Pete Smith Das Mädchen vom Bethmannpark

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen vom Bethmannpark“ von Pete Smith

Unweit des Bethmann-Parks entdeckt ein Anwohner eine bewusstlose junge Frau, die sich, als sie erwacht, an nichts erinnert: weder wie sie heißt, wo sie wohnt noch was mit ihr passiert ist. Offenbar leidet sie an Amnesie. Während sich Ärzte ihrer annehmen, bemüht sich die Polizei, die Identität der mysteriösen Fremden zu ermitteln. Doch niemand scheint sie zu vermissen… Unterdessen verzweifelt Jakob, Ergotherapeut in der Neurologischen Rehaklinik Kirschwald, zusehends am Schicksal seiner Patienten. Oft erzählt er ihnen Episoden aus den Biografien berühmter Personen und ermuntert sie, vorübergehend in deren Leben zu schlüpfen. So verwandeln sie sich in Edgar Wallace, Albert Einstein oder Coco Chanel, um neuen Lebensmut zu schöpfen. Als die unbekannte junge Frau in die Reha verlegt wird, kreuzen sich ihre Wege. Jakob ist von der geheimnisvollen Schönen auf Anhieb fasziniert. Umso mehr, da sie ihn an die erste Liebe seines Lebens erinnert…

Brillant geschrieben, aber laaaaangatmig. Spannung erst am Ende.

— Larissa_Schwarz

Ein wunderbares Buch, dass mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Für mich hat Pete Smith wieder einen Volltreffer gelandet.

— kriminudel

Ein sehr gut recherchiertes Buch, mit auf mich verstörender Wendung!

— MeiLingArt

Eine eindringliche und berührende Geschichte, deren Ende mich leider nicht so ganz überzeugen konnte.

— Jashrin

Ein interessantes anrührendes Buch über eine Amnesiepatientin. Ansonsten bleibe ich etwas verwirrt und ratlos zurück.

— Gelsche

Thema Amnesie ist guter Grundgedanke, Umsetzung zu verwirrend

— Schmusekatze69

Eine gut recherchierte Reise in ein fremdes "Ich" - dem Thema geschuldet kein Action-Reißer, aber trotzdem hochspannend!!!

— kingofmusic

Dieses Buch ist ein sehr beeindruckendes Werk. Zwischen Menschlichkeit und empathie sowie fanatismus bewegt sich Jakob mit seinen Patienten.

— Schnapsi

Die ergreifende, spannende und ebenso verzweifelte Suche einer jungen Frau nach ihrer verlorenen Vergangenheit... Ein toller Roman.

— YumikoChan28

Eine finstere Geschichte um Vergangenheit und Zukunft, Schuld und der Frage nach der Moral

— MelC

Stöbern in Krimi & Thriller

The Ending

Sehr philosophisch veranlagter, kurzer Thriller

Hortensia13

Niemals

Ich konnte es kaum aus der Hand nehmen, ich habe es überall mit hingenommen!

Buchgeschnipsel

Origin

Weniger Rätsel, trotzdem im klassischen Dan Brown-Stil spannend.

Alienonaut

Die Attentäterin

Bombenanschlag auf ein jüdisches Zentrum.

Odenwaldwurm

Im finsteren Eis

Fängt toll an, liest sich spannend und lässt dann leider stark nach, ohne dass der merkwürdige Verlauf überhaupt aufgelöst wird.

HarIequin

Die Kinder

Gruselig, flüssig und doch nur Gut

Bucherverrueckte

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  • Das Mädchen vom Bethmannpark

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    Blaustern

    19. July 2016 um 12:03

    Im Bethmannpark findet jemand eine bewusstlose Frau, und daraufhin wird sie sofort ins Krankenhaus gebracht. Als sie wieder aufwacht, hat sie an nichts mehr eine Erinnerung. Auch die Polizei kann ihr nicht helfen, da alle Aktionen, ihre Identität herauszufinden, ins Leere laufen. Sie wird schließlich Penelope genannt und geht bald in die Rehaklinik Kirschwald. Dort trifft sie auf den jungen Ergotherapeuten Jakob, der nur für seine Patienten zu leben scheint. Penelope zieht ihn dabei noch mehr an. Zudem erinnert sie ihn an jemanden; an die Liebe seines Lebens. Doch Jakob hat ungewöhnliche Therapieweisen. Er stiftet seine Patienten an, in die Haut von großen Persönlichkeiten zu schlüpfen, um so wieder besser am Leben teilnehmen zu können. Dabei landet er selbst aber immer tiefer mit in deren Irrealität.Für dieses Buch hat der Autor wirklich sehr gut recherchiert. Alles um das Thema Amnesie, wie es einen Menschen damit ergeht und wie man dagegen vorgehen kann, wird hier ganz genau dargelegt, und ein jeder, der das liest, kann nur hoffen, dass es einen niemals betrifft. Es ist erschaudernd, und man fühlt so mit Penelope mit, da es alles sehr realitätsnah ist. Von Grund auf alles neu zu erlernen, muss wirklich mit das Schlimmste sein, was man sich vorstellen kann, wenn der Kopf einfach nur leer ist. Auch Jakobs Person kommt authentisch rüber, wie er sich immer mehr mit der ganzen Sache verstrickt. Dementsprechend ist manchmal auch der Schreibstil. Verwirrend. Es liest sich aber trotzdem flüssig. Auch zu überraschenden Wendungen kommt es. Nur bleibt am Ende vieles offen, gerade über Penelope, was etwas schade ist.

