Peter Beutler

 3.6 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Weissenau, Kehrsatz und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Der Lucens-GAU
Neu erschienen am 20.09.2018 als Taschenbuch bei Emons Verlag.

Alle Bücher von Peter Beutler

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Peter BeutlerWeissenau
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Weissenau
Weissenau
 (6)
Erschienen am 25.05.2012
Peter BeutlerHohle Gasse
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Hohle Gasse
Hohle Gasse
 (2)
Erschienen am 12.03.2013
Peter BeutlerKristallhöhle
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Kristallhöhle
Kristallhöhle
 (2)
Erschienen am 07.10.2014
Peter BeutlerKanderschlucht
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Kanderschlucht
Kanderschlucht
 (2)
Erschienen am 01.09.2015
Peter BeutlerKehrsatz
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Kehrsatz
Kehrsatz
 (2)
Erschienen am 22.09.2016
Peter BeutlerMorgarten
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Morgarten
Morgarten
 (2)
Erschienen am 26.02.2014
Peter BeutlerBerner Münstersturz
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Berner Münstersturz
Berner Münstersturz
 (1)
Erschienen am 15.10.2015
Peter BeutlerDie vier Säulen der LebensEnergie
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Die vier Säulen der LebensEnergie

Neue Rezensionen zu Peter Beutler

Neu
Aglayas avatar

Rezension zu "Hohle Gasse" von Peter Beutler

Unterhaltsamer Krimi mit wahren Wurzeln
Aglayavor einem Jahr

In der Nähe von Luzern wird eine Joggerin tot im Wald aufgefunden. Die Tote war bis vor einigen Jahren Mitglied einer Polizei-Spezialeinheit, die mit einem Zwischenfall bei der "Hohlen Gasse" landesweit für Aufmerksamkeit gesorgt hat. War der Mord ein Sexualdelikt, oder steckt das Motiv in der Vergangenheit des Opfers?

Die Geschichte wird in der dritten Person grösstenteils aus der Sicht des neu nach Luzern gezogenen Polizisten Beat Lauber erzählt. Lauber ist ein Polizist, wie ich ihn gerne mag, ehrlich, gewissenhaft und immer darauf bedacht, die Wahrheit herauszufinden. Als Berner fällt er in Luzern schon durch seinen Dialekt auf und hebt sich aus der Masse hervor (das kenne ich, ich habe Laubers Weg vor einigen Jahren beschritten. Im Gegensatz zu Lauber bin ich allerdings noch nie auf den Sonderbundskrieg angesprochen worden, in dem 1847 die reformierten Kantone um Bern gegen die Katholischen Kantone um Luzern besiegt und daraufhin die Schweiz als Bundesstaat gegründet haben).

Wie die meisten (oder dar alle?) Bücher von Peter Beutler basiert auch dieses lose auf einer wahren Begebenheit (wer mehr darüber wissen möchte, soll nach "Fall Luchs 2005" googlen…). Doch auch hier hat der Autor seine künstlerische Freiheit ausgenützt und vieles dazugedichtet. Während der Lektüre habe ich mich oft sehr geärgert. Nicht über das Buch an sich, aber über die vielen wirklich unausstehlichen Figuren, gegen die Lauber zu kämpfen hat. Erst der Schluss hat mich wieder versöhnlich gestimmt. Insgesamt hat mich der Krimi gut unterhalten, Peter Beutler hat es erneut geschafft, ein wahres Delikt in einen unterhaltsamen und spannenden Roman umzuwandeln, auch wenn einige Wendungen oder Überraschungen wünschenswert gewesen wären.

Im nunmehr vierten Roman, den ich von Peter Beutler gelesen habe, kam ich deutlich besser mit dem Schreibstil zurecht. Er erschien mir deutlich lebendiger und weniger protokollhaft als in den anderen Bänden (oder liegt es an mir; habe ich mich mittlerweile an den Stil gewöhnt?). Allerdings sind mir einige kleinere Fehler aufgefallen, so wird die Zürcher Elitetruppe mal "Cobra", dann wieder "Leopard" genannt, und einmal spricht Lauber seinen Mitarbeiter mit seinem eigenen Vornamen an. Für Nicht-Schweizer werden die wichtigsten Begriffe am Schluss des Buches in einem Glossar erläutert.

Mein Fazit
Unterhaltsamer Krimi mit wahren Wurzeln

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Aglayas avatar

Rezension zu "Kanderschlucht" von Peter Beutler

Der Klappentext verrät zu viel
Aglayavor einem Jahr

Ab 1950 werden im beschaulichen Berner Oberland mehrere Prostituierte ermordet. Da bei den Tatorten jeweils ein Militärfahrzeug beobachtet wurde, schliesst sich Michael Bärtschi von der Kantonspolizei mit dem Militärpolizisten Max Schmocker zusammen, um den Hintergründen auf die Spur zu gehen.

