Pete Smith Arm sind die anderen

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Inhaltsangabe zu „Arm sind die anderen“ von Pete Smith

Es ist kurz vor Heiligabend, Sly kommt von einer Tour durch das Frankfurter Bahnhofsviertel heim. Am Badezimmerspiegel entdeckt er eine Nachricht seiner Mutter: >Ich kann einfach nicht mehr.< Mit seinen drei Geschwistern und dem verwirrten Opa macht Sly sich auf die Suche nach der Mutter. Die Schatten der Vergangenheit holen ihn ein - der prügelnde Stiefvater, die dauernden Geldsorgen, Mamas dunkle Tage. Arm sind die anderen, dachte er, jetzt weiß er es besser. Doch in seiner größten Not findet er Hilfe. Eindringlich und ohne Sentimentalität erzählt Pete Smith eine Geschichte von Mut, Beharrlichkeit und Hoffnung.

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  • Leserunde zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    PeteSmith

    PeteSmith

    Liebe LovelyBook-Leser, ich möchte mit Ihnen/Euch eine Leserunde zu meinem neuen Roman "Arm sind die anderen", erschienen bei Ueberreuter, starten. Zum Inhalt: Es ist die Nacht vor Heiligabend. Sylvester, genannt Sly, kommt von einer Tour durch das Frankfurter Bahnhofsviertel heim. Am Badezimmerspiegel entdeckt er eine Botschaft seiner Mutter: „Ich kann einfach nicht mehr“… Mit seinen drei Geschwistern und seinem verwirrten Opa macht sich Sly auf die Suche nach seiner Mutter, eine abenteuerliche Odyssee, die ihn vom sozialen Brennpunkt am Rande der Stadt in die unterschiedlichsten Quartiere der Bankenmetropole treibt. Die Schatten der Vergangenheit holen ihn ein – der prügelnde Stiefvater, die anhaltenden Geldsorgen, Mamas dunkle Tage. Arm sind die anderen, dachte er die ganze Zeit, jetzt weiß er es besser. Doch in seiner größten Not findet Sly Hilfe: bei seinen Geschwistern, seinen Freunden, einer geheimnisvollen Schönen, seiner Nachbarin und am Ende sogar bei seinem Opa und einem Hellseher. Der Verlag hat mir zehn Exemplare zugesandt, die ich, natürlich signiert, gern an die Teilnehmer der Leserunde senden werde. Als Einstimmung auf den Roman bitte ich um eine kurze Einschätzung, wie sich Armut bei uns definiert, beispielsweise "Arm ist, wer..." Sollten mir mehr als zehn Leser folgen, entscheidet das Los. Da ich ab Mitte nächster Woche auf Lesereise in Norddeutschland bin, würde ich gern den kommenden Montag, 12. Dezember, als Bewerbungsfrist setzen. Dann kann ich die Bücher am Dienstag verschicken und wir könnten in der Vorweihnachtswoche mit der Leserunde starten. Oder ist die Frist zu kurz? Ich freue mich auf möglichst viele Leser!

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    • 70
  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    sonjastevens

    sonjastevens

    12. January 2012 um 09:36

    Was bedeutet eigentlich arm? Ist man schon arm, wenn die Eltern einem nicht das neuste i-phone oder die neuste Spielekonsole zu Weihnachten schenken? Wie wäre es wenn es Weihnachten überhaupt keine Geschenke gibt, weil einfach kein Geld dafür da ist? Oder wenn man sich nichts Besonderes zu Essen leisten könnte? Viele Menschen denken einfach zu viel an materielle Dinge, dabei ist es doch viel wichtiger, dass man nicht hungert und dass man seine Liebsten bei sich hat. Aber genau hier fängt Sly’s, der 15 jährige älteste Sohn einer Patchwork-Familie an. Er und seine 3 Halbgeschwister vermissen einen Tag vor Heiligabend ihre Mutter. Ihr scheinen die Nerven durchgegangen zu sein und sie scheint durchgebrannt zu sein und hat ihre Familie, die Kinder und ihren dementen Vater ohne Lebensmittel und Geld zurückgelassen. Sly und seine Gschwistern machen sich auf die Suche nach ihrer Mutter, treffen dabei auf so einige Hindernisse, aber auch auf Leute, die ihnen behilflich sind. Es ist ein tragisches Buch, dass dennoch mit Humor geschrieben ist und dass einen auch zum Nachdenken und Reflektieren anregt. Die eigentliche Zielgruppe sind Jugendliche ab 14 Jahren, aber das Buch kann auch von Erwachsenen gelesen werden. Mi hat besonders gut gefallen, dass einem klar gemacht wurde wie wichtig und auch schon, wenn auch oft anstrengend der Zusammenhalt innerhalb der Familie ist, hat man diesen - ist man eigentlich überhaupt arm? Die Charaktere sind authentisch beschrieben, leider hat das Buch ein Manko, denn ich finde das Ende wird zu schnell hergeführt und es bleiben auch einige Fragen, die für mich als Leser schon wichtig sind offen. Dennoch war dieses Buch ein schönes Leseerlebnis, besonders zu Weihnachten, in einer Zeit in der eigentlich Nächstenliebe groß geschrieben sein sollte, aber die vor allem vom Kommerz bestimmt ist.

