Peter Anders

 4.3 Sterne bei 35 Bewertungen

Alle Bücher von Peter Anders

Was vom Tode übrig bleibt

Was vom Tode übrig bleibt

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Erschienen am 09.05.2011
Kein Job für schwache Nerven

Kein Job für schwache Nerven

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Erschienen am 09.09.2013
Ich bin doch bitte unschuldig!

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Erschienen am 14.02.2012
Der Fall Vera Brühne

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Erschienen am 01.05.2000
Metallbearbeitung und -verarbeitung

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Erschienen am 01.09.2009
Pakt mit dem Satan

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Erschienen am 07.10.2013

Neue Rezensionen zu Peter Anders

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Dany_a_la_Cartes avatar

Rezension zu "Was vom Tode übrig bleibt" von Peter Anders

Danke für dieses Buch, eine Offenbahrung
Dany_a_la_Cartevor 2 Jahren

In der heutigen Zeit ist der Tod immer noch ein Tabu-Thema. Kaum jemand spricht darüber. Verständlich. Auch ich kann mir schöneres vorstellen. Aber seit ich denken kann haben wir immer gelernt, dass der Tod dazu gehört. Wie Gut und Böse so gibt es eben auch Leben und Tod. Erst kürzlich hat er wieder einen Menschen geholt und kurz darauf erblickte ein Baby das Licht der Welt. Es war wie es vorgesehen ist, ein Mensch geht, ein anderer wird geboren. Das Schlimme daran, die Frau die gestorben ist, ist nun Oma.

Aber im gleichen Atemzug denke ich auch daran, was ist wenn ein Mensch gegangen ist. Oft tun viele das nicht auf die bequemste Art und Weiße die es gibt. Meine Uroma wollte einfach nur einschlafen. Und ich bin dankbar, dass sich Ihr Wunsch erfüllt hat. Aber was ist mit all denen die nicht so von uns gehen? Natürlich, der Körper oder die Überreste werden abgeholt. Abgeholt von einem Beerdigungsunternehmen. Und dann? Ich selbst finde es sehr interessant, was passiert mit dem Körper, der Hülle wenn eine Seele nicht mehr darin wohnt?

Peter Anders, geboren 1966, erkannte durch seine Einsätze als Feuerwehrmann bei der Berufsfeuerwehr München den Bedarf an Fachleuten, die den Angehörigen die Tatort-, Leichenfundort- und Unfallortreingung abnehmen. Er gründete seine Firma „ ASD München“ und ist seit 2005 als einer der wenigen Tatortreiniger Deutschlands tätig. Peter Anders ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern bei München.

Peter Anders ist Tatortreiniger. Er beseitigt, was der Tod hinterlassen hat. In seinem Buch schildert er seine spektakulärsten Fälle. Er erzählt von den Begegnungen mit den Angehörigen, von den Schicksalen, die sich hinter den Wohnungstüren verbergen, vom Geruch des Todes, den man nie wieder vergisst- spannende Kriminalfälle, bewegende Schicksale, Grenzerfahrungen…

Was mich besonders dazu bewogen hat das Buch zu kaufen, alles ist echt. Alles ist real. Es ist tatsächlich passiert. Es ist als könnte man für einen kurzen Augenblick mit Peter Anders hinter die Kulissen schauen. Mich interessiert dieses Thema einfach sehr. Die Schicksale, das Warum. Im Buch wird nichts mit Blümchen geschmückt, es ist wie es ist. Was bleibt wenn sich ein Mensch mit einem Schuss in den Kopf selbst das Leben genommen hat. Oder was passiert wenn ein Mensch erst Wochen später gefunden wird, auf dem Teppich liegend. Wenn man bisher dachte, man würde den Menschen die einen finden und die Reste beseitigen müssen einen Gefallen tun indem man in der Badewanne das zeitliche segnet, der irrt.

Dieses Buch sollte niemand lesen der dabei Ekel empfindet oder bei dem sich die Nackenhaare aufstellen wenn es um das Thema Tod oder Tatortreinigung geht.

Einmal abgesehen von der Situation, dass am Ort des Geschehens ein Mensch gestorben ist, so gleicht seine Arbeit meistens eher einer Entrümpelung. Und der Ort des Geschehens eher einer Baustelle. Denn um Spuren zu beseitigen müssen die fleißigen Helfer oft Tapete, Fußbodenbelag und alles was entfernt werden kann entfernen. Und dann geht es ans Reinigen. Denn der Geruch geht in Wände und setzt sich dort fest. Es sind also auch Chemiekenntnisse erforderlich. Mit welchen Mitteln kann welcher Geruch, bzw. welche Bakterie gelöst werden. Was ebenfalls oft dazu gehört, Insektenbeseitigung. Diese entstehen beim zersetzen des Körpers.


