Per Olov Enquist Ein anderes Leben

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Inhaltsangabe zu „Ein anderes Leben“ von Per Olov Enquist

Per Olov Enquist erzählt die Lebensgeschichte eines Mannes, der als Sohn einer strenggläubigen Volksschullehrerin in einem Dorf im nördlichen Schweden aufwuchs, die Grenzen der Provinz überwand und zu einem der bedeutendsten europäischen Schriftsteller wurde. Diese Karriere, die mit dem Studium in Uppsala, der Zeit als Journalist in West-Berlin und München begann, und mit seinem ersten Theaterstück bis zum Broadway führte, wird nicht als Erfolgsgeschichte erzählt. »Wenn alles so gut ging, wie konnte es dann so schlimm kommen?« steht als Leitfrage über diesem Lebensweg, der tief in die Alkoholabhängigkeit führte, bis Enquist mit seinen großen Romanen sich schreibend neu erschuf.»Die Sehnsucht des Individuums nach dem Sinn seiner Existenz. Dieses unvergängliche Thema hat Enquist auf beeindruckende Weise neu instrumentiert.« Die Welt

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    Ein anderes Leben
    wandablue

    wandablue

    Viele Fragezeichen. Einer der angesehensten schwedischen Schriftsteller, Per Olov Enquist, war mir bis dato unbekannt. Völlig unbeleckt von irgendwelchen Kenntnissen mache ich mich an die Lektüre von dessen Autobiografie „Ein anderes Leben.“ Es ist in der dritten Person geschrieben und also literarisch und sehr adrett, dieser Kunstgriff wird aber im folgenden zu übergroßer Distanz und Entfremdung zwischen Autor und Leserin führen. Die ersten Jahre in Nörrland fördern eine starke Prägung durch die dominante, vereinnehmende Mutter und deren engführende Auslegung des christlichen Glaubens zutage. Das Dorf Hjoggböle ist durch eine unsichtbare Linie getrennt, hier die frömmelnden Mitglieder der pietistisch geprägten Gemeinde, dort die fussballspielenden, lebensbejahenden Heiden. Der Junge, der „lieb“ ist, wie er es selbst nennt, kommt nicht auf die Idee, diese Linie zu übertreten. Eigeninitiative Fehlanzeige. Die Beziehung zur Mutter wird schwierig, nachdem der Junge sich durch Ortswechsel und Lebensjahre endlich entzieht, Flucht nennt er es. Flucht bleibt ein Lebensmotiv. Flucht in den Sport, Flucht in das Schreiben, Flucht in die Intellektuellenszene, Flucht ins Theaterleben, das die Wirklichkeit ausblendet, Flucht in den Alkohol. Flucht und Furcht und Fluch. Denn die Kindheitsangst und Kindheitstage bleiben irgendwie sitzen und weichen nur, wenn er schreibt. Er leidet, wie er behauptet, „an dem Fluch des Liebseins“. Natürlich wird der Mutter die Sündenbockrolle bestimmt. Aber sie liebte ihn und tat im Rahmen ihrer Möglichkeiten, äusserer und innerer, alles für ihn. Schreiberisch nimmt der Autor sich zunächst, bevor er sich später (völlig) nach innen wendet, spezieller, schwedisch-historischer Themen an. Mit „Die Ausgelieferten“ attackiert er die Flüchtlingspolitik Schwedens vor und nach dem Zweiten Weltkrieg und erringt dafür 1969 den Literaturpreis des Nordischen Rates. Der „Auszug der Musikanten“ stellt thematisch das Präludium zur Auswanderung schwedischer Arbeiter Anfang des 19. Jh. nach Argentinien dar, „Der Sekundant“ widmet sich dem Sportbetrug. Er erhält weitere Preise für weitere Werke. Die Laufbahn ist ruhmbedeckt. Der Autor entdeckt das Theater, schreibt Stücke, führt Regie, wird in diversen Unis der Welt als Gastprof eingeladen, wird wohlhabend. Am Broadway fällt sein Stück „Die Nacht der Tribaden“ indes durch. „Das Leben der Regenwürmer“ hat in Dänemark anhaltenden Erfolg. Er heiratet mehrmals, hat Kinder, verdient reichlich, hat Einfluß, mischt sich ein, reist häufig, ja, man könnte sagen, er ist zeitweilig unstet und schlägt sich wegen des Aufruhrs, den er durch politsche Artikel und Romane verursacht und wegen des eingetretenen Erfolgs, den niemand vemutet hat – er am wenigsten - an die Brust mit vermeintlicher Demut. Die