Pete Dexter Paris Trout

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Inhaltsangabe zu „Paris Trout“ von Pete Dexter

Pete Dexter - 'der letzte lebende Großmeister des Roman noir' Stern

Das Südstaatennest Cotton Point, Georgia zu Beginn der fünfziger Jahre. Die Brüchigkeit der Kleinstadtidylle wird offenkundig, als der weiße Ladenbesitzer Paris Trout ein schwarzes Mädchen brutal erschießt. Trouts Weigerung, sein Unrecht einzusehen, entlarvt ihn als skrupellosen Unmenschen. Jedoch wagt keiner der Einwohner, sich ihm in den Weg zu stellen. Als Anwalt Harry Seagraves versucht, Trout zur Verantwortung zu ziehen, kommt es zur Katastrophe.

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  • Rezension zu Paris Trout

    Paris Trout

    KruemelGizmo

    Buchrückseitentext: Das Südstaatennest Cotton Point, Georgia zu Beginn der fünfziger Jahre. Die Brüchigkeit der Kleinstadtidylle wird offenkundig,  als der weiße Ladenbesitzer Paris Trout ein schwarzes Mädchen brutal erschießt. Trouts Weigerung, sein Unrecht einzusehen, entlarvt ihn als skrupellosen Unmenschen. Jedoch wagt keiner der Anwohner, sich ihm in den Weg zu stellen. Als Anwalt Harry Seagraves versucht, Trout zur Verantwortung zu ziehen, kommt es zur Katastrophe.  Paris Trout, ein weißer Ladenbesitzer der auch Geld verleiht, erschießt bei dem Versuch Geld einzutreiben ein 14-jähriges schwarzes Mädchen. Trout glaubt sich im Recht und ist der festen Überzeugung das ihn niemand verurteilen wird, sein Anwalt Harry Seagraves sieht die Sache nicht ganz so optimistisch. Und tatsächlich verliert Trout den Prozess und wird verurteilt. Während der Vorbereitung zum Prozess und Währenddessen wird immer klarer das mit Trout etwas nicht stimmt. Er entwickelt eine Paranoia gegenüber seinen Mitmenschen und gegenüber dem Staat und misshandelt seine Frau. Die Einwohner von Cotton Point tun nichts, teilweise aus Ignoranz und verstecktem Rassismus und teilweise aus Angst vor ihm. Keiner will sehen wie sich die Lage immer weiter zuspitzt und auf eine Katastrophe zusteuert.  Zum Buchrückseitentext ist zu sagen das nicht Harry Seagraves ihn zur Verantwortung zieht, sondern er ist sein Anwalt und versucht den Prozess, zwar widerwillig, zu gewinnen.  Das Buch glänzt vor allem durch die Charkteren der verschiedenen Protagonisten, denen in den einzelnen Kapiteln ihr Leben um und mit den Ereignissen viel Raum gegeben wird. Vorallem die Ermordung des Mädchens und die Misshandlungen an der Ehefrau werden ungeschönt, klar und für mich aus einer kalten Distanziertheit beschrieben. Eines der Themen ist natürlich auch der Rassismus, der hier oft nur unterschwellig zu Tage kommt, dafür aber nicht weniger verwerflich ist und vielleicht auch deswegen gefährlicher ist.  Zwischendurch war ich allerdings immer wieder ein wenig irritiert, da ich das Gefühl hatte das Buch wird nicht linear erzählt und fragte mich wieviel Zeit den verstrichen ist, oder liegen die Ereignisse sogar davor? Vor allem zum Schluss kam dues sehr zum tragen und störte mich doch dann richtig.  Zum Schreibstil ist zu sagen, das er flüssig zu lesen ist und einen durch die Seiten fliegen lässt. Alles in allem ein gutes Buch mit Ecken und Kanten das von mir 4 Sterne bekommt.

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    • 11

    NiWa

    08. October 2014 um 07:51
    Sabine17 schreibt Klingt interessant.

    Finde ich auch.

  • Rezension zu "Paris Trout" von Pete Dexter

    Paris Trout

    Lesemann

    13. September 2010 um 13:11

    Vieles gut - Sprache, Szene, Spannungsaufbau - zum Schluss hin aber zerfasert mir die Handlung, der große Show-Down ist mir zu konstruiert, mutet fast kabarettistisch an.

