Per Olov Enquist Das Buch von Blanche und Marie

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Inhaltsangabe zu „Das Buch von Blanche und Marie“ von Per Olov Enquist

Blanche Wittman ist die Lieblingspatientin des Nervenarztes Jean Martin Charcot an der Pariser Salpêtrière. Als er auf geheimnisvolle Weise stirbt, wird sie die Assistentin von Marie Curie. Noch ahnt niemand etwas von den Gefahren der radioaktiven Strahlung. Als Blanche erkrankt, lebt sie ganz bei Marie Curie und beginnt ein Buch über die Liebe zu schreiben, ein Buch, in dem sie von Marie Curies Affären erzählt, von ihrer eigenen Liebe zu Charcot und dem Geheimnis um seinen Tod. "Die Liebe kann man nicht erklären. Aber wer wären wir, wenn wir es nicht versuchten?"

Sehr schwerer Stoff!

— Samy86

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  • Fiktive Geschichte mit Mankos

    Das Buch von Blanche und Marie

    Stephanus

    04. June 2016 um 23:29

    Blanche eine Patientin aus einer Nervenheilanstalt wird nach dem Tod des Direktors der Anstalt, Charcot, der sie für öffentliche Verführungen benutzte, von Marie Curie im Labor angestellt. Dort erleidet sie durch die Arbeit mit der unbekannten Radioaktivität lebensgefährliche Strahlenschäden. Vor dem herannahenden, schleichenden Tod schreibt Blanche die Geschichte ihres Lebens und der Liebe und letztlich der Beziehung zu Charcot und Marie auf.   Stilistisch hat mir das Buch sehr gut gefallen und der Autor schafft es auf raffinierte und perfekte Weise Fiktion und reale historische Ereignisse zu verweben und zwei beeindruckende Frauenfiguren, Blanche und Marie, zu erschaffen. Sprachlich gelingt dies auch überzeugend. Gravierendes Manko war für mit der Aufbau und die Konstuktionsprobleme die darin liegen, dass eigentlich durch die Aufteilung in drei Hefte (große Bereiche) und die oft bestehende Verzahnung eine große Unübersichtlichkeit entsteht und die ganze Geschichte regelrecht ausgebremst wird. Entsprechend ermüdend und anstrengend empfand ich das Buch und das Lesen des Buches. Bei mir überwogen die Schwächen und daher keine Empfehlung.

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  • Rezension zu "Das Buch von Blanche und Marie" von Per Olov Enquist

    Das Buch von Blanche und Marie

    beowulf

    15. March 2011 um 15:23

    Verwirrend, aber interessant.

  • Rezension zu "Das Buch von Blanche und Marie" von Per Olov Enquist

    Das Buch von Blanche und Marie

    katermurr

    11. May 2010 um 08:33

    Der Autor tritt an mit dem Anspruch, "vielleicht ansatzweise eine rätselhafte Wahrheit" zu enthüllen (gemeint ist wohl: über das Wesen der Liebe...). Diese zurückhaltende Formulierung charakterisiert treffend das Wesen des Buches von Blanche und Marie. Das sind Marie Curie, die Nobelpreisträgerin, und ihre Assistentin, Blanche Wittman, deren Leben und Wirken hier nicht in einer üblichen Biographie beschrieben wird. Vielmehr versucht der Autor, Beziehungen, Zusammenhänge und deren Bedeutung subtil darzustellen. Ich fands bis weit über die Hälfte der knapp 240 Seiten anstrengend zu lesen. Ich könnte nicht einfach so hinschreiben, was mir die Lektüre des Buches "gegeben" hat. Ich möchte es auch lieber zurückhaltend formulieren: Es hat schon was....

