Peter Atteslander

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Peter AtteslanderMethoden der empirischen Sozialforschung
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Methoden der empirischen Sozialforschung
Methoden der empirischen Sozialforschung
 (5)
Erschienen am 01.09.2010
Peter AtteslanderSoziologie und Raumplanung
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Soziologie und Raumplanung
Soziologie und Raumplanung
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Erschienen am 01.08.1976
Peter AtteslanderAnatomie der Ratlosigkeit
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Anatomie der Ratlosigkeit
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Erschienen am 01.07.2007
Peter AtteslanderDichte und Mischung der Bevölkerung
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Dichte und Mischung der Bevölkerung
Dichte und Mischung der Bevölkerung
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Erschienen am 01.01.1975
Peter AtteslanderDie Grenzen des Wohlstands
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Die Grenzen des Wohlstands
Die Grenzen des Wohlstands
 (1)
Erschienen am 01.02.1986
Peter AtteslanderComparative Anomie Research
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Comparative Anomie Research
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Erschienen am 01.03.2000
Peter AtteslanderComparative Anomie Research
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Comparative Anomie Research
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Erschienen am 01.06.1999
Peter AtteslanderDie letzten Tage der Gegenwart oder das Alibi- Syndrom
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Die letzten Tage der Gegenwart oder das Alibi- Syndrom

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Rezension zu "Die Grenzen des Wohlstands" von Peter Atteslander

Rezension zu "Die Grenzen des Wohlstands" von Peter Atteslander
Admiralvor 6 Jahren

Einführung
In diesem alten (1. Auflage 1981) Buch, versucht Peter Atteslander die Gefahr zu verdeutlichen, die von unserem derzeitigen Sozialsystem ausgeht, dass die momentane Geldverteilung lediglich noch materiellen Wohlstand garantiert, der wahre, qualitative Wohlstand, um den es eigentlich gehen muss, jedoch total ignoriert wird.

Inhalt
Um dieses Problem richtig und anschaulich erklären zu können, versucht er zunächst die Grenze zwischen "materiellem Wohlstand" und "qualitativem, immateriellen Wohlstand" zu ziehen. Ganz platt zusammengefasst, sei Ersteres der völlig annonym zugeteilte Geldfluss an Personen, die daraus keinen psychischen Gewinn ziehen, weil sie wissen, dass sie dafür eigentlich nichts taten und sich niemandem gegenüber als dankbar erweisen können, weil der große unpersönliche Staatsapparat für die Zuteilung sorgt. Andererseits ist letzterer das erarbeitete oder zumindest verdiente Geld.
Diese Differenz begründet er durch Vergleiche mit armen Gesellschaften, in denen es durchaus ebenfalls Glückseligkeit geben kann.
Der Großteil des Buches beschäftigt sich hauptsächlich mit der Ursachenforschung und gleichermaßen mit Verbesserungsvorschlägen. Beispielsweise wird die Arbeit an sich, also der gesicherte Arbeitsplatz völlig unterschätzt, wobei diese doch einen sehr großen Teil des Lebens ausmacht. Sehr anschaulich: "Bildung wird als Vorbereitung zur Arbeit betrachtet, Freizeit als Erholung von der Arbeit, der Ruhestand als Belohung für Arbeit, von der Tatsache ganz abgesehen, dass Einkommen, Versorgung, Rente u.v.m. von der Arbeit abhängen." Dadurch möchte er zum Ausdruck bringen, dass Arbeitsbeschaffungsmassnahmen und Arbeitssicherheit viel größeren Wert haben müssen, als es ihnen momentan zugestanden wird.
Andererseits sei dort die falsche Handhabe der Wissenschaft. Die Wissenschaft sei dazu da, durch Prognosen, die keinen Zwang zur Wahrwerdung besitzen, die Gegenwart besser zu verstehen. Zurzeit wird die Wissenschaft verteufelt, weil Prognosen selten wahrwerden und zugleich verherrlicht, weil eben das von ihr erwartet wird. Was aber völliger Unsinn ist. Der richtige Umgang mit ihr muss gewährleistet sein. Gans besonders die Verantwortungsfrage. Denn die Verantwortung wird nicht selten von Politikern den Wissenschaftlern wegen falscher Prognosen zugeschoben und ihnen wieder zurück zu Politikern.
Ebenfalls sehr problematisch sei die oftmals postulierte Mündigkeit der Bürger. In Wirtschaftskreisen und Politik wird immer wieder gefordert, dass der mündige Bürger mehr Verantwortung übernehmen soll. Was natürlich nicht der Realität entspricht, da er (heute noch viel schlimmer ! Anm. d. Rezensenten) von medialem Konsum weder dazu gebracht wird, sich mit wichtigen Dingen des Lebens, wie Wirtschaft und Politik, auseinanderzusetzen, noch ein Sozialbewusstsein entwickelt. Ganz zu schweige von der fehlenden staatlichen Informationsaufbereitung.
Als letzter Punkt, bestehen noch Missstände in der Schwerpunktsetzung. Zunächst werden finanzielle Mittel zu sehr auf staatliche Sicherheit vergeudet, was ich nicht weiter ausführe, da es mittlerweile seit 1990 nicht mehr so intensiv ist, nicht weiter ausführe. Genauso die stete Neigung zur Gleichheit. Die Frage der Balance zwischen Gerechtigkeit und Gleichheit ist seit jeher eine der zentralen Fragen der Demokratien und durch stellenweise falsche Handhabe mit der Geldverteilung wird immer mehr die Gleichheit bevorzugt. Wie genau schriebt er leider nicht. Oder ich hab es schlichtweg nicht verstanden.

