Peter Bergting

 4,6 Sterne bei 43 Bewertungen

Lebenslauf von Peter Bergting

Peter Bergting, der Spross einer Künstlerfamilie, arbeitet seit 17 Jahren als professioneller Maler und Illustrator. Seine Arbeiten – vor allem Kinderbuch- und Rollenspielillustrationen – erschienen in weit über 500 Publikationen. Er wurde 1970 in einer kleinen schwedischen Stadt geboren, die durch den Film „Fucking Åmål“ einige Berühmtheit erlangt hat. Derzeit lebt er mit Frau und Tochter in der Nähe von Stockholm.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Peter Bergting

Neue Rezensionen zu Peter Bergting

Seine langjährige Leidenschaft für das Thema Horror brachte den Autor und Illustrator Peter Bergting dazu, die Enzyklopädie »Ungeheuer« zu veröffentlichen. In seinem Buch stellt uns der Schwede die bekanntesten Monster aus Literatur, Film, Märchen und Sagen vor. Der Untertitel lautet »Geister, Vampire, Zombies und andere Geschöpfe der Finsternis« und macht unmissverständlich klar, worum es in dem vorliegenden Buch geht.

Das Cover liefert ebenfalls den ersten Vorgeschmack auf den Inhalt. Darauf sind wahrscheinlich die bekanntesten Vertreter:innen des Horror-Genres zu sehen: Lovecrafts Tentakelmonster Cthulhu, Dracula, Frankensteins Monster, das Mädchen Sadako aus den »Ring«-Filmen und der kopflose Reiter. Der rote Luftballon soll vermutlich auf Stephen Kings »Es« verweisen. Das Cover ist auf jeden Fall ein Eye-Catcher, denn als ich es gesehen habe, wollte ich das Buch sofort lesen.

Bevor Peter Bergting eine Übersicht über die verschiedenen Horror-Arten, Monster, Kreaturen und Wesen liefert, schildert er im Vorwort seine Erfahrungen mit Horror in Film und Literatur. Schnell wird klar, dass Bergting eine große Leidenschaft für das Thema hegt. Indem er sehr enthusiastisch über seine Erlebnisse und Erinnerungen erzählt, schafft er es, die Leserschaft ebenfalls für das Thema zu begeistern. Hinzu kommt, dass der Autor kurz auf die verschiedenen Horror-Epochen im Film eingeht.

Es fällt auf, dass Bergting bei seiner Auflistung keinem System folgt, zumindest konnte ich keins erkennen. Ich hatte das Gefühl, er listete einfach alles auf, wie es ihm gerade einfiel. So geht er zum Beispiel zuerst auf Dracula, dann auf Vampire allgemein und danach wieder auf Nosferatu ein. An seiner Stelle hätte ich zum Beispiel zuerst Vampire erwähnt und erst danach Dracula und Nosferatu. Die Vorgehensweise des Autors hat mich also etwas irritiert. Da ich der Meinung war, dass eine Kategorisierung hilfreich wäre, habe ich versucht, selbst eine zu erstellen und bin dabei zu folgenden Erkenntnissen gekommen:
- H. P. Lovecraft ist der einzige Autor, dem Bergting ein eigenes Kapitel widmet
- es gibt unterschiedliche Horror-Arten: arktischer Horror, unsichtbarer Horror, Horror im Weltraum, Unterwasserhorror, Body Horror, technologischer Horror, wissenschaftlicher Horror, Horror in Comics, moderner Horror in Comics, asiatischer Horror und mythologischer Horror in der Neuzeit
- folgende Gruppen von Monstern, Kreaturen und Wesen werden erwähnt: aus dem Weltraum, ekelhafte Monster, Vampire, Werwölfe, Wolfsmenschen, Mumie, Geister, böse Clowns, böse Puppen, besessene Menschen, Dämonen, Wesen aus den Tiefen, Zombies, böse Tote, böse Bäume, Hexen und moderne Hexen
- konkret geht der Autor auf folgende Monster, Kreaturen und Wesen ein: Dracula, Nosferatu, Frankensteins Monster, Dr. Jekyll und Mr. Hyde, kopfloser Reiter, der Teufel, Baphomet, Cthulhu, Yog-Sothoth und Hellboy
- folgende zwei „Plätze“ werden besonders hervorgehoben: Spuckhäuser und Wälder

Die Auflistung des Autors ist natürlich subjektiv, da sie auf seinen persönlichen Erfahrungen mit Horror in Film und Literatur beruht. Bergting selbst bezeichnet sein Buch als „[...] eine liebevolle Hommage an alles, was mich nachts wach gehalten hat.“ Auch wenn Bergting mit seinem Buch nur an der Oberfläche kratzt, liefert er dennoch eine gute Übersicht und gibt viele Film- und Buch-Tipps. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass sein Buch vor allem für diejenigen geeignet ist, die sich mit Horror noch nicht so gut auskennen. Alle, die sich mit dem Thema schon eine Weile beschäftigen, werden wahrscheinlich wenig Neues entdecken können.

