Die blutige Puppe: Chefinspektor Fuchs auf der Jagd (Kärntner Mordsbullen 5)

von Peter Bergmann 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Die blutige Puppe: Chefinspektor Fuchs auf der Jagd (Kärntner Mordsbullen 5)
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Chefinspektor Fuchs ist auch in den Bergen in seinem Element

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Inhaltsangabe zu "Die blutige Puppe: Chefinspektor Fuchs auf der Jagd (Kärntner Mordsbullen 5)"

In den Gurktaler Alpen baumelt eine blutverschmierte Schaufensterpuppe von der Leiter eines Hochstands. Eine Drohung? Ein geschmackloser Scherz? Keine Aufgabe jedenfalls für den Klagenfurter Chefinspektor Fuchs, Spezialist für Gewaltverbrechen.
Nur ist der Eigentümer des Hochstands samt riesiger Eigenjagd rundum, ein Freund von Fuchs‘ Vorgesetztem – und der schwer verkaterte Chefinspektor froh, aus der heißen Stadt in die frische Bergluft zu entkommen.
Das Blut ist lediglich Kunstblut, doch die Puppe beunruhigt ihn. Umso mehr, als der Puppenspieler keinerlei verwertbare Spuren hinterlassen hat. Und so gut die Luft dort oben auch sein mag, es liegt einige Spannung darin. Spannung entlädt sich – und Gewitter in den Bergen sind eine tödliche Gefahr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B079G49QZH
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:160 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:29.01.2018

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    christianekoerdelvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Chefinspektor Fuchs ist auch in den Bergen in seinem Element
    Klar, dass die blutige Puppe nicht alles sein wird ...

    Terry Fuchs wird von seinem Vorgesetzten zu einem Fall geschickt, der keiner ist, nichts, was eines Chefinspektors des Landeskriminalamts Klagenfurt würdig wäre. Fuchs‘ Chef möchte Bauernfeind, einem reichen Rosenheimer Unternehmer mit eigener Kärntner Jagd, einen Gefallen tun. Beziehungspflege unter Jagdkumpanen. Frisch verkatert hat Fuchs nichts dagegen, dass eine Kollegin ihn vom sommerlichen Klagenfurt in die wohlgelüfteten Gurktaler Alpen chauffiert. So landet der Städter Fuchs mit glatten Sohlen mitten in der Natur, und laviert zwischen seiner Vorstellung professioneller Ermittlung und den Anordnungen von oben. Darin hat er Übung und denkt sich beherrscht seinen Teil. 

    Zunächst hängt nur ein blutverschmierter Korpus von einem einsamen Hochstand. Die Puppe des Titels. Auch das Blut, das tropft, ist künstlich. Also eine Botschaft, eine Drohung oder nur ein Scherz? 
    Das Ehepaar Bauernfeind, zu dessen Jagd der Hochsitz gehört, ist sich sicher, dies ist nur der Auftakt zu einem richtigen Verbrechen, das folgen wird. Sie haben sogar einen Verdächtigen in petto, haben sich regelrecht auf diesen eingeschossen, brauchen Fuchs nur als ausführendes Organ. Wer Fuchs kennt, ist klar: Der ermittelt nicht eingleisig, der streckt die Fühler auch in andere Richtungen aus, auch gegen die Order von oben. 

    Unter den Jägern der Gegend, Mitglieder des gleichen Stammtischs, gibt es Spannungen, das Geld, mit dem der deutsche Bauernfeind in Österreich um sich wirft, ist daran nicht ganz unschuldig. Darin und in den außerehelichen Aktivitäten von Frau und Herrn Bauernfeind - bei ihm ist’s die jeweils aktuelle Sekretärin, bei ihr der Postbote - findet sich das eine oder andere Motiv, das es zu sortieren gilt. 
    Das erste echte Gewaltverbrechen lässt nicht lange auf sich warten. Jetzt ist Fuchs in seinem Element, wenn auch gefühlt immer etwas spät, muss er doch andauernd rauf auf die Berge und wieder runter von den Bergen. Samt Ermittlungstrupp. Das ist nicht einfach, da gilt es eine Menge Kurven zu fahren, dann weiter über Waldwege ... da kriegt man Hunger, die kriegt man Durst. 

    Wie mit einem Magnet zieht Peter Bergmann den Leser hinauf in die Gurktaler Alpen. Obwohl ich sonst eher ans Meer möchte, hatte ich beim Lesen schon die Wanderstiefel geschnürt, bereit hinaufzusteigen in die klare, saubere Luft. Ich würde im Gasthaus einkehren, in dem der Stammtisch tagt, und das überraschend britisch daherkommt und fabelhaften Kuchen bietet. Ich würde den Förster treffen, den etwas zurückgebliebenen Pferdewirt mit den hellblauen Augen. Figuren, die der Autor mir wenigen Worten liebevoll skizziert, wie er mal eben eine ganze Szene in ein-zwei Sätzen zu fassen vermag. Da sitzt jedes Wort, da wird nicht gelabert, da stimmt die Dynamik. Mal plätschert es idyllisch dahin, mal hetzt der Leser atemlos den Taten hinterher, über Stock und Stein, um sich zum Schluss in einem Puls beschleunigenden Showdown überraschen zu lassen, wer es war und warum. Ein Krimi, wie man ihn sich wünscht. Ich freue mich auf den nächsten Fuchs Krimi. 

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