Fazit
Obwohl das Buch schon älter als 30 Jahre ist, hat es nur bedingt an Aktualität verloren. Das Problem des materiellen, statt qualitativen Wohlstands existiert auch heute noch. Bei steigender Arbeitslosigkeit kann sogar die diskutable Vermutung gewagt werden, dass es heute eventuell akuter ist, als damals. Überhaupt erst diese Differenzierung zwischen Qualität und Quantität des Wohlstands ist ein sehr interessanter Gedankengang. Das Buch regt durchaus zum Nachdenken über die eigene Zeit an ! Aber das hält sich in Grenzen. Hab bereits ältere Bücher gelesen, die noch mehr zum Nachdenken anregten (siehe Arnold Brecht - Kann die Demokratie überleben ?). Was er auch oft betont, ist die massive Bürokratisierung bei gleichbleibender oder gar sinkender Effizienz. Auch ich sehe durchaus dieses Problem ! Aber dass er es dermaßen als Ursache und als eines der Hauptprobleme identifiziert haben will, wage ich zu bezweifeln. Was leider auch ihm unterlief, ist das Klischee des nicht mehr tragenden Umlageverfahrens als Rentensystems (siehe Albrecht Müller - Die Reformlüge). Sehr schade. Sehr schade empfand ich auch seine Idee der "Sozialen Miliz". Irgendwie unausgereift, nicht gut erklärt, lässt zu wünschen übrig und prinzipiell denke ich nicht, dass es eine gute Idee ist. Schlecht ist das Buch keinesfalls ! Aber kein Muss. Würde ich jetzt auch nicht als sehr lesenswert weiterempfehlen.

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varietys avatar

Rezension zu "Methoden der empirischen Sozialforschung" von Peter Atteslander

Rezension zu "Methoden der empirischen Sozialforschung" von Peter Atteslander
varietyvor 10 Jahren

Da dieses Buch schon in der 12. Auflage erschienen ist (2008), kann man sicher von einem Standardwerk sprechen (der Autor behauptet im Vorwort, dass für sein Werk "offensichtlich nachhaltiger Bedarf" bestehe). Das kann ich weder bestätigen noch widerlegen.
Für mich als Einsteiger ins Thema fehlen mehr konkrete Beispiele (auch wenn der Exkurs zur Storchen-Theorie ganz amüsant ist). Auch ist das Layout nicht bestens geeignet, um aus diesem Buch für eine Prüfung zu lernen. Gut finde ich hingegen die Fragen, die er am Schluss von jedem Kapitel stellt ("Anregung zur Selbstkontrolle" nennt er diese). Hilfreich wären da aber Lösungen (z. B. im Internet).

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