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  • Amnesie und die Auswirkungen auf das Leben

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    Gelsche

    10. July 2016 um 10:42

    Eine junge Frau wird im Bethmannpark in Frankfurt mit einer Kopfverletzung aufgefunden. Sie kann sich an nichts erinnern und ist auch trotz Aufrufe in den Medien nicht zu identifizieren. Sie selbst gibt sich aus der Not heraus den Namen Penelope. Nach dem Aufenthalt im Krankenhaus kommt sie in eine Reha-Klinik in der der Ergotherapeut Jakob arbeitet. Jakob hat ungewöhnlich kreative Arbeitsmethoden und ist von der jungen Frau berührt. Es spinnt sich eine zarte Romanze zwischen den beiden. Gleichzeitig versucht Jakob die Identität der jungen Frau heraus zu bekommen und weiß dann nicht ob er das wirklich will....Ein Buch über eine globale Amnesie zu schreiben ist sicherlich nicht einfach. Das ganze Ausmaß der Amnesie musste der Autor gut recherchieren und in gewisser Weise auch nachspüren. Er beschreibt hier bis ins kleinste Detail, was dies für die junge Frau bedeutet. Nicht nur die Vergangenheit ist plötzlich weg, es gibt eine Leere, fast schon einen Identitätsverlust. Gleichzeitig beschreibt er sehr gut, wie misstrauisch die Umgebung auch die Fachleute gegenüber der Amnesiepatientin sind. Hat sie ein Verbrechen begangen, spielt sie das ganze nur? Es gab ja schon Fälle in der Realität, in der dies geschehen ist. Dies greift er sehr gut auf.Der Ergotherapeut Jakob, behandelt seine Patienten mit der viel Engagement und Kreativität. Durch Rollenspiele lässt er sie in andere Welten schlüpfen und bringt sie raus aus dem grauen Reha-Alltag. Gleichzeitig ist er meiner Ansicht nach ein selbst psychisch angeschlagener (vielleicht auch kranker) Mensch. Das Verhältnis zu seiner Mutter, zum Leben, zu seinen Freunden und seine Gedanken waren mir zu abgedreht und schwer. Ich spürte wenige Freude und Lebendigkeit. Zwischendurch verstand ich einige Zusammenhänge nicht, es blieben am Ende des Buches viele Fragen zurück.Ich hätte mir noch Nebenhandlungen gewünscht und nicht nur das sich alles um Penelope und Jakob dreht. Es fiel mir zunehmend schwerer mich auch das Buch einzulassen, deswegen vergebe ich 3 Punkte.Wer im verstehen will, was eine globale Amnesie bedeutet, findet hier allerdings eine gut recherchierte Geschichte dazu.

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  • Leserunde zu "Das Mädchen vom Bethmannpark" von Pete Smith

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    PeteSmith

    Liebe Leser, liebe Freunde der Gegenwartsliteratur,vor wenigen Tagen ist im Frankfurter Societätsverlag mein neuer Roman "Das Mädchen vom Bethmannpark" erschienen. Nach dem großen Erfolg meines im vergangenen Jahr hier vorgestellten Romans "Endspiel" möchte ich eine weitere Leserunde eröffnen. Zum Inhalt:Unweit des Frankfurter Bethmannparks entdeckt ein Anwohner eine bewusstlose junge Frau, die sich, als sie erwacht, an nichts erinnert: weder wie sie heißt oder wo sie wohnt noch was mit ihr passiert ist. Offenbar leidet sie an Amnesie. Während sich Ärzte ihrer annehmen und manchem der Verdacht kommt, dass sie möglicherweise nur simuliert, bemüht sich die Polizei, die Identität der mysteriösen Fremden zu ermitteln. Doch niemand scheint sie zu vermissen… Unterdessen verzweifelt Jakob, Ergotherapeut in der Neurologischen Rehaklinik Kirschwald, zusehends am Schicksal seiner Patienten. Oft erzählt er ihnen Episoden aus den Biografien berühmter Personen und ermuntert sie, vorübergehend in deren Leben zu schlüpfen. Auf diese Weise verwandeln sie sich in Edgar Wallace, Albert Einstein, Gandhi oder Coco Chanel und schöpfen daraus neuen Lebensmut.Als die unbekannte junge Frau in die Rehaklinik verlegt wird, kreuzen sich die Wege der beiden Protagonisten. Jakob ist von der geheimnisvollen Schönen auf Anhieb fasziniert. Umso mehr, da sie ihn an die erste Liebe seines Lebens erinnert…Zu gewinnen gibt es 15 signierte Exemplare meines Romans "Das Mädchen vom Bethmannpark". Ich freue mich auf Eure Bewerbungen bis einschließlich 28. Mai und bitte Euch,folgende Frage zu beantworten:Amnesie ist in der Literatur und im Film ein wiederkehrendes Motiv. Was macht für Euch die Faszination dieses Themas aus?Schon jetzt möchte ich Euch für Eure Antworten danken, auf die ich ebenso gespannt bin wie auf Eure Diskussionsbeiträge und Fragen. Selbstverständlich werde ich jede Frage zeitnah beantworten.Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Eure Rezensionen zum Abschluss der Leserunde nicht nur auf Lovelybooks, sondern auch aufAmazon:www.amazon.de/Das-M%C3%A4dchen-Bethmannpark-Pete-Smith/dp/3955421910und/oder Thalia:www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/das_maedchen_vom_bethmannpark/pete_smith/ISBN3-95542-191-0/ID44202799.htmlund/oder Hugendubelwww.hugendubel.de/de/buch/pete_smith-das_maedchen_vom_bethmannpark-25350024-produkt-details.html?searchId=27109124und/oder Buch24:www.buch24.de/1463229039-246428461/shopdirekt.cgi?id=17076351&p=3&sid=&static=0&nav=und/oder anderen Online-Verkaufsportalen wie buecher.de, buch.de, libri.de und bol.de oder Bücher-Blogs posten könntet, auf denen Ihr unterwegs seid. Natürlich freue ich mich auch über Punkte in der Lovebooks-Autorenliste, Kategorie Romane, und über neue Facebook-Freundschaften.Herzliche Grüße,Pete Smithwww.pete-smith.dewww.facebook.com/Pete-Smith-1507529702820724/?ref=aymt_homepage_panelwww.facebook.com/profile.php?id=100004842918949

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    • 380
  • Was wird aus der Identität eines Menschen wenn die Erinnerung plötzlich weg ist ?

