Per Sander Todeswerk

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Inhaltsangabe zu „Todeswerk“ von Per Sander

Der erste Fall für Knüppel und Arndt Knüppel ist Hauptkommissar für Todesermittlung bei der Polizei Krefeld. Arndt ist Kunsthistoriker – irgendwie zumindest. Nicht unbedingt die gleiche Richtung im Leben. Dann aber stehen Knüppel und sein Team vor einer Leiche, die im teuren Teil der Stadt in einer Harfe drapiert wurde. Nackt. Mit einer Flöte im Hintern. Auf einmal wissen die Ermittler nicht, wo sie mit dem Ermitteln anfangen sollen. Bis Arndt im Präsidium auftaucht. Denn er hat per E-Mail ein Bild des Toten geschickt bekommen und das alles schon einmal gesehen: In Bildern des spätmittelalterlichen Malers Hieronymus Bosch …

sehr unterhaltsamer nicht-regional Krimi

— Inge78
Inge78

Tolles Team, spannender Fall und ein super Schreibstil

— MissNorge
MissNorge

Spannend, originell und mit tollen Charakteren. Dem Krimi fehlte absolut nichts und ich hoffe, dass dieses Team noch viele Fälle lösen muss!

— Igelmanu66
Igelmanu66

Todeskunst oder was sagt das Bild !?

— Selest
Selest

Sympathische Ermittler suchen einen Mörder, der Hieronymus Bosch nachstellt! Lesenswert!

— minori
minori

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  • sehr unterhaltsamer nicht-regional Krimi

    Todeswerk
    Inge78

    Inge78

    06. January 2017 um 10:37

    In einem Krefelder Nobelviertel wird ein Toter in einer sehr ungewöhnlichen Position gefunden, nackt an eine Harfe gebunden , mit einer Flöte im Hintern. Das Krefelder Polizeiteam um Kommissar Knüppel bekommt Unterstützung durch den kauzigen Kunsthistoriker Arndt von Gruyter. Wie gewünscht werde ich Per Sanders Todeswerk nicht als Regionalkrimi einordnen , darauf wird im Nachwort extra hingewiesen. Aber als geborene Niederrheinerin  liebe ich den Lokalkolorit dieses Krimis. Besonders Knüppel empfinde ich mit seinem "Hmm" als so wunderbar typisch. Ich hatte beim Lesen ständig ein Grinsen im Gesicht. Überhaupt sind viele der Charaktere herrlich kauzig und verschroben. Dies lässt den Kriminalfall fast ein wenig in den Hintergrund rücken. Wobei es auch dort nach und nach immer spannender wird, bis zum Tatortverdächtigen Showdown Und das man als Leser irgendwann eine Ahnung hat wer der Täter sein könnte macht den eigenen detektivischem Spürsinn glücklich. Ich hatte viel Spaß bei dem kurzweiligen Krimi.        

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  • Fall 1 für Knüppel und Arndt

    Todeswerk
    MissNorge

    MissNorge

    30. October 2016 um 21:56

    Zum Inhalt Heinz Josef Harmann, Professor der Kunstgeschichte in Rente, ist in seiner Nachbarschaft nicht gerade das, was man sehr beliebt nennt, selbst seine Frau redet nicht gerade liebevoll von ihm. Nun wird er tot auf einem Grünstreifen in seiner Straße gefunden. Aufgeknüpft an eine Harfe mit einer Flöte im Bobbes. Knüppel und sein Team fangen an zu ermitteln und können mit dieser Auffindesituation so rein gar nichts anfangen. Plötzlich taucht der Kunsthistoriker Arndt van Gruyter auf und berichtet das er das Bild des toten Harmann´s auf sein Handy hat geschickt bekommen und diese Darstellung sich sehr den Bildern des Malers Hieronymus Bosch ähnelt. Nun kommen die Ermittlungen so langsam ins Rollen und Arndt wird als externer Helfer zum Team stoßen.Meine MeinungEin Krimi der in akademischen Kreisen spielt, aber trotzdem spannend und ungewöhnlich daherkommt. Das alleine liegt schon am oftmals humorigen Schreibstil von Per Sander und seiner Ausdrucksweise.Allerdings muss ich zugeben, als sich der, aus reichem Elternhaus stammende, Arndt in die Geschichte einschleicht und externer Berater wird, das ich mich irgendwie an das Duo von Martha Grimes Inspektor Jury und Melrose Plant erinnert fühlte.Sehr gut gelungen finde ich die fein gezeichneten und überaus symphatischen Ermittler, allen voran mag ich die robuste coole Valerie Kiel, die nie um einen guten Spruch verlegen ist. Endlich mal eine Gruppe wo keiner traumatisiert ist, keiner ein Alkoholproblem hat, keiner ein seelisches Wrack ist, alle auf der gleichen Ebene agieren und sich vollends als Team präsentieren.Knüppel hat anscheinend keinen Vornamen, aber eine Vorliebe für seinen Gartenbewohner den Igel Günther, ansonsten erfährt man nicht viel privates.Die Ermittlungen nehmen den Hauptteil des Buches ein, aber es kommt keine Langeweile auf.Bis zum Ende hatte ich mitgeraten, wer es denn nun sein könnte, aber auf diese Auflösung bin ich nicht gekommen. Man bekommt nicht nur den Täter präsentiert, sondern auch eine ausführliche Erklärung wieso, weshalb und warum.Ich liebe ja am Ende eines Buches immer die Danksagungen und erweiterte Informationen zur Entstehung der Story, das ist hier besonders ausführlich und humorig geschehen. Nur leider wurde meine Illusion zerstört, das es die Metzgerei Bonkert gar nicht gibt in echt. Ein guter Krimi mit einem tollen Team und ich bin froh, das die Serie weitergeschrieben wird.

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  • Erster Fall von Knüppel und Arndt von Gruyten