Fazit

Wer dieses Thema interessant und nicht eklig findet, für den ist dieses Buch hochinteressant. Ein Thriller aus dem realen Leben. Ich fand es großartig, seine Arbeit. Und es ist gut, dass es Menschen wie Ihn gibt.

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Kiwihexes avatar

Rezension zu "Kein Job für schwache Nerven: Neue Fälle des Tatortreinigers" von Peter Anders

Rezension: Kein Job für schwache Nerven
Kiwihexevor 2 Jahren

Peter Anders erzählt aus seinem Arbeitsalltag als Tatortreiniger und das schon im zweiten Buch. Das erste habe ich (noch) nicht gelesen, aber es steht jetzt auf jeden Fall auf meiner Wunschliste ganz oben.
Das Buch ist wirklich sehr schön geschrieben, wenn man das bei so einem Thema überhaupt sagen darf. Peter Anders berichtet über seine Putzeinsätze bei Selbstmordschauplätzen, Messi-Wohnungen und ja, auch bei Tatorten. Dabei verliert er aber das Menschliche nie aus den Augen. Zum Teil sind die Geschichten wirklich sehr anrührend (zum Beispiel bei der Geschichte „Ungefunden“ – wo ich schon ein paar Tränchen verdrückt habe, aber remember: ich bin unglaublich nah am Wasser gebaut) bei manchen packt einen aber auch die kalte Wut auf den/die Täter (zum Beispiel bei der Geschichte „Gleichgültig“).
Aber, das muss ich gestehen, bei einigen Berichten hab ich auch herzhaft gelacht. Denn Peter Anders hat einen unglaublichen trockenen Humor, allerdings nie so, dass er verletzend wirkt.
Den Ekelfaktor fand ich jetzt nicht ganz so schlimm. Wahrscheinlich bin ich als Thriller-Leserin schon etwas abgehärtet. Aber eines muss ich sagen: Zum Glück gibt es noch keine Geruchsbücher! 

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A

Rezension zu "Was vom Tode übrig bleibt" von Peter Anders

Blick über den Tellerrand
Aimaravor 3 Jahren

Peter Anders ist Tatortreiniger, ein Beruf, den man so wahrscheinlich nicht kennt und ein wirklich ekliger Beruf. Um diesen Beruf auch kompetent ausführen zu können ist Herr Anders zusätzlich auch Feuerwehrmann, Sanitäter und Schädlingsbekämpfer. Damit weiss er Dinge, die dem normalen Leser noch nie in seinem Leben begegnet sind und die das Buch deshalb so interessant machen. Ich habe schon Obduktionen beigewohnt und viele ekelhafte Dinge gesehen. Aber selbst ich musste bei einigen Kapiteln leer schlucken und versuchen die Bilder in meinem Kopf zu verdrängen.

Obwohl so eklig, ist dieser Beruf auch unglaublich spannend und voller Überraschungen. Peter Anders schreibt so unverblümt und direkt, dass dieses Buch wirklich leicht und erfrischend zu lesen ist. Statt komplizierte Sätze, ausgeklügelte Wörter und stilistischer Feinschliff schreibt der Autor genau so wie er selbst auch arbeitet. Unkompliziert, effizient und ohne dem Leser eine Information vorzuenthalten. Jeder seiner Handlungen erklärt er detailreich und so, dass auch ein Laie seinen Schilderungen über die verschiedenen Reinigungsmittel, Käfer und Giftstoffen problemlos folgen kann. Dieser Schreibstil trägt auch dazu bei, dass der Tod und was danach übrig bleibt, nicht als etwas pietätloses oder ethisches wahrgenommen wird. Stirbt ein Mensch erfolgen nun mal die normalen biologischen Prozesse, die auch erfolgen wenn ein Tier stirbt. Das Blut sickert der Schwerkraft folgend nach unten und es bilden sich Totenflecken, es treten Fäulnisgase auf und die ersten Fliegen nisten in den Körperöffnungen. Manchmal schleicht sich der Tod still und leise in ein Leben, manchmal knallt es und die entsprechende Sauerei, die übrig bleibt zeugt von der Kraft, den der Tod gehabt haben muss. Diese nüchterne Beschreibung der körperlichen Sterbensvorgänge nimmt dem Tod meiner Meinung nach etwas von seiner Grösse, von seinem Schrecken. Der Körper zersetzt sich und was davon übrig bleibt wird von einem Tatortreiniger weggeputzt, so einfach und so endgültig.

Ein wirklich empfehlenswertes Buch. Nicht nur für sensationshungrige Leser, die mehr über Mord und Totschlag lesen wollen (so viel davon ist in diesem Buch gar nicht enthalten) sondern vor allem für Menschen, die gerne ihren Horizont erweitern möchten und Einblick in einen Beruf erhalten wollen, der so ganz anders ist als alles was wir kennen.

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