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  • Leserunde zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    PeteSmith

    PeteSmith

    Ein wichtiger Hinweis vorweg: Die Leserunde zu "Arm sind die anderen" wurde an anderer Stelle bereits eingeleitet, allerdings formal unkorrekt, weshalb ich sie nun neu starte, in Untergruppen gegliedert, was die Orientierung erleichtert. Noch kann jeder einsteigen, der den Roman bereits gelesen hat, sich noch in seiner Lieblingsbuchhandlung besorgt oder in der Bücherei ausleiht - allerdings sind die zehn Freiexemplare, die es gab, schon verschickt und überraschend schnell in den Briefkästen der Empfänger gelandet. Lesestart ist der 23. Dezember, an dem auch der Roman beginnt. Alle bislang geposteten Beiträge könnt Ihr hier nachlesen: http://www.lovelybooks.de/thema/Leserunde-zu-Arm-sind-die-anderen-von-Pete-Smith-814465237/?ov=aHR0cDovL3d3dy5sb3ZlbHlib29rcy5kZS8%3D&liste=modern

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    • 96
  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. January 2012 um 16:53

    Eine emotionale Reise mit einer außergewöhnlichen Familie * "Wenn ich die Augen schließe, sehe ich als erstes den Schnee dieser Nacht: Flocken, die zu Boden schweben, die herunterwirbeln und miteinander verschmelzen, die aufleuchten und verblassen, die vor dem grauen Himmel tänzeln und vor dem Weiß der Wände plötzlich verschwinden, die die Scheibe küssen, um sich in wässrige Kristalle zu verwandeln." * Sylvester, Sly, kommt aus einer ganz besonderen Familie. Besonders in vielerlei Hinsicht. Vier Kinder, vier verschiedene Väter, die sich nicht kümmern, ein dementer Großvater und eine überforderte Mutter. Und diese Mutter verabschiedet sich in der Nacht vor Weihnachten mit einem "Ich kann einfach nicht mehr" auf dem Spiegel von ihren Kindern. Sly, der älteste der Geschwister, übernimmt die Rolle der Mutter und macht sich gemeinsam mit seiner Familie auf die Suche nach seiner Mutter... *: "Arm sind die anderen" ist mein erstes Buch von Pete Smith - und ich bin begeistert, denn er hat es ohne Probleme geschafft eine komplexe Geschichte auf gerade einmal 160 Seiten zu zaubern, die hart wie das Leben ist - und genauso berührend. * Pete Smith Schreibstil ist unterhaltsam und leicht zu lesen, und somit der Zielgruppe angepasst. Dennoch gab es oftmals Veränderungen im Schreibstil, nehmen wir z.B das Zitat mit den Beschreibungen des Schnees, es ist wunderschön und fast schon poetisch und steht in totalem Gegensatz zu den derberen Gesprächen von Sly und Agi oder auch den Gesprächen der Geschwister - und trotzdem wirkt es immer stimmig. * "Arm sind die anderen" kann man sich einfach nicht entziehen, wenn man einmal damit begonnen hat und damit meine ich nicht nur die Geschichte an sich, sondern auch die Gefühle und Gedanken, die sie unweigerlich mit sich bringt. Man erfährt von einer Mutter, die sich immer die größte Mühe gibt, dass es ihren Kindern gut geht, dass sie zu essen haben - aber irgendwann hält sie dem nicht mehr stand und anstelle sich Hilfe zu holen verschwindet sie einfach... Und nun ist die Familie gefragt, der Zusammenhalt der nötig ist um ihre Mutter wiederzufinden - und deshalb komme ich jetzt auch zum Titel des Buches . "Arm sind die anderen" zeigt auf, dass es im Leben um viel mehr geht als das große Geld und Statussymbole. Es geht um Werte- und Moralvorstellungen und Gesundheit, Liebe, Zusammenhalt! Wer leibt und geliebt wird und das Wort Zusammenhalt kennt, ist oftmals viel reicher als ein Millionär. Sly und seine Familie erfahren was es heißt zu verzweifeln, aber auch zusammenzuhalten, Hilfe angeboten zu bekommen - und diese auch anzunehmen. * "Arm sind die anderen" ist ein fantastisches Buch über eine Ausnahmesituation in einer ganz besonderen Familie. Eine Geschichte voll Emotionen und wunderbar "anderen" Charakteren. Ein Buch, dass sich meiner Meinung nach auch gut als Schullektüre anbieten würde!

