Pete Smith Endspiel

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Inhaltsangabe zu „Endspiel“ von Pete Smith

Frühsommer 2010: Während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Südafrika um den WM-Titel spielt, befindet sich Lionel, ein junger Geschichtsstudent, kurz vor Abschluss seiner Doktorarbeit in einer Sinnkrise. Ein Freund vermittelt ihm einen Job in einer Seniorenresidenz am Frankfurter Dornbusch, um den Bewohnern der Einrichtung das Internet näher zu bringen. Dort lernt er die 79-jährige Elena Morgenstern kennen, die sich auf leisen Sohlen in sein Leben schleicht. Eines Tages drückt sie ihm einen Koffer mit Tagebüchern und Briefen in die Hand. Lionel soll festhalten, was nach ihrem Tod dem Vergessen anheimfiele, vor allem aber das Andenken Seraphins bewahren, der Liebe ihres Lebens. Im Mittelpunkt der Aufzeichnungen steht der Auschwitz-Prozess im Frankfurter Gallusviertel, der Licht auf Seraphins Leidensweg wirft und Elena dazu ermutigt, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen. Für seinen Roman "Endspiel" erhielt der in Frankfurt lebende Schriftsteller Pete Smith 2012 den Robert-Gernhardt-Preis.

Ein wunderbares, tiefgehendes Buch über Schuld, Flucht, Liebe und den Frankfurter Auschwitz-Prozess

— MariaKnissel
MariaKnissel

Ein wunderbares Buch gegen das Vergessen und für das Leben.

— kriminudel
kriminudel

Großartig!!!

— kingofmusic
kingofmusic

Ein Buch, das nichts verharmlost, aber auch nichts wegschreibt & damit sehr gut die historischen Ereignisse & deren Aufarbeitung wiedergibt.

— Orisha
Orisha

Ein sehr bewegendes Buch, das einen nicht sofort wieder ins hier und jetzt entlässt. Man taucht erst langsam wieder auf.

— Lindschi
Lindschi

Ein persönliches Schicksal - nicht wie viele andere - in der schwärzesten Zeit der deutschen Geschichte. Überzeugt auf jeder Seite.

— miss_mesmerized
miss_mesmerized

Ein besonderes Buch deutscher Geschichte ist ausgelesen. Ich bleibe berührt und nachdenklich zurück. Empfehlenswert.

— Nisnis
Nisnis

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    Endspiel
    MariaKnissel

    MariaKnissel

    27. January 2016 um 18:23

    Elena Morgenstern, die zentrale Figur in Pete Smiths Roman „Endspiel“, ist Tochter überzeugter Nazis – und Witwe eines Juden. Ihren Mann Seraphin, einen Auschwitz-Überlebenden, lernt sie während ihrer Flucht nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kennen. Es ist die große Liebe, nur über ihre Vergangenheiten können die Beiden nicht sprechen. Dann, 1954, als eigentlich alles in Ordnung scheint und Deutschland sogar Weltmeister wird, hält Seraphin die inneren Qualen nicht mehr aus, und zum Sprechen ist es für immer zu spät. 1963, 18 Jahre nach dem Krieg, beginnt in Frankfurt der erste Auschwitz-Prozess. Elena Morgenstern verfolgt und protokolliert jeden einzelnen Prozesstag, wie getrieben. Sie will verstehen, sucht Antworten und findet doch nur immer mehr Fragen, auch die nach der eigenen Schuld. Sie zerbricht beinahe an der Ungerechtigkeit, die im Prozess offenbar wird. „Den Opfern klopft das Herz bis zum Hals, doch die Täter sind mit sich im Reinen“, lässt Autor Smith Elena sagen. Besser kann man das nicht auf den Punkt bringen, und besser kann man nicht zeigen, wie wichtig Aufarbeitung ist – und wie schwierig. Durch die Geschichte von „Endspiel“ führt uns Ich-Erzähler Lionel, ein Historiker kurz vor Abschluss seiner Promotion im WM-Jahr 2010. In einem Seniorenheim gibt er einen Computerkurs, dort lernt er Elena kennen, die ihn von Beginn an fasziniert und ihn in ihrer wunderbar feinen Art dazu bewegt, ja geradezu verführt, ihre Geschichte aufzuschreiben. Damit hat Pete Smith, der für die Arbeit an „Endspiel“ mit dem Robert-Gernhardt-Preis ausgezeichnet wurde, eine geniale Konstruktion geschaffen, um nicht nur die Tatsachen und Handlungen zu beschreiben, sondern gleichzeitig die Verlässlichkeit von Erinnerungen und Aufzeichnungen zu thematisieren. "Mein Leben – so wie Sie es schildern, habe ich es nicht in Erinnerung", sagt Elena zu Lionel, "aber ich finde mich ausgezeichnet darin zurecht." "Endspiel" ist ein komplexer und differenzierter Roman, akribisch recherchiert, sprachlich vielfältig und niemals langatmig oder zu schwer. Denn neben Elena und Lionel lernen wir viele weitere interessante Figuren kennen, die sich durch den heißen, vom Vuvuzela-Sound begleiteten Frankfurter Sommer bewegen: Lionels schwangere Freundin als Wegweiserin in ein zukünftiges Leben, seinen Freund Edgar, seine Ma und die Senioren aus der Residenz („‘Mein Computer hat den Geist aufgegeben‘, begrüßt mich Frau Müller“). Und weil Weltmeisterschaft ist, begegnen wir auch Özil, Messi und Co. Und Julius „Juller“ Hirsch. Auch ein Fußballer. Wer wissen möchte, wer das ist, sollte das Buch lesen. Und nicht nur deshalb!