    Todeswerk
    CanisLibrum

    CanisLibrum

    28. June 2016 um 21:32

    Todeswerk war der erste Krimi und gleichzeitig der erste Fall von Knüppel und Arndt den Per Sander im August 2015 veröffentlichte. Schauplatz dieses Romans ist Per Sanders Heimatstadt Krefeld. HandlungFamilie Dürrschnabel und Heinz-Josef Harmann führen einen erbitterten Nachbarschaftsstreit. Auslöser der Auseinandersetzungen sind die aus der Sicht Reinhold Dürrschnabels gewöhnungsbedürftigen Skulpturen, die sein Nachbar als Kunstwerke regelmäßigen Abständen aufstellt. Der Streit findet allerdings ein abruptes Ende, als der Widersacher der Dürrschnabels eines Nachts in einer Harfe drapiert mit einer Flöte im Hintern tot aufgefunden wurde. Heinz-Josef Harmann war vor seiner Pensionierung Professor für Kunstgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Der Professor wurde von kaum jemand  gemocht, selbst seine Ehefrau hatte ein angespanntes Verhältnis zu ihren eigenen Gatten, so dass es an Verdächtigen nicht mangelt, die den unbeliebten Mann erwürgt haben könnten. Ganze Ordner voller Drohbriefe hatte der Harmann in seiner Karriere gesammelt. Keine leichte Aufgabe für Kommissar Knüppel und sein Team der zum ersten Mal Unterstützung von Arndt von Gruyten erhält. Arndt hatte ein Bild mit dem Betreff „1“ von einem unbekannten Absender per Mail erhalten. Darauf zu sehen ist der tote Harmann, wie er grotesk in der Harfe hängt. Er kannte das Opfer, ist selbst Kunsthistoriker und aufgrund seiner fachlichen Expertisen vor allem rund um den Maler Hieronymus Bosch, auf dessen Bild „ Der Garten der Lüste“ sich der Täter mit der eigenartigen Platzierung der Leiche scheinbar bezieht. Während den Ermittlungen stellt sich heraus, dass Arndt von Gruyten nicht nur kunstversiert ist sondern auch als Ermittler eine gute Figur abgibt und das Team rund um Knüppel großartig unterstützt. So machen sich Knüppel und von Gruyten gemeinsam daran, ihren ersten Fall zu lösen. MeinungGanz ehrlich, ein nackter Toter mit einer Flöte im Hintern, muss schon ein komisches Bild für die Ermittler abgegeben haben.  Kommissar Knüppel jedenfalls hat sich aber von dem grotesken Bild nicht ablenken lassen und setzt all seine Erfahrungen daran den Mörder zu schnappen. Der Chefermittler hat zwar seine Eigenarten, kommt aber dennoch äußerst sympathisch rüber. Auf mich macht er den Eindruck, als hätte er in seinem Beruf schon alles gesehen, nicht mal eine solch bizarr drapierte Leiche scheint ihm mehr aus fer Fassung bringen zu können. Anders als in vielen anderen Krimis, ist Knüppel aufgrund der Grausamkeit seines Berufes, kein psychisches Wrack. Kein Alkoholiker, keine sonstige Abhängigkeit, andererseits erzählt der Autor auch nicht sonderlich viel über das Privatleben oder über den Gemütszustand von Knüppel, außer dass er große Zuneigung zu Igeln hat. Das fehlte mir ein wenig um ein besseres Bild von Knüppel machen zu können. Sein kongenialer Partner ist Arndt von Gruyten. Er ist mittlerweile über vierzig, wird von seiner Familie monatlich subventioniert und hatte noch keinen Job länger als ein paar Monate. Sympathisch macht ihn, dass er versucht sich von dem Einfluss seiner in Krefeld sehr angesehenen Familie abzunabeln, auch wenn er sich an die 10.000,-- Euro die er monatlich von seinen Eltern erhält schon gewöhnt hat. In Österreich würde man sagen, dass Arndt von seinen Eltern ziemlich „verhätschelt“ wird. Dass der gelernte Kunsthistoriker als externer Berater bei den Ermittlungen helfen darf, scheint für ihn ein großartiges Abenteuer zu sein. Ich muss gestehen, Krefeld war mir zuvor nur von der dort ansässigen Eishockeymannschaft, den Krefeld Pinguinen, ein Begriff. Geografisch war mir zwar  bekannt, dass Krefeld in der Nähe von Düsseldorf liegt, hätte aber doch gerne ein wenig mehr über die Örtlichkeiten  erfahren.  Ich denke aber, dass dies von Per Sander so gewollt war, um nicht als Regionalkrimi-Autor eingestuft zu werden, sofern ich das Nachwort des Autors richtig interpretiere, möchte er dies vermeiden. Er selber sagt, er hat nichts gegen die Regionalkrimi-Ecke, ganz im Gegenteil, hat aber für sich selbst entschieden, etwas anderes zu schreiben. Diese Einstellung muss man  respektieren, als Regionalkrimi würde ich dieses Buch in keinster Weise einstufen.Das Buch umfasst ca. 250 Seiten, die in 26 flüssig zu lesenden Kapitel aufgeteilt sind. Per Sander hat sein Hauptaugenmerk auf den Ermittlungs-Plot gelegt, den er aufwendig und eindrucksvoll skizziert hat. Viele Verhöre, viele Besprechungen unter den Kollegen, wenig über Stadt und Leute, also pure Ermittlungsarbeit. Ich hätte mir wie gesagt, etwas Abwechslung gewünscht, aber das ist auch nur meine persönliche Präferenz. Dennoch das Buch hat bis zur letzten Seite Spaß gemacht. FazitVielversprechendes Erstlings-Werk, purer aufwendiger Krimiplot für Kriminenthusiasten mit einem spannenden nicht vorhersehbaren Ende AutorPer Sander, geb. 1985, heißt eigentlich gar nicht Per Sander, mag den Namen allerdings als Autorenpseudonym. Es kann sein, dass er Germanistik und Anglistik in Düsseldorf studiert hat und mit seiner Frau am Rhein lebt, vielleicht ist das aber auch gelogen. Möglicherweise hat er nach Jobs als Journalist, Texter, Ghostwriter und einigen Jahren im Einzelhandel genug von Menschen im Allgemeinen und angefangen, all diese furchtbaren und höchst traumatischen Erlebnisse in Form von Krimis zu verarbeiten – diese wiederum sind garantiert reine Fiktion, machen ihn jedoch ordentlich Spaß. Liebe Grüße Canislibrum-Buchblog vom Lesedog

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  • Bitte mehr davon!

    Todeswerk
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    »Je näher Reinhold Dürrschnabel kam, desto mehr erkannte er: Es war wirklich eine Harfe, die dort so unschön prominent platziert worden war – eine Konzertharfe, um genau zu sein -, und etwas Großes hing in der Mitte des Instruments. Es war Heinz-Josef Harmann. Der nackte Heinz-Josef Harmann. Allerdings sah er nicht so aus, wie Reinhold Dürrschnabel ihn in Erinnerung hatte, was nicht nur an der Ermangelung von Kleidung lag. Das blassgelbe Laternenlicht zeichnete die Falten in Heinz-Josef Harmanns Gesicht weich und doch sah er älter aus, als er jemals ausgesehen hatte. Sein Mund war geöffnet und die Augen starrten leer an Reinhold Dürrschnabel vorbei. Harmanns Körper hatte keinerlei Spannkraft mehr in sich. Schief und schlaff drückte er gegen die Saiten des Instruments. Eine Hand war am Kopf, die andere am Hals der Harfe befestigt, was zusätzlich den Eindruck erzeugte, dass er dort nachlässig abgehangen worden war wie ein dreckiges Hemd.« Heinz-Josef Harmann war bei seinen Nachbarn nicht gerade beliebt, ihn so nachts auf offener Straße ausgestellt vorzufinden, schockiert trotzdem. Wer ermordet einen Professor für Kunstgeschichte und hängt ihn nackt in eine Harfe - noch dazu mit einer Flöte im Anus? Während das Team um Hauptkommissar Knüppel vor einem Rätsel steht, erhält der Kunsthistoriker Arndt van Gruyter eine Mail mit dem Foto des Toten - und weiß auch sofort, woran ihn der Anblick erinnert: An ein Szenario aus Werken von Hieronymus Bosch... An diesem Krimi hatte ich enorm viel Spaß! Er kombiniert einen wirklich interessanten Fall mit einem großartigen Ermittlerteam und setzt für mich persönlich noch ein ganz spezielles Krönchen drauf ;-) Aber dazu später! Zunächst also der Fall: Bilder von Hieronymus Bosch hat sicher jeder schon mal gesehen. Der Leser kann sich folglich auf einen äußerst kreativen Mörder gefasst machen, der es auch nicht bei diesem einen Toten bewenden lässt. Während der Handlung ist man ständig bei den Ermittlern, eine Täterperspektive gibt es nicht. Dadurch erlebt man zwar keinen Mord mit, kann aber umso mehr mit raten, mit im Dunkeln tappen und sich von neuen Wendungen überraschen lassen. Das Team sorgt in dem spannenden Fall für die humorvollen Einlagen. Es gibt mehrere starke Charakterköpfe, die ihre Eigenarten ausspielen, sich gegenseitig mal nerven, mal aufziehen aber natürlich auch unterstützen und ergänzen. Die Dialoge wirkten ungeheuer lebendig und selbst bei einem Kollegen von Klüppel, der einen Hang zu umfangreichen Vorträgen hat, konnte ich diese aufgrund des lockeren Stils genießen... »Der Mörder hat lang geplant, bevor er gehandelt hat.« Meyer-Landfried hatte gerade erst angefangen. »Das verrät einen kühl agierenden, klar denkenden Geist – so klar denkend zumindest, wie man jemanden nennen kann, der einen nackten, toten Mann mit einer Flöte im Arsch an einer Harfe aufhängt.« Mein persönliches Krönchen war Knüppel mit seiner Liebe zu Igeln. In seinem igelfreundlichen Garten lebt seit drei Jahren Igel Günther und selbst ein Tatort (im Freien) wird gedanklich darauf untersucht, ob er wohl einem Igel gefallen würde. Ein solches Interesse bei einem ansonsten starken, selbstbewussten und lässigen Kommissar ist einfach liebenswert! Fazit: Spannend, originell und mit tollen Charakteren. Diesem Krimi fehlte absolut nichts und ich hoffe, dass dieses Team noch viele Fälle lösen muss! »Uns bleibt wohl wirklich nichts anderes übrig, als die Verdächtigen zu erweitern, wie es die Kunstwurst vorgeschlagen hat.« »Ich sitze hier und höre dich«, sagte Arndt. »Ich weiß.«

