Peter Amann

 4,6 Sterne bei 10 Bewertungen

Lebenslauf von Peter Amann

Peter Amann hat in München und Rom Geographie, Kunstgeschichte und Archäologie studiert. Mit Passion leitet und organisiert er Studienreisen auf Sizilien und in Süditalien. Als Autor prämierter Reiseführer bereist er den Mezzogiorno seit über zwei Jahrzehnten auch auf wenig ausgetretenen Pfaden. Südlich von Salerno hat er Wurzeln geschlagen und legt zusammen mit seiner Lebensgefährtin einen Landschaftsgarten im Cilento an. Peter Amann, Mitglied der Bildagentur LOOK, zeigt auch in seinen Fotos einen menschlich warmen Süden, mit dem ihn viele persönliche Freundschaften verbinden. Mehr Infos unter: peteramann.zenfolio.com

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Reise Know-How Reiseführer Apulien mit Gargano und Salento (ISBN: 9783831734139)

Reise Know-How Reiseführer Apulien mit Gargano und Salento

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Neu erschienen am 02.08.2021 als Taschenbuch bei Reise Know-How.

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Neue Rezensionen zu Peter Amann

Cover des Buches Reise Know-How Reiseführer Apulien mit Gargano und Salento (ISBN: 9783831734139)aus-erlesens avatar

Rezension zu "Reise Know-How Reiseführer Apulien mit Gargano und Salento" von Peter Amann

Das pralle Erleben im Süden Italiens
aus-erlesenvor 2 Monaten

Als Mitte der Achtziger die Band Geier Sturzflug den Spaß mit „Besuchen Sie Europa, so lange es noch steht“ Ernst mit Spaß mischte, war es die Angst vor einem atomaren Erstschlag, die die Menschenmassen auf die Straße trieb. Der Vergleich mit einem dringend anstehenden Apulien-Urlaub mag auf den ersten blick etwas hinken, dennoch ist dieser Vergleich stellenweise angebracht. Ein Ausflug in die Flora an die Hacke des italienischen Stiefels lässt jeden Besucher den Mund offen stehen. Hier stehen uralte Olivenbäume. Und die tragen immer noch Früchte! Doch ist ihr Bestand gefährdet. Nicht nur weil der Mensch aus dem Holz den letzten Euro herausquetschen will, sondern durch ein wortwörtlich brandgefährliches Bakterium. Das Xylella fastidiosa. Dieser sorgt dafür, dass die Bäume – wie gesagt, uralt und immer noch trächtig – innerlich verbrennen. Eine Impfung wie man es beim homo sapiens kennt, gibt es nicht. Es kann also sein, dass das Gold Apuliens, aus Apulien kommen rund 40 Prozent des italienischen Olivenöls, bald schon ein Ende haben könnte. 

Und wenn man schon mal da ist, um die letzten ihrer Art zu besichtigen, kann man auch gleich den Rest Apuliens besuchen. Zugegeben, eine recht eigenwillige Art der Destinationssuche, vor allem, weil Apulien so reich an Kulturgütern ist. Die Gründe die schönste zeit des Jahrs in Apulien zu verbringen sind so vielfältig wie dieses Buch prall gefüllt an Tipps und ausgewählten Wanderungen ist. Peter Amann kann von sich behaupten – diesen Eindruck bekommt man unweigerlich der Vielzahl an aufgedeckten Geheimnissen der Region – unter den Top Ten der Apulien-Experten zu sein. Perlen wie Bari und Lecce offenbaren sich Autor und Leser genauso wie das sonnenverwöhnte Hinterland. Orte wie Massafra – durch eine Brücke wird aus dem Ort tatsächlich eine Einheit – sind ein Augenschmaus. 

Am Eingang zum Parco Nazionale dell’Alta Murgia, der mit der Überschrift „Steinwüste, Blütenmeer, Dinosaurier“ keine weiteren Anreize benötigt, liegt das geheimnisvolle Castel del Monte. Ein achteckiger Bau, burgähnlich, der bis heute den Wissenschaftlern Stoff für Forschungen bietet. Die Acht bietet allerlei Anlass für Spekulationen um die Form des Baus. Vielleicht, um den Nächtlichen Himmel zu studieren? Trutzburg? Wozu der Jahrhunderte alte Bau schlussendlich diente, kann bis heute nicht zweifelsfrei bewiesen werden. Fest steht, dass dieses außergewöhnliche Bauwerk mehr als nur ein Hingucker („da oben auf dem Hügel“) ist. 

