Pete Dexter Train

(10)

Lovelybooks Bewertung

  • 12 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(3)
(6)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Train“ von Pete Dexter

Deutscher Krimi Preis 2007 Brookline ist 1953 einer der exklusivsten Golfclubs von Los Angeles: grüne Fairways, weiße Mitglieder, schwarze Caddies. So wie Lionel Walk, genannt 'Train', der ein außergewöhnliches Talent fürs Golfen hat. Das erkennt auch Detective Miller Packard vom LAPD. Als Packard einen Fall übernimmt, in den zwei andere Caddies des Clubs verwickelt sind, nimmt das Schicksal seinen verhängnisvollen Lauf…

Stöbern in Romane

Lügnerin

In jeder Hinsicht überzeugend erzählt.

jamal_tuschick

Wer hier schlief

Gut geschrieben, regt zum Nachdenken an, berührt mich persönlich aber nicht genug.

MrsFraser

Der Sympathisant

Ein kommunistischer Spion unter Exil-Vietnamesen in den USA: Teilweise fesselnd und überraschend amüsant und satirisch-ironisch.

Gulan

Im siebten Sommer

Spannend und emotional. Ein echter Pageturner!

thebooklettes

Als wir unbesiegbar waren

Nicht mein Buch

brauneye29

Menschenwerk

Schwer erträglich. Als Mahnmal und Erinnerung notwendig.

wandablue

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Train" von Pete Dexter

    Train

    caveman-79

    03. March 2010 um 09:58

    Los Angeles in der 1950er Jahren. Die Weißen leben ihr mondänes Leben in den Country Clubs, während die Schwarzen dort nur als Kellner, Caddies und Köche etwas zu suchen haben. Pete Dexters bereits 2003 erschienener Roman „Train“ begleitet das Leben von Lionel „Train“ Walk. Eben einer jener schwarzen Caddies. Ein junger Mann, noch nicht ganz erwachsen und nicht mehr Kind verdient seinen Unterhalt damit, „Taschen zu tragen“. Sein Lohn ist schlecht, die Arbeit mühsam, zu allem Übel ist der neue Mann seiner Mutter, Mayflower, auch nicht gerade auf seiner Seite und macht dem Jungen Vorwürfe, wenn er nicht gerade mit dessen Mutter das Bett teilt. Doch dann passiert ein Überfall. Zwei Schwarze aus Trains Country Club überfallen ein weißes Ehepaar auf dessen Jacht. Sie werden gefasst, doch Polizist Packard macht kurzen Prozess. Erschießt beide, wirfst sie über Bord und kümmert sich rührend um die Witwe, die im in Kürze verfällt. Für Train ist das ein Einschnitt. Der Country Club entlässt alle Caddies, andere Clubs stellen ihn nicht ein. Train lässt sich in seiner Not und Wut zu einer schrecklichen Tat hinreißen, doch dann taucht plötzlich Mr. Packard wieder auf und das Leben nimmt für Train eine überraschende Wendung. Pete Dexter schildert in seinem Roman das Leben eines armen Schwarzen, der vom Leben und den Menschen in seiner Welt, hin und her gerissen wird. Eindringlich lässt er den Leser teilhaben an einer Welt, in der es für ihn um das nackte Überleben geht. Trotzdem scheinen manche „alte Wert“ noch nicht aufgelöst. Der alternde und geistig verwirrte „Plural“, ein Kollege von Train und ehemaliger Boxer, ist für Train Vater-Ersatz, wobei er sich um ihn wie um ein kleines Kind kümmern muss. Doch seine wirkliche Leidenschaft ist der Golf-Sport. Wenn Train auf dem Platz steht, vergisst er die Drangsal des Tages. Im Verlauf des Buches lässt Dexter Train geradezu ein meditatives Verständnis zum Sport erleben, verliert sich in der Grazie des Spiels. Doch egal wo Train auftaucht, seinen Makel, schwarz zu sein, wird er niemals los. Dexter gelingt es, facettenreiche Charaktere zu entwerfen. Gibt ihnen durch Sprache, Auftreten und Aussehen Wirkung und Authentizität. Gerade zu Beginn fordert die Lektüre dem Leser einiges ab. Die Sprache (übersetzt von Jürgen Bürger) ist gewöhnungsbedürftig, reduziert und komprimiert. Doch dann entwickelt das Buch einen eigenen Charme, die Perspektivenwechsel zwischen den Figuren machen das Lesen spannend und nehmen den Leser mit in einen schwülen, dichten, heißen Westen Amerikas, lange bevor Barak Obama erster schwarzer Präsident der USA werden konnte.

    Mehr
  • Rezension zu "Train" von Pete Dexter

    Train

    variety

    20. January 2008 um 17:35

    Ein Roman, der in den 50er Jahren spielt, als nur die Weissen Golf spielten und die Schwarzen die Caddies waren. Es geht in diesem Roman also nicht um einen Zug, sondern einen dieser "Unterwürfigen", Train genannt, die den Reichen die Golfschläger nachtragen. Train spielt aber so gut Golf, dass er von einem Weissen, einem Polizisten, angeheuert wird, um für Geld zu spielen. Wie Pete Dexter die Geschichte erzählt, ist beeindruckend. Seine Sprache ist klar, einfach gehalten und dennoch packend. Lediglich die etwas gar vielen Golfdetails und die brutalen Szenen ergeben neben einem ziemlich obskuren Schluss einen Abzug. Ansonsten absolut lesenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Train" von Pete Dexter

    Train

    scala

    31. December 2006 um 18:15

    Nein, Train ist kein Zug! Und nein, Florida ist kein Bundesstaat und Plural nicht die Mehrzahl. Und auch sonst ist in diesem „schwarzen“ Roman kaum etwas so wie man erwartet. Abläufe und Zusammenhänge überraschen. Klammer bilden Detektiv Packard, auch wenn er nun gar nicht das berufstypische Verhalten an den Tag legt und Train, Schwarzer, Caddie, Golfspieler. Sprache und Dichtheit der Szenen begeistern, Formulierungen lassen ab und an auch Schmunzeln. Wer etwas mit einem Eisen 8 anfangen kann und weiss, dass ein Tee nicht nur zum Trinken da ist, wird das Buch erst dann weglegen, wenn der hintere Klappentext erreicht ist.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks