Peter Ackroyd London: The Biography

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Inhaltsangabe zu „London: The Biography“ von Peter Ackroyd

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  • Rezension zu "London: The Biography" von Peter Ackroyd

    London: The Biography
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. July 2011 um 21:01

    Ich finde es wirklich schwierig, zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, denn einerseits habe ich sehr großen Respekt vor Peter Ackroyds Wissen und vor seiner Arbeit an diesem Buch, andererseits fand ich das Lesen aber auch unheimlich anstrengend und habe vieles zu kritisieren. Das Buch ist keine chronologische Geschichte Londons, wie der Titel vermuten lässt, sondern jedes Kapitel behandelt einen anderen Aspekt der Geschichte, mit dem es sich in verschiedenen Facetten auseinander setzt. Die Themen drehen sich dabei eher um das einfache Volk der Stadt, und um das alltägliche Leben. So findet man Kapitel über die Ess- und Trinkgewohnheiten, über die Gärten, über den Umgang mit Tieren, über die Architektur. Auch Themen wie Gewalt, die Gefängnisse oder die Prostitution werden nicht außen vor gelassen. Soweit ist es eigentlich sehr interessant, aber leider muss ich sagen, dass die Themen meiner Meinung viel zu ausführlich - auf Deutsch gesagt bis zum Erbrechen - ausgeschöpft werden. Ackroyd beschreibt nicht nur die vorhandenen Fakten und geschichtlichen Zusammenhänge, sondern untermauert dies auch oftmals durch unzählige Zitaten von Zeitgenossen (wie etwa Milton, Dickens, Bronte, Stowe oder Orwell). Diese Zitate - darunter auch viele von mir bisher unbekannten Autoren - werden dann aneinander gereiht, manchmal über eine ganze Seite, was das Lesen sehr mühsam macht. Zudem hatte ich oft das Gefühl, dass sich alles etwas wiederholt: So gibt es z.B. ein Kapitel über Essen und Trinken und dann noch ein anderes über Alkohol und eines über Lebensmittelmärkte. Es gibt ein Kapitel über Überfälle, ein anderes über Straftaten und deren Ahndung mit der Todesstrafe, dann eines über die Gefängnisse und nochmal ein weiteres über Gewalt im Allgemeinen. Insgesamt entstand so bei mir das Gefühl, dass in diesem Buch einfach alles, was irgendwie mit London zu tun hat, so lang wie möglich durchgekaut und dabei immer wieder und wieder nacherzählt wird. Ackroyds Stil ist eigentlich sehr schön, man merkt, dass das Thema ihm am Herzen liegt und er sich damit auskennt, und er schreibt sehr anschaulich und teilweise recht poetisch. Wie gesagt, finde ich es wahnsinnig bewundernswert, wie viele Fakten und Quellen er zusammen getragen hat und wie er alles in einen großen Rahmen fügt. Insofern ist es schade, dass mir das Buch so wenig gefallen hat. Ich denke, dass es ein sehr gutes Buch geworden wäre, wenn er sich einfach kürzer gefasst hätte.

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