fischer baumler

Per Petterson Nicht mit mir

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Inhaltsangabe zu „Nicht mit mir“ von Per Petterson

EINE UNGEWÖHNLICHE FREUNDSCHAFT: Per Petterson gelingt es, gewöhnliche Leben ganz gewöhnlicher Menschen auf außergewöhnliche Weise zu erzählen. Tommy und Jim waren als Kinder die besten Freunde, das ist 30 Jahre her. Tommy, der früher seinen prügelnden Stiefvater mit dem Baseballschläger in die Flucht schlug, ist heute ein wohlhabender, aber unglücklicher Investment-Banker. Jim, der allein bei seiner frommen Mutter aufwuchs und Bibliothekar wurde, ist seit einem Jahr psychisch krank, er angelt statt zur Arbeit zu gehen. Das Wiedersehen nach langer Zeit stellt beider Leben auf den Kopf.

Freundschaft, Schicksal, das Leben an sich... Die Geschichte stimmt nachdenklich und malt mit Worten tiefe Farben.

— Raven

Pettersons Meisterwerk. Lange nicht mehr so ein tief bewegendendes Buch gelesen.

— Boris

Das ganz gewöhnliche Leben zweier Männer auf ungewöhnliche Weise erzählt - unaufgeregt und ruhig, aber dennoch stimmungsvoll und interessant

— miah

Stimmungsvoller Roman, sehr atmosphärisch.

— PaulaAbigail

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Uff. Recht sehr langweilig. Wer sich allein an poetischer Sprache ergötzen kann, mag es vielleicht verschlingen ...

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  • Leserunde zu "Die Eishexe" von Camilla Läckberg

    Die Eishexe

    Marina_Nordbreze

    Eine alte Legende und ein vermisstes Mädchen – Spannung pur in Schweden! Gemeinsam mit der erfolgreichen Krimi-Autorin Camilla Läckberg wagen wir einen Ausflug nach Schweden ... doch hinter der entspannten Atmosphäre und der unberührten Natur verbergen sich nervenaufreibende Geheimnisse. Traust du dich, sie aufzudecken?Der Fall eines vermissten Mädchens reißt in der kleinen Gemeinde Fjällbacka alte Wunden auf. Vor dreißig Jahren ist schon einmal ein Mädchen verschwunden ... und getötet worden. Kann Hauptkommissar Patrik Hedström das Mädchen finden, bevor es zu spät ist? Und was hat die alte Legende rund um die Eishexe mit seinem aktuellen Fall zu tun?Das erfährst du in unserer Leserunde zu "Die Eishexe" von Camilla Läckberg.Über das Buch     Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord. Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erica Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen. >> Mehr Infos zum Buch findest du hierÜber Camilla Läckberg     Die schwedische Krimi-Autorin Camilla Läckberg wurde 1974 in Fjällbacka geboren. Ihr kleiner Heimatort ist ein Hafenstädtchen an der schwedischen Westküste und dient auch als Schauplatz ihrer Bücher. Ihre Kriminalromane erscheinen in über dreißig Ländern. Im Mittelpunkt ihrer Romane stehen die Schriftstellerin Erica Falck und der Polizist Patrik Hedström.Gemeinsam mit Ullstein vergeben wir in unserer Leserunde 25 Exemplare von "Die Eishexe". Was du tun musst, um dabei zu sein? Bewirb dich bis einschließlich 10.01.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantworte folgende Frage:   Verrate uns dein liebstes schwedisches Rezept! Mit welchen Gerichten holst du dir Schweden nach Hause. Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen.         Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.

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    StefanieFreigericht

    10. January 2018 um 11:28
    wandablue schreibt Schwedische Ingerkekse habe ich heuer gebacken. Die sind wirklich sehr sehr lecker und sehr sehr ungesund. Aber das sind ja fast alle Kekse. Ich verrate das Rezept aber natürlich nicht. Wie käme ...

    Wenn du Krimis magst - Jo Nesbo ist Norweger. Ich kenne erst einige der "Harry Hole"-Bücher und mag die recht gern. Die jüngeren scheinen etwas blutrünstiger zu sein als die älteren. Und dann ...