Leserin bekommt allmählich Probleme mit dem Autor bzw. seiner zwischen Zynismus und Überhöhung schwankenden Einschätzung seiner selbst und seines Lebens. • Das generelle Problem ist, dass der Autor nur sehr vage chronologisch vorgeht, so beginnt er zwar mit seiner Kindheit und schreitet immer weiter zeitlich fort, doch zahlreiche Vor- und Rückgriffe erschweren es, die Übersicht zu behalten. Es entstehen unerklärte Zeitsprünge in der Vita. Der Leser weiß überdies nicht, wie die Entscheidungen zustande kamen, da oder dort zu leben und ob es nicht Alternativen gegeben hätte. • Das Problem ist, dass der Autor bezüglich seiner zahlreichen politisch-skandalösen Stücke, Schriften und Artikel, zum Teil aufdeckender, zum Teil verleumderischer Natur („Alles, was sie machen, wird entweder fast gestoppt oder gestoppt oder sie stoppen es selbst“) selbstverliebt ins Detail geht, jedoch dem Bezug zur schwedischen Tagespolitik weniger Raum einräumt als es der nichtschwedische Leser bräuchte. • Das Problem ist, dass der Autor, abgesehen von der Mutterbeziehung, sein Privatleben, insbesondere sein Gefühlsleben sowie die Verarbeitung beruflicher und privater Rückschläge vollständig unter Verschluss hält; so entsteht der Eindruck eines sich selbst beweihräuchernden, gefühlskalten Menschen, der die Bedeutung seines bisschen an Literatur Geschaffenem im Verhältnis zum Weltgeschehen überhöht und überschätzt. • Das Problem ist der Ausdruck, der, zu Ungunsten des Verständnisses mit Gewalt ins Literarisch-Philosophische überhöht ist. • Das Problem ist, dass durch vorgenannte Punkte der Autor der Leserin immer unsympathischer wird. Per Olov Enquist lebt mit seiner zweiten Frau fünfzehn Jahre in Dänemark und fühlt sich „im Exil“. Er lernt nie dänisch. Man könnte diese Haltung als eine snobistische interpretieren. Er lebt drei Jahre lang in Paris und hasst es. Wie kann man Paris hassen? Wenn man bis zum Hals in Problemen steckt, es aber ums Verrecken nicht zugibt! Mit Katze und Frau einsam im Sieben-Zimmer-Apartement lebend (Jammern auf hohem Niveau!), jeweils nur kurz unterbrochen durch Gesellschaften der französischen Intellektuellenszene oder der High Society, ergibt sich der Autor dem Suff. In lichten Momenten schreibt er „In der Stunde des Luches“, eine gräßliche Geschichte über eine Katze, die von einem Fuchs zerfleischt wird. Der Autor ist Dramaturg und Alkoholiker. Über den Alkoholismus schreibt er den Roman „Gestürzter Engel“. Warum aber greift der Autor zum Alhokol als einzigem Halt? Warum scheitert er, der doch so viel Erfolg hat und gefeiert wird, auf privatem Sektor mehrfach? Warum kann er Kindheit und Jugend nicht auf gesunde Art und Weise verarbeiten, warum sich nicht aussöhnen mit der Mutter, dem früh verschiedenen Vater, dem Land und sich? Warum zeigt er, zumindest im Buch, kaum eine Regung, kein Gefühl außer Selbstmitleid? Viele Fragen bleiben offen. Das Buch lebt von Einblicken in das Lebensgefühl und in die Innenpolitik Schwedens, das mag ich sehr und von stilistischen Überhöhungen, die zum Teil schwer nachvollziehbar sind. Das mag ich weniger. Ich fühle mich dem Autor nicht mehr nahe, so wie am Anfang. Ich verstehe ihn nicht. Die letzten intensiven Seiten widmen sich der Alkoholkrankheit und dem Weg in eine neue Freiheit, wieder einmal „entkommen“, nimmt Per Olov Enquist das Schreiben wieder auf und auch diesmal hat er Erfolg. "Kapitän Nemos Bibliothek" schreibt er 1990 noch im Entzug. Es fällt mir schwer, ein Fazit zu ziehen. Ist „Ein anderes Leben“ ein Roman über einen Menschen, dem es schwer fällt, sich selber zu lieben? Ein Roman über einen Menschen, der gegen seine Prägung rebellierte und mit der Rebellion nicht fertig wird? Ist der Autor ein Mensch, der sich im selbst verursachten Leiden suhlt? Oder doch ganz wer anderer? Fazit: Es bleiben mehr Fragen offen als beantwortet werden. Kategorie: Biografie Verlag: Hanser Verlag