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    kriminudel

    28. June 2016 um 17:22

    Das Buch: Unweit des Bethmann-Parks entdeckt ein Anwohner eine bewusstlose junge Frau, die sich, als sie erwacht, an nichts erinnert: weder wie sie heißt, wo sie wohnt, noch was mit ihr passiert ist. Offenbar leidet sie an Amnesie. Während sich Ärzte ihrer annehmen, bemüht sich die Polizei, die Identität der mysteriösen Fremden zu ermitteln. Doch niemand scheint sie zu vermissen... Unterdessen verzweifelt Jakob, Ergotherapeut in der Neurologischen Rehaklinik Kirschwald, zusehends am Schicksal seiner Patienten. Oft erzählt er ihnen Episoden aus den Biografien berühmter Personen und ermuntert sie, vorübergehend in deren Leben zu schlüpfen. So verwandeln sie sich in Edgar Wallace, Albert Einstein oder Coco Chanel, um neuen Lebensmut zu schöpfen. Als die unbekannte junge Frau in die Reha verlegt wird, kreuzen sich ihre Wege. Jakob ist von der geheimnisvollen Schönen auf Anhieb fasziniert. Umso mehr, da sie ihn an die erste Liebe seines Lebens erinnert... Der Autor: Pete Smith wurde 1960 als Sohn einer Spanierin und eines Engländers in Soest geboren. An der Universität Münster studierte er Germanistik, Philosophie und Publizistik. Nach seinem Magister-Examen arbeitete er zunächst als Kulturredakteur, bevor er sich als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main niederließ. Er schreibt Romane, Erzählungen und Essays. Für seinen Roman „Endspiel“ wurde er 2012 mit dem Robert-Gernhardt-Preis des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Meine Meinung: Nachdem mich bereits „Endspiel“ von Pete Smith begeistert hat war ich sehr gespannt auf sein neuestes Werk. Um es vorweg zu nehmen, auch hier wurde ich wieder nicht enttäuscht, im Gegenteil ! Geschrieben in einem hervorragenden Schreibstil nimmt der Autor den Leser mit in die Welt eines Menschen, der von jetzt auf gleich keine Erinnerung mehr hat. Direkt als ich zu lesen begann hatte ich das Gefühl mich in die Lage der Protagonistin versetzen zu können. Pete Smith hat bei mir die verschiedensten Gefühle hervorgerufen, mal musste ich lachen, mal war es beklemmend, auch das hat mir sehr gut gefallen. Der Roman lebt von den verschiedensten Charakteren, die nicht immer auf Anhieb zu durchschauen sind, aber immer zum Nachdenken anregen. Pete Smith hat wieder ein Thema angepackt, das alles andere als leichte Kost ist. Ihm ist es wieder gelungen dies so in eine Geschichte einzubetten, dass ich als Leser gefordert bin mitzudenken und gleichzeitig die Spannung zu halten, so dass ich immer weiter lesen wollte. Fazit: Pete Smith ist wieder ein Roman gelungen der mich begeistert  und zum Nachdenken angeregt hat, deshalb erhält er von mir 5 verdiente Sterne.

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  • Interessantes Thema aber sehr verwirrend

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    Schmusekatze69

    25. June 2016 um 16:32

    In einem Park in Frankfurt wird eine junge Frau gefunden. Sie wurde am Kopf verletzt und kann sich daher an nichts erinnern, sie leidet an Amnesie.Dadurch das sie keine Papiere bei sich hat, kann sie nicht identifiziert werden und landet erst einmal in einem Krankenhaus. Als ihr da nicht mehr geholfen werden kann, kommt sie in ein Rehabilitationszentrum. Dort soll sie alltägliche Dinge erlernen, damit sie auch ein Leben alleine, außerhalb der Reha, führen kann. Genau dort trifft sie auf den Therapeuten Jakob. Durch ihr, Penelope (so nannte sie sich selber), erinnert er sich an seine Jugendliebe. Jakobs Therapien sind sehr ungewöhnlich und abstrakt.Er versucht den Fall von Penelope zu klären und kommt hinter ihre Identität. Amnesie als Thema eines Buches zu machen, finde ich eine interessante Idee.Leider kam ich mit der Umsetzung nicht ganz klar. Viele Details erklärten sich mir nicht. Ich empfand viele Abschnitte als zu langatmig, zu wirr, mir nicht erklärbar.Die wenigen Abschnitte, denen ich 100% folgen konnte, waren mir zu wenig. Mir fehlte eine Nebenhandlung, etwas was das ganze entschärft. Pete Smith kann auf alle Fälle schreiben, das ist klar.Ansatz und Idee fand ich gut , wünschte mir eben nur ein wenig mehr Klarheit. Vielleicht liegt es ja an mir, das ich das Buch nicht verstanden habe. Aber jeder sollte sich seine eigene Meinung drüber bilden.

