Per Petterson

 4 Sterne bei 175 Bewertungen
Autor von Pferde stehlen, Im Kielwasser und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Per Petterson

Per Petterson, geboren 1952 in Oslo, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern Norwegens. Er absolvierte eine Lehre zum Bibliothekar und arbeitete als Buchhändler, Übersetzer und Literaturkritiker. 2011 erschien in Deutschland sein erster Roman "Ist schon in Ordnung". Für seine Folgeromane erhielt Petterson zahlreiche Preise, darunter den bedeutendsten norwegischen Literaturpreis, den Brage-Preis, sowie den Norwegischen Buchhändlerpreis.

Alle Bücher von Per Petterson

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Per PettersonPferde stehlen
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Pferde stehlen
Pferde stehlen
 (101)
Erschienen am 01.06.2009
Per PettersonIm Kielwasser
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Im Kielwasser
Im Kielwasser
 (20)
Erschienen am 01.08.2009
Per PettersonNicht mit mir
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Nicht mit mir
Nicht mit mir
 (15)
Erschienen am 22.06.2017
Per PettersonIst schon in Ordnung
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Ist schon in Ordnung
Ist schon in Ordnung
 (14)
Erschienen am 26.06.2014
Per PettersonIch verfluche den Fluss der Zeit
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Ich verfluche den Fluss der Zeit
Ich verfluche den Fluss der Zeit
 (14)
Erschienen am 14.07.2011
Per PettersonSehnsucht nach Sibirien
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Sehnsucht nach Sibirien
Sehnsucht nach Sibirien
 (5)
Erschienen am 01.02.2002
Per PettersonPferde stehlen
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Pferde stehlen
Pferde stehlen
 (3)
Erschienen am 01.02.2008
Per PettersonIst schon in Ordnung
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Ist schon in Ordnung
Ist schon in Ordnung
 (1)
Erschienen am 15.07.2011

Neue Rezensionen zu Per Petterson

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Ravens avatar

Rezension zu "Nicht mit mir" von Per Petterson

Gemalte Worte mit tiefen Farben
Ravenvor einem Jahr

Das Buch "Nicht mit mir" von Per Petterson ist 288 Seiten lang und als Hardcoverausgabe bei Hanser und als Softcoverausgabe beim Fischerverlag erschienen.

Die Buchqualität ist nicht überragend, aber ordentlich.

Tommy und Jim waren als Kinder unzertrennlich. Während Tommy bei seinem alkoholkranken Vater und später bei einem Pflegevater lebte, wuchs Jim bei seiner christlichen Mutter auf und ging zum Gymnasium. Erst nach dreißig Jahren sehen sich die Freunde wieder. Tommy hat es in der Finanzbranche zu Wohlstand gebracht, aber sein Job macht ihm keinen Spaß und Jim ist Bibliothekar geworden, aber bereits seit langer Zeit krankgeschrieben und er angelt nun am Fluss. Beide haben gedacht, es würde in der Zukunft vermutlich genau andersherum laufen. Aber was ist in der Zwischenzeit denn alles passiert?


Das Buch beginnt indem sich die zwei Freunde zufällig begegnen. Dann gibt es Rückblenden aus der Vergangenheit aus unterschiedlicher Sicht der Protagonisten. Darauf muss man sich erst einlassen. Der Schreibstil von Petterson ist sehr ruhig und atmosphärisch. Er malt mit seinen Worten tiefe Farben und schafft es den Zauber Norwegens auf seine ganz eigene Art einzufangen. Obwohl die Geschichte mitten aus dem Leben und dem Alltag stammt, ist sie spannend und fesselnd, stimmt nachdenklich. Es gibt viele Fragen, die offen bleiben und der Leser selbst in sich ergründen kann, ebenso wie das Leben selbst. Das Werk handelt von Familie, Freundschaft, Schicksal, männlicher Gefühlswelt und das Leben an sich.

Fazit: Freundschaft, Schicksal, männliche Gefühlswelt, das Leben an sich. Die Geschichte stimmt nachdenklich und malt mit Worten tiefe Farben. Absolut lesenswert!

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Buchstabenliebhaberins avatar

Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

Vergangenheit
Buchstabenliebhaberinvor einem Jahr

Trond ist 67 und hat sich zur Ruhe gesetzt. Er ist in die Einsamkeit Ostnorwegens gezogen, in eine wunderschöne alte Hütte, am See, den Wald um die Ecke. Er hat die Einsamkeit, die baufällige Hütte und seinen Hund ganz bewusst gewählt. So will er seine letzten Jahre verbringen, ganz in Ruhe in der Natur.

Aber sein Leben lässt ihm keine Ruhe, Erlebnisse aus seiner Jugend beschäftigen ihn, so oft er auch versucht sich einzureden, dass er doch der Junge mit den goldenen Hosen ist. Kein Leben verläuft geradlinig, auch seins nicht.

So vergehen seine Tage, er lernt seinen Nachbarn kennen, ebenfalls ein alter Mann mit Hund. Sie kennen sich, aus ihrer Jugend. Sie schließen Freundschaft. 