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  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    AnjaKoenig

    AnjaKoenig

    01. January 2012 um 16:27

    ein sehr interessantes buch, dass einen in die problembereiche einer deutschen familie führt. von armut, über einen dementen opa, die mutter mit depressionen, die geschwister alle mit eigenarten ausgestattet. und doch ist da ein riesiger zusammenhalt. wirklich beeindruckend, wie die familie diese sorgen versucht zu ertragen und mit den problemen umgeht. dieses buch hat mir wirklich sehr gefallen und ich werde es auf alle fälle weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    Toxicity74

    Toxicity74

    30. December 2011 um 19:08

    Der jugendliche Sly entdeckt nach einer abendlichen Unternehmung mit seinem Kumpel Agi die mit Lippenstift an den Badezimmerspiegel geschriebene Botschaft seiner Mutter "ich kann einfach nicht mehr". Ihm ist klar, dass die Lage ernst ist und seiner überforderten und depressiven Mutter durchaus endgültige Schritte zuzutrauen sind. Die alleinerziehende Mutter lebt mit ihren vier Kindern Sly, Ena, Innocent und Flo (allesamt von unterschiedlichen Vätern) und ihrem debilen Vater in einer kleinen Mietwohnung in Frankfurt. Das Geld wird ab Mitte jeden Monats knapp für die Familie, mehr schlecht als recht schlägt man sich so durch. Schnell begreift Sly, dass es an ihm ist, den etwas schrägen Familienhaufen, mit den unterschiedlich ausgeprägten Charakteren, zusammenzuhalten und Verantwortung zu übernehmen. Es beginnt die Suche nach der Mutter. Auf die Hilfe der Polizei oder der Behörden beschließen die Kinder zu verzichten, da die Angst vor Konsequenzen durch das Jugendamt zu groß ist. In dieser Familie gibt es keine Alleingänge, die Suche wird gemeinsam geplant und angegangen. Immer mehr rückt ins Bewusstsein des Lesers, dass die Familie für die vier Kinder und den Opa wohl die einzige wirklich verlässliche Basis in ihrem Leben darstellt. Das Buch von Pete Smith liest sich wirklich sehr gut, auch wenn es eine recht schwermütige Grundstimmung mitbringt. Demjenigen, der Bücher liest, um sich von der realen Welt ablenken zu lassen und lieber in heilere Welten absinkt, kann ich das Buch sicher nicht empfehlen. Denn es liefert einige Denkanstösse darüber, was in unserer Gesellschaft falsch läuft. Da wo Familien, wie die von Sly, eher widrige Umstände in Kauf nehmen, um nicht unter voreiligen, oberflächlichen Maßnahmen der Behörden leiden zu müssen. Denn bei allen Schwierigkeiten schöpfen Sly, Enja, Inno und Flo ihr Vertrauen ins Leben wohl am ehesten aus ihrer Familie. Arm sind die anderen!

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  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    killerprincess

