Peter-Paul Bänziger Fragen Sie Dr. Sex!

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Inhaltsangabe zu „Fragen Sie Dr. Sex!“ von Peter-Paul Bänziger

Der Titel klingt markig, und tatsächlich gewährt die hier präsentierte Auswertung von 7.000 Leserbriefen an die Ratgeberkolumnistin der Schweizer Boulevardzeitung Blick, Marta Emmenegger, tiefe Einblicke. Die zuweilen ungelenken, oft auch sehr ausführlichen Briefe räumen nicht nur mit dem Verdacht auf, Medien würden solche Ratgesuche bloß fingieren, um das Sprechen über Sex in Gang zu setzen. Sie zeigen vor allem, wie sehr den Ratsuchenden bewusst war, dass sie sich an ein öffentliches Medium wandten und wie sehr ihr „Problem“ und ihr Wissen über Sex von solchen Medien geprägt war. „Zur Geschichte der Medien des Rats“, „Der stumme Doctor als guter Hirte. Zur Genealogie der Sexualratgeber“ oder „Ich auch. Intersexualität in Leserbriefen an die ‚Liebe Marta’“ – das Buch bezieht seinen Reiz aus der Diskrepanz zwischen den authentischen Briefen und den wissenschaftlichen Analysen und Hintergrunddarstellungen. Talkshows und ihre Zuschauer treffen hier auf Foucault und dessen hochgradig symbolische Ordnungen des Geschlechtlichen, der Boulevard begegnet der Akademie. Deutlich wird schnell, wie sehr Ratgeber zur Verbreitung der Norm, beispielsweise der des partnerschaftlichen Sex’, beitragen. Es gibt ein „Richtig“ und ein „Falsch“, und die Mehrheitsmoral bewährt sich stets aufs Neue in den Antworten auf die so unterschiedlichen Probleme und Fragen aus dem „echten Leben“. Nebenbei erfährt der Leser auch einiges von den ökonomischen Erwägungen, die den Chefredakteur trieben, bei der Wahl zwischen „sex, crime and sports“ den Sex noch stärker ins Zentrum zu rücken und so eine Auflagensteigerung herbeizuführen - „in der einfachen Überzeugung, dass Sex für viele das Lustvollste vom Lustvollen ist, lustvoller jedenfalls, als jemandem den Hals umzudrehen…“. Authentisches Sprechen über Sex sollte Gewalt substituieren, ohne Moral zu pauken oder pornografisch zu sein. Der Zweck der Kolumne war also ein doppelter: Beratung und Unterhaltung. Die „Beichtmutter für den Unterleib“ wurde zu einem Erfolgsmodell, das viele Nachahmer fand. Die mit ihr befassten Essays dieses Bandes sind im besten Sinne intellektuell, unterhaltsam und informativ. --Dr. Stefan Rusche, Literaturtest

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