Peter Bergmann

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Rezension zu "Die blutige Puppe: Chefinspektor Fuchs auf der Jagd (Kärntner Mordsbullen 5)" von Peter Bergmann

Klar, dass die blutige Puppe nicht alles sein wird ...
christianekoerdelvor 6 Monaten

Terry Fuchs wird von seinem Vorgesetzten zu einem Fall geschickt, der keiner ist, nichts, was eines Chefinspektors des Landeskriminalamts Klagenfurt würdig wäre. Fuchs‘ Chef möchte Bauernfeind, einem reichen Rosenheimer Unternehmer mit eigener Kärntner Jagd, einen Gefallen tun. Beziehungspflege unter Jagdkumpanen. Frisch verkatert hat Fuchs nichts dagegen, dass eine Kollegin ihn vom sommerlichen Klagenfurt in die wohlgelüfteten Gurktaler Alpen chauffiert. So landet der Städter Fuchs mit glatten Sohlen mitten in der Natur, und laviert zwischen seiner Vorstellung professioneller Ermittlung und den Anordnungen von oben. Darin hat er Übung und denkt sich beherrscht seinen Teil. 

Zunächst hängt nur ein blutverschmierter Korpus von einem einsamen Hochstand. Die Puppe des Titels. Auch das Blut, das tropft, ist künstlich. Also eine Botschaft, eine Drohung oder nur ein Scherz? 
Das Ehepaar Bauernfeind, zu dessen Jagd der Hochsitz gehört, ist sich sicher, dies ist nur der Auftakt zu einem richtigen Verbrechen, das folgen wird. Sie haben sogar einen Verdächtigen in petto, haben sich regelrecht auf diesen eingeschossen, brauchen Fuchs nur als ausführendes Organ. Wer Fuchs kennt, ist klar: Der ermittelt nicht eingleisig, der streckt die Fühler auch in andere Richtungen aus, auch gegen die Order von oben. 

Unter den Jägern der Gegend, Mitglieder des gleichen Stammtischs, gibt es Spannungen, das Geld, mit dem der deutsche Bauernfeind in Österreich um sich wirft, ist daran nicht ganz unschuldig. Darin und in den außerehelichen Aktivitäten von Frau und Herrn Bauernfeind - bei ihm ist’s die jeweils aktuelle Sekretärin, bei ihr der Postbote - findet sich das eine oder andere Motiv, das es zu sortieren gilt. 
Das erste echte Gewaltverbrechen lässt nicht lange auf sich warten. Jetzt ist Fuchs in seinem Element, wenn auch gefühlt immer etwas spät, muss er doch andauernd rauf auf die Berge und wieder runter von den Bergen. Samt Ermittlungstrupp. Das ist nicht einfach, da gilt es eine Menge Kurven zu fahren, dann weiter über Waldwege ... da kriegt man Hunger, die kriegt man Durst. 

Wie mit einem Magnet zieht Peter Bergmann den Leser hinauf in die Gurktaler Alpen. Obwohl ich sonst eher ans Meer möchte, hatte ich beim Lesen schon die Wanderstiefel geschnürt, bereit hinaufzusteigen in die klare, saubere Luft. Ich würde im Gasthaus einkehren, in dem der Stammtisch tagt, und das überraschend britisch daherkommt und fabelhaften Kuchen bietet. Ich würde den Förster treffen, den etwas zurückgebliebenen Pferdewirt mit den hellblauen Augen. Figuren, die der Autor mir wenigen Worten liebevoll skizziert, wie er mal eben eine ganze Szene in ein-zwei Sätzen zu fassen vermag. Da sitzt jedes Wort, da wird nicht gelabert, da stimmt die Dynamik. Mal plätschert es idyllisch dahin, mal hetzt der Leser atemlos den Taten hinterher, über Stock und Stein, um sich zum Schluss in einem Puls beschleunigenden Showdown überraschen zu lassen, wer es war und warum. Ein Krimi, wie man ihn sich wünscht. Ich freue mich auf den nächsten Fuchs Krimi. 

