Peter Amann

 4,6 Sterne bei 11 Bewertungen

Lebenslauf

Peter Amann, geboren 1962 in Siebenbürgen, reist mit ungebrochener Neugier seit Jahrzehnten als Studienreiseleiter und Autor prämierter Reiseführer (u. a. Liparische Inseln, Sizilien Wanderführer, und Golf von Neapel) durch den italienischen Süden. Der Äolische Archipel und seine Menschen ziehen ihn immer wieder magisch an.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Reise Know-How Reiseführer Cilento und Amalfiküste (ISBN: 9783831738908)

Reise Know-How Reiseführer Cilento und Amalfiküste

Neu erschienen am 16.05.2024 als Taschenbuch bei Reise Know-How.

Alle Bücher von Peter Amann

Neue Rezensionen zu Peter Amann

Cover des Buches Liparische Inseln (ISBN: 9783858699855)
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Rezension zu "Liparische Inseln" von Peter Amann

Perfekte Urlausbvorbereitung inklusive
aus-erlesenvor einem Jahr

Stromboli kennt man aus dem gleichnamigen Film. Vulcanco – da ist klar, was einen erwartet. Lipari… schon mal gehört … da gibt es doch … genau: Die Liparischen Inseln. Aber es gehören nicht nur die drei Genannten zum Archipel. Da sind noch Alicudi, Filicudi, Salina und Panarea. Diese vier Inseln sind weitgehend unbekannt. Und eine Reise wert! Das weiß auch Reisebuchautor Peter Amann und macht mit seinem Wanderreiseband die Entscheidung welche Insel man besuchen sollte einfach und schwer zugleich. Schwer, weil die Vielfalt der Inseln so unfassbar riesig ist. Einfach, weil die Entscheidung alle Inseln zu besuchen mit diesem Buch die Richtige ist.

Ausführlich wird jede einzelne Insel beschrieben. Denn obwohl die sieben Schwestern des großen Ätna auf Sizilien auf den ersten blick gleich erscheinen, hat jede ihre eigenen Reize. Und so findet sich immer ein Grund, warum gerade die und nicht die Andere für einen Ausflug, einen Urlaub, eine Wanderung auserkoren wird.

Alicudi besticht durch ihre Autofreiheit – was nicht bedeutet, dass man hier wie ein wilder Stier herumrasen kann. Ganz im Gegenteil: Autos findet man hier nicht. Dafür aber Esel. Und Treppen, die einem zu den schönsten Ausflugsplätzen führen.

Lipari ist das Partyzentrum der Inselgruppe. Aber nicht falsch verstehen, denn nur im Vergleich mit ihren sechs Schwestern ist Lipari eindeutig die lebendigste Insel. Tauchen, Schlemmen, Wandern, Erholen – hier ist der Urlaub am vielfältigsten.

Salina rühmt sich mit Stille. Und das obwohl sie schon als Filmkulisse diente, so dass während der Dreharbeiten zu „Il postino“ (mit Philippe Noiret als Pablo Neruda) wohl das Wort Ruhe mehr Sehnsucht als Realität war.

Verführerisch, weil hier Mutter Natur sich selbst ein Denkmal setzt, kommt Panarea daher. Üppige Blütenpracht zieht auch die Schickeria an. Wer sich also gern ein Auge an weltlicher Machtfülle holen kann, wird staunen.

Apropos Staunen. Ein Naturspektakel rund um die Uhr – besonders nachts – bietet Stromboli. Wenn der Himmel glutrot erleuchtet, weil der Vulkan Lava spukt, ist die Speicherkarte schnell voll.

Die Nase voll hat man in (nicht von!) Vulcano. Voller Gerüche. Auch wenn man sich an so manchen erstmal gewöhnen muss. Der Schwefelgeruch ist relativ rasch ständiger Begleiter. Auch in den Klamotten. Vielleicht nicht gleich zu Beginn der Inselreise einen Abstecher hierher planen?!

Dieser Reiseband bietet das Rundum-Sorglos-Paket. Wo wohnen, wo wandern, wo innehalten, wo rasten – strukturiert und stets hilfreich in jeder Lage: Laufen, Wandern, Erholen. Seite für Seite ein Erlebnis, schon bevor die Wanderschuhe geschnürt sind.

Cover des Buches Reise Know-How Reiseführer Apulien mit Gargano und Salento (ISBN: 9783831734139)
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Rezension zu "Reise Know-How Reiseführer Apulien mit Gargano und Salento" von Peter Amann

Das pralle Erleben im Süden Italiens
aus-erlesenvor 3 Jahren

Als Mitte der Achtziger die Band Geier Sturzflug den Spaß mit „Besuchen Sie Europa, so lange es noch steht“ Ernst mit Spaß mischte, war es die Angst vor einem atomaren Erstschlag, die die Menschenmassen auf die Straße trieb. Der Vergleich mit einem dringend anstehenden Apulien-Urlaub mag auf den ersten blick etwas hinken, dennoch ist dieser Vergleich stellenweise angebracht. Ein Ausflug in die Flora an die Hacke des italienischen Stiefels lässt jeden Besucher den Mund offen stehen. Hier stehen uralte Olivenbäume. Und die tragen immer noch Früchte! Doch ist ihr Bestand gefährdet. Nicht nur weil der Mensch aus dem Holz den letzten Euro herausquetschen will, sondern durch ein wortwörtlich brandgefährliches Bakterium. Das Xylella fastidiosa. Dieser sorgt dafür, dass die Bäume – wie gesagt, uralt und immer noch trächtig – innerlich verbrennen. Eine Impfung wie man es beim homo sapiens kennt, gibt es nicht. Es kann also sein, dass das Gold Apuliens, aus Apulien kommen rund 40 Prozent des italienischen Olivenöls, bald schon ein Ende haben könnte. 

