Per Petterson Pferde stehlen

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Inhaltsangabe zu „Pferde stehlen“ von Per Petterson

'Ein verführerisches Buch. Wunderbar geschrieben in einer Sprache, die klar ist und wasserhell, zart und eindringlich, menschennah und gänzlich ohne Sentimentalität. Spätestens nach der Hälfte des Buches beginnt man, langsam zu lesen, damit man bloß nicht so schnell ans Ende der Wonne gelangt.' Die Welt

Ein stilles und berührendes Buch

— wortgeflumselkritzelkram

Ein alter Mann zieht sich zurück, in die Natur, mit seinem Hund. Aber die Vergangenheit holt ihn ein. Nicht spektakulär, aber tiefsinnig.

— Buchstabenliebhaberin

Was für ein toller, stimmungsvoller und berührender Roman. Das Beste aus der skandinavischen Ecke, das ich seit langem lesen durfte!

— hundertwasser

Eine Sprache, so klar wie ein Fjord. Keine unnötigen Sätze oder Kapitel, aber überzeugend. Die Story: Tragisch, realistisch, unvermeidlich.

— derlorenz

In "Pferde stehlen" beschreibt Per Petterson das Leben des 67-jährigen Trond, der sich im Winter in einer norwegischen Waldhütte niederläßt, um dort seinen restlichen Lebensabend zu verbringen. Während er sich an dem neuen Ort einlebt, erzählt er durch Rückblicke von seinen Jugendsommern in Ostnorwegen, vom den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, von einer komplizierten Vaterbeziehung und von den Abenteuern des Pferdestehlens. Bei diesem Buch machen vor allem die Perspektivenwechsel des Protagonisten Spass. Lebensabend, Winterzeit, Melancholie - Jugend, Sommer, Abenteuer und die die Handlung untermalende atemberaubende skandinavische Natur machen diesen Roman zu einem schönen Lesevergnügen.

— Krinkelkroken

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    Pferde stehlen

    Buchstabenliebhaberin

    02. September 2017 um 18:31

    Trond ist 67 und hat sich zur Ruhe gesetzt. Er ist in die Einsamkeit Ostnorwegens gezogen, in eine wunderschöne alte Hütte, am See, den Wald um die Ecke. Er hat die Einsamkeit, die baufällige Hütte und seinen Hund ganz bewusst gewählt. So will er seine letzten Jahre verbringen, ganz in Ruhe in der Natur.Aber sein Leben lässt ihm keine Ruhe, Erlebnisse aus seiner Jugend beschäftigen ihn, so oft er auch versucht sich einzureden, dass er doch der Junge mit den goldenen Hosen ist. Kein Leben verläuft geradlinig, auch seins nicht.So vergehen seine Tage, er lernt seinen Nachbarn kennen, ebenfalls ein alter Mann mit Hund. Sie kennen sich, aus ihrer Jugend. Sie schließen Freundschaft. In einem ruhigen, gemächlichen Ton lässt uns Per Petterson am Leben von Trond teilnehmen. Die Tage vergehen, das Leben vergeht, die Fehler sind gemacht und lassen sich nicht mehr rückgängig machen, ebenso die Schicksalsschläge. Politische Hintergründe spielen eine Rolle und erklären die teils komplizierten Beziehungen in Tronds Jugend. Sein unsteter, mysteriöser, politisch engagierter Vater, der die Familie verlassen hat, spielt eine große Rolle in seinem Denken.Ich habe das Buch gern gelesen. Es ist wunderbar geschrieben, man wird beim Lesen quasi zu Trond, steht mit ihm auf, begibt sich mit ihm auf die Gassirunde mit seinem Hund, beobachtet mit ihm seine doch etwas fragile Gesundheit - aber er ist 67, keine 15 mehr. Er strahlt Gelassenheit aus. Quälen ihn die Ereignisse von früher? Es ist eher ein ruhiges Revue passieren lassen. Im Leben passieren unterschiedliche Dinge, und nicht alle lassen sich erklären. Es ist gut, Zeit für sich, aber auch Freunde und Familie zu haben. Trond macht das alles ganz gut, er kümmert sich gut um sich. Er sucht keine Aufregung und keine Abwechslung mehr.Wäre das Buch Wasser, wäre es ein ruhig fließender Fluss, an dessen Ufer man gerne verweilt, seinen Gedanken nachhängt und die Sonne und den Geruch des Flusses genießt.

