Peter Berg Endliche Welt, unendliches Geld

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Inhaltsangabe zu „Endliche Welt, unendliches Geld“ von Peter Berg

Die Welt befindet sich seit 2008 im Ausnahmezustand. Eine globale Finanzkrise geht mit wachsenden Schuldenbergen und Wohlstandskluften einher. Chinas Aufstieg zur Weltmacht diktiert maßgeblich den fluktuierenden Preis von Ressourcen. Andere Länder verlieren ihre Stabilität und sehen sich Bürgerkriegen und Massenmigration ausgesetzt. Gleichzeitig nimmt der Klimawandel an Fahrt auf und stellt unseren Technologiefetischismus auf die Probe.
Aus der Sicht eines Physikers liegt die gemeinsame Ursache dieser Trends im Widerspruch eines steten Wirtschaftswachstums auf einem endlichen Planeten, getrieben von einem Geldsystem ohne intrinsischen Wert. Mit dramatischen Konsequenzen verliert letzteres bei Nullwachstum – das wegen begrenzter Ressourcenschöpfung unweigerlich näherkommt – seine Funktionsfähigkeit. Nachhaltigkeit bedarf hingegen eines Geldsystems, das auf Dauer ein Mindestmaß an Infrastruktur, Bildung und Gesundheitsversorgung garantieren kann.

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  • Drängend geschilderte Notwendigkeit der Reform des Geldsystems

    Endliche Welt, unendliches Geld

    michael_lehmann-pape

    20. June 2016 um 13:31

    Drängend geschilderte Notwendigkeit der Reform des GeldsystemsDas „mathematisch-physikalische“ Grundproblem des Planeten in Relation zu seiner Bevölkerung (stetig wachsend) und deren „Nutzung“ in Form von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systemen (stetig sich ausbreitend) ist seit Jahrzehnten bekannt.Ein endliches System von Ressourcen kann nicht als „Lebenssystem“ auf Dauer ein „ständiges Wachstum“ tragen. Dies gilt trotz aller technischer Innovationen was z.B. die Effizienz der Landwirtschaft und damit die Bereitstellung von Nahrungsmitteln angeht.Solche Innovationen verlangsamen den Verbrauch u.U., verschieben damit aber auch nur den zu erwartenden Punkt der Erschöpfung und des „Kippens“ des Systems.Neben diesen ökologischen Fakten, die schon lange Thema auch kontroverser Diskussionen sind, ist seit spätestens 2008 ein anderes Element in den Fokus gerückt. Die Geldwirtschaft.Und das ist einerseits gut so, denn am „Verhalten des und mit dem Geld“ ist nun für die breite Öffentlichkeit zunehmend, wie in einem Experimentierfeld für das große Ganze, die Bruchstellen des gesamten Systems abzusehen. Bruchstellen, die auch Berg noch einmal massiv in den Blick rückt.Wachsende Schuldenberge, gravierend einseitige Verteilung der Finanzen (nicht nur als Besitz, sondern auch als „Wirtschaftsort“, der eben nicht mehr bei den industriellen Innovationen zu suchen ist, sondern nur mehr an den Billionen, die täglich als reine „Computerzahlen“ an den Börsen gehandelt werden. Sinkende Preise von Rohstoffen wiegen in falsche Sicherheit, bringen aber umgehend ganze Nationen in gefährliche finanzielle Schieflage.Dies und anderes mehr führt Peter Berg, von Haus aus Physiker, auf die anfangs genannte, einfache Formel zurück. Stetes Wachstum in einem endlichen System von Ressourcen kann jeder Logik nach nicht „unendlich“ weiter betrieben werden. Die Grenzen des Systems sind auf Schlagweite herangerückt. Das Kapitel „Wie tief können wir noch sinken“ sei hier wärmstens zur Lektüre ans Herz gelegt. Hier geht es nicht um moralische Kategorien, sondern um eine klare Bestandsaufnahme eines Trends, der in nicht allzu ferner Zukunft einen „Point of no return“ erreichen wird.Mit einer immer stärkeren, auch öffentlich sichtbar werdenden Verschiebung:„In dem Maße, in dem es größeren Wirtschaften droht, ihre Dynamik oder Konkurrenzfähigkeit zu verlieren, gewinnen…geldpolitische Maßnahmen…zusehends an Gewicht“.Und hier setzt Berg in seinem nüchternen, manchmal staubtrockenen Ton zur Kehrtwende an.Eine Reform des Geldwesens ist in seinen Augen (und das legt er argumentativ sehr überzeugend dar), dringend notwendig, ohne dabei unbedingt das Rad nun neu erfinden zu müssen.Sei es, das Geld wieder an greifbare Ressourcen anzukoppeln und damit einen gewissen Wert zu garantieren, sei es der Erkenntnis zu folgen, dass eine multinationale Wahrung eine solche Stabilität nie erbringen kann (und damit auch der Euro weniger Lösung denn eher Verursacher des Problems ist.Sei es aber auch, und hier legt Berg interessante Gedanken vor, dass eine künstliche Währung wie „Bitcoins“ zumindest einen Schritt in die richtige Richtung darstellen könnten (weil hier die Geldmenge auf Dauer hinaus konstant sein wird)„Dem Geldkreieren aus dem Nichts wird somit ein Ende gesetzt“.Wobei Berg keine endgültigen Lösungen liefert, sondern vielfach Ansätze darstellt, die er in mehr oder weniger sinnvoll einteilt. Damit eröffnet er eine Diskussion auf der Basis nüchterner Fakten, die am Ende von „weichen“ Kriterien stark abhängen wird. Auf Lebensqualität statt Quantität und auf der aktiven Hinnahme dessen, dass ein Lebensstandard, wie ihn der Westen gewohnt ist, schlichtweg weltweit nicht möglich sein kann.Berg bietet tim Gesamten keine umwerfenden neuen Gesichtspunkte, gerade aber seine Reduktion auf Fakten und seine Darlegungen von Perspektiven dieser Fakten im Einzelnen durchgedacht, entwirrt stark die vielfach einander vermischenden Diskussionen und sorgt für eine klare Struktur der notwendigen folgenden Dikussion.

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