Pete Dexter Deadwood

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Inhaltsangabe zu „Deadwood“ von Pete Dexter

Dakota-Territorium, 1876. Der legendäre Revolverheld Wild Bill Hickok und sein Freund Charlie Utter erreichen mit einem Treck, der aus Cheyenne kommt, die Goldgräberstadt Deadwood. Obgleich von Alter und Krankheit gezeichnet, ist Wild Bill immer noch in der Lage, jeden Mann in einem fairen Duell zur Strecke zu bringen. Er aber möchte nichts weiter, als seine Tage in Ruhe im Saloon verbringen. Nur ist Deadwood kein Ort, an dem man Ruhe findet. Hier herrscht das Gesetz des Stärkeren. Und so trachtet bald schon mehr als ein Mann nach Wild Bills Leben. Denn er ist einer der wenigen, die in dieser Stadt noch Recht von Unrecht unterscheiden können. In 'Deadwood' stützt sich Pete Dexter auf historische Quellen und schildert den Wilden Westen so, wie er tatsächlich war: schmutzig, korrupt, voller Gier und roher Gewalt. Doch seine Haltung ist die eines lakonisch erzählenden Chronisten. Und so wird aus einem Tatsachenroman über die Anfänge Amerikas fast beiläufig eine menschliche Komödie voller Melancholie und schwarzem Humor.

Glücklicherweise gibt es die HBO-Serie!

— Beust
Beust

Für Freunde der Serie nur bedingt zu empfehlen, aber ein raues, hartes, realistisches Buch!

— knuckle66
knuckle66

Hier wird mit der Wild-West-Romantik aufgeräumt. Ein Buch voll Tod, Krankheit und Gewalt. Ganz ohne Pathos.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

... rauchig, düster, noir.....

— francismohr
francismohr

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  • Anders als die Serie

    Deadwood
    knuckle66

    knuckle66

    09. August 2014 um 10:41

    aber dennoch nicht schlecht. Mir als Fan der Fernsehserie, stieß natürlich die komplett andere Verwicklung der Charactere auf. Aber dennoch muss man das Buch einfach weiterlesen, weil es den Westen so schildert, wie er wohl war. Hart, rau, frauenfeindlich und rassistisch wie nur was. Erzählerisch sind die besten Stellen die, die nebenbei einfließen, wie die Geschichte mit Mrs Langrish und ihrer Hausführung. Wer also die Serie nicht kennt, oder kein Problem damit hat ausser den Namen kaum Gemeinsamkeiten mit ebendieser zu finden, dem sei das Buch empfohlen.

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  • Geht so.

    Deadwood
    JimmySalaryman

    JimmySalaryman

    Deadwood ist natürlich nicht nur Wild-West Romantik mit Ballermännern, Whiskey und rauhbeinigen Typen. Dexter erschafft hier eine Parabel, in der er versucht, mit dem Mythos ebendieser ewig und schmierigen Romantik aufzuräumen, zeitgleich ist es auch ein Buch über Loyalität, Liebe, Männlichkeit, und irgendwie auch ein Abgesang auf diese Werte. Helden gibt es keine, Gewinner auch nicht, jeder zahlt drauf.  Dexters Sprache ist gewohnt knapp und direkt, präzise, amerikanisch eben. Mir fehlt es allerdings an Plot, an Handlung, und auch an Tiefe, die Figuren kreisen immer nur um sich selbst, überschreiten sich nie, werden nie zum Symbol, bleiben immer nur im Text verortet.  Schade.

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    • 2
  • rauchig, düster, noir

    Deadwood
    francismohr

    francismohr

    31. January 2014 um 21:49

    ... plot zieht mich... tempo verhalten... dampflok beim start....
    ... bin leider nach ca. 50 Seiten auf einen bremsbock aufgefahren... dabei begann die fahrt erwartungsvoll...
    es passiert zu wenig... amerikanische überlängenstorie...