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    • 4
  • Man entscheidet selbst, wann es weh tut

    Pferde stehlen

    dicketilla

    02. March 2014 um 19:30

    Es ist kurz vor der Jahrtausendwende, da zieht es den 67 jährigen Trond, von Oslo in den Osten Norwegens. Sein Leben lang hat er sich noch diesem stillen Ort gesehnt. Als seine zweite Frau vor drei Jahren bei einem Unfall verstarb, er selbst nur knapp überlebte, hatte er sich pensionieren lassen, und diesen Ort gesucht. Ein kleines Haus am See, und nur in Gesellschaft seiner Hündin Lyra, sein Leben zu leben, was ihm davon noch bleibt. Seine zwei Töchter hatte er nicht informiert, wo er sich jetzt aufhielt. Am Fluss wohnt ein Mann, und als sie sich gegenüber stehen , holen ihn die Erinnerungen einer lang zurückliegenden Zeit ein. Eine Sommernacht 1948, als er gerade 15 und Lars, der Bruder seines Freundes Jon , 10 Jahre alt war. Er verbrachte einen Sommer mit seinem Vater , kurz vor der schwedischen Grenze . Und der Tag, der mit dem Spiel Pferde stehlen begann, sollte ein bitteres Ende nehmen, und der letzte Tag, an dem er seinen Freund Jon sehen würde. Sein Freund, der auf seine Brüder aufpassen sollte, und innerhalb eines Augenblicks alles anders und zerstört war. Die Erinnerungen sind an diesen Sommer mit seinem Vater geprägt, einem Vater, den er nie richtig gekannt hatte, konnte sich ihm gegenüber nie öffnen, aber dennoch empfindet man diese Liebe und Verletzlichkeit. Eine behutsam erzählte Geschichte, vom verstehen und verarbeiten , seiner sehr geprägten Zeit , auf dem Weg zum erwachsen werden. Man wird als Leser gefordert, die Geschichte hat vieles was sich verbirgt, und man muss gedanklich dahinter schauen. Aber auch wunderschöne Bilder der Landschaft, und der Menschen, die in dieser leben.

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  • Empfehlenswert

    Pferde stehlen

    carmikatze

    28. July 2013 um 19:10

    Ich habe mir das Buch von einer Freundin geliehen. Zuerst hat mich der Titel angesprochen. Als ich dann noch den Klappentext gelesen habe war ich überzeugt und widmete mich dem Werk. Es is wirklich sehr schön geschrieben. Schon lange hab ich nicht mehr so schnell ein Buch gelesen (bin nicht immer die schnellste Leserin ;)) Die Sprache hat mir wirklich gefallen. Durch die Seiten bin ich nur so durchgeflogen. Was die ganze Geschichte angeht bin ich mir jedoch unschlüsslig. Auch wenn mir die Erzählweiße sehr zugesagt hat erschließt mir der Inhalt nicht ganz. Das soll wohl auch etwas der Sinn sein. Ich denke es handelt es sich hierbei um ein Buch, dass viele Botschaften enthält, die man beim ersten Lesen gar nicht alle erfassen kann. Also fast ein zweites Mal lesenswert. Aber das ist es: Aus meiner Sicht bleibt es beim "fast" Mir fehlte noch ein letzter Schliff, der das Buch abrundet. Daher lass ich es erst einmal liegen. Werde es aber wahrscheinlich in ein paar Jahren noch einmal in die Hand nehmen und schaue wie meine Meinung dann ist ;)

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  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    PaulTemple