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  • Der Verstand erschafft die Wahrheit nicht, er findet sie vor. (Zitat S. 215)

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    MeiLingArt

    24. June 2016 um 17:28

    "Das Mädchen vom Bethmannpark" war ein Lesemuss für mich. Nicht nur die ansprechende Buchbeschreibung, sondern auch das Wort "Amnesie" waren dafür ausschlaggebend. Zur Buchbeschreibung gleich mal hier die Infos: Unweit des Bethmann-Parks entdeckt ein Anwohner eine bewusstlose junge Frau, die sich, als sie erwacht, an nichts erinnert: weder wie sie heißt, wo sie wohnt noch was mit ihr passiert ist. Offenbar leidet sie an Amnesie. Während sich Ärzte ihrer annehmen, bemüht sich die Polizei, die Identität der mysteriösen Fremden zu ermitteln. Doch niemand scheint sie zu vermissen… Unterdessen verzweifelt Jakob, Ergotherapeut in der Neurologischen Rehaklinik Kirschwald, zusehends am Schicksal seiner Patienten. Oft erzählt er ihnen Episoden aus den Biografien berühmter Personen und ermuntert sie, vorübergehend in deren Leben zu schlüpfen. So verwandeln sie sich in Edgar Wallace, Albert Einstein oder Coco Chanel, um neuen Lebensmut zu schöpfen. Als die unbekannte junge Frau in die Reha verlegt wird, kreuzen sich ihre Wege. Jakob ist von der geheimnisvollen Schönen auf Anhieb fasziniert. Umso mehr, da sie ihn an die erste Liebe seines Lebens erinnert… Mein großer Dank geht an dieser Stelle an den Autor Pete Smith für das Leseexemplar, das er mir zur Verfügung gestellt hat. Dieses Buch ist für mich etwas ganz Besonderes, denn als Betroffene einer dissoziativen Störung ist für mich das Gefühl des Verlusts von Erinnerungen nicht fremd. Umso bedeutsamer war für mich das Lesen dieses Buches. Meine persönliche Meinung: Gleich vorweg möchte ich auf eben Geschriebenes Bezug nehmen und kann aus meinem Erfahrungsschatz heraus sagen, dass Pete Smith wirklich sehr genau recherchiert haben muss, um dieses Buch so schreiben zu können. Es ist nicht einfach "alles mal so eben nur dahingeschrieben, damit da was steht", nein! Pete Smith hat sich wirklich mit der Diagnose Amnesie und auch den Folgen, sprich wie man sich damit fühlt und welche Behandlungskonzepte es gibt, befasst. Wer dieses Buch liest, hat ein fundiertes und ordentlich aufgebautes Buch in der Hand, ohne Schnörkel, verpackt in eine Geschichte, einen Roman. Der Schreibstil des Autors ist toll zu lesen, angenehm und leicht (teils skurriler Humor, den ich sehr liebe, und der alles etwas auflockert). Verwirrende Kapitel sind wohl gewollt verwirrend, da glaub ich ist verstehen gar nicht erlaubt! :-D Das wäre an dieser Stelle sehr unerwünscht und hätte dann nicht den benötigten Effekt zum Showdown. ;-) Die Hauptprotagonistin, selbsternannte Penelope, ist eine junge Frau, die an Amnesie leidet, und auf ihrem Weg der Rehabilitation auf Jakob trifft. Jakob, von Beruf Ergotherapeut mit Leib und Seele, ist verheiratet mit seinem Beruf. Fühlt sich komisch an, wenn ich das grad so schreibe, wie man das ja oft so dahinsagt, denn bis zum bitteren Ende ahnt man die Folgen dessen nicht. Es gibt kleine Anzeichen, auf die man achten kann oder auch nicht... Doch Jakob erscheint sehr engagiert und motiviert und gibt für seine Patienten einfach 200%. Ich finde, die beiden sind sehr gut skizziert und hatte ganz oft klare Gefühle und eine Intuition zu ihnen. Auch Nebencharaktere wie die Patienten und Lewandowski fand ich große Klasse, wohingegen die Schachspielertruppe für mich leicht undurchschaubar blieb. Das Buch nahm so einige Wendungen, ob in der Handlung oder auch in den Leben/Wesensarten der Protagonisten. Vieles davon überraschte mich, zu anderem hatte ich schnell einen Bezug oder ahnte es bereits. Letzteres nicht, weil es so vorhersehbar war, sondern weil ich finde, der Autor sandte in der Handlung und Beschreibung der Protagonisten immer schon klare Vorzeichen mit - sehr gut gemacht! Die Wendung der Handlung ließ mich dann doch auf keinen Liebesroman mehr hoffen, und das Ende echot in mir noch Stunden nach Beenden des Buches nach. Komisch, denn im Grunde wurden mir auch dafür schon Zeichen gesandt... Ein bewegendes Buch. Keins, dass mich durchgehend gefesselt hat und ein Pageturner gewesen wäre. Aber sehr bewegend und berührend. Von Aufopferung, sich darüber hinaus selbst verlieren und sich selbst durch Amnesie verlieren... Danke Pete!