  • Gemalte Worte mit tiefen Farben

    Nicht mit mir

    Raven

    20. November 2017 um 18:00

    Das Buch "Nicht mit mir" von Per Petterson ist 288 Seiten lang und als Hardcoverausgabe bei Hanser und als Softcoverausgabe beim Fischerverlag erschienen.Die Buchqualität ist nicht überragend, aber ordentlich.Tommy und Jim waren als Kinder unzertrennlich. Während Tommy bei seinem alkoholkranken Vater und später bei einem Pflegevater lebte, wuchs Jim bei seiner christlichen Mutter auf und ging zum Gymnasium. Erst nach dreißig Jahren sehen sich die Freunde wieder. Tommy hat es in der Finanzbranche zu Wohlstand gebracht, aber sein Job macht ihm keinen Spaß und Jim ist Bibliothekar geworden, aber bereits seit langer Zeit krankgeschrieben und er angelt nun am Fluss. Beide haben gedacht, es würde in der Zukunft vermutlich genau andersherum laufen. Aber was ist in der Zwischenzeit denn alles passiert?Das Buch beginnt indem sich die zwei Freunde zufällig begegnen. Dann gibt es Rückblenden aus der Vergangenheit aus unterschiedlicher Sicht der Protagonisten. Darauf muss man sich erst einlassen. Der Schreibstil von Petterson ist sehr ruhig und atmosphärisch. Er malt mit seinen Worten tiefe Farben und schafft es den Zauber Norwegens auf seine ganz eigene Art einzufangen. Obwohl die Geschichte mitten aus dem Leben und dem Alltag stammt, ist sie spannend und fesselnd, stimmt nachdenklich. Es gibt viele Fragen, die offen bleiben und der Leser selbst in sich ergründen kann, ebenso wie das Leben selbst. Das Werk handelt von Familie, Freundschaft, Schicksal, männlicher Gefühlswelt und das Leben an sich. Fazit: Freundschaft, Schicksal, männliche Gefühlswelt, das Leben an sich. Die Geschichte stimmt nachdenklich und malt mit Worten tiefe Farben. Absolut lesenswert!

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  • Lesewochenende im November mit dem FISCHER Leseclub

    Lesewochenende im November mit dem FISCHER Leseclub

    Marina_Nordbreze

    Lesewochenende im November mit dem FISCHER Leseclub Herzlich willkommen bei unserem Lesewochenende im November! Vom 17. bis 19.11.2017 möchten wir gemeinsam die Gelegenheit nutzen, um uns zum Jahresende noch einmal intensiv mit den Büchern aus dem FISCHER Leseclub auseinanderzusetzen.Beim Lesen, Austauschen und Plaudern könnt ihr so sicherlich das ein oder andere Highlight aus dem FISCHER Leseclub entdecken, welches vielleicht ansonsten verborgen geblieben ist! Und das ist noch nicht alles! Ihr könnt zusätzlich ein ganz besonderes "Buch des Monat"-Abzeichen erhalten.Was ihr dafür tun müsst?Schreibt Rezensionen zu den FISCHER-Büchern, die ihr während des Wochenendes gelesen habt und löst die drei Aufgaben, die wir euch während des Lesewochenendes stellen bis zum 30.11.2017!Bitte beachtet, dass nur Rezensionen zu Büchern aus dem Stöberbereich des FISCHER Leseclubs gelten, das heißt, die Bücher müssen 2017 erschienen sein! Unter allen Usern, die das Abzeichen erspielen, verlosen wir 50 Wunschbücher aus den FISCHER-Verlagen!

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    • 800
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  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  • Nicht mit mir

    Nicht mit mir

    miah

    02. August 2017 um 14:31

    Inhalt:Tommy und Jim waren in ihrer Kindheit beste Freunde. Sie wuchsen im selben Ort auf und hatten doch ganz unterschiedliche Leben. Tommy hat drei jüngere Schwestern, die Mutter ist abgehauen und der Vater gewalttätig. Eines Tages schlägt Tommy zurück und der Vater haut ab. Die Geschwister kommen in verschiedene Pflegefamilien. Jim lebt bei seiner Mutter und wächst wohlbehütet auf. Heute ist Tommy erfolgreich im Finanzwesen tätig, Jim dagegen ist aufgrund psychischer Probleme seit einem Jahr krankgeschrieben.Meine Meinung:DIe Geschichte beginnt im Jahr 2006. Tommy ist auf dem Weg zur Arbeit und Jim ist gerade beim Angeln. Sie begegnen sich zufällig, nachdem sie sich viele Jahre nicht mehr gesehen haben. Dieser kurze Moment bringt das Leben von beiden durcheinander, denn obwohl sie sich direkt wieder voneinander verabschieden, sorgt er dafür, dass sie sich zurück an ihre Kindheit erinnern.Ruhig und besonnen erzählt der Autor uns die Geschichte der beiden Männer, die sich seit ihrer Kindheit kennen und damals beste Freunde waren. Sie waren schon immer sehr unterschiedlich, nicht nur charakterlich, sondern auch im Hinblick auf ihre Lebensverhältnisse.Tommy hatte eine schwere Kindheit. Nachdem die Mutter die Familie einfach verlassen hatte, war er mit seinen drei jüngeren Schwestern dem gewalttätigen Vater ausgeliefert. An dem Tag, als sich Tommy das erste Mal so richtig gegen ihn wehrt, haut auch der Vater ab, sodass die Geschwister in Pflegefamilien untergebracht werden. Doch Tommy hat sich nie unterkriegen lassen. Er kämpfte sich durchs Leben und hat es im Jahr 2006 geschafft, erfolgreich im Finanzwesen zu arbeiten. Aber glücklich ist er trotzdem nicht.Jim wuchs bei seiner Mutter auf. Es hat ihm nie an etwas gefehlt. Trotzdem versucht er sich als Jugendlicher das Leben zu nehmen und landet in einer psychischen Klinik. Im Jahr 2006 ist er seit einem Jahr krankgeschrieben, weil er wieder psychische Probleme hat. Seinen Job als Bibliothekar kann er deshalb nicht mehr ausüben.Die Geschichte führt den Leser zurück in die 1960er und 70er, einer Zeit, in der Tommy und Jim beste Freunde waren, die sich ohne Worte verstanden. Nach Jims Selbstmordversuch und dem Aufenthalt in der Klinik zieht er mit seiner Mutter weg. Damit endete die Freundschaft der beiden.Die Perspektive wechselt zwischen Tommy und Jim, zwischendrin gibt es Kapitel aus der Sicht von Siri, Tommys Schwester, und Tommys Pflegevater. Man erfährt, was aus Tommys Eltern geworden ist. Dennoch bleiben viele Fragen bewusst offen. Der Autor deutet vieles nur an.Die Handlung ist nicht spannend, ganz im Gegenteil, völlig unaufgeregt begleitet der Leser die beiden Männer durchs Leben. Trotzdem ist es zu keiner Zeit langweilig.Die Sprache des Autors hat mir sehr gefallen. Die Sätze sind zwar stellenweise sehr lang und es gibt viele Wiederholungen, aber viele Ausdrücke sind poetisch und erzeugen genau die richtige Stimmung. Das Buch ließ sich daher flüssig lesen.