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    • 7
    Lienz

    Lienz

    24. October 2015 um 07:18
  • Tiefgründig und fesselnd

    Todeswerk
    Kitty411

    Kitty411

    22. September 2015 um 15:42

    Zum Buch: „Todeswerk“ von Per Sander ist ein Krimi, der am 08.08.2015 erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: http://www.amazon.de/Todeswerk-erste-Knüppel-Arndt-Kriminalroman-ebook/dp/B013NXMMIS/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1442927949&sr=8-1&keywords=todeswerk Klappentext: Knüppel ist Hauptkommissar für Todesermittlung bei der Polizei Krefeld. Arndt ist Kunsthistoriker – irgendwie zumindest. Nicht unbedingt die gleiche Richtung im Leben. Dann aber stehen Knüppel und sein Team vor einer Leiche, die im teuren Teil der Stadt in einer Harfe drapiert wurde. Nackt. Mit einer Flöte im Hintern. Auf einmal wissen die Ermittler nicht, wo sie mit dem Ermitteln anfangen sollen. Bis Arndt im Präsidium auftaucht. Denn er hat per E-Mail ein Bild des Toten geschickt bekommen und das alles schon einmal gesehen: In Bildern des spätmittelalterlichen Malers Hieronymus Bosch … Die Story: Hauptkommissar Knüppel steht vor einem rätselhaften Mord, mit dem sein Team und er erstmal wenig anfangen können. Bis Kunsthistoriker Arndt sich im Präsidium meldet, nachdem er eine Email bekommen hat, die den Toten zeigt. Arndt glaubt, die Hintergründe der Tat kunsthistorisch zu kennen, so dass er als Berater hinzugezogen wird. Doch vorerst scheint der Berg der ungeklärten Fragen eher zu wachen als zu schrumpfen, und weitere Taten geben den Ermittlern Rätsel auf, bis es fast zu spät ist… Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der dritten Form verfasst und in 26 Kapitel unterteilt. Zum Autor: Per Sander, geb. 1985, heißt eigentlich gar nicht Per Sander, mag den Namen allerdings als Autorenpseudonym. Es kann sein, dass er Germanistik und Anglistik in Düsseldorf studiert hat und mit seiner Frau am Rhein lebt, vielleicht ist das aber auch gelogen. Möglicherweise hat er nach Jobs als Journalist, Texter, Ghostwriter und einigen Jahren im Einzelhandel genug von Menschen im Allgemeinen und angefangen, all diese furchtbaren und höchst traumatischen Erlebnisse in Form von Krimis zu verarbeiten - diese wiederum sind garantiert reine Fiktion, machen ihm jedoch ordentlich Spaß. (Quelle: www.amazon.de) Meine Meinung: Dieser Krimi hatte mein Interesse in dem Moment geweckt, in dem ich den Klappentext gelesen hatte. Von der Herangehensweise nicht ganz das übliche 0815-Geschehen, klang die Beschreibung doch wirklich sehr interessant. Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden definitiv nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen, dieses hilft dabei, sich völlig in die Story zu vertiefen und fallenzulassen. Das ist in meinen Augen schon mal ein großer Pluspunkt bei einem Buch. Wenn man dann noch ohne ewiges, langweiliges Blabla auskommt, sondern wie hier gleich mit den ersten Zeilen direkt im Geschehen ankommt und sich sofort im Buch befindlich fühlt, dann ist der Start geglückt. Weiterhin bietet dieses Buch nebenbei auch noch einen sehr sympathischen Hauptcharakter, auch wenn Hauptkommissar Knüppel so seine Eigenheiten hat, er ist einfach etwas besonderes und es macht Spaß, zu lesen, wie er vorankommt. Aber auch Arndt trägt dazu bei. Die Story an sich ist tiefgründig und interessant, und auf jeden Fall nicht leicht zu durchschauen. Man kann sich während der Lektüre Gedanken machen, so viel man will, man kommt nicht auf die Lösung, und das Ende bzw. die Auflösung kommt dann sehr überraschend. Dadurch ist Lesegenuss bis zur letzten Seite garantiert, da man nicht nach kurzer Zeit weiß, worauf alles hinausläuft. Alles in allem hält einem dieser Krimi durchgehend im Bann, und es ist dem Autoren hervorragend gelungen, die spektakulären Momente so mit den unspektakulären, eher theoretischen Ermittlungsarbeiten zu verbinden, dass das Buch nie an Spannung verliert und man immer weiter lesen muss um herauszufinden, wie es ausgeht. Von mir gibt es 5 Sterne.

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  • Todeskunst oder was sagt das Bild !?

    Todeswerk
    Selest

    Selest

    25. August 2015 um 12:07

    Ein Mord die Leiche platziert wie in einem alten Bild.Verbindungen die in akademische Kreise und auf die Professoren der Uni deuten.Ein neuer Mann an Board der als Berater tätig sein soll.Damit muss sich Knüppel Leiter der Ermittlungen rumschlagen.Dazu muss er noch auf Günter aufpassen und sehen was ein Antiquitätenladen damit zu tun hat.Sehr schöner komplexer Krimi mit einen schönen Einblick in die Welt der Kunst.Spannend geschrieben mit einigen Überraschungen ein Buch zu mit raten und fiebern.Ich bin gespannt wie es weiter geht mit den Ermittlern rundum Knüppel.Und hoffe doch dort dann   mehr über Frau Mangold zu erfahren.

