Perihan Magden Wovor wir fliehen

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Inhaltsangabe zu „Wovor wir fliehen“ von Perihan Magden

Sie wirkt wie eine ganz normale, moderne junge Türkin, wenn sie auch schöner ist als die meisten Teenagermädchen. Aber das Leben, das sie führt, ist außergewöhnlich. Seit sie denken kann, ist sie zusammen mit ihrer Mutter auf der Flucht. Von Hotel zu Hotel hetzen die beiden, von Land zu Land, getrieben von Verfolgern ohne Gesicht, von den inneren Dämonen der Mutter. Keiner darf ihnen zu nahe kommen, mit blindwütiger Entschlossenheit und notfalls mit Gewalt hält die Ältere die Außenwelt von der Jüngeren fern. Die Tochter wächst zur Vertrauten heran, zur einzigen Stütze. Und schließlich zur Komplizin. Nach ihrem Kultbuch Zwei Mädchen. Istanbul-Story der neue Roman der türkischen Bestsellerautorin Perihan Magden: die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, beklemmend, packend und anrührend.

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  • Rezension zu "Wovor wir fliehen" von Perihan Magden

    Wovor wir fliehen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. October 2010 um 21:29

    Das Erste, was auffällt, wenn man das Buch in den Händen hält, ist das wunderschöne Cover, so meine sehr subjektive Meinung. Danach der Titel, der schon das Thema gut zusammen fasst. Aber das weiß ich natürlich erst jetzt nach der Lektüre. Dann der Name der Autorin, ein ausländischer Name, der Exotik verspricht. Es ist ein türkischer Name, aber das erfahre ich erst, sobald ich durch die ersten Seiten blättere. Und dann: Bin ich in der Geschichte gefangen, wie eine Fliege im Spinnennetz. Ich will fliehen, weil das Gelesene weh tut, schockiert. Ich kann jedoch nicht aufhören zu lesen, weil die Geschichte mich fesselt und so gut geschrieben ist, dass ich es bereuen würde, nicht zu wissen, wovor Mutter und Tochter fliehen. Und sie sind schon seit über 10 Jahren auf der Flucht, leben ständig im nächsten Hotel, in einer neuen Stadt, in einem anderen Staat. Beide vermeiden, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, und die Tochter, die wie das Reh “Bambi” gerufen wird, darf nur äußerst selten mit anderen Kindern spielen. Weil die Mutter sehr oft depressiv ist, bleibt Bambi die meiste Zeit sich selbst überlassen und trainiert dann in den Hotelpools Schwimmen. “Bambi” ist das Lieblingsbuch der Kleinstfamilie. Beide können nicht verstehen, wie die Rehmutter das Kitz Bambi alleine lassen konnte. Auch die Tochter hat Angst, dass ihre Mutter sie einmal verlassen könnte. Sie kennt ja niemand anderen. Andererseits hat die Jüngere auch Angst vor der Älteren und um die Ältere. Und wer hätte keine Angst, wenn er erleben müsste, wie sich die eigene Mutter mit den Fäusten auf den Kopf trommelt, mit dem Kopf gegen die Wand schlägt oder dem eigenen Kind droht: “Willst du, dass ich mir jetzt eines von diesen Augen rausschneide, um dich zu Vernunft zu bringen?” – und dabei ihr Messer aufklappt. Sobald die Mutter Dinge regelt, kann sie dabei sehr aggressiv werden und langsam aber sicher wird klar, warum das Zweiergespann überhaupt auf der Flucht ist. Aber keine Sorge: “Deine Mutter krümmt niemandem ein Haar, der es nicht verdient hat.” Doch irgendwann findet jede Flucht ihr Ende – und dort liegt die schreckliche Auflösung des Konflikts schon auf der Lauer. “Wovor wir fliehen” ist ein Buch, das ich innerhalb von zwei Abenden verschlungen habe und das ich wärmstens empfehle!

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