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    • 3
  • Eindringlich und berührend

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    Jashrin

    21. June 2016 um 11:15

    Eine bewusstlose, junge Frau wird im Frankfurter Bethmannpark gefunden. Als sie im Krankenhaus erwacht kann sie sich an nichts mehr erinnern und auch die polizeiliche Suche nach Zeugen oder einer Vermisstenanzeige bleibt ohne Erfolg. So wird die junge Frau, die sich nun Penelope nennt, schließlich in die Rehaklinik Kirschwald verlegt. Dort versuchen verschiedene Therapeuten ihre Erinnerungen zu wecken. Allen voran der junge Ergotherapeut Jakob, der sich rührend und eher unkonventionell um seine Patienten kümmert. Besonders Penelope fasziniert ihn immer mehr und so beginnt er sich intensiv um sie zu bemühen und eigene Recherchen anzustellen. Während Jakob zu Therapiezwecken seine Patienten in verschiedene Rollen berühmter Persönlichkeiten wie etwa Albert Einstein schlüpfen lässt, um neuen Lebensmut zu finden, so scheint er schließlich selbst Gefahr zu laufen, die Kontrolle über sein Leben zu verlieren und sich in einer Geschichte zu verstricken. Kann er sich daraus befreien oder droht er selbst zu zerbrechen? Pete Smith bringt uns mit seinem Roman eine eindringliche und berührende Geschichte über das Thema Amnesie. Der Fokus liegt gleichermaßen auf Penelope, die ihren Weg zurück in die Welt sucht, und Jakob, der sowohl sie als auch andere Patienten dabei begleitet und sich zunehmend selbst verliert. Penelopes Geschichte und vor allem ihre Gedanken und Gefühle wirken sehr authentisch und mehr als einmal hofft man, dass man nie in ihrer Lage sein wird. Selbst für uns einfachste und alltägliche Dinge wie die Benutzung von Besteck, Bügeleisen oder einem Telefon, sind Penelope fremd und sie muss sie alle neu erlernen. Die Abschnitte, die sich direkt um sie drehen - Therapiestunden oder auch außerhalb - sind wirklich sehr spannend und interessant. Jakob scheint in seinem Job aufzugehen und kümmert sich sehr intensiv um seine Patienten. Auch wenn ich seine Methoden eher als kritisch einstufen würde, so wird auch er sehr eindrucksvoll beschrieben und der Leser wird Zeuge, wie Jakob sich langsam in eine Art Besessenheit reinsteigert und zusehends an seinem Leben aufreibt. Die weiteren Figuren werden nicht ganz so detailliert charakterisiert, doch ich hatte keinerlei Probleme sie mir vorzustellen. Vor allem von Lewandowski und der Therapeutin Vineyard hatte ich ein sehr klares Bild vor Augen. Dazu trug auch der sehr angenehme und flüssige Schreibstil bei. Es ist kein actiongeladenes Buch, doch Langeweile kam bei mir zu keiner Zeit auf. So gut mir auch der Beginn und die gründliche Recherche gefallen, so konnte mich das Ende des Romans dann nicht mehr so recht überzeugen. Es war etwas verworren und letztlich bleiben sehr viele Fragen offen. Besonders Penelopes weiteres Schicksal hätte mich sehr interessiert. So wurde der Fokus immer mehr auf Jakob verschoben und Penelope trat fast in den Hintergrund, auch wenn wir sie zu verschiedenen Therapiestunden begleiten. Mein Fazit: Insgesamt haben mir die ersten zwei Drittel wesentlich besser gefallen haben als der Schluss, dennoch bleibt ein eindringliches Buch über Amnesie, dass über weite Strecken spannend zu lesen ist und dem Leser einen berührenden und tiefen Einblick in dieses Krankheitsbild gibt. Dreineinhalb Sterne von mir.

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  • Umgang mit Amnesie

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    Alex1309

    17. June 2016 um 14:26

    Das Cover des Buches ist sehr schön schlicht gehalten und hat mich gleich angesprochen. Ich war sehr neugierig, wie der Autor mit dem Thema Amnesie umgeht und das Buch hat mich überzeugt. Der Schreibstil ist flüssig und locker und es war nach jedem Kapitel so interessant und spannend geschrieben, dass ich unbedingt wissen musste, wie die Geschichte weitergeht. Man merkt beim Lesen der Geschichte auch, dass der Autor sehr viel Wissen rund um den Bereich Amnesie hat und er hat dieses Wissen in eine beeindruckende Geschichte gepackt. Ich konnte mir die Hauptcharaktere des Buches, vor allem Penelope, sehr gut vorstellen und konnte mich während des Lesens auch gut in sie hineinversetzen. Schade fand ich nur, dass am Schluss doch noch etliche Fragen offen bleiben. Hier hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Aber ansonsten ein sehr gelungenes Buch.

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  • Auf der Suche nach dem Ich

