Per Petterson Ist schon in Ordnung

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Inhaltsangabe zu „Ist schon in Ordnung“ von Per Petterson

Der erste Roman des interessantesten Schriftstellers aus Norwegen: Auden ist 13 und lässt sich nicht unterkriegen, auch wenn der Alltag knallhart und die Familie zerrüttet ist. Der Vater säuft und prügelt, die Mutter flieht mit den Kindern in die Großstadt. Egal, was passiert, ist schon in Ordnung, Auden schluckt einfach den Schmerz hinunter. Bis er Arvid trifft, mit dem er die Leidenschaft für die Bücher entdeckt und beschließt, Schriftsteller zu werden. Ein kraftvoller Per Petterson – lakonisch, sparsam kompakt, einfach großartig.

Eine Geschichte über ein junges Leben, geprägt vom brutalen Vater und dennoch voller Hoffnung. Dieses Buch wird noch lange nachhallen.

— Claudia_Späth
Claudia_Späth

Empfehlenswerter Coming-of-age-Roman, der im Norwegen der 60er Jahre spielt.

— Schelmuffsky
Schelmuffsky

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  • Familie ist doch das wichtigste

    Ist schon in Ordnung
    Gruenente

    Gruenente

    19. March 2013 um 19:52

    Das ist die Geschichte von Audun, seiner Schulzeit und seinen ersten Jobs. . Er wird geprügelt und er teilt auch selber aus. Er übernimmt Verantwortung und schmeisst die Schule. Er hat wenige Freunde, aber dafür richtig Gute. Eine Buch über das Erwachsenwerden, die Familie und natürlich auch wieder eine Vater-Sohn-Beziehung. Und das Ganze ist einfach wunderbar geschrieben. Warum habe ich noch nicht alles von P.P. gelesen?

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  • Rezension zu "Ist schon in Ordnung" von Per Petterson

    Ist schon in Ordnung
    Ruth_liest

    Ruth_liest

    23. October 2011 um 14:55

    Immer ein wenig traurig, hochsensibel und sprachlich ausdifferenziert gehört Per Petterson zu meinen Lieblingsautoren. Vielleicht liegt es an meiner Erwartungshaltung, dass mich Petterson auch diese Mal nicht enttäuscht. Die Hauptfigur des Romans "Ist schon in Ordnung" ist der 13-jährige Audun. Traumatisiert von seinem Vater, der im Alkohohlrausch die Familie verprügelt hat, lebt sich der Junge nur schwer in die neue Umgebung ein. Die Freundschaft zu seinem Klassenkameraden Arvid hilft ihm, sein Leben irgendwie zu "meistern". Oft er steht er am Rande des Abgrundes und möchte alles aufgeben. Aber am Ende hält er durch, macht seinen Schulabschluss und ist innerlich so gefestigt, dass er trotz der psychischen und physischen Folgen seiner missglückten Kindheit Liebe und Glück empfindet. Pettersen ist erneut eine leise Geschichte über das alltägliche Glück und Unglück gelungen. Carl Hanser Verlag 2011

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  • Rezension zu "Ist schon in Ordnung" von Per Petterson

    Ist schon in Ordnung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. September 2011 um 14:28

    Audun, ein 13-jähriger Junge, ist mit seiner Mutter vom Land in eine Arbeitersiedlung in Oslo gezogen. An seinem ersten Schultag in der neuen Schule steht er mit Sonnenbrille vor dem Rektor. Als der Rektor von ihm verlangt, die Brille abzunehmen, verteidigt er sich instinktiv mit seinen Fäusten, als dieser sie ihm wegnehmen will. Die Abwehrhaltung des Jungen wird einem verständlich, je mehr man in die Geschichte eintaucht. Der ältere Bruder kommt bei einem Autounfall ums Leben, die Schwester ist ausgezogen und lebt mit ihrem Freund auf dem Land. So verbringt Audun viel Zeit mit Lesen, vor allem von Jack London, Hemingway und Tolstoj. Sein neuer Freund Arvid bringt ihn der Politik näher und immer wieder, wenn er in eine schwierige Situation kommt, ist das Haus des Freundes etwas wie ein Rettungsanker. Audun hat keine guten Erinnerungen an seinen Vater, der irgendwo in der Gegend mit seinem Akkordeon unterwegs ist und hin und wieder auftaucht und die Familie in Angst und Schrecken versetzt. Er war gegen die Kinder, wie auch die Mutter gewalttätig und oft ein Prügler. Er konnte seelenruhig zu den Söhnen ins Zimmer marschieren, ihnen ein Geldstück in die Hand drücken und nachdem sich der eine Sohn freudig für das unerwartete Geldgeschenk bedankt hat, dieses hämisch lachend wieder einstecken „ihr habt euch jetzt genug gefreut“. Ein Jahr vor Abschluss schmeisst Audun die Schule hin und fängt einen Knochenjob in einer Druckerei an. Trotz aller Widrigkeiten, die ihn dort erwarten, hält der Junge, durch. Er bewältigt Pannen an den Maschinen, sieht Unfälle von anderen Angestellten und als er einem Kollegen zu Hilfe eilt, will ihn der Werkmeister entlassen, weil er seinen Arbeitsplatz verlassen hat. Aber obwohl er einen äusserst mürrischen Gruppenleiter hat, setzt sich dieser für Audun ein. Der „Querulant“, wie ihn einer bezeichnet, ist im entscheidenden Moment für seine Schwester, wie auch für Arbeitskollegen hilfsbereit zur Stelle. Per Petterson, der vor allem durch seinen grossartigen Roman „Pferde stehlen“ bei uns bekannt geworden ist und danach auch durch „Im Kielwasser“ und „Ich verfluche den Fluss der Zeit“ sicher seine Leserschaft gefunden hat, liefert hier erneut eine Aussenseiter-Story ab, die im Original bereits 1992 (!) in Norwegen veröffentlicht wurde. Wieder geht es um eine zerrüttete Familie. Das Buch ging mir zu Herzen und gleichzeitig war ich schockiert, vor allem bei den Passagen, in denen Petterson den Umgang des Vaters mit seinen Söhnen beschreibt. Der Autor schildert anschaulich die Zeit Mitte der 1960er- und anfangs 1970er-Jahre, die Zeit von Bob Dylan, den Beatles oder den Hollies, von Pepita-Hosen und Schmalztollen oder halblangen Haaren. Es ist die berührende Geschichte eines Heranwachsenden, der so oft auf sich allein gestellt ist und der sich, trotz aller Widrigkeiten in seinem jungen Leben und die die Pubertät so an sich haben, nicht so leicht unterkriegen lässt und seinen Weg bestimmt geht.

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