Peter Berg biogärtnern

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Inhaltsangabe zu „biogärtnern“ von Peter Berg

Peter Berg ist biologisch-dynamischer Gemüsebauer. In diesem Buch führt er mit zahlreichen Bildern Schritt für Schritt in die Grundlagen des Biogärtnerns ein. Der Leser schaut dem erfahrenen Profi über die Schulter und lernt dabei ganz einfach, wie er in seinem Hausgarten nachhaltig gärtnern und gesundes Obst und Gemüse anbauen kann.

Welche Voraussetzungen für einen Biogarten bringt mein Garten schon mit? Wie bekommt mein Boden die richtige Nahrung und Pflege durch Kompost oder Hacken, Jäten und Mulchen? Wie mache ich meine Pflanzen widerstandsfähig und was mache ich wann im Garten, vom Frühjahr bis zum Winter? Dieser Grundkurs begleitet Sie auf dem Weg zum eigenen Biogarten!

Tolles Buch über das Biogärtnern mit vielen schönen Bildern, die Lust auf mehr machen.

— Ritja

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  • Für Extrem-Bio-Fans

    biogärtnern

    MissStrawberry

    20. July 2013 um 00:41

    Gewünscht hatte ich mir ein Buch, das mir dabei hilft, meinen Garten "natürlich" zu gestalten. Gefunden habe ich einen "Grundkurs" fürs Biogärtnern, der mich ein wenig überfordert. Sicher meint es Peter Berg gut und er ist auch sehr gewissenhaft in seiner Arbeit. Aber ein Grundkurs ist für mich doch etwas lockerer, etwas für Einsteiger, etwas zum Interesse wecken und vertiefen. Dieses Buch erschrickt mich aber doch ein wenig. Das ist nicht so einfach zu erklären. Zunächst muss man wissen, dass ich schon als Kind gern im Garten "experimentiert" habe und Pflanzen nebeneinander setzte, von denen jeder Gärtner im Umkreis behauptet hat: "Das macht man so nicht!". Tja, "man" nicht, aber ich schon. Heute weiß man, dass es tatsächlich eine Rolle spielt, welche Pflanze neben welcher sitzt, dass einzelne Pflanzen sich unterstützen, aber auch behindern können. Und das zu nutzen, das ist für mich eben "Bio". Und vor allem "Natur". Peter Berg steckt sehr viel Liebe in diese Buch und in seine Gartenarbeit. Aber für meinen Geschmack ist da zu viel Ernst und zu wenig Freude dabei. Wenn dies ein Grundkurs ist, dann mache ich um den Aufbaukurs einen ganz großen Bogen. Sehr viele Kapitel sind mir echt zu überspannt. Mondgärtnern mag bei manchen ja der Hit sein, aber ich möchte das doch lieber in einem eigenen Buch nachschlagen (wenn überhaupt). Das ist mir dann doch zu esoterisch und hat für meinen Geschmack nichts im Biogärtnern-Buch zu suchen. Ist aber eben nur meine Meinung. Es wird erklärt, wie man den Boden analysiert. Ist sicher nicht unwichtig, aber ganz ehrlich: mir ein wenig zu aufwendig. Alles, vom Boden angucken über das Säen, vom Pflanzen bis zur Ernte, dazwischen das Düngen, Harken, Pflegen - es ist mir alles ein wenig zu extrem. Das ist einzig meine persönliche Sicht, ich bin eben die Gärtnerin, die spielerisch gärtnert, die wenig Bohei macht, die Spaß dran haben mag. Ich wollte deshalb weniger analytisch an die Sache herangehen, sondern eine Art Sammlung von biologisch sinnvollen Tipps und Tricks, wie ich sie von Bekannten schon so häufig bekommen habe. Ein paar davon finden sich im Buch ja auch (z.B. Marienkäfer gegen Blattläuse), aber eben nicht so viele, wie ich dachte. Da kann das Buch nix für, ist mir schon klar. Trotzdem ist es meine Meinung. Kurz: wer sehr viel konsequenter als ich ist, wer lieber 150%ig handelt und echte Knochenarbeit in den Garten steckt, der ist mit diesem Buch absolut gut beraten. Wer aber wie ich keine Großfamilie versorgen mag, Spaß an einzelnen Beeten oder Pflanzen haben mag, seine Blumenrabatten ohne viel Chemie, aber prächtig blühend haben mag, wer der Natur nicht allzuviel ins Handwerk pfuschen mag, aber trotzdem ein kleines Paradies haben möchte, der wird mit diesem Buch überfordert sein. Es ist definitiv ein Buch für Gärtner, die sehr, sehr viel Zeit im Garten verbringen. Super gut bebildert ist das Buch, da kann man gar nicht streiten. Aber auch ein wenig esoteriklastig - damit hatte ich dann doch nicht gerechnet. Naturnah sollte es sein, natürlich sowieso. Das nennt sich jetzt ja Bio. Aber "erdverbunden" wollte ich dann doch bleiben, nicht in höhere Sphären abdriften. Fazit: ich muss mir da ein völlig anderes Biobuch zulegen.