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  • Leserunde zu "Endspiel" von Pete Smith

    Endspiel
    PeteSmith

    PeteSmith

    Leserunde zu „Endspiel“ von Pete Smith Liebe Bücherfreunde, liebe Freunde der Gegenwartsliteratur, ich möchte Euch sehr herzlich zu einer Leserunde einladen, in deren Mittelpunkt mein neuer Roman „Endspiel“ steht, erschienen im Frankfurter Societätsverlag. Zum Inhalt: Frühsommer 2010. Nach Lenas Triumph in Oslo blicken die Deutschen gebannt nach Südafrika, wo sich Özil, Klose und Podolski anschicken, einen weiteren Traum zu verwirklichen. In der allgemeinen Aufbruch-Stimmung empfindet der 29-jährige Lionel Kaufmann sein eigenes Leben nur umso bedrückender. Seine Dissertation kommt nur schleppend voran; seine Berufsaussichten als Historiker sind düster; und ob seine Beziehung zu Uli tatsächlich trägt, daran hegt er zunehmend Zweifel. Ein Freund vermittelt ihm einen Job: In der Villa Lichtblick, einer noblen Seniorenresidenz am Frankfurter Dornbusch, soll Lionel alten Menschen die virtuelle Welt des Internets erschließen. Eine seiner Schülerinnen ist die 79-jährige Elena Morgenstern, eine ebenso kluge wie beharrliche alte Dame, die sich Schritt für Schritt in sein Leben schleicht. Eines Tages drückt sie ihm einen Koffer in die Hand, in dem sich nicht weniger befindet als ihr Leben. Lionel soll festhalten, was nach ihrem Tod dem Vergessen anheimfiele, vor allem aber das Andenken Seraphins bewahren, der Liebe ihres Lebens. In Tagebüchern, Briefen, Aufzeichnungen, Skizzen und Gerichtsprotokollen erzählt Elena von ihrer Kindheit im Dritten Reich, ihrer Flucht aus Ostpreußen, ihrer Internierung in Dänemark, ihrer ersten Begegnung mit Seraphin in einem Übergangslager, ihrer Hochzeit, ihren sieben gemeinsamen Jahren in Frankfurt am Main und Seraphins Freitod in der Nacht nach dem Wunder von Bern. Aber vor allem erzählt sie vom Auschwitz-Prozess, dem bedeutendsten Prozess der deutschen Nachkriegsgeschichte, in dem Elena Antworten auf Fragen zu finden hofft, die sie Seraphin nie gestellt hat: Wie er Auschwitz überleben konnte, um am Ende doch noch in Auschwitz zu sterben… Eine Leseprobe findet Ihr hier: http://www.societaets-verlag.de/sites/default/files/leseprobe_smith_endspiel.pdf Zu gewinnen gibt es 10 signierte Exemplare meines „Endspiels“. Ich freue mich auf Eure Bewerbungen bis einschließlich 29. März 2015 und bitte Euch, darin folgende Frage zu beantworten:  Gehört Auschwitz zur Identität jedes Deutschen, oder sollte man besser einen Schlussstrich ziehen unter dieses Kapitel deutscher Geschichte? Vielen Dank für Eure Antworten, auf die ich ebenso gespannt bin wie auf Eure Diskussionsbeiträge und Fragen, die ich während der Leserunde gern beantworte! Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Eure Rezensionen am Ende der Leserunde nicht nur auf Lovelybooks, sondern auch auf Amazon (http://www.amazon.de/Endspiel-Ein-Frankfurt-Roman-Pete-Smith/dp/3955421201/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1426796280&sr=1-3&keywords=endspiel), Thalia (http://www.thalia.de/shop/home/suche/;jsessionid=86190FDBD1B75ABEDE31E37243607BB3.tc2pc?sq=smith+endspiel&sswg=ANY×tamp=1426796370487), Hugendubel (http://www.hugendubel.de/shop/frankfurt-a-m-/endspiel/smith-pete/products_products/detail/prod_id/41981732/) und/oder anderen Verkaufsportalen und Bücher-Blogs posten könntet. Natürlich freue ich mich auch über Punkte in der Autorenliste, Kategorie Romane, und ein Like auf meiner Autorenseite bei Facebook. Herzliche Grüße, Pete Smith www.pete-smith.de www.facebook.com/pages/Pete-Smith/1507529702820724 www.facebook.com/profile.php?id=100004842918949

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  • "Endspiel" von Pete Smith