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    • 8
  • Rezension zu "Ein anderes Leben" von Per Olov Enquist

    Ein anderes Leben
    Kaivai

    Kaivai

    "Dann schreibt er plötzlich, 1964, zwischen Magengeschwüroperationen und literaturwissenschaftlicher Forschung und, wahrhaftig, einer Hochsprungtournee in Israel, einen historischen Roman, der im 18. Jahrhundert spielt, "Der fünfte Winter des Magnetiseurs", der ganz rein ist, fast blank gescheuert, als hätte seine innere Lötlampe alles ästhetische Wissen und jede Belesenheit fortgebrannt und zu etwas ganz unzeitgemäß Einfachem zurückgefunden. Vielleicht ist er nur ein storyteller? Konsequenz besitzt er jedoch kaum." Aber die Konsequenz, die er kaum besitzt, die besitzt ihn total. 1964 war POE 29. "Der Besuch des Leibarztes", seinen erfolgreichsten Roman, schrieb er mit 63. Mit 46 hab ich zuerst den Leibarzt gelesen und im selben Jahr den Magnetiseur. Das war schön. Ein Jahr später dann "Das Buch von Blanche und Marie". Das war noch viel schöner. Von da an war POE mein liebster Schriftsteller. Gottes Schmetterling, buchstäblich verkleidet. Der hat aber auch einen Stil, der ist ganz einmalig. Schwer zu beschreiben: sublime Schlagworte, präzise Bilder, das wirklich Bedeutende wiederholt er in immer neuen Verschlingungen, wie eine wiederkäuende Schlange. Und nun erzählt er sein Leben. Bis zum Jahr 1991. Dies Leben hat einen Vater, der stirbt, als Per sechs Monate alt ist. Und eine Mutter, die dann alleinerziehend ist und er das einzige Kind (bis auf Eeva-Lisa, seine Pflegeschwester, die irgendwann gehen muß). Sie ist Lehrerin, an der Volksschule in Hjogbolle, einem schwedischen Dorf. Und sie ist sehr fromm. Er ist lieb. Doch mit 14 rebelliert er. Auf dem Plumpsklo. Mit einem Foto von Königin Sibylla. Und dann mit einem Katalog von Ahlen&Holm. Du Dichternatur, du! "Unverdauter Freud, wird ihm im späteren Leben vorgeworfen" und dies zieht sich wie eine Schnur durch seine Geschichte. Der Sohn, der seinen Vater ermordet hat. Unwissend. Aber dennoch. Und seine Mutter geheiratet. Unwissend. Aber dennoch. Das ist ein Trauma. Nicht traumatisch. Aber dennoch. "Er grübelt oft über die Scheidewege im Leben nach. Es hatte an einem Tag gehangen. Einige Jahrzehnte später, 1975, hatte er ein Theaterstück geschrieben, "Die Nacht der Tribaden". Eine unglaublich schöne Journalistin von Danmarks Radio will heraufkommen und ein Interview mit ihm machen, er lehnt ab, nimmt aber den falschen Korridor im Dramaten und stößt aufgrund dieses Irrtums mit ihr zusammen, kann sich nicht entschuldigen, das Interview findet statt und verändert sein Leben. Sie geht im Korridor vorsichtig, beinah schüchtern auf ihn zu, er ist vollständig gebannt, bricht aus seiner Ehe aus, heiratet sie, lebt fünfzehn Jahre mit ihr in Dänemark. Hätte er einen anderen Korridor genommen, wäre sein Leben vollständig anders verlaufen. Er