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  • Unvollständig, fachliche Fehler und eher nicht für SW Deutschland

    biogärtnern

    sabisteb

    12. July 2013 um 13:19

    Was Biogärtnern angeht, so gibt es viele unterschiedliche Philosophien, einige davon eher esoterisch (aus Sicht eines studierten Biologen). Der Autor steht jedenfalls auf die Lehren des Rudolf Steiner (S. 7). Laut Wikipedia war Rudolf Joseph Lorenz Steiner (27. Februar 1861 - 30. März 1925) ein österreichischer Esoteriker und Philosoph und Begründer der Anthroposophie. Auf Grundlage dieser Lehre gab Steiner einflussreiche Anregungen für verschiedene Lebensbereiche, etwa Pädagogik (Waldorfpädagogik), Kunst (Eurythmie, anthroposophische Architektur), Medizin (anthroposophische Medizin), Religion (die Christengemeinschaft) oder Landwirtschaft (biologisch-dynamische Landwirtschaft). Wer mit dieser Weltanschauung nichts anfangen kann und Bio eher auf wissenschaftlicher Grundlage betreiben will, wird sich an einigen Stellen dieses Buches (milde ausgedrückt) ärgern. Ich selber bin derzeitig eher an Informationen über den pfluglosen Mischfruchtanbau und push pull Methoden in Sachen Bio interessiert, da ich der Meinung bin, dass das Biologisch die sinnvollste Alternativen sind, nur kennt diese Anbaumethoden bisher kaum einer. So auch dieser Autor, der diesen Themen nicht ein Wort widmet. Das Buch ist also eher klassisch, aus meiner Sicht nicht wirklich auf dem neuesten Stand der Forschung.   Fachlich habe ich einige Anmerkungen und Korrekturen anzumerken: S. 68: Feigen können in Süddeutschland wie alle anderen Obstbäume ungeschützt einfach in den Garten gepflanzt werden und wachsen da Problemlos. Die Indische Feige kommt mit -20°C problemlos klar und auch andere Feigensorten können draußen ohne jeglichen Schutz kultiviert werden. Erntezeit ist nicht August bis September, sondern meine Feige hat zwei Erntezeiten Mai + Oktober. Das mag in Ostdeutschland natürlich anders aussehen, hier hätte der Autor differenzieren sollen. S. 69: Physalis jedes Jahr neu aussehen klappt zwar bei einem Bekannten, ich selber habe aber die Erfahrung gemacht, dass man dann nicht zum Ernten kommt. Überwintern in Form von Stecklingen (wenn man wenig Platz hat) oder einfach den Topf in die Garage stellen haben sich als erfolgreicher erwiesen. S. 90: Furchtfolge: Hier wäre eine Tabellarische Übersicht über Fruchtfolgen sinnvoll gewesen, mit diesem Fließtext kann man nicht wirklich viel anfangen. S. 99: Von Hacken des Bodens und Jäten halte ich als Anhänger des pfluglosen Mischfruchtanbaus gar nichts. Hacken stört die mikrobiologischen Vorgänge im Boden und kahle Flächen sind von der Natur so oder so nicht vorgesehen. Wenn Bio, dann richtig. S. 102: Beikräuter: Noch so ein Streitpunkt. Ja, Beikräuter konkurrieren, aber sie sind auch nützlich, denn sie schützen die Nutzpflanzen unter Umständen vor Fraßfeinden (Physalis überleben nur im Schutze von vielen Beikräutern, will man kein Schneckenkorn streuen) und einige Beikräuter sind Stickstoffixierer. Hier spielen die Push pull Mechanismen rein. Man sollte die Pflanzen gemischt setzen, so dass sie sich unterstützen und viele sogenannte Beikräuter wie Löwenzahn sind eigentlich Gemüse, das man essen kann. Die Zusammenstellung des Autors ist für mich nicht sonderlich hilfreich, da die meisten der Beikräuter bei mir nicht wachsen, dafür aber komplett andere. Das Buch scheint eher nicht für den Südwesten der Republik ausgelegt zu sein. S. 120: Das Thema Pflanzenkrankheiten kommt mir zu kurz. Nur 2 Seiten. Kaum ein Wort über die Biologie der Erreger, kein direkter Vergleich von falschem und echtem Mehltau. Überträger und vor allem die extrem wichtigen Zwischenwirte fehlen. Der Birnengitterrost (Gymnosporangium fuscum) fehlt komplett (bei dem ist Wacholder der Zwischenwirt, man kann also noch so sehr die Blätter entsorgen, wenn der Zwischenwirt der Pilze neben oder in der Nähe der Nutzpflanzen steht, hat man verloren. Einer von beiden muss gehen (ich habe den Wacholder entfernt und meiner Birne geht es nun deutlich besser)). S. 139: Tomaten sind NICHT einjährig sondern können (wenn sie gesund sind) überwintert werden. Besonders geärgert hat mich das Kapitel Mondgärtnern (Ab S. 30). Ja, der Mond hat einen (!) experimentell nachgewiesenen Einfluss: Pflügt man bei Neumond ohne Licht, wachsen weniger Beikräuter, weil der Lichtimpuls zum Keimen nicht erfolgt und die Samen so im Boden ruhend bleiben. Daraus gleich eine Wissenschaft des Mondgärtnerns zu machen, halte ich für an den Haaren herbeigezogen.   Fazit: Nett. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Viele Themen werden angerissen, teils in so kurzer Form, dass sie schon fast unbrauchbar sind. Mir zu viele fachliche Fehler. Zudem scheint das Buch nicht gerade für Südwestdeutschland geeignet, da hier ein ganz anderes Klima herrscht. Insgesamt eher veraltet, weil Themen wie push pull Methoden und pflugloser Mischfruchtanbau komplett fehlen.   Dieses Buch ist von seiner Aufmachung und auch vom eher ungewöhnlichen länglichen Format her, den Kochbüchern des Verlages angepasst, steht also aus vielen Bücherregalen unter Umständen mit den Rücken heraus.  