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    kingofmusic

    16. June 2016 um 14:48

    Amnesie - ein Thema, in das sich nicht davon Betroffene nur schwer hineinversetzen können. Wie es sich aber anfühlen KÖNNTE, wenn das eigene Ich auf einmal fremd ist, weil man die Person im Spiegel nicht kennt, weil man keine Erinnerung hat an das was wahr war, wahr ist und wahr sein könnte - all das zeigt uns Pete Smith in seinem neuen beeindruckenden Roman "Das Mädchen vom Bethmannpark". Pete Smith ist tief in die Materie eingetaucht, hat mit Betroffenen ebenso gesprochen wie mit Ergotherapeuten und durch diese akribische Recherche ist ihm wie schon in "Endspiel" ein wahres Kunstwerk geglückt: mit relativ einfacher Sprache hat er einen hochemotionalen, jedoch nie wirklich auf die Tränendrüse drückenden Roman erschaffen, der sich nachhaltig in den Gehirnwindungen festsetzt. "Das Mädchen vom Bethmannpark" lässt sich vielleicht etwas sperriger lesen als "Endspiel"- dies ist jedoch eher den unterschiedlichen (Grund-)Themen als der Schreibweise von Pete Smith geschuldet. Eins verbindet jedoch beide Bücher: es geht um das Vergessen, um Erinnerungen die nicht vergessen werden sollten, um das was war, was ist und was hätte sein können, wenn... "Das Mädchen vom Bethmannpark" ist kein Action-Reißer, was Teile des Klappentextes einem suggerieren wollen bzw. könnten. Nein, es ist ein Roman der leisen (Zwischen-)Töne, dessen (nachhaltige) Wirkung sich nicht durch schnelles, sondern genaues Lesen entfaltet und den man durchaus mehrmals genießen kann und sollte, damit oder weil sich jedes Mal andere Facetten, andere Blickwinkel ergeben. Mit dem durchaus zu Diskussionen bzw. Nachdenken anregendem Ende macht es Pete Smith dem Leser nicht gerade leicht: was passiert mit Jakob, dem Ergotherapeuten, der seinen Patienten für gewisse Zeit das Gefühl gibt, eine berühmte Persönlichkeit zu sein? Oder mit Penelope, der schönen Unbekannten? Man könnte meinen, dass der Roman nach einer Fortsetzung schreit, aber ich bin der Meinung, eine Fortsetzung würde hier wie ein Fremdkörper wirken - ähnlich dem Gefühl, dass sich einstellt, wenn man die Person im Spiegel nicht (mehr) kennt. Pete Smith will uns nach meinem Eindruck mit dem Ende genau das vermitteln, was Amnesie-Patienten mitunter fühlen: eine Leere, eine Menge Fragezeichen im Kopf, die evtl. nie ganz aufgelöst werden können... Nothing more to say!!!

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    • 9
  • Eindrücklich und absolut beeindruckend

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    Schnapsi

    14. June 2016 um 22:30

    Dieses Buch hat mich von Anbeginn in seinen Bann gezogen. Das Cover das sehr schlicht und eher trüb wirkt ist passend zum Inhalt des Buches gewählt. Eine junge Frau wird bewusstlos in einem Park gefunden. Diese kann sich an nichts mehr erinnern. Sie wird aufgrund ihrer Amnesie in eine Klinik eingewiesen. Hier beginnt für Sie eine Odyssee an Fragen und Untersuchungen. Nachdem klar ist das Ihre Amnesie nicht auf äußere Verletzungen zurückzuführen ist wird sie verlegt. Jakob ein Therapeut, der seinen Patienten mehr Empathie entgegenbringt als andere Kollegen, hat eigenartige Therapieansätze. Einerseits suggeriert er den Menschen eine Persönlichkeit zu sein, die nichts mit ihrer realen Existenz zu tun haben und andererseits ist er menschlicher wie seine Kollegen im Umgang mit den Patienten. Beide Treffen in der neuen Klinik aufeinander und es beginnt eine interessante Geschichte. Das Buch war teilweise atemberaubend. Die Sichtweise eines Menschen der unter Amnesie leidet zu verstehen ist eindrücklich. Teils waren gewisse Passagen auch beängstigend und verstörend, wenn man sich in die Protagonistin hinein versetzt. Letztendlich fand ich sie aber sehr mutig und taff, trotz ihres Gedächtnisverlustes, was ich so nicht eingeschätzt hätte. Das Gesamte Buch liest sich hervorragend, und ist durch die verschiedenen Personen eine interessante Zusammenstellung verschiedener Charaktere. Das Buch ist sehr empfehlenswert.

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  • Die verzweifelte Suche einer jungen Frau, nach ihrer verlorenen Vergangenheit.

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    YumikoChan28

    13. June 2016 um 20:07

    Was tust du, wenn du plötzlich nicht mehr weißt, wer du bist? Wenn die Frau, die dir im Spiegel entgegen blickt von heute auf morgen eine andere ist? So ergeht es einer jungen Frau – die sich vortan selbst nur noch Penelope nennt – im neuen Roman Das Mädchen vom Bethmannpark von Pete Smith.Inhalt:Unweit des Bethmann-Parks entdeckt ein Anwohner eine bewusstlose junge Frau, die sich, als sie erwacht, an nichts erinnert: weder wie sie heißt, wo sie wohnt noch was mit ihr passiert ist. Offenbar leidet sie an Amnesie. Während sich Ärzte ihrer annehmen, bemüht sich die Polizei, die Identität der mysteriösen Fremden zu ermitteln. Doch niemand scheint sie zu vermissen… Unterdessen verzweifelt Jakob, Ergotherapeut in der Neurologischen Rehaklinik Kirschwald, zusehends am Schicksal seiner Patienten. Oft erzählt er ihnen Episoden aus den Biografien berühmter Personen und ermuntert sie, vorübergehend in deren Leben zu schlüpfen. So verwandeln sie sich in Edgar Wallace, Albert Einstein oder Coco Chanel, um neuen Lebensmut zu schöpfen. Als die unbekannte junge Frau in die Reha verlegt wird, kreuzen sich ihre Wege. Jakob ist von der geheimnisvollen Schönen auf Anhieb fasziniert. Umso mehr, da sie ihn an die erste Liebe seines Lebens erinnert…Meine Meinung: Bevor ich diesen Roman gelesen habe, hatte ich immer ein festes Bild der Amnesie vor Augen. Der Autor aber schaffte es, mir ein komplett Neues zu geben. Einfühlsam und erschreckend zugleich schildert er den Kampf gegen die Identitätslosigkeit und die Suche nach dem vergangenen Ich. Man merkt, dass viel Recherche hinter der Geschichte steckt, die ich bei solchen Romanen oft vermisse. Dafür gibt es also einen weiteren Pluspunkt. Der Schreibstil war ebenfalls gut, wenn auch manches mal ein bisschen verwirrend... Abschließend ist aber zu sagen, dass ich den Roman total interessant fand und Pete Smith mir auf spannende und ergreifende Art und Weise die Amnesie ein Stück näher gebracht und mich dazu ermutigt hat, mich mit diesem Thema auch weiterhin auseinander setzen zu wollen. Mein abschließendes Fazit: Ein toller und spannender Roman über die ergreifende und ebenso verzweifelte Suche einer jungen Frau nach ihrer verloren gegangenen Vergangenheit.