    Endspiel
    kriminudel

    kriminudel

    Das Buch: Frühsommer 2010: Während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Südafrika um den WM-Titel spielt, befindet sich Lionel, ein junger Geschichtsstudent, kurz vor Abschluss seiner Doktorarbeit in einer Sinnkrise. Ein Freund vermittelt ihm einen Job in einer Seniorenresidenz am Frankfurter Dornbusch, um den Bewohnern der Einrichtung das Internet näher zu bringen. Dort lernt er die 79-jährige Elena Morgenstern kennen, die sich auf leisen Sohlen in sein Leben schleicht. Eines Tages drückt sie ihm einen Koffer mit Tagebüchern und Briefen in die Hand. Lionel soll festhalten, was nach ihrem Tod dem Vergessen anheimfiele, vor allem aber das Andenken Seraphins bewahren, der Liebe ihres Lebens. Im Mittelpunkt der Aufzeichnungen steht der Auschwitz-Prozess im Frankfurter Gallusviertel, der Licht auf Seraphins Leidensweg wirft und Elena dazu ermutigt, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen. Der Autor: Pete Smith wurde 1960 als Sohn einer Spanierin und eines Engländers in Soest geboren. An der Universität Münster studierte er Germanistik, Philosophie und Publizistik. Nach seinem Magister-Examen arbeitete er zunächst als Kulturredakteur, bevor er sich als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main niederließ. Er schreibt Romane, Erzählungen und Essays. Für seinen Roman „Endspiel“ wurde er 2012 mit dem Robert-Gernhardt-Preis des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Meine Meinung: Ein grossartiges Buch, das jede Schulbibliothek in ihr Regal stellen sollte. Pete Smith hat grandios die Geschichte von Elena mit der von Lionel und somit Vergangenheit und Gegenwart verwoben.Ich durfte Elena bei ihren Erinnerungen begleiten und Lionel bei der Suche nach seinem Platz im Leben. Der Autor hat mich in eine Seniorenresidenz mitgenommen und dort durfte ich die verschiedensten Charaktere kennen- und liebenlernen. Der Roman ist in einem hervorragenden Schreibstil verfasst und immer wieder bin ich an Sätzen hängen geblieben, die auf mich wie Poesie gewirkt haben. Meine Eltern haben beide Weltkriege erlebt, aber mit mir nie darüber gesprochen. Der Krieg war endlich vorbei, man wollte nach vorne schauen und nicht mehr an diese Zeit erinnert werden.Und genau darum geht es in „Endspiel“, um die Unfähigkeit über Dinge zu reden und wie wichtig es ist, daß wir es tun. Nicht nur über Kriegserlebnisse, auch über Ängste und Wünsche. Pete Smith hat mir mit seinem Roman bewusst gemacht wie wenig Zeit wir noch haben uns mit Menschen zu unterhalten, die wir als Zeitzeugen bezeichnen. Es wird nicht mehr lange dauern, dann ist niemand mehr da der uns persönlich von Auschwitz berichten kann. Es werden uns die Bücher und Filme bleiben, aber es ist sicher etwas ganz Anderes sich mit jemandem persönlich zu unterhalten. Auf dem Cover sehen wir einen Koffer, der für mich Sinnbild ist für die vielen Koffer, die uns unsere Eltern, Großeltern und bei manchen sogar schon die Urgroßeltern hinterlassen haben. Lionel durfte Elenas Koffer öffnen, was vielen von uns versagt bleibt. Entweder weil es die Zeitzeugen nicht zulassen oder weil uns der Mut dazu fehlt. Leider höre ich von älteren Menschen immer wieder: „Das muß doch mal aufhören, damit muß doch endlich mal Schluß sein“. Nein, das darf es nie und Pete Smith zeigt uns das mit „Endspiel“ sehr deutlich. Er hebt nicht den moralischen Zeigefinger, aber er legt sehr bewusst den Finger in die Wunde. Ich habe diese Zeit zum Glück nicht erleben müssen und kann nicht sagen wie ich mich damals verhalten hätte. Ich fühle mich auch nicht schuldig, aber ich weiß, daß ich eine große Verantwortung habe mit dafür zu sorgen, daß das nie wieder geschehen kann. Mein Fazit: Ein wunderbares und sehr wichtiges Buch, das von mir verdiente fünf Sterne erhält. Und es erinnert mit daran, daß es höchste Zeit wird mal wieder die Cousine meines Mannes im Altersheim zu besuchen.

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    • 2
  • Gegen das Vergessen!