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  • Rezension zu "Bio-Gärtnern" von Peter Berg

    biogärtnern

    IraWira

    30. June 2013 um 18:44

    Dies ist nicht das erste Buch zum Thema Bio-Gärtnern, das ich in der Hand halte, aber es ist ein sehr erfreulich aufbereitetes Buch, das mich mit seiner Übersichtlichkeit und der Ausführlichkeit, mit der auf die einzelnen Themen trotz der Informationsvielfalt eingegangen wird, sehr anspricht. Mit vielen hilfreichen Fotos, werden die einzelnen Kapitel illustriert und die verschiedenen Punkte näher erläutert. Durch die ausgesprochen übersichtliche Gestaltung, findet man sehr schnell die Antworten auf alle auftauchenden Fragen, wobei die behandelten Themen über die Bestimmung der Bodenqualität und die Möglichkeiten der Verbesserung derselben und das richtige Säen, die richtige Arbeitshaltung bis zu diversen Planzenarten, der Ernte, dem Einlagern und dem Schaffen eines insektenfreundlichen Gartens geht. Bisher habe ich noch keine sachbezogene Frage und kein Thema gehabt, zum dem ich keine Information in dem Buch gefunden hätte. Durch die ansprechende Gestaltung des Buches, ist es auch für eher praxisorientierte Menschen leichter, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und die im Buch enthaltenen Tipps auch umzusetzen. Nicht jeder, der sich füt biologisches Gärtnern interessiert, hat ja unbedingt Lust, erst etliches an Theorie durchzuarbeiten (immerhin könnte man die Zeit ja viel besser im Garten verbringen), hier wird die Möglichkeit gegeben, die Tipps spontan umzusetzen und mit wenigen, sozusagen knackig formulierten, aber dennoch ausreichenden Informationen auszukommen. Mir gefällt das Buch sehr und ich kann es eindeutig empfehlen!

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  • Tolles Buch über das Biogärtnern!

    biogärtnern

    Ritja

    11. May 2013 um 16:54

    Wer dieses Buch gelesen hat, wird sehr schnell feststellen, das biogärtnern nichts für zwei Tage ist. Man muss sich wirklich mit der Natur, den Gegebenheiten des eigenen Gartens und den Pflanzen beschäftigen. Viele Dinge wußte ich nicht und war erstaunt, auf was man alles achten muss. Peter Berg beschreibt in einfachen Sätzen worauf es ankommt, wie man Schritt für Schritt vorgeht und vorankommt. Einiges lässt sich schnell und leicht nachvollziehen und vorallem nachmachen, anderes scheitert schon an der Beschaffenheit und Lage der Erde oder des Gartens. Aber immer wieder bekommt man Anregungen, wie man etwas verbessern kann, um eine höhere oder bessere Ernte zu erhalten. Vom Kompost zubereiten in vier Schritten mit tollen Bildern, die das Geschriebene nach einmal hervorheben bis zu den Gründüngerpflanzen, den Bodendeckern und Stickstoffsammlern, werden viele Tipps, Tricks und detaillierte Anweisungen gegeben. Auch das erste Gemüse (die kleinen und fast sicheren Erfolgserlebnisse, die so jeder Hobbygärtner als Motivation braucht) und das Naschobst werden beschrieben (Sorten, Anbau, Aussehen und Besonderheiten) und bildlich dargestellt. Gut fand ich, dass Peter Berg auf das viele kleine und größere Getier aus dem Garten einging. Die Insekten - herzlich willkommen und viel Spaß beim Bestäuben und Honigsammeln, die Schädlinge - die man nicht wirklich braucht, werden vorgestellt, welche Formen bzw. Arten es gibt und wie man sie schützen und unterstützen oder entfernen und vermeiden kann. In diesem Buch werden soviele Themen angerissen, dass man sie hier gar nicht alle aufzählen kann. Es ist interessant und man erhält einen guten Überblick über die viele Arbeit, die ein Biogarten mit sich bringt. Vieles kann man sich abgucken und sicherlich auch nachmachen, aber bei einigen Dingen werden einfach die Zeit und die Möglichkeiten nicht gegeben sein. Dennoch ein tolles Buch über das Biogärtnern. Ein Buch zum Sammeln von Anregungen und vielleicht der Beginn einer tollen "Gartenkarriere" ;-).

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