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  • Wunderbarer Sprachzauber

    Nicht mit mir

    WinfriedStanzick

    08. September 2014 um 11:47

    In seinem neuen Roman erzählt der norwegische Schriftsteller Per Petterson die Geschichte zweier Freunde, die vor fünfunddreißig Jahren eine dicke und enge Beziehung verband und deren Wege sich dann trennten.   Nun, im Jahr 2006, sieht Tommy, mittlerweile nach bewegter Gesichte als Investmentbanker erfolgreich (es ist die Zeit vor dem großen Crash) als er über eine Brücke fährt, seinen ehemaligen Freund Jim im Morgengrauen beim Angeln. Dass es eine Brücke ist, auf der sie sich wieder begegnen, ist treffend in der Bildsprache, denn in der Kindheit und Jugend waren sie so etwas wie „Strombrüder“, also Menschen, die sich ohne Worte verstanden, quasi ihre Gedanken gegenseitig lesen konnten. Aber das ist lange vorbei. Die frühere Freundschaft lebt nur noch in der Erinnerung weiter.   Das letzte Mal, als sie sich sahen, war ein Moment vor 35 Jahren, vor dem Eingang jener psychiatrischen Klinik, in die Jim nach einem Selbstmordversuch eingeliefert worden war. Später fand er einen Job als Bibliothekar und ist zum Zeitpunkt der Begegnung am frühen Morgen auf der Brücke seit einem Jahr krankgeschrieben. Doch auch Tommy, der äußerlich so Erfolgreiche, ist labil und hat sein Leben nicht im Griff.   In wechselnden Perspektiven erzählt Per Petterson die Geschichte dieser Freundschaft und der Lebensschicksale von Jim und Tommy. Ja, es kommen durchaus auch ambivalente Frauenfiguren vor in diesem Buch. Doch im Grunde ist es, wie in vielen seiner Romane zuvor, ein Buch, das handelt vom Verhältnis zwischen Vätern und Söhnen, ein Buch, das bis in tiefe Verästelungen männliche Gefühlswelten erkundet und beschreibt.   Jim ist ohne Vater aufgewachsen und Tommys Erzeuger war ein brutaler Schläger, der seine Kinder an dem Tag verlässt, als Tommy sich zum ersten Mal gegen ihn  zur Wehr setzt. Man wundert sich nicht, dass beide Männer in ihrem Erwachsenenleben Probleme damit haben, Nähe zuzulassen und zu erleben.   In einer Sprache, die sich an vielen Stellen in reine Poesie verwandelt, erzählt von zwei Männern, die ihr ganzes Leben lang auf der Suche sind nach sich selbst, mit ihren Ursprüngen hadern und ihnen doch nicht entrinnen können und immer wieder versuchen, so etwas wie Liebe zu wagen.   Indem er vieles bewusst offen lässt, fordert er seine Leser dazu heraus, selbst herauszufinden, was die beiden Freunde zu dem hat werden lassen, was sie da bis zu der zunächst gegenseitig unbemerkten Wiederbegegnung morgens auf der Ulvoyabrücke geworden sind. Obwohl Petterson bewusst keine Fragezeichen benutzt, ist das Buch voller Fragen, die er dem Leser vor die Füße legt.   Erneut hat Petterson ein Buch geschrieben mit einem wunderbaren Sprachzauber, der den Leser gleich von Anfang an gefangen nimmt. Ein Buch, dem es gelingt zu zeigen, in welche Dimensionen der menschlichen Seele die Sprache, die Poesie vordringen kann. Und heilen.

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