weiß nicht, wohin die Scheidewege ihn führen." Dieser Scheideweg führte ihn schon bald ins Dunkel. Er, der mit seinem Schreiben im Rampenlicht der politischen Öffentlichkeit Schwedens stand und der zweitmeistaufgeführte Dramatiker seines Landes (hinter Strindberg) war, er ging ins Exil, nach Kopenhagen. Zu Lone. Zu Herrn Claussen. Lone war nicht nur schön, sie war auch erfolgreich. Bei der Arbeit. POE konnte nicht mehr arbeiten. Konnte nicht mehr schreiben. Konnte nur noch trinken. Bier aus einer Teetasse (damit es nicht auffällt) auf der Terasse und neben ihm Herr Claussen, sein Nachbar. Der liebte das Märchen von der Schneekönigin und er liebte seine Schwester Gerda. Er hatte auch eine Frau. Doch als seine Frau ihn und seine Schwester, mit seiner Eichel in der Hand, in der Küche antraf, da wurd es schwierig. Später wurd die Gerda verrückt. Herr Claussen und seine Frau haben sie gepflegt. Und POE hat sie gehört: "Saaaauermöööseeeee". (Sakrileg: wie soll ich in wenigen Worten das Unbeschreibliche beschreiben. Die Geschichte von Herrn Claussen hat mich (in ihrer ganzen Verflochtenheit mit Pers Geschichte) so angerührt, wie selten nur etwas gelesenes) "Er ist jetzt vierundfünfzig Jahre alt, er sinkt. Er weiß nicht, wie es zugegangen ist, aber er sinkt." Dann: drei Entziehungskliniken. Der Absturz. Spiegelverkehrte Welt. Stigma. Die erste Klinik in Schweden. Er läuft weg. Dann Island. Er läuft weg. Zuletzt Dänemark. Dort gelingt die Wende. Er beginnt einen Roman: "Kapitän Nemos Bibliothek". Das erste Drittel schreibt er in der Klinik. Februar 1990. Seitdem hat er keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken. Schon mit 14 wußte Per Olov Enquist, dass er eine Suchtnatur hat. Jetzt ist er 74. Viele viele Leser, unter anderen ich, wissen, dass er eine süchtig machende Natur ist. Weil er seine Natur mit Worten zu verkleiden vermag, wie ein Schmetterling, der vom Himmel geflohen ist und der auf die Frage, die ihm ein Löwe mit Flügeln stellt, mit "der Mensch" antwortet.

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    • 2
  • Rezension zu "Ein anderes Leben" von Per Olov Enquist

    Ein anderes Leben
    Stirbelwurm

    Stirbelwurm

    Von einem, der als Sohn einer strenggläubigen Volksschullehrerin in einem Dorf in Schweden aufwuchs und zu einem der angesehensten europäischen Schriftsteller wurde. Per Olov Enquist erzählt seine Lebensgeschichte, als ob es die eines anderen wäre: Er studierte in Uppsala, erlebte die RAF-Zeit in West-Berlin, schrieb in München als Journalist über die Olympiade und debütierte mit seinem ersten Theaterstück am Broadway in New York. "Wenn alles so gut ging, wie konnte es dann so schlimm werden?" - steht als Leitfrage über Enquists Biografie, die auch tief in die Alkoholabhängigkeit und an den Rand des Todes führte. Ein außergewöhnliches Buch, das sich liest wie ein zeitgenössischer Roman.