Mit Peter Amann zu reisen, und jede Seite ist eine kleine Reise, kommt dem sprichwörtlichen Paradies nahe. Nicht ein einziges Mal unterliegt man der Versuchung den Reiseband beiseitezulegen. Immer wieder überrascht er mit Ausflugstipps, einem Stupser in die richtige Richtung, wenn der Magen knurrt und unterhält mit kleinen Anekdoten aus der reichhaltigen Geschichte Apuliens. Mehr als fünfhundert Seiten, die schon beim Lesen den Urlaub erlebbar machen.


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Cover des Buches Reise Know-How Reiseführer Kalabrien, Basilikata mit 30 Wandertouren (ISBN: 9783831727476)aus-erlesens avatar

Rezension zu "Reise Know-How Reiseführer Kalabrien, Basilikata mit 30 Wandertouren" von Peter Amann

Zuverlässiger Begleiter
aus-erlesenvor 2 Jahren

Wenn man den Ball mit besonders viel Pfiff spielen will, muss man ihn am Spann nehmen. Dort entwickelt er dann die meiste Energie. Alte Fußballerweisheit.

Nimmt man Italien am Spann, trifft einen auch gleich die gesamte Wucht des Stiefels. Und genau dort ist Kalabrien. Dummerweise in der jüngsten Vergangenheit von vielen Medien als Ausgangsort der Kriminalität verteufelt. Sicher spielt die ’Ndrangheta hier eine gewichtige Rolle. Doch deshalb auf einen der schönsten Flecke der Erde verzichten? Keine Angst – als Besucher der Region, der seine Nase nur in den Wind steckt, muss man nichts und niemanden fürchten. 

Peter Amann hat die südlichsten Zipfel Italiens – Kalabrien und Basilikata – genau erkundet und auf fast sechshundert Seiten das zusammengefasst, was sehenswert ist, was man unbedingt sehen muss und an welchen Stellen man besonders die Augen offenhalten sollte. Sechshundert Seiten, das liest man nicht mal eben schnell durch, reist und kehrt zufrieden zurück. Solch einen Reiseband liest man mit Bedacht. Oder man nutzt ihn als Wegweiser, um die Reiseroute so genau wie möglich zu erstellen. Hat man diese erste Hürde genommen, hält man einen spannenden Reiseband in den Händen, der einem in ruhigem Fahrwasser die schönste Zeit des Jahres genießen lässt. Selbst wenn man einfach nur so die Seiten durch die Finger rinnen lässt und zufällig auf einer Seite stoppt, gerät man in Erklärungszwang, warum man so geistesabwesend vor sich hingrinst. Beispiel gefällig? Cosenza. Keine Stadt, die man auf dem Plan hat, wenn man nicht schon einmal intensiver eine Karte von Süditalien inspiziert hat. Gotenkönig Alarich soll hier seinen sagenumwobenen Schatz verloren haben. Wir reden hier von Tonnen von Gold! Bisher wurde der Schatz noch nicht gefunden. Aber so ein bisschen Legende schürt die Abenteuerlust enorm. Ein Dutzend Seiten widmet der Autor der scheinbar unbekannten Stadt, und schon bekommt man das Gefühl, dass man mehrere Tage hier verbringen kann, ohne auch nur eine Sekunde der Langeweile anheim zu fallen. Allein die Kirchengemäuer können stundenlang aus ihrem ereignisreichen Leben berichten. Die Stadt ist immerhin fast zweieinhalb Jahrtausende alt. 

Karten, Skizzen, unendlich viele Abbildungen und eine Unmenge an Informationen dazwischen machen es einem leicht Kalabrien und Basilikata in vollen Zügen – ohne selbst in selbigen zu sitzen – genießen zu können. Immer wieder wird der Informationsaustausch zwischen Autor und Leser durch kleine Infokästen mit Anekdoten und Hintergrundwissen unterbrochen. Die Lese-Aha-Balance ist immer in der Waage.