    Endspiel
    kingofmusic

    kingofmusic

    Es gibt Bücher, die sind gut. Es gibt Bücher, die sind sehr gut. Und es gibt „Endspiel“ von Pete Smith. Was hab ich mich gefreut, als ich mit 12 weiteren Leuten das Buch im Rahmen einer äußerst interessanten und netten Leserunde lesen durfte. Nach dem Start und den ersten 40 Seiten bin ich allerdings erst mal vor eine Mauer geprallt, die es mir für ein paar Tage unmöglich machte, weiterzulesen. Warum? Ich weiß es nicht. Im zweiten Anlauf hab ich diese Mauer jedoch eingebrochen und wurde fürstlich belohnt. Worum geht es? Der Titel lässt an ein Fußballspiel oder ähnliches denken. Und in der Tat wird man als Leser vor dem Hintergrund der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika an ein Stück deutsche Geschichte erinnert, dass vor 70 Jahren zwar sein Ende fand, jedoch nie vergessen werden darf!!! Es geht um die Erinnerungen einer äußerst sympathischen, mit brillantem Fußball-Hintergrundwissen ausgestatteten alten Dame, die einem jungen Doktoranden der Geschichte einen Koffer mit ihren „Erinnerungen“ überlässt und ihn bittet, diese auszuwerten und niederzuschreiben, damit sie nach ihrem Tod nicht verloren gehen. Ein Großteil dieser Erinnerungen basiert auf dem in den 1960er-Jahren stattgefundenen Frankfurter Auschwitz-Prozess, von dem ich bislang noch nie etwas gehört hatte. Allein wegen den hier zusammengetragenen Fakten lohnt sich das Lesen dieses Romans!!! Brillant verknüpft Pete Smith Fiktion mit Realität, so dass man glauben könnte, dass die Geschichte von Elena wahr ist. Und tatsächlich wird sie sich so oder ähnlich zum Ende des 2. Weltkrieges zugetragen haben. Wie viele Autoren schaffen es, fiktive Elemente so real erscheinen zu lassen? Mehr kann und will ich eigentlich gar nicht zu diesem brillanten Meisterwerk sagen; man muss diesen Roman selber lesen. Für mich gehört er ganz klar zu den Lesehighlights 2015! Und meiner Meinung nach sollte dieses Buch Pflichtlektüre für jeden Deutsch-LK werden – das wird jedoch wohl leider nie passieren. Danke Pete Smith für diesen Roman! Abschließen möchte ich diese Rezension noch mit einem kurzen Schlüsselsatz, der sich mir im Gehirn eingebrannt hat: „Vergessen wäre ein später Sieg für die Mörder.“

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    • 9
    Arun

    Arun

    02. June 2015 um 11:29
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Gelebte Geschichte

    Endspiel
    Maritahenriette

    Maritahenriette

    15. May 2015 um 18:02

    Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Währenddessen gibt Lionel,  Doktorand der Geschichtswissenschaften,  in einer Seniorenresidenz mehreren Bewohnern Unterricht im Umgang mit dem Internet. Nach dem Elena Morgenstern den jungen Mann des öfterem zum Tee eingeladen hat, zeigt sie ihm einen alten,  abgeschabten Koffer. In ihm befinden sich Briefe und Tagebücher. Da Elena keine Verwandtschaft mehr hat, bittet sie Lionel ihre Lebenserinnerungen zu sichten und zu einem Buch  zusammen zu fassen. Lionel und seine Freundin erfahren dadurch viel von Elena's Schicksal im 2.Weltkrieg und danach.  MEINE MEINUNG : Ich fand den Schreibstil sehr interessant da es sowohl Elena's Tagebucheinträge und Erinnerungen als auch ihr  Leben und Lionel's um diese Zeit der WM und Sichtung gibt. Das Buch ist sehr bildlich und emotional und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Nicht nur die Hauptfigur sind  und gut dargestellt und ich konnte sie mir gut vorstellen.  Der Roman ist sehr authentisch und zeigt geschichtlich recherchierte Tatsachen auf. Manche Stellen wie z. B. das "Leben " im KZ oder die Ausschwitz - Prozesse haben mich sehr berührt und ich musste des öfteren das Buch zur Seite legen,  hat aber in unserer Familie zum Anlass vieler Unterhaltungen geführt.  Das Kennenlernen von Elena und ihrem späteren Mann hat etwas Licht in eine düstere Zeit gebracht wobei mich der weitere Verlauf der Beiden sehr traurig gemacht hat.   FAZIT : Der Autor Pete Smith hat dieses auch jetzt noch schwierige Thema, nach meiner Meinung,  recht gut umgesetzt.  Sicherlich eine gute und nicht so trockene Form interessant und auch unterhaltsam über diese Zeit unserer Geschichte zu informieren.  Ich kann es nur empfehlen zu lesen. 

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  • Aufarbeitung der Auschwitz-Prozesse