  • Rezension zu "Deadwood" von Pete Dexter

    Deadwood
    thelexxx

    thelexxx

    19. June 2012 um 17:39

    1876. In den Black Hills von South Dakota bestimmen versoffene Goldgräber, Hurentreiber und zwielichtige Revolverhelden das Bild der Zeit. Es ist die Ära der amerikanischen Geschichte, in der Städte manchmal schneller aus dem Boden schießen, als sie sollten. --- Die lebende Legende "Wild Bill" Hickok und sein vermeintlich bester Freund Charley Utter sind gerade auf einem Treck in Deadwood angekommen, einem kleinen Städtchen voller Dreck, Gewalt und Sünde. Der in die Jahre gekommene "Wild Bill" sehnt sich, gezeichnet von Alter und Krankheit, nach dem bisschen Ruhe, das ihm in einem Leben der Duelle, der Frauen und des Risikos stets verwehrt geblieben ist. Wonach Utter sucht, weiß niemand - am wenigsten er selbst. Doch Deadwood hält weit mehr für die Beiden bereit, als sie denken. Es ist ein grausamer, ein tragischer Ort, indem der Tod, genau wie der nächste, wie sagt man, Fick, immer nur eine Straßenecke entfernt zu sein scheinen. Und so wartet das Schicksal auf jeden, der sich in dieses Wild-West-Sin-City verirrt - auch auf die vielen Helden bzw. Antihelden des Romans. --- Mit viel Liebe zum historischen Detail, einem bitterbösen Humor und gewaltigen Worten beschwört Dexter in "Deadwood" das apokalyptische Horrorszenario einer aus Gier und Blut erbauten Kleinstadt zur Gründerzeit herauf, ohne dabei genretypischen Wild-West-Fantasien auf den schleimigen Leim zu gehen. Was wir hier bekommen, ist ein tiefer Blick in die Abgründe der menschlichen Seele und die realen Auswüchse moralischer Verwahrlosung. Und doch ist die Geschichte geprägt von einer aufrichtigen und verzweifelten Melancholie. Denn bei all der Dunkelheit und dem Schmutz ist sie doch stets so ehrlich und entwaffnend klar, dass sie uns allen aus der Seele zu sprechen vermag - ob man das nun will oder nicht. --- Und wie Dexter es in diesem grandiosen Roman ausdrückt: "Mann muss sündigen, damit einem vergeben wird." --- Auch auf buchpiraten.blogspot.de zu lesen!

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  • Rezension zu "Deadwood" von Pete Dexter

    Deadwood
    Zebrafink

    Zebrafink

    13. April 2012 um 09:05

    Ein Western aus Deadwood, einer damals als Goldgräberstadt bekannt gewordenen Stadt im Westen der USA. Der Krieg ist vorbei und Charles Utter (Colorado Charley) und sein bester Freund Wild Bill zieht es nach Deadwood, um ebenfalls nach Gold zu schürfen. Wild Bill ist dort schon berühmt berüchtigt und er fühlt sich alt. Die Blutkrankheit hat ihn erwischt und stellenweise ist er blind. Er sieht sein Ende kommen. Charley ist der einzige, der ihn versteht. Und Bill hatte recht, eines Tages wird er von hinten erschossen. Aber in erster Linie geht es in dem Roman um Charley, der seinen besten Freund verliert und um einige weitere Persönlichkeiten, die in diesem Roman seinen Weg kreuzen. Wie Calamity Jane, die einzige Revolverheldin, China Doll, eine chinesisches Freudenmädchen oder Boone May, einem Kopfgeldjäger. Fast alle Personen aus diesem Roman haben wirklich existiert. Ein Teil der amerikanischen Geschichte, aus dehnen sich viele Sagen und Legenden entwickelten. Diesmal aber aus einer ganz anderen Perspektive. Der Roman ist kein neues Werk, er wurde 1986 zum ersten Mal veröffentlicht. Dennoch sehr lohnenswert zu lesen.

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  • Rezension zu "Deadwood" von Pete Dexter

    Deadwood
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. January 2012 um 19:06

    Handlungsort dieses bereits 1986 im Original erschienenen Romans ist Deadwood, eine Goldgräberstadt in den Black Hills, South Dakota. Wer aber nun glaubt, dieses Buch sei "nur" ein Western, täuscht sich gründlich. Auf den ersten Blick lässt sich "Deadwood" natürlich dieser Gattung zuordnen, aber wenn man genauer hinschaut, sieht man, dass Dexter, ausgehend von historischen Fakten und Figuren, einen Genre-Mix geschrieben hat, der eine kurze Zeitspanne der amerikanischen Geschichte beleuchtet, nämlich die des Goldrauschs in Dakota. Aber Deadwood ist kein idyllisches, properes Westernstädtchen, sondern schmutzig, gefährlich und verdorben, bevölkert von allerlei zwielichtigen Figuren: der an Syphilis erkrankte und allmählich erblindende Revolverheld James Butler "Wild Bill" Hickok, sein Freund, der Geschäftemacher Charley Utter, dessen Schwager Malcolm Nash, der Bordellbesitzer Al Swearingen und, last but not least, die legendäre Calamity Jane Cannary. Dexter beschönigt nichts, er orientiert sich an den historischen Überlieferungen. Die Welt, die er beschreibt, ist gewalttätig und brutal – es gilt das Recht des Stärkeren. Er schildert das Leben und Sterben in Deadwood, mit eindringlichen Bildern und wortgewaltig, teils lakonisch, aber auch mit rabenschwarzem Humor. Zum Schluss noch ein großes Lob an Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger, die diesen Roman ins Deutsche übersetzt haben. Very good job! Ganz, ganz großes Kino! Deshalb auch 6 von 5*

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