    killerprincess

    29. December 2011 um 01:41

    "Arm sind die anderen" von Pete Smith Inhalt Am Tag vor Heiligabend haut Slys Mutter ab, sie hinterlässt eine Botschaft am Spiegel: "Ich kann einfach nicht mehr". Der 15jährige sieht sich nun mit seinen gänzlich unterschiedlichen jüngeren Geschwistern und dem senilen Großvater konfrontiert. Es sind kaum Lebensmittel da und auch kein Geld. Doch die Hauptfrage ist doch: Wo befindet sich ihre Mutter? Ist ihr etwas zugestoßen? Geminsam macht sich die Familie auf die Suche quer durch Frankfurt und stößt dabei immer wieder an seine Grenzen. Meinung Ein wunderbares Buch eines unglaublich talentieren Autors. Ich habe den Schreibstil geliebt, ich war so versunken in der Welt von Sly, in seinem Leben, auf der Suche nach seiner Mutter. Viele Schimpfwörter fallen bei den jungen Charakteren, was realistisch auf der einen, aber auf Dauer doch manchmal etwas nervig für einen Schimpfwort-Ablehner wie mich ist. Slys Familienverhältnisse gelten in unsere Gesellschaft wohl als assozial: Die Mutter hat 4 Kinder von 4 Männern, sie lässt sich immer wieder benutzen, hat oft keinen Job, sodass das Geld am Monatshälfte nicht mehr reicht. Trotzdem sind sie eine Familie, die das Herz am rechten Fleck hat. Das Buch gibt einem die Chance, hinter die Fassade zu blicken und eventuell Gründe zu erkennen. Die Kinder, die wie bereits erwähnt so viel fluchen, mussten schon sehr früh erwachsen werden. Pete Smith hat unglaubliche Charaktere geschaffen, die vor Eigenwilligkeit und Einfallsreichtum nur so strotzen. Protagonist Sly bleibt dabei allerdings eher blass und wirkt noch als der normalste. Sein Bruder Innozenz denkt viel über den Tod nach, seine Schwester Enja kann ihre Emotionen nicht kontrollieren und Nesthäkchen Flo ist ein aufgeweckter Bursche. Der Großvater ist seit dem Tod seiner Frau etwas senil geworden und obwohl sie selbst nichts hat, nimmt seine Tochter Rosie ihn zu hause auf. Rosie ist eine überforderte Mutter, die oft deprimiert ist, wahrscheinlich, weil sie ihren Kindern nicht viel bieten kann. Mit allen Charakteren konnte ich eine Bindung eingehen, auch wenn die bei der Mutter, dem Großvater und Enja manchmal oder meistens eher schlecht ausging. Ich fand es schlimm, dass Rosie einfach so abgehauen ist. Rührend macht sich die ungleiche Familie auf die Suche nach der Mutter und stößt dabei immer wieder an ihre Grenzen, unterwegs geht immer mal wieder ein Familienmitglied kurzzeitig verloren, was zusätzliche Schwierigkeiten macht. Dennoch ist Sly unermütlich dabei, seine Familie zusammenzuhalten und die Hoffnung nicht aufzugeben. Fazit Eine tolle Geschichte, ein perfekter Schreibstil, allerdings ein etwas unbefriedigendes Ende. Es geschieht zu plötzlich und es bleiben zu viele Fragen offen, was ich einfach schade finde, da doch vorher alles detaillierter ablief. Das Buch ist ein Ausflug in die Unterschicht Deutschlands und zeigt: Nicht jeder ist gleich, man sollte immer offen für die Hintergründe einer Situation sein! Insgesamt bin ich sehr froh, durch die Leserunde auf das Buch aufmerksam geworden zu sein und ich kann es jedem nur empfehlen! Es ist meines Erachtens nach kein Jugendbuch im eigentlichen Sinn, auf alle Fälle für Erwachsene geeignet, auch wenn die Charaktere sehr jung sind.

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  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    Cellissima

    Cellissima

    24. December 2011 um 18:20

    Nichts zu haben bedeutet ja nicht, nichts zu sein. * Familie ist wichtig, darüber gibt es nichts. Sly ging es noch nie wirklich gut. Seine Mutter ließ sich immer auf die falschen Typen ein, die sie und die Kinder schlugen, die Familie lebt am Existenzminimum. Dann wird auch noch der Großvater dement. Sly´s Mutter, Rosie, nimmt auch ihn in die winzige Wohnung auf. Zudem ist sie depressiv. Gute Tage hat sie kaum noch, die dunklen Tage bestimmen mittlerweile ihr Leben. Doch es kommt noch schlimmer: Als Sly eines Nacht von einer Tour mit seinem Freund Agi, die die beiden durch das Frankfurter Bahnhofsviertel geführt hat, zurückkehrt, entdeckt er auf dem Badezimmerspiegel eine mit Lippenstift geschriebene Abschiedsbotschaft seiner Mutter: "Ich kann einfach nicht mehr." Es ist die Nacht vor Heiligabend ... Den Kindern und dem Großvater droht das schlimmste Weihnachtsfest ihres Lebens. Sly muss plötzlich die Verantwortung für sich, seine Geschwister, den Haushalt und den verwirrten Großvater übernehmen. Obwohl alle Angst haben, es nicht fassen können und wie gelähmt sind, geben sie die Hoffnung nicht auf, sondern machen sich auf die Suche nach Rosie. Warum hat sie das getan? Warum ausgerechnet an Weihnachten? Ist sie durchgebrannt? Wollte sie sich umbringen? Lebt sie noch? *** Meine Meinung: Erst einmal ist diese Geschichte großartig geschieben. Sie lässt sich angenehm lesen und ist zudem ein wahrer page-turner: Man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen! Die Sprache erscheint vielleicht stellenweise zu Beginn etwas hart und gewöhnungsbedürftig, ist aber sehr authentisch. Die Figuren sind allesamt sehr lebensnah, ehrlich und authentisch gezeichnet. Das schwere, traurige, ja tragische Thema wird immer wieder durch etwas Humor und Komik aufgelockert, ohne dass diese aufgesetzt oder unangebracht wirken. Pete Smith spricht wichtige, traurige, schwierige Themen an: Es geht um Armut, konkret auch um Kinderarmut, darum, was passiert, wenn Kinder in solchen Verhältnissen aufwachsen, die Mutter die falschen Männer hat, Kinder Gewalt erfahren müssen etc. Pete Smith schildert sehr eindringlich, wie schlimm das Leben in Armut und mit ständigen (Geld-) Sorgen ist, wie sie noch tiefer abrutschen, Drogen nehmen, sich mit Leuten, die einen schlechten Einfluss auf sie haben, abgeben können, wie tief Gewalt Kinder und auch Erwachsene zerstören kann, wie krank ständige Geldsorgen machen können. Wie erschreckend reif solche Kinder für ihr Alter sind, wie stark sie sein können, wenn sie Veranwortung übernehmen müssen. Denn aus dem Kind Sly wird plötzlich über Nacht ein Familienvater ... Das Buch vermittelt wichtige Botschaften, so bspw. die, dass man Menschen, gerade auch geliebte Menschen, niemals schlecht behandeln, sich immer daran erinnern sollte, dass es jeden Tag vorbei sein kann, dass man sich um Menschen, denen es nicht so gut geht und/oder die alleine sind, kümmern sollte. Am Ende steht die wichtigste Botschaft: Dass man die Familie schätzen und zusammenhalten sollte, weil Liebe und Familie das Wichtigste im Leben sind. Dass nicht zählt, welche Güter man hat oder nicht hat, sondern dass man ein guter Mensch ist. *** Fazit: Pete Smith schafft es, sich auf nur 160 Seiten absolut gekonnt und überzeugend mit einem solch schwierigen Thema auseinanderzusetzen. Trotz der geringen Seitenzahl hat man nie das Gefühl, dass der Geschichte etwas fehlt, sondern sie wirkt vollkommen. Ein schwieriges Thema, das sich doch so gut lesen lässt. Ncht nur für Jugendliche eine absolut wertvolle und empfehlenswerte Lektüre!

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  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    Nidhoegg

    Nidhoegg

    19. December 2011 um 14:16

    Sly hat es nicht leicht. Zusammen mit seiner Mutter Rosie, seinem Großvater und seinen Geschwistern Enja, Inno und Flo lebt er in einer kleinen Wohnung. Wie schlecht es ihnen wirklich geht, erkennt er jedoch erst, als seine Mutter über Nacht verschwindet und die Kinder ratlos, ägnstlich und ohen Geld zurück lässt. Es beginnt eine verzweifelte Suche nach der Mutter und ein Kampf ums Überleben in der Stadt. Ist sie bei ihrem Ex, dem Schläger? Hat sie versucht sich umzubringen? Lebt sie überhaupt noch? Pete Smith entführt den Leser in die unteren Schichten und leitet ihn mit dem Motto: Arm sind die anderen, aber nicht wir. Spannung gepaart mit Schrecken und Witz. Die Figur des Großvaters ist herrlich tragisch. Ein seniler alter Mann, der oft nicht weiß, wer er ist, der aber durch seine Art für manches Schmunzeln sorgt. Die Familie ist wunderbar getroffen, sie wirkt echt und lebensnah und man fiebert mit ihnen auf ihrer Suche mit. Sly, der Protagonist, ist der einzige, der sich anscheinend beherrschen kann. Er wirkt, als hätte er die Vaterrolle übernommen und zeigt oft, wie schnell er erwachsen geworden ist, um auf seine Geschwister und seinen Großvater aufzupassen. Die Erzählweise ist hart und unzensiert, man lernt einige neue Flüche und Schimpfwörter, aber gerade das macht alles so echt. Sehr empfehlenswert. Ein großes Dankeschön für das Leseememplar, es hat mir sehr gut gefallen. Volle fünf Sterne.

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  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    Siiri

    Siiri

    Inhalt: Die längste Nacht in Sylvesters Leben ist die Nacht vor Heiligabend: denn in dieser Nacht verschwindet seine depressive Mutter. Nach einem Ausflug mit seinem besten Freund Agi findet er ihre Abschiedsbotschaft, mit Lippenstift auf den Spiegel geschmiert: „Ich kann einfach nicht mehr.“ Sofort übernimmt Sly die Verantwortung für den Rest der Familie: seine drei jüngeren, etwas neurotischen Geschwister und seinen dementen Großvater. Die Familie lebt in Armut, in einer viel zu kleinen Wohnung, und hat nur das Nötigste zum Leben zur Verfügung. Hat diese prekäre Lebenssituation die Mutter schließlich zum Äußersten getrieben? Sly und seine Geschwister geben die Hoffnung nicht auf und machen sich auf die Suche… Mein Eindruck vom Buch: Slys Mutter leidet nach vielen unglücklichen Beziehungen und der leidvollen Erfahrung häuslicher Gewalt durch den Vater ihres jüngsten Kindes unter schweren Depressionen. Diese machen es ihr fast unmöglich, in ihren „dunklen Tagen“ den Haushalt zu führen. Auch ihre berufliche Situation ist schwierig, immer wieder gerät sie in den Strudel der Arbeitslosigkeit. Zu ihrem Glück hat sie in Sly einen sehr verantwortungsbewussten Sohn, der sich an ihrer Stelle auch schon mal um den häufig verwirrten Großvater und die jüngeren Geschwister kümmert. Die zwölfjährige Enja hat eine Neigung entwickelt, sich notfalls auch mit Gewalt zu verteidigen, um nicht in eine Opferrolle zu geraten. Ihre Freizeit verbringt sie am Computer ihrer Mutter, in Chatrooms, auf der Flucht vor der Realität. Im wirklichen Leben hat sie keine Freunde, zeigt sich aber dennoch nach außen hin sehr selbstsicher und stark. Innozenz hat sich hingegen mit seinen zehn Jahren schon der Gothic-Szene angeschlossen, umgibt sich mit deutlich älteren Personen und hat keinen Anschluss an Gleichaltrige. Er hat eine Vorliebe für die Farbe Schwarz, ist psychisch labil und neigt zu depressiven Verstimmungen. Der jüngste Spross der Familie, Flo, ist noch ein Kleinkind und bedarf deshalb wie auch der Großvater der Fürsorge seiner älteren Geschwister. „Arm sind die anderen“ ist ein wertvolles Jugendbuch. Auf nur 160 Seiten setzt sich der Autor mit einem sehr brisanten gesellschaftlichen Thema auseinander: Armut, und ganz besonders auch Kinderarmut. Das tut er auf eine erfrischend lockere, kaum sentimentale Art und Weise. Gewürzt ist der Roman mit einer guten Prise Humor und Situationskomik, was dem Buch mit seinem tragischen Grundthema sehr gut tut. Im Laufe der Geschichte erzählt der Ich-Erzähler Sly immer wieder in Rückblicken Episoden aus seinem Leben und so erhält der Leser nach und nach einen tiefgehenden Eindruck davon, welches Leid die Familie schon durchmachen musste. Auf diese Weise kann der Leser auch ein Verständnis für die neurotisch-ungewöhnlichen Verhaltens- und Lebensweisen der jüngeren Geschwister Enja und Inno entwickeln. Der Autor schlägt in seinem Werk durchaus gesellschaftskritische Töne an. So prangert er beispielsweise die überbordende Bürokratie an, die bedürftigen Menschen oft Steine in den Weg legt sowie das häufig demütigende und herablassende Verhalten der Behörden gegenüber sozial schwachen Menschen. Und nicht nur von den Beamten, auch vom ganzen restlichen sozialen Umfeld, wie den Schulklassen und der Nachbarschaft, schlägt der armutsgebeutelten Familie Spott, Ausgrenzung und teilweise sogar Verachtung entgegen. Die Botschaft wird verpackt in eine saloppe, manchmal auch ein wenig vulgär angehauchte Sprache, die jedoch dem Alter der Kinder angemessen erscheint. Gepaart wird dies mit einigen sprachlich sehr kunstvoll geschilderten, fast schon poetisch anmutenden Textstellen, die tief in Slys Seele blicken lassen. Immer wieder lässt Pete Smith durchscheinen, dass Sly kein schlechter Mensch ist, sondern vielmehr ein intelligenter und verantwortungsbewusster Teenager, der aber durch seine schwierige Vergangenheit eine Neigung entwickelt hat, sich notfalls auch mit Gewalt zu verteidigen. Dies tut er aber nicht aus Überzeugung und purer Lust an Gewalt, sondern immer dann, wenn es darum geht, sich und seine Familie gegen ungerechte Behandlung zu verteidigen. Ich jedenfalls konnte seine Motive und Beweggründe stets nachvollziehen. Der Familienzusammenhalt der Geschwister ist bemerkenswert und wird immer wieder betont. Familie ist und bleibt das Wichtigste im Leben von Sly und seinen Geschwistern. Auch wenn es manchmal Streit gibt, so halten sie doch, wenn es hart auf hart kommt, alle zusammen. Dieser Aspekt des Buches hat mir gut gefallen und hat mir die Charaktere auch schnell näher gebracht. Auch die Handlung selbst ist gekonnt gestrickt und hält die eine oder andere überraschende Wendung für die Leser bereit. Der Schluss war mir dann zwar ein wenig zu süßlich geraten, aber auch das sehe ich im Nachhinein und mit einiger Zeit Abstand zur Lektüre nicht mehr so eng. Immerhin bleiben einige Punkte zum Schluss auch offen und laden dazu ein, die Geschichte im Kopf noch ein wenig weiterzuspinnen. Fazit: „Arm sind die anderen“ spricht ein bedeutsames Thema auf unterhaltsame Weise und mit einem Augenzwinkern an. Ein gelungener gesellschaftskritischer Roman über (Kinder-)Armut, aber auch ein schönes Loblied auf die Familie und deren Rückhalt und Zusammenhalt. Empfehlenswert, nicht nur, aber natürlich ganz besonders für Jugendliche! (Altersempfehlung des Herstellers: 14-17 Jahre)