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  • Rezension zu "Das Buch von Blanche und Marie" von Per Olov Enquist

    Das Buch von Blanche und Marie

    ChaosQueen13

    13. July 2009 um 11:56

    "Das Buch von Blanche und Marie" Es ist ein schwieriges, aber durchaus sehr lesenswertes Buch. Enquist versucht zu verstehen, was die Figuren der Geschichte umtreibt. Warum haben sie gehandelt, wie sie gehandelt haben? Was haben sie gedacht und gefühlt? Er gibt sich als Erzähler und Rekonstrukteur der Geschichte klar zu erkennen, lässt den Leser an seinen Überlegungen teilhaben und durchwirkt das Geschehen hier und da mit eigenen, ganz persönlichen Erlebnissen. Es ist von Anfang an ein faszinierender Roman bis zum Ende der tragischen Liebesgeschichte. Eine interessante Geschichte mit einigen Längen - ungewöhnlich konstruiert und kunstvoll formuliert. Ich zitiere: "Die Liebe kann man nicht erklären. Aber wer wären wir, wenn wir es nicht versuchten?" Enquist versucht es und schenkt uns damit ein wunderbares Werk über die Suche nach Liebe.

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  • Rezension zu "Das Buch von Blanche und Marie" von Per Olov Enquist

    Das Buch von Blanche und Marie

    Beagle

    14. June 2008 um 11:18

    Für das, dass das Buch eine Empfehlung der SZ ist, war ich sehr enttäuscht. Von Anfang bis zur Mitte kommt keine Spannung auf sodass ich irgendwann das Buch einfach bei Seite legte. Nur für Fans

  • Rezension zu "Das Buch von Blanche und Marie" von Per Olov Enquist

    Das Buch von Blanche und Marie

    Ritja

    20. May 2008 um 14:42

    Interessante Geschichte, aber leider etwas zähflüssig geschrieben.

  • Rezension zu "Das Buch von Blanche und Marie" von Per Olov Enquist

    Das Buch von Blanche und Marie

    Lost0in0Translation

    10. September 2007 um 22:29

    Gerade ausgelesen.... Heftig! Anfangs habe ich mich durch die Seiten gekämpft, dann ab Mitte in einem Rutsch gelesen. Stellenweise war ich wie angeekelt und schockiert über die Schilderungen, wie es 1900 herum und davor in einer Nervenheilanstalt zugegangen ist. Wie man Blanche geradezu einer breiten Masse vorgeführt und nicht nur seelisch, sondern auch körperlich entblößt hat und wie hart man mit einer Frau ins Gericht ging, wenn diese einer anderen den Mann ausgespannt hat. Moral wurde so groß geschrieben und schaute man hinter den Kulissen fand man nur die wilden Tiere vor- und keine Menschlichkeit unter den Leuten. Doch einer liebte Blanche wirklich- ihr berühmter Nervenarzt , Professor Charcot. Ja, ich muß sagen, ein Buch,dass ich erst zum Schluß hin grandios fand und dass ich dann doch weiterempfehlen kann.

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  • Rezension zu "Das Buch von Blanche und Marie" von Per Olov Enquist

    Das Buch von Blanche und Marie

    Kaivai

    22. March 2007 um 21:07

    Der Gesang vom Schmetterling: "Du bist wie ein Schmetterling, der vom Himmel geflohn, hast dich gelangweilt dort oben, willst spielen mit mir. Du flatterst mir entgegen und bist ein wenig ängstlich. Aber ich weiß, wer du bist. Gottes Schmetterling, verkleidet." Blanche ist 15. Der Junge, der ihr dies Gedicht geschrieben hat, ist genauso alt. Es ist Sommer. Sie sind in einem Wald. Sie sind an einem Fluß. Liegen nebeneinander im Gras. Er ist behutsam, denn sie ist ja ein Schmetterling. Er liegt nackt neben ihr und fragt: "Von dort oben bist du geflohn, was möchtest du, was soll ich tun?" "Du sollst tun" ,sagt sie, "was man mit einem Schmetterling tun darf, der vom Himmel geflohn, hat sich gelangweilt und will spielen mit dir." Es ist fast Dämmerung und es ist schön und sie will nie aufwachen. Doch sie muß aufwachen, denn sie ist die Königin der Hysterikerinnen, heißt Blanche Wittman und ist keine 15 mehr. Sie ist erwachsen. Und aus dem warmen Laubwald vertrieben. Jetzt lebt sie im Dschungel und die wilden Tiere starren sie an. Es war Ende des 19.Jahrhunderts als in Paris in der Nervenklinik Salpetriere der Arzt und Professor J.M.Charcot die Hysterie erfand. Hysterie wurde bei Frauen zu einer üblichen Krankheit. Hörte aber nach Charcots Tod auf üblich zu sein. Blanche war von 1878-93 mit der Diagnose Hysterie in der Salpetriere. Charcot benutzte sie zu wissenschaftlichen Zwecken. Sie war sein Studienobjekt und viele Interessierte, unter anderem Sigmund Freud, betrachteten Blanche bei ihren hysterischen Verrenkungen. Blanche war schön. Ein schöner Schmetterling. Per Olov Enquist schlüpft in diese Frau, wie in einen Kokon und verpuppt sich. Seine Einfühlung geht tief. Seine Sprache trifft wie ein Skalpell, schneidet in den Herzmuskel und der schnappt zu und fängt sich die Liebe. 'Amor Omnia Vincit' - die Liebe überwindet alles. So beginnt das Buch. Das FRAGEBUCH. Aus der Hinterlassenschaft von Blanche Wittman. Das aus drei Notizbüchern besteht: dem gelben, dem schwarzen und dem roten Buch. Blanche wird nach ihrer Karriere als Hysterikerin, frei nach Enquist, Mitarbeiterin von Marie Curie. Dort wird sie zum Strahlenopfer. Verliert beide Beine und einen Arm. Behalten tut sie nur den zum Schreiben. Und doch durchzieht ihr Wesen, trotz all des Unglücks, eine merkwürdige Art von Freude, ähnlich der die Ödipus empfand, nachdem er sich die Augen ausstach. 'Alles ist gut', waren seine Worte. Jetzt ist alles gut. Angekommen! Marie Curie kommt nie an. Sie ist die eigentlich tragische Figur in dem Buch, die Frau von den beiden, die der öffentlichen Brandmarkung des Frauseins, wie es damals noch penetrant selbstverständlich war, nicht entkommen kann. Marie hatte, nachdem ihr Mann Pierre gestorben war, sich in Paul Langevin verliebt, der verheiratet war. Am Ende dieser Verliebtheit war Paul wieder bei seiner Frau Jeanne, hatte mit deren Einverständnis seine Sekretärin zur Geliebten genommen und Jeanne waren die Liebesbriefe Maries an Paul in die Hände gefallen. Am 23.11.1911 erschien der erste dieser Briefe in der Zeitung 'L'Euvre'. Es folgten die weiteren. Es waren keine schönen Briefe. Es waren Briefe voller Eifersucht und Wut auf die Ehefrau. Marie,die als Polin in Frankreich wenig geliebt war, geriet in eine Hetzkampagne, von der sie sich nie erholte. Sie floh aus Paris. "Daß die Scham so schwer sein konnte, wo sie geglaubt hatte, nur geliebt zu haben. Warum mußte es so häßlich werden!" Amor Omnia Vincit. Per Olov Enquist hat genau die Liebe in der Sprache, die alles überwindet, denn er ist klar und verschwommen zugleich, seine Sprache ist ein Himmel aus Wasser und seine Worte sind Schmetterlinge, die schwimmen können. Gottes Schmetterlinge, verkleidet. Mein Rat an Euch: fangt die Schmetterlinge und zieht sie aus. Aber vorsichtig,vorsichtig!

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  • Rezension zu "Das Buch von Blanche und Marie" von Per Olov Enquist

    Das Buch von Blanche und Marie

    LoK

    11. January 2007 um 19:16

    heftig aber sehr gut

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