichen
miahvor einem Monat

Inhalt:
Jemma ist 14 Jahre alt und hat eine schwere Zerebralparese. Sie kann sich nicht bewegen. Sie kann nichts alleine machen. Sie kann nicht sprechen. Aber sie ist klug und sie hört gut zu. Das vergessen die Leute manchmal, sodass Jemma ihre Geheimnisse kennt. Sie weiß zum Beispiel, wer den Nachbarsjungen ermordet hat.

Meine Meinung:
Jemmas Geschichte hat mich sehr berührt. Zu Beginn hat sie keine Möglichkeit, mit anderen zu kommunizieren. Sie ist darauf angewiesen, dass ihre Eltern und ihre Pflegerin Sarah intuitiv wissen, was sie gerade braucht. Ihr Schicksal ist schwer. Sie ist ein kluges Mädchen, das gefordert und gefördert werden möchte, ihre Wünsche und Gefühle aber nicht äußern kann.

Die Handlung findet hauptsächlich bei Jemma zu Hause statt. Ihre Eltern sind ihre Pflegeeltern. Zusammen mit dem autistischen Finn und dem Wildfang Olivia gibt es jeden Tag jede Menge Herausforderungen. Ich war beeindruckt von den Eltern, die diese drei ganz unterschiedlichen Kinder aufgenommen haben und jeden Tag ihr bestes geben, um allen gerecht zu werden. Das ist manchmal gar nicht so leicht.

Jemma hat eine eigene Pflegerin. Sarah ist immer an  Jemmas Seite und kümmert sich auch nachts um sie. Die ersten 100 Seiten geht es hauptsächlich um Jemmas Alltag. Ich hätte mir allerdings gewünscht, Jemma auch in der Schule zu begleiten, um zu sehen, wie ihr es ihr dort ergeht. Das hat sich die Autorin aber gespart. Es ist immer nur die Rede davon, dass Jemma in die Schule gebracht wird und dann wieder nach Hause kommt.

Mir hat die Perspektive sehr gefallen. Die gesamte Handlung wird aus der Sicht von Jemma erzählt. Der Leser ist also ganz nah bei ihr und weiß alles, was Jemma denkt und fühlt. Damit weiß der Leser mehr als alle Personen um Jemma herum. Es zeigt sich, wie schwer ihr Alltag manchmal ist. Wenn Jemma Schmerzen hat, muss sie darauf hoffen, dass ihre Pflegerin Sarah ihr das anmerkt. Ihre Umgebung muss ständig improvisieren und quasi raten, was für Jemma in dem Moment das richtige ist. Andere entscheiden immer für sie. In jeder Szene habe ich mir gewünscht, dass alles so wird, wie sie es gerade wirklich braucht und war mit ihr enttäuscht, wenn etwas anders kam.

Ab etwa der Hälfte des Buches wird es sogar spannend. Jemma wird nicht nur mit einem Geheimnis konfrontiert, das ihr schwer zu schaffen macht, sondern es warten noch weitere Herausforderungen und Überraschungen auf sie. Insbesondere der Teil über die unterstützte Kommunikation hat mir sehr gefallen. Es ist schön zu sehen, dass vielen Menschen geholfen werden kann, zu kommunizieren, auch wenn sie körperlich stark beeinträchtigt sind. Hier zeigt das Buch ganz deutlich, wie frustrierend viele Situationen für Jemma sind, weil sie nicht sprechen kann.

Die Sprache ist klar und flüssig. Dadurch lässt sich das Buch schnell lesen. Ich habe mich mit Jemma gefreut, mit ihr mitgelitten und war zu Tränen gerührt. Das Buch regt zum Nachdenken an, macht Mut und Hoffnung. Jemma ist eine starke Persönlichkeit, die sich von ihrer körperlichen Beeinträchtigung nicht unterkriegen lässt und dafür kämpft, eine Stimme zu bekommen. Man sollte niemals aufgeben, egal wie aussichtslos die Situation erscheint. Das habe ich von Jemma gelernt.

Kommentare: 1
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LarryCoconarrys avatar

Rezension zu "Ein kleines Wunder würde reichen" von Penny Joelson

Absolut wissenswert!
LarryCoconarryvor 2 Monaten

Das Locked-In Syndrom ist ein Krankheitsbild, das die meisten zwar vom Hören können, aber nicht über das Ausmaß der Krankheit bescheid wissen. 

Dieses Buch schafft es über die Krankheit zu informieren und gleichzeitig den Leser zu unterhalten. Die Geschichte zeigt die Problematik, die Höhen und Tiefen, aber auch die Hoffnung von Verbesserung durch neuste Technologien für die Betroffenen. 


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