    Endspiel
    Orisha

    Orisha

    11. May 2015 um 12:57

    Lionel, Promovent der Geschichte, lernt bei einem Computerprojekt die 79-jährige Elena Morgenstern kennen, die ihm schon nach kurzer Zeit, einen Koffer mit Dokumenten (Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, Mitschriften) in die Hand drückt. Er soll ihr Leben niederschreiben. Elenas Geschichte beginnt mit der Rückeroberung der deutschen Ostgebiete durch die sowjetische Armee im Frühjahr 1945. In Briefen wird ihre Flucht aus Schlesien, der Verlust der Familie und die Ankunft in einem dänischen Auffanglager beschrieben. Dort lernt sie Seraphin Morgenstern kennen und lieben. Beide heiraten, doch ihr Glück währt nicht lange, denn Seraphin nimmt sich das Leben und für Elena bleibt nur eine Frage: Warum? Auf der Suche nach seinen Beweggründen, stellt sie fest, dass sie nie über seine Vergangenheit in Auschwitz gesprochen hatten. Umso mehr will sie nun Spuren ihres geliebten Mannes wiederfinden und ist eine der ersten, die sich bei den sogenannten Auschwitz-Prozessen in Frankfurt/Main engagiert und die Täter zur Rede stellt. Pete Smith ist ein bewegender Roman gelungen, der gekonnt zwei Handlungsstränge verwebt und die fiktive Geschichte von Elena und Seraphin aufleben lässt. Beide stehen für die Millionen Vertriebenen, Heimatlosen, Opfer wie Täter. Elena selbst als Kind in Nazi-Deutschland aufgewachsen und damit mit der Ideologie selbiger erzogen, beginnt nach dem Krieg, die Methoden und Handlungen der Nazis zu hinterfragen. Spätestens als sie Seraphin kennenlernt, ist sie bereit ihr eigene Geschichte zu betrachten und in ein neues Licht zu rücken.  Die Auschwitz-Prozesse, die ich gar nicht kannte, spielen in der Handlung eine zentrale Rolle und einmal mehr wird die perfide Ideologie der Nationalsozialisten deutlich. Dabei ist man geradezu erschrocken, wie lapidar mit dem Thema umgegangen wurde (teilweise noch wird) und wie Täter immer wieder versuchen, sich in eine Opferrolle zu flüchten, da ja schließlich Andere die Befehle gegeben haben. Und obwohl ich schon viel zum Thema gelesen habe, ist dieser Roman wieder anders und wieder wird eine andere Geschichte (wenn auch fiktiv) erzählt und man muss sich als Leser fragen, wie es dazu kommen konnte und wie man letztlich auch mit solch einer Geschichte lebt und umgeht.  Fazit: Ein gutes Buch, das nicht nur schwarz und weiß ist, nichts verharmlost, aber auch nichts wegschreibt und damit sehr gut die historischen Ereignisse und deren Aufarbeitung wiedergibt. Empfehlenswert!

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  • Endspiel - ein Schicksal

    Endspiel
    tweedledee

    tweedledee

    07. May 2015 um 14:38

    "Endspiel" von Pete Smith spielt im Jahr 2010. Es ist Frühsommer, die Fußball-WM begeistert Jung und Alt. Lionel, ein Geschichtsstudent bereitet sich auf seine Doktorarbeit vor. Nebenbei gibt er in einer Seniorenresidenz einen Computerkurs für die älteren Herrschaften, unter ihnen auch die 79jährige Elena Morgenstern. Geistig noch topfit und interessiert führt Elena mit Lionel noch oft nach den Kursen Gespräche. In einem dieser Gespräche bittet sie ihn, ihre Geschichte aufzuarbeiten und aufzuschreiben. Sie übergibt ihm einen Koffer mit ihren Tagebüchern in denen sie während der Kriegszeit und auch danach festgehalten hat, was sie erlebe und was sie bewegt hat. Mit ihrer Mutter und ihrer Schwester musste sie während des Krieges ihre Heimat verlassen, lebte in verschiedenen Lagern. Später lernte sie Seraphin, ihren zukünftigen  Ehemann kennen, der die Jahre im Auschwitz überlebt hat. Allerdings schweigt er über diese Zeit beharrlich. Als der Auschwitz-Prozess in Frankfurt beginnt ist Elena Tag für Tag im Gericht und verfolgt den Prozess. Die Geschichte in der Gegenwart um Linonel und seine Freundin waren für mich hier die Rahmenhandlung, im eigentlichen Mittelpunkt stehen Elenas Erinnerungen. Ihre Geschichte macht betroffen, die Flucht und der Kampf ums Überleben sind authentisch geschildert. Der Autor hat akribisch recherchiert was den Auschwitz-Prozess betrifft und ihn in seine fiktive Handlung eingebaut. Es ist entsetzlich zu lesen, wie sich die Angeklagten während des Prozesses geben, wie sie sich selbst schon fast als Opfer darstellen. Keiner ist nur annähernd bereit seine eigene Schuld einzugestehen. Beim lesen hatte ich ein sehr beklemmendes Gefühl, die relativ nüchterne Erzählweise macht umso mehr betroffen. Kurze prägnante Sätze prägen den Schreibstil, die kurzen Kapitel lassen sich flott lesen. Die Geschichte um Elena ist von Anfang an fesselnd, nicht zuletzt weil Elena ein faszinierender Charakter ist. Die anderen Figuren blieben mir etwas zu blass, waren nur Randakteure. Fazit: "Endspiel" ist ein lesenswertes Buch, wer sich für die Zeit des Nationalsozialismus interessiert sollte hier auf jeden Fall  zugreifen.

