Peter Bergting

 4,5 Sterne bei 50 Bewertungen

Lebenslauf

Peter Bergting, geboren 1970, ist Autor und Illustrator. Er ist Mitglied der Schwedischen Kinderbuchakademie und lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in der Nähe von Stockholm.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Peter Bergting

Neue Rezensionen zu Peter Bergting

Ein Überblick über das Genre Horror mit tollen Bildern

„Das Buch der Monster“ ist eigentlich kein Buch über Monster, sondern ein Buch über Horrorfilme, -bücher und -comics. Die Texte sind eher oberflächlich und wenig informativ. Die Bilder im Buch lohnen sich dafür umso mehr. Peter Bergting, schwedischer Comiczeichner und Graphiker, ist nicht nur Autor, sondern vor allem Zeichner des Buches. Die reichlich Vorhandenen Bilder sind tatsächlich ein Hammer. Bergting ist bekannt als Comickünstler mit Veröffentlichungen im Hellboy Universum.

Für jeden der Gruselbilder im Stil von Hellboy liebt ist dies Buch eine Empfehlung. Nur zwei Sterne für den Text, aber fünf Sterne für die Bilder

Cover des Buches Sohn des Meeres (ISBN: 9783522203029)
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Rezension zu "Sohn des Meeres" von Davide Morosinotto

Sanne54
Einblicke in eine andere Lebenswelt

Wenn man Latein-, Geschichts- oder Lesemuffeln den Alltag Jugendlicher im untergehenden römischen Reich und auch ein wenig Geschichte näher bringen möchte, dann ist dieses Buch sicher eine gute Wahl. Der Plot ist einfach und modern erzählt (für mich teilweise sogar zu schnell) und zeigt, dass es zwar auch Parallelen zwischen einem 14/15-jährigen Jugendlichen heute und vor fast 6000 Jahren gab (Stichwort Erste Liebe), aber dass der Lebensalltag in der Antike eben keinesfalls vergleichbar war mit heute: Pietro, der Protagonist, erfährt das auch dadurch, dass er als Soldat zwangsrekrutiert auf der Seite der Römer gegen das Heer des gefürchteten Hunnenkönig Attilas kämpfen soll. Dabei schlagen in seiner Brust zwei Herzen, denn sein Vater war ebenfalls ein Barbar. Vom Soldaten wird er zur Geisel der Hunnen, kann aber gemeinsam mit der Tochter des Senators seiner Stadt wieder flüchten. Hier ist eine kleine Emeny-to-lovers-Story eingebaut. Der arme Schweinehirt/Soldat und das Mädchen aus reichem Hause zeigen auch nochmal unterschiedliche Lebenswelten.

Natürlich kommt das Buch wegen der Ereignisse rund um den Kampf gegen und die Flucht vor Attilas Hunnen nicht ganz ohne Brutalität aus, also ganz jung und/oder zart besaitet sollten die Leser nicht sein; ich denke, dass die Verlagsempfehlung ab 12 Jahren aber in Ordnung geht, da die brutalen Szenen nicht unnötig vertieft werden. Am Ende ist es vor allem ein Abenteuerroman, der den einen oder anderen Anknüpfungspunkt schafft, um über die Lebenswirklichkeit und historischen Rahmenbedingungen des späten römischen Reichs zu sprechen. Ein paar Punkte spricht auch der Autor in seinem Nachwort an. Das ist vielleicht ganz interessant für erwachsene Leser, die die Lektüre begleiten.

Warum ziehe ich einen Stern ab? Die Sprache war mir stellenweise fast zu einfach und manchmal wurde mir die Handlung zu einfach und schnell weitergetrieben. Die "Kurzzusammenfassungen" zu Beginn der Kapitel hätte ich auch nicht gebrauch und ich hätte mir auch an mancher Stelle etwas mehr Vertiefung gewünscht, allerdings kann ich mir vorstellen, dass gerade das natürlich für Jugendliche, die weniger Lesen hilfreich ist, um das Buch tatsächlich auch durchzuhalten. Immerhin kann man dem Autor dadurch an keiner Stelle vorwerfen, auf der Stelle zu treten oder auszuschweifen. Insgesamt ist es auch ein eher ungewöhnliches Thema für einen Jugendroman und alleine deshalb die Lektüre schon wert.

Cover des Buches Sohn des Meeres (ISBN: 9783522203029)
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Rezension zu "Sohn des Meeres" von Davide Morosinotto

Dr_M
Attilas Hunnen kommen

Als Attila mit seinen Hunnen nach Westeuropa vordrang war er unbesiegbar. Seine extrem mobilen Reiterhorden hatten eine Kriegstechnik entwickelt, die man anderswo nicht kannte. Dieses Kinderbuch des Bestseller-Autors Morosinotto spielt genau in dieser Zeit. Nicht alle Bücher Morosinottos besitzen die gleiche Qualität – dieses jedoch ist eines der besseren Sorte.

Man schreibt das Jahr 452 nach Christus. Das Weströmische Reich existiert noch, aber der Untergang ist bereits fühlbar. Schweinehirt Pietro erfährt durch Zufall, dass die Hunnen bereits nahe sind und überbringt diese Nachricht dem Senator der Stadt. Dort lernt er dessen Tochter Justina kennen, die sich offenbar in den stattlichen Jungen verliebt, obwohl es keine Chance für ein Zusammensein gibt. Doch der kommende Krieg ändert alles. Pietro weiß, dass sein Vater aus dem Norden Europas stammt. Man sieht das dem Jungen auch an: Er ist kräftiger als die Einheimischen und hat eine helle Haut.

Obwohl er noch viel zu jung ist, muss Pietro in den Krieg ziehen. Justina folgt ihm als ihr Bruder verkleidet. Und daraus entwickelt sich eine spannende Geschichte, die ein völlig unerwartetes Happy End hat. Pietros instinktive Sehnsucht nach dem Meer, das er noch nie gesehen hatte, stammt von seinem Vater, der wohl Seemann war.

Der Krieg treibt ihn zur Erfüllung dieser Sehnsucht und bringt ihn schließlich auch auf eine Idee, mit der sein ganzes Leben eine eigentlich undenkbare Wendung nimmt. Ein klassisch schönes Kinderbuch.

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