Und wenn man schon mal da ist, um die letzten ihrer Art zu besichtigen, kann man auch gleich den Rest Apuliens besuchen. Zugegeben, eine recht eigenwillige Art der Destinationssuche, vor allem, weil Apulien so reich an Kulturgütern ist. Die Gründe die schönste zeit des Jahrs in Apulien zu verbringen sind so vielfältig wie dieses Buch prall gefüllt an Tipps und ausgewählten Wanderungen ist. Peter Amann kann von sich behaupten – diesen Eindruck bekommt man unweigerlich der Vielzahl an aufgedeckten Geheimnissen der Region – unter den Top Ten der Apulien-Experten zu sein. Perlen wie Bari und Lecce offenbaren sich Autor und Leser genauso wie das sonnenverwöhnte Hinterland. Orte wie Massafra – durch eine Brücke wird aus dem Ort tatsächlich eine Einheit – sind ein Augenschmaus. 

Am Eingang zum Parco Nazionale dell’Alta Murgia, der mit der Überschrift „Steinwüste, Blütenmeer, Dinosaurier“ keine weiteren Anreize benötigt, liegt das geheimnisvolle Castel del Monte. Ein achteckiger Bau, burgähnlich, der bis heute den Wissenschaftlern Stoff für Forschungen bietet. Die Acht bietet allerlei Anlass für Spekulationen um die Form des Baus. Vielleicht, um den Nächtlichen Himmel zu studieren? Trutzburg? Wozu der Jahrhunderte alte Bau schlussendlich diente, kann bis heute nicht zweifelsfrei bewiesen werden. Fest steht, dass dieses außergewöhnliche Bauwerk mehr als nur ein Hingucker („da oben auf dem Hügel“) ist. 

Mit Peter Amann zu reisen, und jede Seite ist eine kleine Reise, kommt dem sprichwörtlichen Paradies nahe. Nicht ein einziges Mal unterliegt man der Versuchung den Reiseband beiseitezulegen. Immer wieder überrascht er mit Ausflugstipps, einem Stupser in die richtige Richtung, wenn der Magen knurrt und unterhält mit kleinen Anekdoten aus der reichhaltigen Geschichte Apuliens. Mehr als fünfhundert Seiten, die schon beim Lesen den Urlaub erlebbar machen.


Cover des Buches Reise Know-How Reiseführer Kalabrien, Basilikata mit 30 Wandertouren (ISBN: 9783831727476)
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Rezension zu "Reise Know-How Reiseführer Kalabrien, Basilikata mit 30 Wandertouren" von Peter Amann

Zuverlässiger Begleiter
aus-erlesenvor 5 Jahren

Wenn man den Ball mit besonders viel Pfiff spielen will, muss man ihn am Spann nehmen. Dort entwickelt er dann die meiste Energie. Alte Fußballerweisheit.

Nimmt man Italien am Spann, trifft einen auch gleich die gesamte Wucht des Stiefels. Und genau dort ist Kalabrien. Dummerweise in der jüngsten Vergangenheit von vielen Medien als Ausgangsort der Kriminalität verteufelt. Sicher spielt die ’Ndrangheta hier eine gewichtige Rolle. Doch deshalb auf einen der schönsten Flecke der Erde verzichten? Keine Angst – als Besucher der Region, der seine Nase nur in den Wind steckt, muss man nichts und niemanden fürchten. 

Peter Amann hat die südlichsten Zipfel Italiens – Kalabrien und Basilikata – genau erkundet und auf fast sechshundert Seiten das zusammengefasst, was sehenswert ist, was man unbedingt sehen muss und an welchen Stellen man besonders die Augen offenhalten sollte. Sechshundert Seiten, das liest man nicht mal eben schnell durch, reist und kehrt zufrieden zurück. Solch einen Reiseband liest man mit Bedacht. Oder man nutzt ihn als Wegweiser, um die Reiseroute so genau wie möglich zu erstellen. Hat man diese erste Hürde genommen, hält man einen spannenden Reiseband in den Händen, der einem in ruhigem Fahrwasser die schönste Zeit des Jahres genießen lässt. Selbst wenn man einfach nur so die Seiten durch die Finger rinnen lässt und zufällig auf einer Seite stoppt, gerät man in Erklärungszwang, warum man so geistesabwesend vor sich hingrinst. Beispiel gefällig? Cosenza. Keine Stadt, die man auf dem Plan hat, wenn man nicht schon einmal intensiver eine Karte von Süditalien inspiziert hat. Gotenkönig Alarich soll hier seinen sagenumwobenen Schatz verloren haben. Wir reden hier von Tonnen von Gold! Bisher wurde der Schatz noch nicht gefunden. Aber so ein bisschen Legende schürt die Abenteuerlust enorm. Ein Dutzend Seiten widmet der Autor der scheinbar unbekannten Stadt, und schon bekommt man das Gefühl, dass man mehrere Tage hier verbringen kann, ohne auch nur eine Sekunde der Langeweile anheim zu fallen. Allein die Kirchengemäuer können stundenlang aus ihrem ereignisreichen Leben berichten. Die Stadt ist immerhin fast zweieinhalb Jahrtausende alt. 

Karten, Skizzen, unendlich viele Abbildungen und eine Unmenge an Informationen dazwischen machen es einem leicht Kalabrien und Basilikata in vollen Zügen – ohne selbst in selbigen zu sitzen – genießen zu können. Immer wieder wird der Informationsaustausch zwischen Autor und Leser durch kleine Infokästen mit Anekdoten und Hintergrundwissen unterbrochen. Die Lese-Aha-Balance ist immer in der Waage.


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