Peter Ackroyd Das Tagebuch des Oscar Wilde

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Inhaltsangabe zu „Das Tagebuch des Oscar Wilde“ von Peter Ackroyd

Paris im Jahre 1900. In einem schäbigen Zimmer des Hotel d'Alsace, das ihm zur letzten Heimstätte werden soll, sitzt Oscar Wilde am Schreibtisch und beginnt ein Tagebuch zu verfassen. Doch es ist nicht der Oscar Wilde, als den ihn die Nachwelt in Erinnerung hat, nicht der elegant gekleidete Dandy, dessen Theaterstücke auf den Bühnen Londons Furore machten. Der Dichter ist ein gebrochener Mann: Seine homoerotischen Neigungen, zu denen er sich offen bekannte, wurden ihm zum Verhängnis. "P" Sein Schicksal ereilte ihn in Gestalt des Maquis von Queensberry, dem Vater seines Geliebten Bosie. Queensberry setzte alles daran, die Beziehung zwischen seinem Sohn und Wilde zu beenden. Wilde sah sich der öffentlichen Verleumdung ausgesetzt und verklagte seinen Widersacher. Aber er hatte die Macht der öffentlichen Meinung und den rasenden Zorn Queensberrys unterschätzt. "P" Nicht diesem, sondern ihm selbst wurde schließlich der Prozeß gemacht. Gossenjungen, käufliche Knaben und alte Weggefährten sagten gegen ihn aus. Die Welt, die er einst zu erobern glaubte, zeigte ihm ihre häßliche Fratze. Er verließ das Gericht in Ketten, verurteilt zu zwei Jahren Zuchthaus. "P" Höchste Empfindung und tiefste Abgründe: das ganze Drama des Lebens von Oscar Wilde offenbart sich dem Leser in diesem fiktiven Tagebuch. Mit bewundernswerter Sensibilität hat sich Peter Ackroyd in die Sprache und den Stil Wildes eingefühlt. Das Ergebnis ist ein Roman von großer sprachlicher Eleganz und äußerster Eindringlichkeit.

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    Das Tagebuch des Oscar Wilde

    Nespavanje

    03. September 2016 um 16:21

    Das Tagebuch des Oscar Wilde ist ein fiktiver Roman und eine Hommage an den großen Künstler Oscar Wilde. War das Leben bevor er wegen seiner Homosexualität ins Zuchthaus musste noch gut dokumentiert, weiß man heute nur sehr wenig aus der Zeit danach. Dieses Werk ist im Jahr 1900 angesiedelt, dem Jahr in dem Oscar Wilde, in einem Pariser Hotel, verstarb. Durch die Tagebuchform, ist es aber auch dem wirklich sehr guten Schriftsteller möglich, ein wenig in die Vergangenheit zu blicken und er lässt Oscar Wilde ein wenig Revue passieren. Dabei lässt er beide Seiten, also einerseits das erfundene Leben des Ausnahmekünstlers, und seine Erinnerungen und die spärlichen Dinge die man über jene Zeit weiß einfließen, und kreiert dadurch einen höchst unterhaltsamen Roman, wie ihn Oscar Wilde nicht besser hätte schreiben können. Dabei bedient sich Ackroyd einer virtuosen Sprache, die auch auf Deutsch sehr gut funktioniert. Manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, dass es sich um Wildes wahres Tagebuch handelt. Viel zu schnell hatte ich die 290 Seiten gelesen und wer sich nun mehr an der realen Figur, am realen Leben orientieren möchte, dem kann ich wärmstens ~ Oscar Wilde im Spiegel des Jahrhunderts ~ empfehlen. Darin kommen verschiedene Zeitgenossen und Menschen zu Wort, werden Erinnerungen, Kommentare und Deutungen lebendig und zeichnen ein gutes Bild von Oscar Wilde.

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  • Rezension zu "Das Tagebuch des Oscar Wilde" von Peter Ackroyd

    Das Tagebuch des Oscar Wilde

    TheSaint

    Exzellenter Schreibstil; sehr informativ; absolut lesenswert!

    • 2
  • Rezension zu "Das Tagebuch des Oscar Wilde" von Peter Ackroyd

    Das Tagebuch des Oscar Wilde

    MPython

    09. July 2007 um 16:37

    Dieses Buch hält nicht, was es verspricht! Der Titel suggeriert, dass es sich um ein firktives Tagebuch Oscar Wildes in Form eines Romans handelt, stattdessen findet der Leser eine eher enttäuschende Biographie des berühmten Autors vor, die wenig interessante Fakten bietet. Außerdem finde ich das Leben von Oscar Wilde hier eher klischeehaft aufgearbeitet, bezüglich seiner Egozentrik und Arroganz, die dem Leser penetrant vor Augen geführt werden. Das führt schließlich dazu, dass man zusehends das Gefühl der ständigen Wiederholung gleicher Fakten bekommt, obwohl "Oscar Wilde" sein Leben chronologisch aufarbeitet. Ich persönlich war sehr enttäuscht und gebe den einen Stern lediglich aufgrund der Tatsache, dass mich immerhin eine Reaktion auf das Buch von emotionaler Gleichgültigkeit trennte: ein herzhaftes Gähnen!

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