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  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    16. September 2011 um 10:16

    Sly und seine Familie haben es nicht leicht.. Seine Mutter Rosie hatte in der Vergangenheit viele Beziehungen, die immer wieder zu Bruch gingen.. Gewalt und Alkohol standen auf dem Tagesprogramm ihrer Partner.. In der Liebe hatte sie also nie Glück.. Als Sly eines Abends, kurz vor Weihnachten, von seiner Tour im Bahnhofsviertel nach Hause kommt, entdeckt er eine Nachricht von seiner Mama, die sie auf dem Badezimmerspiegel hinterlassen hat: „Ich kann einfach nicht mehr“.. Von da an war sie spurlos verschwunden.. Sly, 14 Jahre alt, muss sich ab jetzt um seine 3 Geschwister und seinem verwirrten Opa kümmern, der bei ihnen einzog, als seine Frau starb.. Sly hat Angst.. Die Schatten der Vergangeheit holen ihn ein - der prügelnde Stiefvater, die dauernden Geldsorgen, Mamas dunkle Tage, wo sie sich zurückzieht, depressiv ist und keinen sehen will.. Arm sind die anderen, dachte er, jetzt weiß er es besser. Wohin ist Mama..? Wird sie an Heiligabend wieder zu Hause sein..? Wird Sly es schaffen, seine Mama zu finden und sich um die Familie zu kümmern..? Meine persönliche Meinung: Eine Familiengeschichte, die mich anfangs total schockiert und in seinen Bann gezogen hat.. Eine Familie, die irrsinnig viel Kummer und Leid zu ertragen hat.. Sly prügelt sich mit seinem Stiefvater, seine Mutter wird regelmäßig geschlagen, sie verdrängt alles und will es nicht zugeben.. Sie hat Angst, sich alles einzugestehen um endlich etwas an dieser grausamen Situation zu ändern.. Geldsorgen stehen täglich auf dem Programm.. Eine alleinerziehende Mutter mit 4 Kindern hat es wahrlich nicht leicht.. Psychisch ist sie total am Boden, sie läuft vor ihren Problemen davon.. Sie muss sich um ihren Vater kümmern, ein verwirrter Mensch, nur schwer auszuhalten.. Zum Glück hat Rosie ihren ältesten Sohn Sly, der ihr immer wieder versucht, unter die Arme zu greifen um ihr vieles zu erleichtern.. Doch auch ihr wird eines Tages alles viel zu viel.. Wird sie es bereuen, dass sie ihre Familie im Stich gelassen hat..? Wird sie jemals wieder zurück kommen..? Ich habe mit der Familie bis zum Schluss mitgefiebert und auf ein Happy End gewartet.. Ob das jedoch eintrifft, müsst ihr selbst lesen.. Ein tragisches Buch, das mich die meiste Zeit richtig gefesselt hat und ich partout nicht zur Seite legen wollte..

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  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    03. September 2011 um 10:40