Die Geschichte wird in der dritten Person von einem allwissenden Beobachter erzählt, der die meiste Zeit auf Michael "Miggu" Bärtschi fokussiert, aber auch Max Schmocker und weitere Beteiligte begleitet. Sehr viel erfährt man über die Figuren allerdings nicht, der Schwerpunkt liegt klar auf dem Kriminalfall, das Privatleben und die inneren Vorgänge der Figuren spielen kaum eine Rolle. Während die Anzahl der Charaktere zu Beginn noch einigermassen übersichtlich ist, kommen im Laufe der Geschichte immer mehr Figuren dazu, sodass es schwer wird, den Überblick zu behalten. Für Nicht-Schweizer werden die vielen klassisch Schweizerischen und daher ungewohnten Namen ihr übriges tun, um den Leser zu verwirren. Mich als Schweizerin hat das natürlich nicht gestört, in Gegenteil, ich habe mich darüber amüsiert, meinen eigenen Nachnamen im Buch zu lesen ;-)

Während die beiden Krimis, die ich bisher von Peter Beutler gelesen habe ("Kristallhöhle" und "Kehrsatz") auf wahren Straftaten basierten, handelt es sich bei "Kanderschlucht" um eine fiktive Geschichte, die jedoch an tatsächliche Begebenheiten angelehnt wird. Leider verraten hier die Widmung des Autors sowie der Klappentext etwas zu viel, da schon vor der Lektüre klar wird, was die Hintergründe der Tat sein müssen. Das hätte sich der Autor wohl besser für das Nachwort aufgespart, da es mir doch einiges von der Spannung genommen hat. So ging es nur noch darum herauszufinden, wer hinter dem Ganzen steckt, und da ich keine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte, war mir das mehr oder weniger egal.

Die Geschichte spielt in den 1950er Jahren, einer Zeit, in der meine Eltern bereits lebten. Und doch fand ich es erschreckend, wie altertümlich es damals zu und her ging. Wer als unverheiratete Person Geschlechtsverkehr hatte, konnte verhaftet werden, mit einem Offizier per Du zu sein war eine grosse Ehre und wenn man Hilfe eines Polizisten benötigte, so musste man besonders freundlich und unterwürfig sein, da der Beamte ansonsten vielleicht keine Lust verspürte, seine Arbeit zu tun, ohne dass man etwas dagegen tun konnte. Wie froh bin ich, dass ich heute lebe und nicht vor 65 Jahren!

Auch in "Kanderschlucht" ist der Schreibstil des Autors Peter Beutler nüchtern, geradezu protokollartig gehalten. Peter Beutler verwendet viele Schweizer Ausdrücke und Ortsbezeichnungen, die am Ende des Buches in einem Glossar übersetzt werden.

Mein Fazit
Der Klappentext verrät zu viel und dämpft die Spannung stark

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Aglayas avatar

Rezension zu "Kehrsatz" von Peter Beutler

Interessanter, aber nicht sonderlich spannender Krimi mit wahrem Hintergrund
Aglayavor einem Jahr

In der Berner Vorortsgemeinde Kehrsatz wird eine ermordete Frau aufgefunden. Schon bald fällt der Verdacht auf ihren Ehemann Micha Witschi, der verhaftet und verurteilt wird. Doch ist er auch wirklich der Täter?

"Kehrsatz" dreht sich um einen wahren Kriminalfall, die Ermordung der C.Z. in der titelgebenden Ortschaft. Von der Tat selber und der Verurteilung des Ehemanns habe ich damals nicht wirklich etwas mitbekommen, da war ich noch zu jung. Als der Fall dann aber mehrere Jahre später nochmal aufgerollt und gross in den Medien betreitgetreten wurde, war ich schon alt genug um die Gespräche meiner Eltern am Esstisch zu verstehen. Ich habe da also in einem gewissen Mass eine "Verbindung" zu dem Fall (ich bin auch nur rund 30km vom Tatort entfernt aufgewachsen) und auch schon früher ein Buch darüber gelesen ("Mord in Kehrsatz" von Hanspeter Born). Allerdings vermischt der Autor Peter Beutler die wahren Geschehnisse hier mit viel Fiktion, ändert Namen und fügt weitere Straftaten hinzu. Es handelt sich hier also nicht um einen Tatsachenbericht, sondern um einen Kriminalroman mit wahrem Hintergrund.

Der Autor verbindet in seiner Geschichte zwei Handlungsstränge. Einerseits die Mordtat, deren Untersuchung und die Gerichtsprozesse, sowie die nachträglichen Untersuchungen vom Polizisten Willi Däpp. Andererseits die Journalistische Aufarbeit 30 Jahre später durch den Radio- und Fernsehjournalisten Isidor Ehrsam. Während sich der erste Handlungsstrang mehr oder weniger eng an die tatsächlichen Geschehnisse hält, ist der zweite rein fiktiv.

Im "realen" Handlungsstrang gibt es grosse Zeitsprünge, die teilweise etwas verwirrend sind. Mal wird über viele Seiten hinweg eine Situation von wenigen Minuten geschildert, dann springt die Handlung zurück in die Kindheit von Micha Witschi, dann wieder Monate nach vorne. Dadurch erfordert die Lektüre viel Aufmerksamkeit, um den Faden nicht zu verlieren.

Der Schreibstil des Autors Peter Beutler ist recht nüchtern gehalten, das Buch wirkt eher wie ein Bericht oder ein Polizeireport als wie eine Erzählung. Wer sich damit anfreunden kann, wird mit einem unterhaltsamen Kriminalroman belohnt, auch wenn die grosse Spannung fehlt.


Mein Fazit

Interessanter, wenn auch nicht sonderlich spannender Krimi mit wahrem Hintergrund.

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