    12. November 2012 um 08:51

    Trond ist 67 Jahre alt und hat sich an seinem Lebensabend ein einsames Haus in Ostnorwegen gekauft. Er ist gerne allein, hat noch nicht einmal ein Telefon und ist daher umso mehr überrascht, als er eines Tages per Zufall einen Bekannten aus seiner Vergangenheit trifft. Schmerzhaft erinnert sich Trond in Rückblenden an den den Sommer 1948, dessen Ereignisse ihn für immer verändert haben... Beim Lesen dieses Buches konnte ich fast den Fluss plätschern, den Baumharz riechen und die Vögel singen hören - so naturnah beschreibt Petterson die Landschaft Norwegens, in welcher dieser Roman spielt. Hinzu kommt eine ruhig erzählte, aber nicht minder spannende Geschichte über Jugend, Liebe und Verrat. Sehr zu empfehelen!

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  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    WinfriedStanzick

    22. September 2011 um 11:08

    Zwei Monate sind es noch bis zur Jahrtausendwende. Der 67- jährige Trond hat sich im Norden Norwegens nahe der schwedischen Grenze eine Hütte gekauft. Drei Jahre zuvor war seine zweite Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, den er selbst nur knapp überlebte. Trond ließ sich nach diesem Unglück pensionieren und suchte nach einem Ort, wo er sich zusammen mit seinem Hund niederlassen und für den Rest seiner Tage noch etwas glücklich sein könnte. Seinen beiden Kindern aus erster Ehe erzählt er davon nichts, er bricht mit seinem Wegzug den Kontakt zu ihnen vollständig ab. Dennoch freut er sich sehr, als am Schluß des Buches seine Tochter ihn an seinem neuen Wohnort aufspürt. Bei seiner Suche nach einer Hütte im Norden als Ort für seinen Lebensabend leitet ihn bewusst oder unbewusst eine Erinnerung , die er doch auf seine alten Tage gerade nicht heraufbeschwören will. Denn der Ort und die Gegend, in die es ihn nach langer Suche schlussendlich verschlägt, ist jenem Ort täuschend ähnlich, an den ihn 1948, also genau 50 Jahre zuvor, sein Vater ohne die Mutter und die Geschwister in die Ferien mitgenommen hatte, jener Ort, wo Tronds Vater in den Jahren 1942-1945 während der Besatzung Norwegens durch Nazideutschland, geheime Botenaufträge ausführt und Flüchtlingshilfe leistet und dabei eine Frau trifft, die er nicht mehr vergessen kann. Genau in diesen Zeitebenen handelt das Buch, wobei während des Aufenthaltes 1948 ein Nachbar namens Franz, ein ehemaliger Bundesgenosse seiner Vaters, Trond die Geschichte aus dem Krieg erzählt, im speziellen Auftrag des Vaters übrigens. Wie gesagt, Trond lässt sich, 67-jährig, zwei Monate vor dem Jahrtausendwechsel in einer Hütte im Norden Norwegens nieder und trifft schon nach einigen Tagen auf einen etwas jüngeren Mann, der etwa 500 Meter weiter eine benachbarte Hütte bewohnt. Beide kommen sich bekannt vor und geben sich einander vorsichtig zu erkennen. Der Nachbar ist Lars, ein Bruder von Tronds Ferienfreund Jon, der 1948 während Tronds Aufenthalt mit seinem Vater, seinen kleinen Zwillingsbruder mit einem von Jon fahrlässig abgestellten, geladenen Jagdgewehr erschoß. Sie sprechen nicht darüber, auch nicht über Tronds Vater und sein Verhältnis zu Lars’ Mutter. Sie helfen sich gegenseitig in der Gegenwart, machen zusammen Holz, und der Leser hat das Gefühl, daß sie dort als Nachbarn miteinander alt werden. Doch Tronds Erinnerung kehrt zurück. Und so blendet Per Petterson immer wieder zwischen 1999 und 1948 hin und her. 1948, als Trond, 15-jährig, mit seinem Vater mehrere Wochen in dem Dorf verbrachte, in dem sein Vater Flüchtlingshilfe leistete und sich in eine andere Frau verliebte. Niemals hatte er nach seiner