    Sly lebt mit seiner Mutter, seinen 3 Geschwistern und seinem verwirrten Opa in einer kleinen Wohnung in Frankfurt. Die Familie hat nicht viel Geld, versucht aber über die Runden zu kommen. Kurz vor Heiligabend findet Sly eine Nachricht seiner Mutter mit ihrem Lippenstift auf dem Badezimmerspiegel geschrieben: "Ich kann einfach nicht mehr". Was genau sie damit meint, kann Sly nicht erfragen, denn seine Mutter ist verschwunden. Er macht sich mit seinen Geschwistern und seinem Opa auf die Suche nach ihr. "Arm sind die anderen" schildert die Geschichte von Slys Familie, die finanziell gesehen "arm" ist, aber die mit allen Mitteln versucht die eigene Würde zu bewahren. Besonders Sly versucht die Familie zusammen zu halten, da seine Mutter aufgrund von Depressionen dieser Aufgabe nicht mehr gewachsen ist. Der Inhalt des Jugendromans ist generell interessant. Es wird von Mut, Hoffnung aber manchmal auch von Verzweiflung und von unerwarteter Hilfe erzählt. Das Buch hat es aber nicht geschafft mich zu fesseln. Ich habe bei der Suche nach Slys Mutter nicht mitgefiebert, konnte keine Bindung zu den Charakteren aufbauen und das Ende des Jugendromans empfand ich als voraussehbar und sehr enttäuschend. "Der gewünschte Gesprächspartner ist vorübergehend nicht zu erreichen. The person you have called is temporarily not available." (Seite 22) Die Ausdrucksweise des Autors war sehr gewöhnungsbedürftig. Die gewählte Sprache von Sly und seinen Freunden ist sehr derbe und teilweise obszön. Dieses passt allerdings zu der Geschichte, wenn man seinen Hintergrund bedenkt, und verleiht dem ganzen Authentizität. Auf der anderen Seite ist der Schreibstil manchmal schon fast poetisch und dieses Zusammenspiel hat mich irritiert. Es wird zwischen brutalen und wunderschönen Beschreibungen wild hin und her gesprungen und das hat einfach meinen persönlichen Geschmack nicht getroffen. "Armut ist ein Wort, das in unserer Familie keine Heimat hat. Arm sind die anderen, wir nicht." (Seite 93) Fazit: Ein Ausflug in die Dunkelzonen unserer Gesellschaft, der mir persönlich nicht besonders gut gefallen hat. Gebundene Ausgabe: 160 Seiten Verlag: Ueberreuter (Juli 2011) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3800056356 ISBN-13: 978-3800056354 Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

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  • Rezension zu "Arm sind die anderen" von Pete Smith

    Arm sind die anderen
    verena83

    verena83

    28. August 2011 um 12:53

    Als Sly in der Nacht vor Heiligabend von einer Tour durch das Frankfurter Bahnhofsviertel nach Hause kommt, findet er am Badezimmerspiegel eine letzte Botschaft seiner Mutter: „Ich kann einfach nicht mehr…“. Gemeinsam mit seinen drei Geschwistern und seinem betagten Opa macht sich Sly fortan auf die Suche nach der Mutter und muss sich dabei unter anderem mit seinem prügelnden Ex-Stiefvater, den nicht enden wollenden Geldsorgen und Mamas dunklen Tagen auseinandersetzen. Und dabei wird ihm nur allzu bewusst, dass nicht nur die anderen arm sind, sondern auch seine eigene Familie. In seiner größten Not findet Sly jedoch auch Hilfe bei seinen Freunden, seiner Nachbarin und einer unbekannten Schönen. Und schlussendlich wächst er auch noch untrennbar mit seinen Geschwistern und sogar seinem Opa zusammen… Mit großen Erwartungen begann ich „Arm sind die anderen“ von Pete Smith zu lesen und diese Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht. Vom ersten Satz an war ich absolut begeistert von der Geschichte und konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Natürlich musste ich mich zu Beginn an die eher derbe Ausdrucksweise von Sly und den anderen erst einmal gewöhnen – und dabei auch hin und wieder einfach mächtig schlucken -, aber genau sie machte für mich das Buch schlussendlich auch erst so richtig authentisch. Selbstverständlich kann man nämlich nicht erwarten, dass sich Menschen aus sozialen Brennpunkten besonders gewählt und „vornehm“ ausdrücken … dafür sind sie meiner Meinung nach viel zu sehr mit Problemen und dem irgendwie Durchkommen müssen im Leben konfrontiert… sie müssen einfach hart sein und können es sich nicht leisten Schwäche zu zeigen und dies spiegelt sich zu einem Großteil dann eben auch in der Sprache wieder. Und trotz dieser scheinbar harten Schale gewinnt man beim Lesen der Geschichte immer mehr den Eindruck, dass sich in Sly und seinen Geschwistern doch auch ein weicher und vor allem wahnsinnig verletzlicher Kern versteckt. Mit der Zeit ist mir die Familie dabei immer mehr ans Herz gewachsen… ich habe mit ihnen auf der Suche nach der eigenen Mutter mitgelitten, aber auch mitgelacht… beim Lesen fühlte ich mich nach kurzer Zeit tatsächlich wie ein Teil von ihnen und das ist eine Tatsache, die mich an dem Buch wirklich unglaublich fasziniert hat. Ich befand mich nämlich ganz und gar mitten drinnen in der Geschichte und genau das macht für mich ein wirklich gutes Buch auch aus… ich möchte beim Lesen einfach so sehr gefesselt sein, dass es mir schwer fällt das Buch nach der letzten Seite einfach wegzulegen und keinen Gedanken mehr daran zu verschwenden. Und da Pete Smith mit „Arm sind die anderen“ das auch absolut geglückt ist, erhält das Buch von mir auch die volle Sternenanzahl.

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