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  • Ein besonderes Buch

    Endspiel
    Curin

    Curin

    03. May 2015 um 11:52

    2010: Während sich Deutschland im WM- Fieber befindet, bringt Lionel, Doktorand für Geschichte, älteren Menschen im Seniorenheim den Umgang mit Computern bei. Dort lernt er Elena Morgenstern kennen, die ihn bittet, alte Erinnerungen aus ihrem Koffer zu einem Buch zu verarbeiten. In ihren alten Tagebucheinträgen stößt er auf ihre große Liebe Seraphin und auf die Auschwitzprozesse in Frankfurt. Mit diesem Roman hat der Autor Pete Smith einen glaubhaften Roman um das Thema Auschwitz geschrieben und geschickt mit unserer Gegenwart verwoben. Mir hat besonders gefallen, dass ein großer Teil der Handlung über alte Tagebucheinträge 2010: Während sich Deutschland im WM- Fieber befindet, bringt Lionel, Doktorand für Geschichte, älteren Menschen im Seniorenheim den Umgang mit Computern bei. Dort lernt er Elena Morgenstern kennen, die ihn bittet, alte Erinnerungen aus ihrem Koffer zu einem Buch zu verarbeiten. In ihren alten Tagebucheinträgen stößt er auf ihre große Liebe Seraphin und auf die Auschwitzprozesse in Frankfurt. Mit diesem Roman hat der Autor Pete Smith einen glaubhaften Roman um das Thema Auschwitz geschrieben und geschickt mit unserer Gegenwart verwoben. Mir hat besonders gefallen, dass ein großer Teil der Handlung über alte Tagebucheinträge geschildert wird und man so erst Elenas Geschichte erfährt und dann aus ihrer Sicht mitbekommt, wie sie Seraphin kennen- und lieben lernt. Die Hauptfiguren Lionel und Elena sind beide ganz besondere Menschen, die realistisch geschildert werden und sich über die Vergangenheit, aber auch über das Thema Fußball näher kommen. Man merkt richtig, dass der anfangs noch etwas skeptische Lionel immer mehr von Elenas Geschichte eingenommen wird. Pete Smith schreibt wunderbar flüssig und schafft es, eine besondere Atmosphäre zu kreiieren.  Insgesamt hat mich das Buch ziemlich beeindruckt, da ich bisher noch nichts über die Frankfurter- Auschwitzprozesse  gelesen habe und so auch damit konfrontiert wurde. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

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  • gelungene Mischung von Aufarbeitung von Kriegsverbrechen und dem Erleben der WM

    Endspiel
    irismaria

    irismaria

    01. May 2015 um 19:16

    'Endspiel' von Pete Smith ist ein lesenswerter Roman, in dem der Geschichtsstudent Lionel überraschend ganz persönlichen Zugang zur deutschen Geschichte während des Nationalsozialismus erhält. Lionel jobbt nämlich in einem Seniorenheim und bietet dort einen Computerkurs für die Bewohner an. Dort lernt er die 79-jährige Elena Morgenstern kennen, die bei Kriegsende als Kind mit der Familie vor der Roten Armee fliehen musste. Ihr späterer Mann Seraphin war in Auschwitz, was er nie verkraftet hat. Elenas Erinnerungen, vor allem auch an die Zeit des Auschwitz-Prozess im Frankfurter Gallusviertel stehen im Mittelpunkt der Biografie, die Lionel für sie schreibt. Eingebettet ist die Handlung in den WM-Sommer 2010. Beim Lesen erlebt man mit den Charakteren die Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und Lionels Beziehung zu seiner Freundin, den Eltern und verschiedenen anderen Personen. So verbinden sich die alltäglichen Erlebnisse des Lebens heute mit dem Leben der Senioren und den Erinnerungen an ihre Vergangenheit. 'Endspiel' hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist fesselnd und berührend und voller interessanter Charaktere. Ganz besonders gefällt mir, wie der Autor Szenen, die in verschiedenen Zeiten spielen, sehr authentisch beschreibt. Ob in der Seniorenresidenz, beim Fußballschauen, im dänischen Lager für deutsche Flüchtlinge oder im KZ, das Verhalten der jeweiligen Personen kommt mir sehr glaubhaft rüber. Die Verbindung der schwierigen Thematik der Aufarbeitung von Kriegsverbrechen mit dem Erleben der WM 2010 nimmt dem Buch die Schwere, nicht aber seine Tiefe. Mein Fazit: absolut lesenswert!

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  • Pete Smith - Endspiel

    Endspiel
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    Kurz vor Ende seiner Dissertation in Geschichte stehend übernimmt Lionel in einem Altenheim die Aufgabe, den Bewohnern Computer und das Internet näher zu bringen. So lernt er Elena Morgenstern kennen, die schon bald mit einer Bitte an ihn herantritt: ob er ihre Lebensgeschichte aufschreiben könne, als Historiker sei er prädestiniert. Er zögert noch, doch bald schon verlieren sich Lionel und seine Freundin Uli in dem schicksalhaften Leben der alten Dame. Als Kind der ostpreußischen Oberschicht im Nazi-Sinne erzogen erlebt sie Flucht, Vertreibung und Kasernierung. Und lernt dann den Mann ihres Lebens kennen - einen Juden - durch dessen Schicksal sie erst zu begreifen beginnt, was sich nach 1939 wirklich in ihrer Heimat abgespielt hat. Die Frankfurter Auschwitz Prozesse machen sie zwar sprachlos, doch dadurch entwickelt sie sich zu einer Sprecherin - wissend, dass nicht alles wieder gut zu machen ist. Das Buch steigert sich mehr und mehr in die deutsche Geschichte. Der Titel - "Endspiel" - deutet auf den das Buch durchziehende roten Faden der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika, zu dessen Zeit die Handlung spielt. Wobei der Fußball auch an anderer Stelle eine Rolle spielt, ohne jedoch überbordend zu sein. Als Leitmotiv sehr gut gelungen. Das Cover hingegen, der verlassene Koffer auf den Gleisen, weist auf das andere, schwerwiegendere Thema des Buches, Auschwitz, hin. Eine zunächst verwunderliche Kombination, die jedoch schlichtweg gelingt. Die Leichtigkeit der Weltmeisterschaft und die Schwere der historischen Last sind gelungen verwoben worden. Die Figuren sind mit den Protagonisten Lionel und Elena stark besetzt. Die Nebenfiguren treten hinter sie, insbesondere hinter Elena, zurück, deren lange Entwicklung nach und nach aufgefächert wird. Ein Beispiel deutscher Geschichte unter vielen, das jedoch facettenreich ist und Brüche aufweist, Fragen nach Schuld und Verziehen aufwirft. Auch die Schilderung des Prozesses - bedrückend und weder trocken noch distanziert. Fazit: es gibt unzählige Romane, die sich mit dieser schwärzesten Zeit der deutschen Geschichte befassen. Dieser gehört erzählerisch wie auch aufgrund der erzählten Geschichte ganz sicher zu den besten und interessantesten.

