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PeteSmith

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Leserunde zu „Endspiel“ von Pete Smith
Liebe Bücherfreunde, liebe Freunde der Gegenwartsliteratur,
ich möchte Euch sehr herzlich zu einer Leserunde einladen, in deren Mittelpunkt mein neuer Roman „Endspiel“ steht, erschienen im Frankfurter Societätsverlag.

Zum Inhalt:
Frühsommer 2010. Nach Lenas Triumph in Oslo blicken die Deutschen gebannt nach Südafrika, wo sich Özil, Klose und Podolski anschicken, einen weiteren Traum zu verwirklichen. In der allgemeinen Aufbruch-Stimmung empfindet der 29-jährige Lionel Kaufmann sein eigenes Leben nur umso bedrückender. Seine Dissertation kommt nur schleppend voran; seine Berufsaussichten als Historiker sind düster; und ob seine Beziehung zu Uli tatsächlich trägt, daran hegt er zunehmend Zweifel.
Ein Freund vermittelt ihm einen Job: In der Villa Lichtblick, einer noblen Seniorenresidenz am Frankfurter Dornbusch, soll Lionel alten Menschen die virtuelle Welt des Internets erschließen. Eine seiner Schülerinnen ist die 79-jährige Elena Morgenstern, eine ebenso kluge wie beharrliche alte Dame, die sich Schritt für Schritt in sein Leben schleicht. Eines Tages drückt sie ihm einen Koffer in die Hand, in dem sich nicht weniger befindet als ihr Leben. Lionel soll festhalten, was nach ihrem Tod dem Vergessen anheimfiele, vor allem aber das Andenken Seraphins bewahren, der Liebe ihres Lebens.
In Tagebüchern, Briefen, Aufzeichnungen, Skizzen und Gerichtsprotokollen erzählt Elena von ihrer Kindheit im Dritten Reich, ihrer Flucht aus Ostpreußen, ihrer Internierung in Dänemark, ihrer ersten Begegnung mit Seraphin in einem Übergangslager, ihrer Hochzeit, ihren sieben gemeinsamen Jahren in Frankfurt am Main und Seraphins Freitod in der Nacht nach dem Wunder von Bern. Aber vor allem erzählt sie vom Auschwitz-Prozess, dem bedeutendsten Prozess der deutschen Nachkriegsgeschichte, in dem Elena Antworten auf Fragen zu finden hofft, die sie Seraphin nie gestellt hat: Wie er Auschwitz überleben konnte, um am Ende doch noch in Auschwitz zu sterben…

Eine Leseprobe findet Ihr hier: http://www.societaets-verlag.de/sites/default/files/leseprobe_smith_endspiel.pdf

Zu gewinnen gibt es 10 signierte Exemplare meines „Endspiels“. Ich freue mich auf Eure Bewerbungen bis einschließlich 29. März 2015 und bitte Euch, darin folgende Frage zu beantworten: 


Gehört Auschwitz zur Identität jedes Deutschen, oder sollte man besser einen Schlussstrich ziehen unter dieses Kapitel deutscher Geschichte?

Vielen Dank für Eure Antworten, auf die ich ebenso gespannt bin wie auf Eure Diskussionsbeiträge und Fragen, die ich während der Leserunde gern beantworte!

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Eure Rezensionen am Ende der Leserunde nicht nur auf Lovelybooks, sondern auch auf Amazon (http://www.amazon.de/Endspiel-Ein-Frankfurt-Roman-Pete-Smith/dp/3955421201/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1426796280&sr=1-3&keywords=endspiel), Thalia (http://www.thalia.de/shop/home/suche/;jsessionid=86190FDBD1B75ABEDE31E37243607BB3.tc2pc?sq=smith+endspiel&sswg=ANY×tamp=1426796370487), Hugendubel (http://www.hugendubel.de/shop/frankfurt-a-m-/endspiel/smith-pete/products_products/detail/prod_id/41981732/) und/oder anderen Verkaufsportalen und Bücher-Blogs posten könntet. Natürlich freue ich mich auch über Punkte in der Autorenliste, Kategorie Romane, und ein Like auf meiner Autorenseite bei Facebook.