  • Rezension zu "Paris Trout" von Pete Dexter

    Paris Trout

    Wolkenatlas

    01. September 2008 um 12:02

    Parabel gegen den Rassismus als Gift der Menschheit Cotton Point, eine Kleinstadt in Georgia, in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Eine Kleinstadt, in der ein Mann nicht zu umgehen ist, Paris Trout. Ein Mann, der sich selbst das Gesetz ist. Er verleiht Geld, verkauft verschiedenste Waren (auch Munition) und verkauft auch Autos inklusive Versicherung (die aber "nicht so eine ist"- also nicht für Reparaturen zuständig ist). Der Roman beginnt mit Rosie Sayers erster Begegnung mit Paris Trout, als sie Munition für einen Besucher ihrer Mutter kauft. Auf dem Heimweg wird das 14-jährige Mädchen von einem Fuchs gebissen. Da dies (in Kombination mit weiteren fadenscheinigen Gründen) für die Mutter der Beweis ist, das ihre Tochter vom Teufel besessen ist, "gibt" sie ihre Tochter dem in weiterer Folge unwichtigen Besucher mit. So kommt Rosie in die Obhut von Mary McNutt. Henry Ray, Marys älterer Sohn, kauft auf Kredit ein Auto von Paris Trout, das sich bei einem Auffahrunfall als eine Rostlaube, nur notdürftig mit Farbe übermalt entpuppt. Durch den daraus resultierenden Zahlungsunwillen von Henry Day in Rage gebracht, fährt Paris Trout mit einem Angestellten zum Haus von Mary McNutt und erschiesst in einer tranceähnlichen Wut die kleine Rosie und verwundet Mary McNutt. Eine Tat, für die sich Paris Trout nicht schämt (besonders, weil Rosie eine Färbige ist), für die er keine Reue zeigt, eine Tat, zu der er sich berechtigt gefühlt hat, da er sich quasi allmächtig sieht. Dieses Ereignis ist also der Ausgangspunkt für diesen großartigen Roman von 1987 (für den er 1988 den National Book Award erhielt), der jetzt wieder in deutscher Sprache vorliegt (er erschein Anfang der neuziger Jahre bei Goldmann unter dem Titel "Tollwütig" und war ewig lange vergriffen). Pete Dexter lässt die Protagonisten seines Romans kapitelweise das Narrativ führen. Der erfahrene Anwalt Harry Seagraves vertritt Paris Trout bei seiner Verhandlung, während der junge Anwalt Carl Bonner Paris Trouts Ehefrau Hannah bei ihrer Scheidungsklage vertritt. Hannah ist die einzige Person in Cotton Point, die bereit ist, sich gegen Paris Trout zu erheben, auch wenn sie dafür zuerst bitter bezahlen muss. Die "Anderen" erkennen dagegen fast willenlos seine Vorrechtstellung an (einfach, weil es ihnen leichter fällt, sich nicht gegen Paris Trout zu erheben). Aus diesem Spannungsfeld entwickelt Pete Dexter einen spannenden und tiefgehenden Roman, der den Rassismus anprangert, der die Willenlosigkeit einer ganzen Kleinstadt ad absurdum führt, eine Gemütlichkeit der Einwohner, die sich zu ihren Festivitäten rächt. Pete Dexter spinnt zusätzlich noch einen symbolischen roten Faden durch das Buch, Gift, das immer wieder, in verschiedensten Formen auftaucht, vom Biss des Fuchses zu Beginn, als einzige Substanz, vor der Paris Trout Respekt zeigt, bis zur Vergiftung der Moral der Stadt. Ein großartiger Roman, ein beeindruckender Gesellschafts- und Sittenroman, ein Plädoyer gegen Rassismus und das opportunistische Wegsehen; zusätzlich noch einfach wirklich spannend erzählt. Fesselnde Figurenzeichnung, großartige sekundäre Erzählstränge, eine wunderbar subtile Erotik in den beiden Liebesgeschichten, eine absolute Leseempfehlung. Große Literatur.

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