Rückkehr nach Oslo nach dem Kriegsende davon erzählt, aber nun kann Trond gar nicht anders, als sukzessive diese alte Geschichte zur Kenntnis zu nehmen, zumal er spürt, daß zwischen der Mutter seines Ferienfreundes Jon und seinem Vater irgendetwas schwingt, was ihn beunruhigt. Kurze Zeit nach der Beerdigung von Lars’ Zwillingsbruder wird Trond Zeuge eines seltsamen und stummen Wettbewerbs zwischen seinem Vater und dem Vater von Jon. Sie versuchen sich in Gegenwart von Jons Mutter beim Baumfällen gegenseitig zu übertrumpfen, bis ein Unglück geschieht und Jons Vater schwer verletzt ins Krankenhaus kommt. Trond spürt genau, daß hier zwei Männer um eine Frau gekämpft haben. In der folgenden Nacht verschwindet Tronds Vater aus der Hütte, und nach einer langen Suche findet Trond ihn in den Armen von Jons Mutter. Geschockt flüchtet er zu Franz,, der ihm noch in der Nacht die Geschichte seines Vaters erzählt, das Doppelleben schildert, das jener zwischen 1942 und 1945 geführt hat. Eindrucksvoll schildert Petterson Franz’ Bericht einer dramatischen Flucht und Verfolgung durch die Deutschen, bei der er selbst, Tronds Vater und Jons Mutter beteiligt waren. Trond gewinnt den Eindruck, daß es dieses Erlebnis war, das die beiden endgültig zu einem Paar werden ließ. Von Franz’ Hütte zurückgekehrt, findet Trond seinen Vater in der eigenen Hütte vor und wird von ihm kurzerhand nach Oslo zurückgeschickt. Er habe hier noch einige Tage zu tun und werde dann nach Hause kommen. Doch Trond wird seinen Vater nie wieder sehen. Einige Wochen später trifft in Oslo ein Brief ein, in dem er seiner mittlerweile schwermütig gewordenen Frau mitteilt, er werde nie wiederkommen. „Pferde stehlen“ ( das Codewort für die geheimen Grenzaktionen während des Krieges) ist ein großartig geschriebener Lebensbericht von Menschen, die es sich nicht leicht gemacht haben in ihrem Leben. Die Sprache dieses Buches glänzt von einer Poesie, wie man sie in anderen Romanen selten findet. Die Beschreibung der Lebens- und Erfahrungswelt der Menschen, die sprachliche Abbildung von Naturphänomenen ist einzigartig. Die Lektüre lässt den Leser zurück mit dem nachdenklichen Bewusstsein, wie zerbrechlich das Leben ist, und welche wunderbaren Schönheiten und Erfahrungen es dennoch jeden Tag bereithält, an dem die Sonne aufgeht. Und es ist ein Buch von der tiefen Weisheit, daß alles Verdrängte wieder an die Oberfläche zurückkehrt- und sei es nach 50 Jahren – und bearbeitet, bewältigt – ja, gelebt werden will. „Im Erinnern liegt das Geheimnis der Versöhnung“ , sagt eine alte jüdische Weisheit. Dieses wunderbare Buch ist voll davon.

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  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    Ruth_liest

    07. July 2011 um 12:02

    Wenn ich eine Zeit in einer einsamen Hütte in Norwegen verbringen und einen Rucksack mit Büchern mitnehmen dürfte, "Pferde stehlen" von Per Petterson wäre auf jeden Fall dabei. Der Roman spielt in der Idylle des ländlichen Norwegens nahe der schwedischen Grenze. Trond lebt hier im Alter. Einsam aber nicht unzufrieden zieht er seine Lebensbilanz. Die Sehnsucht nach den geborgenen Teenagertagen im letzten gemeinsamen Sommer mit seinem Vater trieb ihn zurück an diesen Ort. 50 Jahre nach dem Verschwinden seines Vaters findet er die Hintergründe heraus und kann sich endlich mit seinem Vater und damit mit sich aussöhnen. "Pferde stehlen" ist ein wunderbarer Familienroman und zugleich ein Geschichtsbuch über die Auswirkungen der deutschen Besatzung auf die norwegische Bevölkerung. Das Buch ist voller Wärme für seine Protagonisten geschrieben.

