Peter Benchley "Jaws"

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Inhaltsangabe zu „"Jaws"“ von Peter Benchley

Contemporary / British English Amity is a quiet town near New York. One night a woman goes for a swim in the sea. The next morning somebody finds her body on the beach. Brody is the Amity policeman. He thinks there's a killer shark out there. But the important people don't listen to him.

Ein Klassiker mit anfänglich überraschend narrativer Dichte und leider überraschend lahmem Finale: Hochspannung an Land, Langeweile auf See.

— brudervomweber
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  • Atemlose Spannung an Land, gepflegte Langeweile auf See

    "Jaws"
    brudervomweber

    brudervomweber

    22. May 2014 um 20:26

    Es ist etwa 25 Jahre her, als ich Peter Benchleys "Der weiße Hai" in einer deutschen Readers' Digest-Ausgabe erstmals gelesen hatte, vermutlich vorverdaut und eingekürzt. Die Erinnerung an das Buch war verblasst, was mit ein Anlass dafür war, dass ich mir kürzlich das Original JAWS auf den Kindle runterlud und die Lektüre aufs Neue aufnahm. Der Vergleich mit dem Film drängt sich unvermittelt auf, und ich muss nach Abschluss des Buches feststellen, dass es zugleich besser und schlechter ist  als Spielbergs Kino-Großtat. Das Buch besteht aus drei Teilen, und die ersten beiden Teile las ich mit stetig wachsender Begeisterung. Der Hai kommt darin kaum vor, aber er ist überall. Er nimmt die Küstenstadt Amity zwischen die Zähne, und die Art und Weise, in welcher Benchley die Figuren und Konflikte, die politischen Scharmützel, Geheimnisse und Abgründe hinter vermeintlichen Freund- und Partnerschaften einrichtet, welche durch die Ankunft des vielzahnigen Todes (für Benchley ist es meist schlicht "the fish") an die Oberfläche gespült werden und die kleinen und großen Vertrauensbrüche, denen insbesondere die zentrale Figur des Romans, Chief Martin Brody, sich ausgeliefert findet, inszeniert, ist an Suspense fast nicht zu übertreffen. In der Verfilmung wurden - vermutlich auch, um die Komplexität in den Griff zu bekommen - einige Konflikte entfernt, und auch, wenn im Film manch clevere Änderungen vorgenommen wurden, ist insbesondere die Beziehung Brody <> Hooper, welche im Film maßgeblich entschärft wird, eine Frontstellung, die richtig Pfeffer hat und dem Roman gut zu Gesicht steht. Mehr als einmal schoss mir durch den Kopf, dass diese ersten beiden Kapitel, in denen sich das Ferienziel Amity im Maul des großen Weißen windet, ein grandioses Sujet für eine TV-Mini-Serie bildeten. Doch leider bricht dieses sorgfältig aufgebaute und mit komplexen Figuren ausgestaltete Gebäude mit dem dritten Teil des Buchs wie ein Kartenhaus in sich zusammen - Brody fährt mit Hooper und dem erst in diesem letzten Drittel des Buchs als Hauptfigur etablierten Quint auf See, um den Ausnahme-Hai zu töten, der den Strand und damit eine ganze Stadt bedroht. Und obwohl der Hai nun "endlich" auf der Bildfläche erscheint, scheint er plötzlich weniger präsent. Die sorgsam etablierte Komplexität von Amity mit all ihren schwelenden Konflikten bleibt zurück, und auch wenn das zerstrittene Trio auf der "Orca" alles andere als harmonisch ist, fehlt ausgerechnet diesem finalen Teil, in welchem der Kampf von Mensch gegen Bestie ausgetragen wird und der in einem etwas enttäuschenden Moby-Dick-Abklatsch-Finale endet, jene zum Zerreißen gespannte Atmosphäre, welche die ersten beiden Teile des Buches ausmachte ... was Spielbergs Film zweifellos unvergleichlich besser und kreativer gelöst hat. Der Roman leider lässt am Ende nicht nur den Fisch tot, sondern eine Fülle der Möglichkeiten, die er sich selbst geschaffen hat, unaufgelöst - und somit den Leser etwas ratlos - zurück. Wirklich enttäuscht kann ich aber nicht sein, vor allem, weil zwei Drittel dieses Romans fesselnde Unterhaltung sind, die das Kopfkino auf Hochtouren laufen lässt und mich dadurch wirklich überraschte. Und auch wenn er gegen Ende schwächelt, hat dieser Klassiker sich seine 4 Sterne verdient.

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