Herzliche Grüße,
Pete Smith
www.pete-smith.de
www.facebook.com/pages/Pete-Smith/1507529702820724
www.facebook.com/profile.php?id=100004842918949

Autor: Pete Smith
Buch: Endspiel

kriminudel

vor 3 Jahren

Dann will ich doch direkt den Anfang machen.
Eine schwierige und doch so einfache Frage. Für mich gehört Auschwitz selbstverständlich zu meiner Identität und es kann nie ein Schlussstrich gezogen werden. Schlussstrich klingt für mich nach Vergessen und das darf auf keinen Fall passieren.
Vor ungefähr zwei Jahren hatte ich ein schönes Erlebnis mit einem Amerikaner.
Während einer Kreuzfahrt bin ich aus Langeweile mal in den Fitnessbereich gegangen. Dort war ein ca. 90 jähriger Mann, der eine Baseballmütze mit der Aufschrift "2nd Worldwar Veteran" trug. Er hat sich ganz liebevoll um seine nicht mehr so rüstige Frau gekümmert und ist mit seinem Rollator dann zu den Geräten gewackelt und hat dort seine Übungen gemacht. Ich hätte ihn so gerne angesprochen, aber wegen der Aufschrift habe ich mich nicht getraut.
Einige Tage später hat sich doch zufällig ein Gespräch ergeben und ich habe ihm von meinen Bedenken erzählt. Er hat nur mit den Schultern gezuckt und gemeint ich sei viel zu jung und hätte damit nichts mehr zu tun und überhaupt, das sei ja auch schon so lange her. Dann hatten wir ein sehr gutes Gespräch und ich habe wieder einmal einen tollen Menschen kennengelernt.

PeteSmith

vor 3 Jahren

Liebe Kriminudel,
herzlichen Dank für Deinen Beitrag und die Episode mit dem Veteranen! Miteinander reden - auch darum geht es in meinem Roman, in dem die Protagonistin viel zu spät erkennt, dass sie und ihr Mann sich ihr Leben verschwiegen haben: aus Angst, aus Scham oder ganz
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kriminudel

vor 3 Jahren

10. Fragen, Anregungen, Kritik

Bevor ich nun endlich meine Bewertung einstelle muss ich mich noch unter diesem Punkt melden.

Eine Anregung: auf Seite 252 ist von der schäumenden Gicht die Rede. Vielleicht sollte bei der nächsten Auflage besser die Gischt schäumen :-))
Ich hoffe es kommt so an wie ich es meine, mit einem Augenzwinkern. Mich hat mal ein Autor rund gemacht weil ich auf einen Fehler aufmerksam gemacht habe.

Eine Kritik: auch wenn es mir schwer fällt zu kritisieren, es hilft nichts. Der Versuch den hessischen bzw. Frankfurter Dialekt zu schreiben ist nicht gut gelungen. Obwohl ich inzwischen einige Jahre in Hessen lebe kann ich es noch nicht mal richtig sprechen. Aber beim Lesen hat es auf mich eher bayerisch gewirkt. Ich habe dann meinen Mann, der gebürtiger Hesse ist, einen Satz lesen lassen und ihn gefragt welcher Dialekt es ist und er meinte nur: "keine Ahnung, soll das Hessisch sein ?". Bei Bedarf hätte ich einen guten Tipp für solche Sätze, d.h. ich halte ihn zumindest für gut :-)

kriminudel

vor 3 Jahren

Zunächst möchte ich mich entschuldigen, dass es so lange gedauert hat und herzlich bedanken, daß ich dieses wunderbare Buch lesen durfte.
Stellenweise war es starker Tobak für mich weil ich mich immer wieder mit meinen eigenen Eltern auseinandergesetzt habe, die leider schon lange nicht mehr leben und ich mich deshalb auch nicht mehr mit ihnen persönlich unterhalten kann. Ihr Koffer wird für mich leider geschlossen bleiben, aber ich bin froh, daß ich mit Lionel den von Elena öffnen durfte.