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  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    ninchen1809

    30. December 2010 um 21:23

    Das Buch handelt von einem 67-jährigen Mann namens Trond, der sich in Ostnorwegen nach dem Tod seiner Frau niederlässt und jeglichen Kontakt zu seiner Familie, vor allem zu seinen zwei Töchtern abbricht. Dort ist der Ort seiner Vergangenheit und er erinnert sich an den letzten Sommer, den er mit seinem Vater im Jahr 1948 verbracht hat. Sein Vater hat die Familie nach diesem Jahr verlassen und was aus ihm geworden ist, hat Trond nie erfahren. In dem Sommer 1948 erfährt Trond allerdings auch von den geheimen Aktionen seines Vaters zu Zeiten des 2. Weltkrieges, in der die Deutschen Norwegen besetzt hatten. Einerseits empfand ich die Geschichte sehr berührend und sehr schön geschrieben, andererseits auch in bisschen langatmig, weil ich das Gefühl alles würde sich ständig wiederholen. Sehr melancholisch…

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  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    Thaila

    23. March 2010 um 11:13

    Der Erzähler von Per Pettersons Roman "Pferde stehlen" ist 67 Jahre alt. Innerhalb von wenigen Monaten hat er seine Frau und seine Schwester verloren, die wichtigsten Personen in seinem Leben. Zu seinen Töchtern hat er ein distanziertes Verhältnis. So erfüllt er sich seine lebenslange Sehnsucht, nach einem Ort, an dem es still ist. Er kauft sich eine heruntergekommene Hütte im Norden Norwegens. Dort lebt er alleine nur mit seiner Hündin Lyra. Der Umgang mit der Natur führt ihn zurück in einen Sommer in seiner Kindheit, den er mit seinem Vater in einer ganz ähnlichen Hütte verbracht hat. Und auch sein Nachbar Lars kommt aus dieser Kindheit und bringt ihm traumatische Erlebnisse wieder in Erinnerung. So erlebt der Erzähler eine intensive Auseinandersetzung mit seinem Vater und seinem jugendlichen Selbst. Die ZEIT nennt Pettersons Roman "eine ruhige, kraftvolle Prosa" und genau das ist es. Man hat beim Lesen des Roman immer wieder das Gefühl innehalten zu müssen, sich dem ruhigen Erzählstroms anzupassen. Viel Zeit lässt der Autor sich die Umgebung, die Natur und den Wechsel der Jahreszeiten zu beschreiben. Allein deshalb ist dieses Buch ein Muss für Skandinavien-Fans, denn dem Autor gelingt es meisterlich das Gefühl eines nordischen Sommers heraufzubeschwören. Aber auch die Einblicke in die Seele des Erzählers, seine Angst vorm Altern, sein Kampf mit der Einsamkeit sind rührend. Ein wundervolles Buch!

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  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    BertieWooster