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    • 2
  • Endspiel - sehr empfehlenswert

    Endspiel
    Lindschi

    Lindschi

    28. April 2015 um 20:43

    Die Geschichte über das Zusammentreffen zweier Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen Lionel, ein junger Doktorand der Geschichte, kurz vor seinem Abschluss, unzufrieden mit seiner Lebenssituation und unsicher in seiner Beziehung zu seiner Freundin Uli und Elena eine 79-jährige Dame, die sich noch einmal mit ihrem Leben und der Dramatik um ihre große Liebe Seraphin stellen will. Lionel, der einen Internetkurs für Senioren in der Seniorenresidenz am Frankfurter Dornbusch abhält und Elena, die dort ihren Lebensabend verbringt, sind sich auf Anhieb sympathisch. Elena übergibt Lionel einen alten abgenutzten Koffer, gefüllt mit Tagebüchern und Aufzeichnungen aus ihrem Leben und beauftragt ihn die Biographie ihres Lebens zu schreiben und vor allem auch das dramatische Schicksal Seraphins festzuhalten, auf dass es nicht in Vergessenheit geraten darf. Ein zentrales Element der Geschichte ist der Auschwitz-Prozess im Frankfurter Gallus-Viertel. Die Schuld der Täter, die Verleugnung und die Zeugenaussagen bringen Licht in Seraphins Leidensweg. Der Roman spielt während der Fußball-WM 2010 in Südafrika. Elena und Lionel verbindet auch die Liebe zum Fußball. Die WM bildet sozusagen den Rahmen für diese Geschichte. Auch der Buchtitel "Endspiel" weist in mehrere Richtungen: zum einen könnte man ein Endspiel auch als "Finale" bezeichnen (betreffend WM), zum anderen als "letzten Weg" auf dem Weg in die Ungewissheit, den Tod (Konzentrationslager) und ebenso auch wörtlich als "Endspiel" in Bezug auf die Abrechnung mit den Kriegsverbrechern beim Auschwitz-Prozess in Frankfurt. Meine Gedanken: Zwei Personen verknüpfen einen Teil ihres Weges miteinander, gehen nicht nebeneinander her sondern gehen aufeinander ein. Obwohl sie sehr verschieden sind, gleichen sie sich während der Geschichte an. Beide profitieren sie davon. Elena gelingt es so eine Schuld, die sie aus der Vergangenheit mit sich herumträgt, abzulegen und Lionel findet sich selbst und auch seinen Platz im Leben.  Dem Autor ist es gelungen die reale Geschichte so mit der fiktiven Geschichte zu verschmelzen, dass man vergisst, bzw. sich nicht mehr sicher ist, was ist real und was ist Fiktion.. Auch wenn beide Hauptfiguren sich am Ende wieder voneinander lösen, so spürt man deutlich, dass es für beide SO gut ist.

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  • Eine bewegende Geschichte