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    • 2
  • Selbstkritisch

    Ein anderes Leben
    Pongokater

    Pongokater

    07. January 2014 um 17:54

    Noch mehr als in seinen Romanen bzw. historischen Rekonstruktionen ist PO in dieser Autobiografie reflektierend, nachdenklich, zögerlich in seinen Urteilen, und gerade daher überzeugend. Besonderen Raum nehmen seine Kindheit in Nordschweden sowie seine Alkoholismuszeit in den 80er Jahren ein. Ein sympathisches Buch von einem sympathischen Menschen.

  • Rezension zu "Ein anderes Leben" von Per O Enquist

    Ein anderes Leben
    Stirbelwurm

    Stirbelwurm

    04. February 2013 um 12:17

    Von einem, der als Sohn einer strenggläubigen Volksschullehrerin in einem Dorf in Schweden aufwuchs und zu einem der angesehensten europäischen Schriftsteller wurde. Per Olov Enquist erzählt seine Lebensgeschichte, als ob es die eines anderen wäre: Er studierte in Uppsala, erlebte die RAF-Zeit in West-Berlin, schrieb in München als Journalist über die Olympiade und debütierte mit seinem ersten Theaterstück am Broadway in New York. "Wenn alles so gut ging, wie konnte es dann so schlimm werden?" - steht als Leitfrage über Enquists Biografie, die auch tief in die Alkoholabhängigkeit und an den Rand des Todes führte.

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  • Rezension zu "Ein anderes Leben" von Per Olov Enquist

    Ein anderes Leben
    Skrutten

    Skrutten

    27. January 2012 um 16:43

    Eine große Biografie! Enquist schreibt in einem (zu Anfang gewöhnungsbedürftigen) ganz besonderem Stil - und in der dritten Person. Dadurch gelingt ihm eine gut nachvollziehbare Schilderung seiner inneren Gefühlswelten durch all die Jahre hindurch. Besonders beeindruckt (und dabei keineswegs nervig leidend geschildert) hat mich die Beschreibung seiner Alkoholsucht und der zahlreichen Therapieversuche. Sehr beeindruckend!

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  • Rezension zu "Ein anderes Leben" von Per Olov Enquist

    Ein anderes Leben
    leserin

    leserin

    18. November 2009 um 11:23

    "Ein anderes Leben" ist die Autobiografie des schwedischen Schriftstellers Enquist mit seinen Höhen und Tiefen. Für mich war es eine tolle, interessant zu lesende Biografie mit viel Beschreibung seiner Kindheit, seines Schriftsteller-Alltags, wie seine Bücher entstanden sind und über seine Alkoholsucht. Absolut Lesenswert. Auf dem Cover steht: "Man hofft ja immer auf ein Wunder. Wenn man nicht hofft, ist man wohl kein Mensch. Und eine Art Mensch ist man wohl trotz allem."

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  • Rezension zu "Ein anderes Leben" von Per Olov Enquist

    Ein anderes Leben
    Cam

    Cam

    12. July 2009 um 14:17

    Ein sehr beeindruckende Biografie von Enquist. Ein außergewöhnliches Buch, das sich liest wie ein zeitgenössischer Roman. Es ist kein Werk, das an einem vorüber geht, sondern einem in Erinnerung bleibt! Wenn es möglich wäre, würde ich 10 Sterne vergeben!

  • Rezension zu "Ein anderes Leben" von Per Olov Enquist

    Ein anderes Leben
    ChaosQueen13

    ChaosQueen13

    16. June 2009 um 10:02

    "Ein anderes Leben" wenn man das Buch gelesen hat, macht man sich Gedanken, was Alkohol aus einem Menschen machen kann. Da überlegt man, selbst wenn es ab und zu nur ein Gläschen Wein ist, ob man nicht ganz die Finger vom Alkohol lassen sollte. Das beste Beispiel ist die Biographie von Enquist. Ein angesehener Schriftsteller der sein Leben erzählt, so als wäre es nicht sein eigenes, sondern die Lebensgeschichte eines anderen. Der in eine Alkoholabhängigkeit fällt und daran zu Grunde geht. Traurig!

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