    05. November 2009 um 20:06

    Ein älterer Herr (67) zieht 1999 mit seinem Hund in eine kleine etwas heruntergekommene Hütte an die norwegisch-schwedische Grenze. Er ist gerne einsam und alleine. In einer Nacht begegnet er seinen Nachbarn der seinen Hund sucht. Als der seinen Namen nennt, ist dies der Auslöser für den Erzähler sich einen einen für ihn wichtigen Sommer des Jahres 1948 zu erinnern. In diesem Sommer ist er mit seinem Vater allein ebenfalls in eine Hütte an die norwegisch-schwedische Grenze gefahren. Mit 15 hat der Übergang von der Kindheit zum Erwachsenensein begonnen. Das Buch wechselt ständig zwischen der Schilderung seines Alltags 1999, in denen er in kurzen einfachen Sätzen seinen Tagesablauf und seine Gedanken schildert, und seinen Erinnerungen an diesen Sommer 1948. Schön erzählt wird sein Verhältnis zum Vater, den er immer bewundert hat und darüber wie er auch mehr über die Vergangenheit seines Vaters erfährt. Aber auch die Abenteuer, die er in diesem Sommer mit seinem Vater und einem Freunderlebt. verbunden mit wunderbaren Naturschilderungen, sind schön geschildert. Auch der Wechsel zwischen Gegenwart und Erinnerung ist sehr reizvoll. Passend dazu ist auch das Buchcover, das ein etwas vergilbtes Bild eines Bootes auf einem See oder Fluss zeigt.

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  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    Anita27a

    26. February 2009 um 09:07

    Ein Buch, das glücklich macht beim Lesen. Eine ganz leise, wundervoll und schön erzählte Geschichte, die mir nie langweilig wurde. Vielleicht ist es aber auch die Thematik des älter werdens, die mich hier besonders angesprochen hat.

  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. October 2008 um 18:12

    Nach einem Sommer in den norwegischen Bergen nahe der schwedischen Grenze kehrt Trond ohne seinen Vater nach Oslo zurück. Er hat die Familie verlassen und hütet ein vergangenes Geheimnis. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfährt der 15-Jährige die Rolle seines Vaters im norwegischen Widerstand gegen die deutsche Besatzer. 50 Jahre später kehrt Trond als alter Mann zurück in die Berge. "Pferde stehlen" ist ein wunderschönes melancholisches Buch über die Beziehung zwischen Vater und Sohn, Vergangenheit und Geheimnisse. Die Naturbeschreibungen sind einzigartig. Und nicht nur wunderschön für die Fans von Skandinavien.

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  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    Wassermann

    26. August 2008 um 20:53

    Eine ruhige,kraftvolle Prosa.
    Das Buch zeigt das es zwar
    immer weiter geht,aber nicht
    zwangsläufig alles wieder heil
    wird.

  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    Kurile

    21. August 2008 um 20:25

    Nicht nur ruhig und kraftvoll, sondern sehr temporeich. Buben, die sich von Bäumen auf gallopierende Pferde fallen lassen, Männer, die ganze Wälder niedermähen und die Baumstämme den Fluss hinunterschicken. Ein Sommer, den ein Vater seinem Sohn geschenkt hat. Was man hat, hat man - auch wenn es hinterher in einem anderen Licht erscheint.

  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    Heldtfan

    18. July 2008 um 21:06

    Ein hervorragendes Buch für alle Menschen die eine gute Story mögen und gleichzeitig in üppigen Bildern schwelgen wollen.

  • Rezension zu "Pferde stehlen" von Per Petterson

    Pferde stehlen

    ude

    08. July 2008 um 20:24

    Ein alternder Mann hat sich in ein Haus am Rande eines Dorfes zurückgezogen, er will endlich Ruhe haben, zu sich selbst finden, solche Dinge. Doch gerade hier, weitab von seinem bisherigen Leben, überfällt ihn die Erinnerung an seine Jugend, besser gesagt an jenen Sommer, der den Abschied von seiner Kindheit, den schmerzhaften Beginn seines Erwachsenwerdens bedeutete. Da ist der Vater, der irgendwie noch ein anderes, unbekanntes Leben besitzt. Da passiert etwas Schreckliches, das ihm den einzigen nahen Freund raubt. Aber überwältigend ist etwas anderes, nämlich wie Petterson die Natur beschreibt. Oder richtiger, wie er das Erleben von Natur beschreibt: Wie Bäume, Wasser, Tiere regelrecht in den Jungen eindringen. Diese Sprachbilder bleiben ganz stark und leuchtend in einem stehen. "Pferde stehlen" ist also auch ein Roman des Erwachsenwerdens. Und wie ein Verlust und ein Verrat ein ganzes Leben in eine andere Richtung führen kann.

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