    Endspiel
    esposa1969

    esposa1969

    28. April 2015 um 17:53

    == Buchbeschreibung: == Frühsommer 2010: Während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Südafrika um den WM-Titel spielt, befindet sich Lionel, ein junger Geschichtsstudent, kurz vor Abschluss seiner Doktorarbeit in einer Sinnkrise. Ein Freund vermittelt ihm einen Job in der Villa Lichtblick, einer Seniorenresidenz am Frankfurter Dornbusch, wo Lionel den Einwohnern die Welt des Internets erschließen soll. Dort lernt er die 79-jährige Elena Morgenstern kennen, die sich auf leisen Sohlen in sein Leben schleicht. Eines Tages drückt sie ihm einen Koffer mit Tagebüchern und Briefen in die Hand. Lionel soll festhalten, was nach ihrem Tod dem Vergessen anheimfiele, vor allem aber das Andenken Seraphins bewahren, der Liebe ihres Lebens. Im Mittelpunkt ihrer Aufzeichnungen steht der Auschwitz-Prozess im Frankfurter Gallusviertel, der Licht auf Seraphins Leidensweg wirft und Elena dazu ermutigt, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen. Für seinen Roman 'Endspiel' erhielt der in Frankfurt lebende Schriftsteller Pete Smith 2012 den Robert-Gernhardt-Preis. == Leseeindrücke: == In diesem fesselnden Roman "Endspiel" von Pete Smith lernen wir während der Fussball-WM 2010 den jungen Doktorand für Geschichte Lionel kennen. Dieser wiederum lernt in einer Seniorenresidenz die 79-jährige Elena Morgenstern kennen. Elena drückt Lionel eines Tages einen Koffer mit Tagebüchern und Briefen in die Hand. Lionel soll dafür Sorge tragen, dass ihre Erlebnisse nicht in Vergessenheit geraten und das Andenken an ihren Mann Seraphin bewahren, der Liebe ihres Lebens. Dieser Roman beinhalten zwei Lebensgeschichten in einem: Zum einen die des jungen Lionel und seiner Begegnung mit Elena, zum anderen Elends Leben, welches wir aus den Briefen und Tagebuchaufzeichnungen erfahren und hautnah miterleben. Die schlimme Zeit des Krieges, die Wirren desselbigen und im Mittelpunkt ihrer Aufzeichnungen der Ausschwitz-Prozess. Sehr berührend und nachdenklich machend. Dieser Roman hat mich sehr bewegt und gefangen genommen. Die 86 Kapitel verteilt auf 367 Seiten, lasen sich wie im Flug. Die Schrift ist angenehm groß und augenfreundlich leserlich. Das Cover ist sehr passend, der alte und abgeschabte Koffer einsam und verlassen auf Gleisen, die irgendwohin führen.... Es gefällt mir sehr gut und es macht neugierig. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne! © esposa1969

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  • Fesselnder Roman in Tagebuchperspektive über den 2. Weltkrieg und eine großartige Liebe

    Endspiel
    Nisnis

    Nisnis

    28. April 2015 um 11:21

    Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010, gibt der junge fußballbegeisterte Lionel in einer Seniorenresidenz einen Kursus für Senioren im Umgang mit PC und Internet. Als Doktorand der Geschichtswissenschaft lernt er dort bald die 76 jährige Elena Morgenstern kennen. Wie füreinander bestimmt, überlässt Elena Lionel einen Koffer voller Tagebücher und Briefe, die ihre Lebenserinnerungen beinhalten. Sie wünscht sich von Lionel, ihr Andenken an das Leben so aufzubereiten, das es niemals in Vergessenheit geraten würde. Ganz im Besonderen möchte sie die Liebe ihres Ehemanns Seraphin für immer bewahren. Elenas Tagebücher sind ein Zeugnis über den zweiten Weltkrieg und schon bald muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen und sieht sich dem furchtbaren Leidensweg Seraphins gegenüber. Im Mittelpunkt dieses tragischen Lebens steht der Auschwitz Prozess in Frankfurt a. M. Meine Meinung: In diesem Roman kann ich kaum unterscheiden was Roman oder was Reflektionen des tatsächlichen Zeitgeschehens sind. Elenas Tagebücher könnten echte sein, alle geschilderten Ereignisse könnten wahr gewesen sein und alle Grausamkeiten des Krieges könnten sich tatsächlich genau so ereignet haben. Wie soll ich da das geschriebene Kriegsgeschehen und grausame Leid der Protagonisten bewerten oder besprechen? Das möchte ich mir nicht anmaßen. Es ist nicht nur ein Roman, den ich zerpflücken könnte und den ich vielleicht hätte anders enden lassen können. Nein, hier kann ich mich nicht wie üblich heranwagen, zuviel eiskalte und grauenhafte Wahrheit steckt in diesem Buch. Ich leide mit den Protagonisten, die betroffen von Unrecht ungesühnt litten. Elenas Art und Weise mit dem Erlebten umzugehen ist besonders. Ich lerne sie zunächst nur maßvoll kennen. Erst zuletzt erfahre ich Dinge aus den letzten Jahren ihres Lebens und diese Dinge überraschen. Sie ist bis ins hohe Alter sehr charakterstark und taff und ihre Freundschaft zu Lionel überwältigt ein wenig. Alle Charaktere der Protagonisten, ob gut oder böse, sind fein aufeinander abgestimmt. Sie sind bestens ausgearbeitet und sie wecken zahlreiche Emotionen in mir. Von Freude über Leid, Wut und Zorn, alles finde ich in ihnen wieder. Der Schreibstil des Autors ist sehr gut. Ich mag besonders die Dialoge, sie sind besonders knackig und treffend. Der Aufbau der beiden Handlungsstränge harmonisiert, auch wenn ich anfangs Probleme hatte, zwischen den verschieden Zeiten umher zu switchen. Ich bin von Seite zu Seite getrieben worden, so spannend und fesselnd sind Elenas Erlebnisse. Als ich das Buch beende, bleibe ich nachdenklich zurück. Mein Fazit: Meine absolute Buchempfehlung für diejenigen, die gern historisches der deutschen Geschichte lesen möchten, die den 2. Weltkrieg einmal aus einer Tagebuchperspektive lesen wollen und sich mit dem Thema gern auseinandersetzen wollen.

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