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Cover des Buches Reise Know-How Reiseführer Basilikata mit Matera (Kulturhauptstadt 2019) (ISBN: 9783831732227)aus-erlesens avatar

Rezension zu "Reise Know-How Reiseführer Basilikata mit Matera (Kulturhauptstadt 2019)" von Peter Amann

Unterhaltsam und Informativ
aus-erlesenvor 2 Jahren


Die Basilikata ist sicherlich eine Region in Italien, die vielen auf Anhieb nicht viel sagen wird. Sie liegt im Süden, dort wo man umgangssprachlich den Fußball mit dem Vollspann trifft. Sengende Sonne, überbordende Landschaften und die typisch süditalienische Gastfreundschaft sind die Markenzeichen dieses Landstriches. Dass auf dem Titel die Stadt Matera prangt, hat seinen Grund: Denn sie darf sich ans Ortseingangsschild im Jahr 2019 den Sticker „Kulturhauptstadt Europas“ kleben. Sie teilt sich den Titel mit Plovdiv in Bulgarien. Doch dorthin strömen in erster Linie die knallharten Nachrichtenreporter, um „was Buntes“ für ihre Auftraggeber zu recherchieren. Bisher kamen dabei im Großen und Ganzen aber nur Beiträge über Folklore-Auftritte und selbstverliebte Künstler, die das harte Leben in der Region anprangern, heraus. 
Matera hingegen kann sich da ganz gemütlich zurücklehnen. Sie haben das, was man als unique selling point bezeichnet. Etwas Unverwechselbares, dass sonst niemand hat. Nämlich Höhlen, in den Fels gehauene Behausungen und Kirchen. Nicht nur ein paar „zum Angucken“, sondern eine ganze Stadt voll. Wer schon einmal die Kasematten in der Zitadelle von Namur im wallonischen Teil Belgiens oder – noch eine Nummer größer – die in Luxemburg besichtigt hat, weiß um die Faszination vom Leben unter der Erde. 
Es wäre jedoch der größte Unfug zu behaupten, dass die Basilikata nur aus Matera besteht. Sie ist sicherlich der entscheidende Funken, der das Feuer für den Süden Italiens noch einmal entfacht. Dieses Buch beweist, dass die Basilikata durchaus mehr zu bieten hat als Behausungen, die nur mit enormem Aufwand zu erhalten sind. Zugegeben, hier gibt es keine Städte, die man durch intensives Verfolgen der Serie A aus dem TV kennen mag. Potenza, Rotonda und vielleicht noch Rivello hat man schon mal aufgeschnappt. Doch bringt man sie nicht umgehend mit der Basilikata in Verbindung. Peter Amann ist im Süden Italiens zweitzuhausig, wenn es dieses Wort denn gibt. Kein Baum, kein Weg, kein Haustier, das ihm nicht schon einmal seinen Weg gekreuzt hat. Wer ihm auf Instagram folgt, kennt auch sein Lieblingstier…
Wer auch nur ein wenig in dem Buch blättert, weiß, dass man ohne Ersatzakkus kaum der eigenen Fotografierlust nachgehen kann. Und selbst so kleine Orte wie Pietrapertosa bekommen hier einen Stellenwert, den man nur erahnen kann, wenn man nicht selbst vor Ort war. Warum Pietrapertosa? Warum nicht! Die höchstgelegene Gemeinde der Basilikata auf etwas über tausend Meter Höhe und genauso vielen Einwohnern lässt die Fantasie der Besucher in ungeahnte Höhen aufschwingen. Sandsteinformationen, die alle Sinne in Schwingung versetzen. Seit ca. zweieinhalb Jahrtausenden ist dieser Ort bewohnt. Ganz wichtig für Schnellentschlossene: Die zahlreichen nützlichen Tipps wie etwa die Öffnungszeiten des Tourismusbüros im Ort sowie die Tipps für Übernachtungen und fürs leibliche Wohl. Wobei erstes schon wieder hinfällig ist, da man ja diesen Reiseband in den Händen hält. Und der hat mindestens genauso viele Ratschläge für das Erholung suchende Besucherherz. 
Dieser Reiseband hat genau die richtige Größe und das richtige Gewicht. Inhaltlich ist er ein unerlässlicher Reisepartner, der nicht nur den Weg weist, sondern vor allem auf das hinweist, was am Wegesrand erblüht.

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