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  • Wenn die Vergangenheit fehlt

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    MelC

    12. June 2016 um 06:29

    Smith legt mit "Das Mädchen vom Bethmannpark" einen Roman vor, der in seiner dramatischen Entwicklung Fahrt aufnimmt und mitreisst in eine Welt der verlorenen Vergangenheit, Schein und sein. Ein jungesd Mädchen mit Kopfverletzung wird in einem Frankfurter Park mit einer Kopfverletzung aufgefunden und und kann sich nicht mehr daran erinnern, wer sie ist, was mit ihr geschehen ist und welcher Mensch sie vor diesem Ereignis war. In einer Reha-Klinik lernt sie nun schrittweise, sich in ihrem Leben wieder zurechtzufinden, während es natürlich parallel Ermittlungen zu ihrer Herkunft gibt. Besonders schicksalhaft wird für sie die Begnung mit dem  engagierten Ergotherapeuten, der scheinbar mehr weiß als er zugibt. Dieser Roman ist wirklich keine leichte Kost und reist den Leser hinein in eine Welt voll Rätsel, Trug und der immerwährenden Frage um Schuld und Verantwortung. Seite um Seite verändern sich Perspektiven und Wertungen des Lesers und wecken die Hoffnung auf ein dennoch gutes Ende. Es gilt, einiges auszuhalten. Das Buch besticht durch einen flüssigen Schreibstil, tollen Figuren und vor allem durch die phantastische Recherche des Autors. Wenn nur am Ende dieses mulmige Gefühl nicht bliebe, im Chaos zurückzubleiben. Für meinen persönlichen Lesegeschmack einfach zu bedrückend....

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  • Ein guter Roman

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    Xynovia

    11. June 2016 um 08:40

    dem Roman „ Das Mädchen vom Bethmannpark“ erzählt der Autor Pete Smith eine beeindruckende Geschichte über eine Frau mit Amnesie und einem Ergotherapeut der sich sehr um seine Patienten kümmert. Das Cover Ein Foto in schwarz-weiß auf welchem eine junge Frau von hinten in einem Park zu sehen ist, ziert das Foto. In weißen Buchstaben der Titel:“ Das Mädchen von Bethmannpark“. Diese Gestaltung hat mich von Anfang an sehr fasziniert und berührt. Der Inhalt Ein junge Frau wird aufgefunden und erinnert sich an nichts, ihr Kopf ist leer. Sie kommt ins Krankenhaus, die Ärzte kümmern sich um ihre Amnesie und die Polizei versucht ihre Identität aufzuklären. Danach kommt sie in eine Rehaklinik, in der Jakob als Ergotherapeut arbeitet. Er kümmert sich sehr um seine Patienten und versucht in ihnen neuen Lebensmut zu wecken, dafür gibt er ihnen eine andere Identität. Penelope, wie sich die junge Frau mittlerweile nennt, begibt sich auf den Weg alles neu zu erlernen , alles neu kennenzulernen – aber bei Jakob zerbricht scheinbar alles, sein Leben gerät außer Kontrolle. Meine Meinung Pete Smith hat eine Schreibweise, die mir sehr gut gefällt. Der Stil und die Wahl der Wörter ergaben bei mir ein sehr schönes Leseerlebnis. In seinem Buch „Das Mädchen vom Bethmannpark“ beschäftigt er sich mit dem Thema Amnesie, ein beliebtes Thema in Film und Literatur. Die Recherchen die der Autor zu seinem Buch gemacht hat, merkt man beim Lesen sehr deutlich, er hat sich mit diesem Thema sehr beschäftigt. Allerdings hätte ich mir ein Vorwort gewünscht, in dem der Autor kurz und knapp erklärt das Amnesie sehr unterschiedliche Ausprägungen haben kann, denn so kann sich der Leser glaube ich noch besser in das Buch hinein versetzen. Ich selber fand die Erlebnisse und Gefühle von Penelope sehr nachvollziehbar, sie haben mich berührt und auch sehr betroffen gemacht. Sie vermitteln dem Leser ein gutes Gefühl davon was es heißt „ leer“ im Kopf zu sein, keine Wurzeln mehr zu haben und sich nicht mehr in der Gesellschaft zu rechten zu finden. Mir hat das sehr gut gefallen und ich finde auch das Penelope hier recht authentisch dargestellt wurde. Der zweite große Charakter ist Jakob gewidmet, ein Ergotherapeut der seinen Patienten neuen Lebensmut spenden möchte. Meines Erachtens ist es aber der falsche Weg, wie er das macht. Jakob und sein Leben sind aber vom Autor auch auf eine sehr schöne Art beschrieben und beim Lesen ebenfalls wie Penelope bei mir zum Leben erwacht. Ich konnte mit beiden mitfühlen, auch wenn ich nicht immer Jakobs Handeln verstanden habe. Die Erzählung wird sehr schön beschrieben, es gibt für mich keine langatmige Stellen, es gibt immer wiedermal kleine Überraschungen während der Geschichte, was mir sehr gut gefallen hat. Leider habe ich aber auch etwas was mir an diesem sonst so fabelhaften und berührenden Roman nicht gefällt. Das Ende ist für mich sehr undurchsichtig gestaltet, es lässt zu viel Raum für Spekulationen und mich als Leser auch mit Fragen zurück. Die größte aller Fragen ist wie es mit Penelope und ihrer Amnesie weiter geht. Fazit Ein Buch was man auf alle Fälle gelesen haben sollte, es hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt. Ich kann es nur weiter empfehlen. Auf Grund des nicht ganz so geglückten Ende, meiner Ansicht nach, kann ich nur 4 Sterne vergeben leider.