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Rezension zu "Club der Harlekine: Chefinspektor Fuchs in Wien" von Peter Bergmann

Spannender Wien-Krimi
christianekoerdelvor einem Jahr

Chefinspektor Fuchs aus Klagenfurt, wird an die Kriminalpolizei Wien ausgeliehen, quasi in Leiharbeit verpflanzt, direkt aus dem Sommerurlaub heraus. Das schmeckt ihm nicht, der Rückhalt seiner Truppe fehlt ihm. Abgesehen davon würde er für diesen Fall deutlich mehr investieren als nur den Jahresurlaub. 


Grund für Fuchs‘ Abberufung ist ein einzelner Fingerabdruck, der im Zusammenhang mit dem tödlichen Autounfall einer bekannten Schauspielerin entdeckt wird. Der Fingerabdruck auf der Hülle einer Porno-DVD wirkt wie platziert, gehört er doch zu dem Mehrfachmörder Breuer, für den eine solche Nachlässigkeit ungewöhnlich wäre. Allerdings soll selbst dem versiertesten Verbrecher mal ein Fehler unterlaufen sein. Fuchs ist Breuer-Spezialist schlechthin, naheliegend also, dass er ran muss. Naheliegend auch, dass er bis in die Haarspitzen motiviert ist, den Oberschurken endlich aufzuspüren und dingfest zu machen. Der ist nach dem letzten Fall abgetaucht. Es gibt Szenarien, wie Breuer inzwischen nach Schönheits-OPs aussehen könnte. Kurz: Fuchs muss mit allem rechnen, und darin ist er gut. Typbedingt macht er auch nicht viel Aufhebens darum.

Die Abläufe in Wien folgen eigenen Regeln und die kennt Fuchs nicht gut genug. Er tut gut daran, keinem zu trauen, weder innerhalb und schon gar nicht außerhalb der Polizei. Unter diesen verschärften Bedingungen schlägt er sich gut.


Peter Bergmann verfrachtet uns mitten hinein ins atmosphärische Wien, sorgt für Hitzewelle über der Erde und Gänsehaut darunter, wenn er uns in die mehrstöckigen Katakomben abtauchen lässt. Kopfkino vom Feinsten. 

Chefinspektor Fuchs hat Ecken und Kanten, trinkt und raucht zu viel, ist auf den ersten Blick Marke „erfahrener einsamer Wolf“, der nicht immer den Befehlen folgt und – wie man es an solchen Ermittlertypen schätzt – zielstrebig sein Ding durchzieht. Auf den zweiten Blick ist Fuchs eher ein „sozial eingebundener einsamer Wolf“. Gekonnt schafft er sich in Ermangelung seiner Truppe vor Ort ein neues Netz, kommt mit dem klar, was ihm zur Verfügung steht. Alleine, das wird ihm nur zu schnell klar, kommt er in fremdem Terrain nicht weit. Die improvisierten Kooperationen sind so kreativ wie unterhaltsam. Gut gefallen hat mir zum Beispiel die kleine messerstechende Tschetschenin, die sich bestens im unterirdischen Wien auskennt, sowie der Klagenfurter Kollege der Marke „Skilehrer“, der Fuchs aus der Ferne eine große Stütze ist, wenn er nicht gerade einem Rock hinterher hüpft.


Wundervoll, dass seit langem einmal wieder jemand vom Postamt Faxe verschickt und von öffentlichen Fernsprechern aus telefoniert ... was soll man auch machen, wenn Handy, Hotelzimmer & Co von Freund oder Feind verwanzt, überwacht und ausspioniert werden? 


Peter Bergmann schreibt umwerfend. Der Krimi zog mich gleich in seinen Bann. Bewundernswert die Fähigkeit, ganze Szenen auf wenige Sätze herunterzubrechen. Da sitzt jedes Wort, das schafft Tempo und lässt den Leser nicht von der Angel. Spannung von der ersten bis zur letzten Minute. 

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Gespräche aus der Community

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elane_eodains avatar
Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

Ablauf der Debütautorenaktion:

Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
Wichtig:
Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


Wie kann man mitmachen?

Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

Informationen/Regelungen:

  • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
  • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
  • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
  • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
  • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
  • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
  • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
  • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
  • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:


( HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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Für Autorinnen & Autoren:

Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.   

6dik
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