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  • Lesenswerter Ausflug in die Welt der Malerei im Mittelalter

    Todeswerk
    minori

    minori

    21. August 2015 um 19:45

    Kommissar Knüppel und sein Team werden zur Leiche eines Professors für Kunstgeschichte gerufen. Merkwürdig drapiert um eine Harfe und mit einer Flöte im Hintern, stellt der Mord das Team vor ein Rätsel. Bis Arndt, ein promovierter Kunsthistoriker, eine Email mit einem Bild des Toten in seinem Postfach vorfindet und eine Verbindung zu dem Maler Hieronymus Bosch herstellt. Doch wird es den Polizisten mit Arndts Hilfe gelingen, den Täter zu finden? Per Sander hat in seinem Debütkrimi ein sehr sympathisches neues Ermittlerduo geschaffen. Wunderbar mit all ihren (menschlichen) Macken sind mir die handelnden Personen doch sehr ans Herz gewachsen. Fast liebevoll beschreibt der Autor seine Helden und die Bösewichte, sodass diese vor meinem inneren Auge ein ums andere Mal auftauchten und mich in ihren Bann zogen. Der Spannungsbogen ist vorhanden und steuert auf ein Finale hin, was mich dann doch überraschte. Und auch wenn der Autor in seiner Danksagung darauf hinweist, dass er keinen Regionalkrimi erschaffen wollte, sind doch Lokalkolorit und der eigenwillige Charme des Ruhrpotts immer wieder zu spüren. Per Sander ist etwas etwas gelungen, was meinen Kunstgeschichtsdozenten verwehrt blieb: Er begeistert mich für den Maler Hieronymus Bosch und sein Werk. Sehr informativ und aufschlussreich sind die immer wieder eingestreuten Erklärungen zur Malerei und entschädigten mich für den teilweise holprigen Erzählstil und das eine oder andere fehlende Wort. Auch die sprachlichen Vorlieben des Autors konnten mir grundsätzlich nicht das Lesevergnügen vermiesen, sodass ich eine klare Leseempfehlung aussprechen muss an alle, die sich für Krimis und Kunst interessieren und sich locker flockig fortbilden wollen!

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  • Tolles Debüt

    Todeswerk
    Helene2014

    Helene2014

    16. August 2015 um 20:09

    Todeswerk von Per Sander ist der erste Roman um ein neues Ermittlerteam um den Krefelder Kommissar Knüppel und den Kunsthistoriker Arndt. Als mitten in einem wohlsituierten Wohngebiet eine bizarr dargestellte Leiche gefunden wird, bringt der hinzu gezogene Kunsthistoriker Arndt langsam etwas Licht ins Dunkel. Da er vorab eine Mail mit dem Bild der Leiche bekommen hat und einiges zu den Ermittlungen beitragen kann, darf er als externer Berater den ermittelnden Beamten zur Seite stehen.  Die einzelnen Figuren im Buch sind wunderbar beschrieben, mit all ihren Eigenarten und Macken. Ich konnte mir jeden sehr gut vorstellen und besonders Knüppel mit seiner Vorliebe für Igel habe ich direkt in mein Herz geschlossen. Per Sanders hat eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe. Personen, wie sie im Buch vorkommen, hat jeder von uns schon mal als Kollegen oder Nachbarn erlebt.   So ganz nebenbei habe ich noch so einiges über den Maler Hieronymus Bosch gelernt. Seine Bilder fand ich schon immer faszinierend.   Der Schreibstil ist locker, witzig und trifft es immer genau auf den Punkt. Ich habe manches Mal schallend gelacht.  Das Buch ist sehr spannend und man verfolgt mit Vergnügen den Ermittlungen bei der Suche nach dem Täter. Bis zum Schluss bin ich nicht darauf gekommen, wer es denn nun eigentlich war. Und das macht, meiner Meinung nach, einen guten Krimi aus. Fazit: ein tolles Krimidebüt mit sehr sympathischen Ermittlern. Es hat mir großen Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich hoffe, dass es bald weitere Bücher mit Knüppel und Arndt geben wird. Freue mich schon sehr darauf. Von mir ganz dicke 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. 

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