In einem ruhigen, gemächlichen Ton lässt uns Per Petterson am Leben von Trond teilnehmen. Die Tage vergehen, das Leben vergeht, die Fehler sind gemacht und lassen sich nicht mehr rückgängig machen, ebenso die Schicksalsschläge. Politische Hintergründe spielen eine Rolle und erklären die teils komplizierten Beziehungen in Tronds Jugend. Sein unsteter, mysteriöser, politisch engagierter Vater, der die Familie verlassen hat, spielt eine große Rolle in seinem Denken.

Ich habe das Buch gern gelesen. Es ist wunderbar geschrieben, man wird beim Lesen quasi zu Trond, steht mit ihm auf, begibt sich mit ihm auf die Gassirunde mit seinem Hund, beobachtet mit ihm seine doch etwas fragile Gesundheit - aber er ist 67, keine 15 mehr. Er strahlt Gelassenheit aus. Quälen ihn die Ereignisse von früher? Es ist eher ein ruhiges Revue passieren lassen. Im Leben passieren unterschiedliche Dinge, und nicht alle lassen sich erklären. Es ist gut, Zeit für sich, aber auch Freunde und Familie zu haben. Trond macht das alles ganz gut, er kümmert sich gut um sich. Er sucht keine Aufregung und keine Abwechslung mehr.

Wäre das Buch Wasser, wäre es ein ruhig fließender Fluss, an dessen Ufer man gerne verweilt, seinen Gedanken nachhängt und die Sonne und den Geruch des Flusses genießt.

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miahs avatar

Rezension zu "Nicht mit mir" von Per Petterson

Nicht mit mir
miahvor einem Jahr

Inhalt:
Tommy und Jim waren in ihrer Kindheit beste Freunde. Sie wuchsen im selben Ort auf und hatten doch ganz unterschiedliche Leben. Tommy hat drei jüngere Schwestern, die Mutter ist abgehauen und der Vater gewalttätig. Eines Tages schlägt Tommy zurück und der Vater haut ab. Die Geschwister kommen in verschiedene Pflegefamilien. Jim lebt bei seiner Mutter und wächst wohlbehütet auf. Heute ist Tommy erfolgreich im Finanzwesen tätig, Jim dagegen ist aufgrund psychischer Probleme seit einem Jahr krankgeschrieben.

Meine Meinung:
DIe Geschichte beginnt im Jahr 2006. Tommy ist auf dem Weg zur Arbeit und Jim ist gerade beim Angeln. Sie begegnen sich zufällig, nachdem sie sich viele Jahre nicht mehr gesehen haben. Dieser kurze Moment bringt das Leben von beiden durcheinander, denn obwohl sie sich direkt wieder voneinander verabschieden, sorgt er dafür, dass sie sich zurück an ihre Kindheit erinnern.

Ruhig und besonnen erzählt der Autor uns die Geschichte der beiden Männer, die sich seit ihrer Kindheit kennen und damals beste Freunde waren. Sie waren schon immer sehr unterschiedlich, nicht nur charakterlich, sondern auch im Hinblick auf ihre Lebensverhältnisse.

Tommy hatte eine schwere Kindheit. Nachdem die Mutter die Familie einfach verlassen hatte, war er mit seinen drei jüngeren Schwestern dem gewalttätigen Vater ausgeliefert. An dem Tag, als sich Tommy das erste Mal so richtig gegen ihn wehrt, haut auch der Vater ab, sodass die Geschwister in Pflegefamilien untergebracht werden. Doch Tommy hat sich nie unterkriegen lassen. Er kämpfte sich durchs Leben und hat es im Jahr 2006 geschafft, erfolgreich im Finanzwesen zu arbeiten. Aber glücklich ist er trotzdem nicht.

Jim wuchs bei seiner Mutter auf. Es hat ihm nie an etwas gefehlt. Trotzdem versucht er sich als Jugendlicher das Leben zu nehmen und landet in einer psychischen Klinik. Im Jahr 2006 ist er seit einem Jahr krankgeschrieben, weil er wieder psychische Probleme hat. Seinen Job als Bibliothekar kann er deshalb nicht mehr ausüben.

Die Geschichte führt den Leser zurück in die 1960er und 70er, einer Zeit, in der Tommy und Jim beste Freunde waren, die sich ohne Worte verstanden. Nach Jims Selbstmordversuch und dem Aufenthalt in der Klinik zieht er mit seiner Mutter weg. Damit endete die Freundschaft der beiden.

Die Perspektive wechselt zwischen Tommy und Jim, zwischendrin gibt es Kapitel aus der Sicht von Siri, Tommys Schwester, und Tommys Pflegevater. Man erfährt, was aus Tommys Eltern geworden ist. Dennoch bleiben viele Fragen bewusst offen. Der Autor deutet vieles nur an.

Die Handlung ist nicht spannend, ganz im Gegenteil, völlig unaufgeregt begleitet der Leser die beiden Männer durchs Leben. Trotzdem ist es zu keiner Zeit langweilig.

Die Sprache des Autors hat mir sehr gefallen. Die Sätze sind zwar stellenweise sehr lang und es gibt viele Wiederholungen, aber viele Ausdrücke sind poetisch und erzeugen genau die richtige Stimmung. Das Buch ließ sich daher flüssig lesen.

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Zusätzliche Informationen

Per Petterson wurde am 18. Juli 1952 in Oslo (Norwegen) geboren.

Community-Statistik

in 266 Bibliotheken

auf 30 Wunschlisten

von 5 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

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