Hier meine Bewertung, die ich auch bei amazon.de, buch.de, thalia.de und weltbild.de eingestellt habe:

http://www.lovelybooks.de/autor/Pete-Smith/Endspiel-1149071836-w/rezension/1161154010/

PeteSmith

vor 3 Jahren

10. Fragen, Anregungen, Kritik
@kriminudel

Liebe Kriminudel, vielen Dank für Deine Kritikpunkte! Die schäumende Gicht ist ebenso lustig wie peinlich und zeigt einmal mehr, dass, egal wie viele Menschen ein Manuskript wie oft auch immer lesen, immer ein Fehler übersehen wird, mindestens einer. Sinnvoll wäre es, die Schwarmintelligenz nutzbar zu machen: Möglichst viele Leser bekommen das Buch schon vor seiner Veröffentlichung, natürlich kostenlos, und machen den Autor und Verlag im Gegenzug auf dessen Fehler aufmerksam. Wie sich das jedoch im Hinblick rechtlich organisieren ließe, weiß ich nicht.
Beim Hessischen bin ich als gebürtiger Westfale tatsächlich auf die Unterstützung von Einheimischen angewiesen, deren ich mich auch versichert habe, zwei Freunde, die hier aufgewachsen sind, haben mir die wenigen Zitate "übersetzt", ob sie damit wirklich daneben liegen, weiß ich nicht zu beurteilen, aber ich nehme natürlich auch diese Anregung von Dir dankend auf.

PeteSmith

vor 3 Jahren

@kriminudel

Liebe Kriminudel, vielen, vielen Dank für Deine wundervolle Rezension, Deine von persönlicher Erfahrung genährten Beiträge in diesem Forum und Deine Kritik. Wie Du das Bild mit dem Koffer als Sinnbild für unsere Familiengeschichten herausstellst, gefällt mir sehr.

kriminudel

vor 3 Jahren

@PeteSmith

Von mir vielen lieben Dank für Deine Anerkennung. Mir fallen Rezensionen oft nicht leicht. Wenn mir ein Buch nicht richtig gut, aber auch nicht schlecht gefallen hat ist es relativ leicht. Aber wenn mir ein Buch wie "Endspiel" so gut gefällt und so nahe geht sitze ich vor meinem PC wie die Schülerin von damals, die einen Aufsatz schreiben soll und der erste Satz einfach nicht geschrieben werden will.
Bei "Endspiel" war es mit dem Anfang ähnlich, aber dann kamen so viele positive Emotionen hoch, dass ich mich zum Schluss regelrecht bremsen musste.
Das mit der Gicht soll auch nur ein Hinweis sein, ich weiß selbst wie viele Fehler ich sogar bei einem kurzen Kommentar hier bei LB mache. Egal wie oft ich die paar Sätze lese, ich finde später immer wieder Fehler. Und ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich bereits in der Schule mit der Kommasetzung auf Kriegsfuß stand und daran hat sich bis heute nichts geändert :-)

Was den hessischen Dialekt betrifft haben die beiden Freunde das sicher so geschrieben wie sie die Aussprache im Kopf haben. Ich habe mal zwei historische Romane von Nikola Hahn gelesen und sie hat den Dialekt so zu Papier gebracht, daß ich beim Lesen das Hessische regelrecht gehört habe. Sie kommt aus Hessen, arbeitet bei der Kriminalpolizei und ist als Autorin auch hier bei Lovelybooks vertreten.
Sie ist eine ganz Liebe und würde sicher gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Es freut mich sehr, daß der Absatz mit dem Koffer so gut angekommen ist. Mich interessiert noch was Du zu dem nicht erhobenen Zeigefinger sagst bzw. zu dem in die Wunde gelegten Finger. Trifft es das, oder hättest Du es anders formuliert ?

PeteSmith

vor 3 Jahren

@kriminudel

Der erhobene Zeigefinger hat immer etwas Besserwisserisches, das möchte ich in jedem Fall vermeiden, aber den Finger in die Wunde legen darf oder soll ein Autor, insofern fühle ich mich von Dir verstanden. Danke auch für Deine Anregung, beim nächsten hessischen Gebabbel Nikola Hahn anzusprechen - darauf komme ich gern zurück.

kriminudel

vor 3 Jahren

@PeteSmith

Das würde mich sehr freuen, denn sie ist wirklich ein toller Mensch.
Zum Thema Frankfurter Dialekt habe ich übrigens im Internet ein schönes Gedicht von Friedrich Stoltze gefunden:

http://frankfurt-interaktiv.de/frankfurt/kultur/stoltze/gedicht.html

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