Jeder Beitrag besteht aus einem kurzen Text, einer Illustration und einer Bemerkung. Am Ende des Comics stellt Bergting einige Vermutungen bezüglich der Zukunft des Horrors an. Nach dem Epilog gibt es noch einige interessante Empfehlungen, eine Karte und ein paar Skizzen. Dass das Artwork des Autors genau mein Ding ist, wäre untertrieben, denn ich habe mich in seine Zeichnungen verliebt. Sie sind sowohl detailliert als auch sehr atmosphärisch und ich konnte mich nicht an ihnen satt sehen.

Fazit: »Ungeheuer« von Peter Bergting zeichnet sich durch eindrucksvolle Illustrationen und zahlreiche Film- und Buch-Tipps aus. Somit ist das Buch das perfekte Halloween-Geschenk.


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Cover des Buches Bald sind wir wieder zu Hause (ISBN: 9783966581783)Toxicass avatar

Rezension zu "Bald sind wir wieder zu Hause" von Jessica Bab Bonde

Zeitzeugnis mit eindrucksvollen Grafiken
Toxicasvor 8 Monaten

In diesem Buch geht es um Geschichten, die niemals in Vergessenheit geraten dürfen. Die so wichtig sind wie unsere Gegenwart und unsere Zukunft.

Sechs verschiedene Menschen erzählen uns ihre Erlebnisse zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Sie waren noch Kinder, als man sie von ihren Familien trennte. Ihnen ihre Anziehsachen und das Spielzeug wegnahm. Sie lernen mussten, was Angst, Hunger und Verzweiflung bedeuten. Und dass Juden weniger wert waren als Nutzvieh.

Obwohl jede Erzählstimme nur ein paar Seiten zur Verfügung hat und mit wenig Text auskommt, durchlebt man das Grauen des Naziterrors und des Holocaust auf eine Weise mit, die einen nur erahnen lässt, wie schlimm es für diese Kinder damals gewesen sein muss. Das Buch bringt auf den Punkt, was geschehen ist. Mir ging das unglaublich nahe! Bilder tauchten vor meinem inneren Auge auf: von Vernichtungslagern, von Opfern des Massenmordes und von jenen, die all das Schreckliche überlebt haben.

Die Illustrationen greifen die bedrückende Stimmung auf, zeigen die Zustände der damaligen Fabriken, spiegeln u.a. die Gefühle der Zwangsarbeiter wider und vermitteln dem Leser einen guten Eindruck von der Brutalität und Ungerechtigkeit, die in der Hungerhölle vorherrschten.

Jede Geschichte endet damit, dass man darüber informiert wird, was aus den Kindern geworden ist, welche Verluste sie hinnehmen mussten, wie es ihnen seitdem ergangen ist und wo sie heute leben.

Ein Zeitzeugnis mit eindrucksvollen Grafiken und informativen Zeittafeln, das hoffentlich weiter aufrüttelt und zudem etwas Trost spenden kann. Eine stille Botschaft an jeden von uns, dass wir niemals vergessen dürfen, was geschehen ist.

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Nicht nur hartgesottene Horrorfans haben schon mal etwas von Geistern, Vampiren, Zombies oder bösen Clowns gehört, oder? Man findet sie in Filmen, Serien, Büchern - und manchmal laufen welche draußen herum...

Ich habe ein Herz für all diese Monster und Ungeheuer, bin mit ihnen aufgewachsen und sie begleiten mich auch heute noch. Deswegen musste das Werk von Peter Bergting, das man durchaus als "Dunkle Enzyklopädie" bezeichnen kann, bei mir einziehen.

Man bekommt hier viel für sein Geld geboten. Nach einem vierseitigen Vorwort macht sich der Autor und Illustrator direkt ans Eingemachte und stellt uns auf den folgenden Seiten die verschiedensten Ungeheuer vor, u.a.: Cthulhu, Yog-Sothoth, Dracula, Nosferatu, Der kopflose Reiter, Hellboy, Hexen und Frankensteins Monster. Aber auch direkte Abgrenzungen des Horrors werden thematisiert, wie beispielsweise Arktischer, Unsichtbarer, Body, Mythologischer und Moderner Horror. Hierbei greift der Autor nicht nur auf interessante Fakten zurück, sondern führt hier und da passende Querverweise mit an. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Der kopflose Reiter erstmals 1820 in der Kurzgeschichte "Die Legende von Sleepy Hollow" erschien? Oder dass Alfred Hitchcocks "Psycho" von 1960 der erste Slasher-Film war? Oder dass der Werwolf ein mythologisches Monster ist, das uns seit dem Mittelalter auflauert?

Zitat: "Durch meinen Hintergrund als Comiczeichner weiß ich, wie wichtig es ist, dass wir etwas für das empfinden können, was wir sehen. Diesen Effekt bei Monstern zu erzielen, damit sie nicht einfach zu Abscheulichkeiten werden, ist die eigentliche Herausforderung."

Bei seinen düster-angehauchten Zeichnungen, die allesamt ein Augenschmaus sind, lässt sich Bergting laut eigener Aussage oft von Spezialeffekten aus Filmen inspirieren. Dabei legt er viel Wert darauf, etwas Schönes im Hässlichen und Unheimlichen zu finden. Ich finde, das ist ihm gelungen!

Fazit: Dieses Buch bietet mit interessanten Fakten und großartigen Bildern einen tiefen Einblick in die faszinierende Welt des Horrors. Solltet ihr euch unbedingt ansehen!

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