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    • 2
  • Guter Ansatz

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    wandablue

    10. June 2016 um 10:13

    Guter Ansatz. Eine junge Frau wird im Bethmannpark in Frankfurt überfallen und erleidet aufgrund dessen eine Amnesie. Leider hat sie nichts bei sich, was sie identifizieren könnte. Aufrufe in der Zeitung geben keinen Aufschluss über ihre Person. Nach einiger Zeit kommt sie in ein Rehabilitationszentrum, wo sie auf den Ergotherapeuten Jakob trifft, der sich durch die neue Patientin an seine Jugendliebe erinnert fühlt. Das Thema Amnesie ist immer ein Hit in Romanen, Krimis und Erzählungen. Es ist wohl die Hilflosigkeit der Opfer/Patienten und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten, die Autoren fasziniert und Leser anzieht. Mit dem Ergotherapeuten Jakob, der kuriose Arbeitsmethoden und Freunde hat, hat Pete Smith einmal ein etwas anderes Szenario der Aufklärung geschaffen; glücklicherweise keiner der üblichen, langweiligen Ermittler. Das ist ein Plus! Der Krimi kommt ungewöhnlich langsam daher. Fast akribisch geht der Autor auf das Krankheitsbild ein und fühlt sich in das Opfer ein, das tastend und zögerlich seine Umwelt neu zu erlernen hat. Insoweit hat mir der Roman ganz gut gefallen. Das übliche Hauen und Stechen bleibt aus, das ist wohltuend! Dennoch bleiben die Gespäche mit den Therapeuten und Ärzten, vom Gedanken her sehr erfreulich, an der Oberfläche, kommen naiv und manchmal kitschig daher, und haben nicht fesseln können. Die Interaktionen der Protagonisten, überhaupt die Ausformung der Nebenfiguren, waren nur vom Ansatz her originell. Selbst die männliche Hauptfigur ist nicht viel mehr als ein Schatten mit merkwürdigen Hobbies. Wegen der Regionalität des Romans betätigt sich der Autor auch als Fremdenführer. Das geht in Ordnung. Überhaupt erklärt er gern, was Geschmacksache ist, aber die Sache ein wenig in die Länge zieht. Stilistisch ist Smith klar, hat sich aber dazu verleiten lassen, eine Menge Floskeln, die in der Trivialliteratur üblich sind, zu verwenden, so dass man hoffen muss, er sucht nächstens einen authentischeren Stil. Leider ist der Schluss etwas wirr. Allgemein: Die Richtung, die der Autor einschlägt, gefällt mir prinzipiell. Da wäre Potential. Es kommt nun ganz drauf an, was der Autor künftig anstrebt. Für Ottonormalverbraucher, um nicht immer das arme Lieschen zu bemühen, reicht es jetzt schon, aber um einen richtig guten Roman zu schreiben, der mit internationalen Größen mithalten könnte, bräuchte es eine deutliche Steigerung an Stil und Inhalt. Fazit: Dass man nicht das Übliche erhält, gefiel mir gut. Dass ich so viele Floskeln lesen musste, gar nicht, die Figuren wären eindeutig ausbaufähig gewesen. Eine Nebenhandlung hätte dem Roman gut getan. Anderes hätte man kürzen müssen. Kategorie: Krimi und Thriller Verlag: Societätsverlag, 2016

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    • 5
  • Wenn man alles vergisst

    Das Mädchen vom Bethmannpark

    Langeweile

    10. June 2016 um 09:47

    In der Nähe eines Parks wird eine bewusstlose junge Frau gefunden, die aus einer Kopfwunde stark blutet. Sie hat keine Papiere bei sich, auch ihre Handtasche fehlt. Als sie in die Klinik eingeliefert wird, kann sie den behandelnden Ärzten keinerlei Auskünfte geben, ihr ganzes bisheriges Leben scheint ausgelöscht zu sein . Die Polizei versucht indessen die Identität der jungen Frau zu ermitteln, leider scheint sie niemand zu vermissen. Als sie in die Rehaklinik Kirschwald verlegt wird, trifft sie dort auf den jungen Ergotherapeuten Jakob Neuhaus, er bringt sie mit einem Mädchen in Verbindung, welches er früher kannte. In der Klinik trifft die junge Frau auf verschiedene Patienten, die von Jakob zum Teil auf sehr unkonventionelle Weise behandelt werden. Er lässt in andere Identitäten schlüpfen (Edgar Wallace,Coco Chanel, Albert Einstein) und hat mit diesen Methoden teilweise Erfolg. Er geht völlig in seinem Beruf auf und lässt sich kaum Zeit für ein Privatleben. Dass seine Mutter schwer erkrankt ist, belastet ihn stark und er ignoriert bei sich selbst akute Anzeichen einer Erkrankung. Der Autor hat sich auf behutsame Weise mit dem schwierigen Thema Amnesie beschäftigt. Der Umgang mit einem Leben ohne gestern wurde deutlich vor Augen geführt. Es muss schrecklich sein, sein komplettes Leben zu vergessen, die einfachsten Sachen, die jedem geläufig sind, neu zu erlernen. Die Geschichte hat mich emotional stark bewegt,leider blieben zum Schluss einige Fragen offen , was meinen Lesegenuss etwas gestört hat.

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