Polarisiert

von Peter Bogardt 
3,8 Sterne bei9 Bewertungen
Polarisiert
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tob82s avatar

Unterhaltsam geschrieben, Mängel bei der Konstruktion

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interessante Thematik in zuviele Einzelthemen verzettelt

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Inhaltsangabe zu "Polarisiert"

Nach einem Burnout entscheidet sich Andreas für ein Sabbatjahr in Sibirien. In den endlosen Weiten der Taiga bekommt der überarbeitete Programmierer schnell die volle Tragweite seines Entschlusses zu spüren.
Während sein Sohn sich auf der Suche nach dem eigenen Weg durch den Großstadtdschungel schlägt, lernt Andreas die wahre Natur der Wildnis kennen.
Als würden die widrigen Lebensbedingungen nicht schon genügen, wird er in eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes verwickelt, die die Welt für immer verändern könnte …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783943292619
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:chiliverlag
Erscheinungsdatum:29.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    tob82s avatar
    tob82vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsam geschrieben, Mängel bei der Konstruktion
    Unterhaltsam geschrieben, Mängel bei der Konstruktion

    "Polarisiert" von Peter Bogardt ist ein Roman, den man nicht wirklich in ein festes Genre einordnen kann. Die Geschichte beginnt mit einem Hinweis auf ein globales Katastrophenszenario, dem ein Großteil der Menschheit zum Opfer fallen könnte. Danach wird die Handlung größtenteils in drei Strängen erzählt:

    Sebastian ist Student der Geographie und lebt in Berlin. Er teilt sich eine WG mit einem Kommilitonen, schreibt an einem Roman und arbeitet als Aushilfskraft in der Uni-Bibliothek. Dort trifft es eines Abends die attraktive Medizinstudentin Agatha.

    Sebastians Vater, Andreas, zieht nach einem Burnout in ein kleines Dorf der sogenannten "Saworjaner" in Sibirien. Diese Gruppierung folgt der Lehre eines "Gurus", der sich als Reinkarnation Jesu sieht. Er wird in der Gemeinschaft freundlich aufgenommen, muss aber schnell feststellen, dass das "einfache Leben" fernab der Zivilisation doch alles andere als romantisch und einfach ist.

    Dritter Protagonist ist der Söldner Leonid. Als Ex-Angehöriger der russischen Elitetrupper Speznas arbeitet er seither als Agent der Regierung. Als zwei ehemalige Kollegen in Sibirien ermordet aufgefunden werden bekommt er den Auftrag, die Hintergründe dieser Tat in Erfahrung zu bringen. Dazu heuert er als Wachmann in einer mysteriösen, fast hermetisch abgeriegelten Stadt mitten im sibirischen Nirgendwo an.

    Grundsätzlich hat mir die Lektüre gefallen. Die Charaktere sind interessant und die Schauplätze gut beschrieben. Trotzdem hatte ich immer wieder Phasen, in denen ich mich zum Lesen motivieren musste. Hauptproblem scheint mir die Konstruktion der Geschichte zu sein. Für einen Thriller fehlt es ohne Zweifel an Spannung und einem finalen Höhepunkt. Für einen Entwicklungsroman wird mir zu wenig auf die Hintergrundgeschichten der Protagonisten eingegangen, so dass es an letztem psychologischem Tiefgang fehlt. Evtl. kommt hier die geringe Erfahrung des jungen Autors zum Tragen. Zu Beginn wirken manche Formulierung auf mich etwas klischeehaft. Dies wird allerdings mit zunehmender Dauer immer besser und insgesamt gefällt mir der Stil ziemlich gut. Die Zitate zu Beginn jedes Kapitels finde ich nur bedingt gelungen, dafür gibt es gelegentlich philosophische und kulturkritische Passagen, die ich gerne gelesen habe.

    3,5 Sterne

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    gusacas avatar
    gusacavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: interessante Thematik in zuviele Einzelthemen verzettelt
    Weltuntergang?

    Der überarbeitete Programmierer Andreas bricht auf nach Sibirien, um dort einen NEuanfang zu wagen und wieder zu sich selber zu finden.
    Zu gleichen Zeit beginnt sein Sohn Sebastian als Student in Berlin auf eigenen Beinen zu stehen.
    Beide machen ganz neue Erfahrungen und werden mit unerwarteten GEfahren konfrontiert. Droht wirklich eine globale KAtastrophe , die die Welt verändern würde?

    Dieser Roman beginnt mit einer Vielzahl von Handlungsträngen, die sich langsam aufeinander zu bewegen.
    Der Spannungsbogen ist nicht durchgängig und beschränkt sich auf einen Teil der Handlung.
    Einige Details , die für den weiteren Verlauf sehr wichtig sind, erscheinen mir doch sehr konstruiert.
    Es werden viele interessante Themen angesprochen wie Umweltkatastrophen, die zum Weltuntergang führen könnten, Sektenbildung, eine geheime Arche Noah, Geheimdienstaktivitäten, politische Intrigen, persönliche Charakterentwicklungen, das feindliche Sibirische Klima, der Wert von Familie und Freundschaft.
    Allerdings bleibt einiges doch sehr an der Oberfläche und wird auch am Ende nicht ganz aufgelöst.
    Die GEschichte an sich hat mich gut unterhalten.
    Etwas mehr Tiefe und eine Verdichtung der GEschichte hätte dem ganzen bestimmt gut getan.
    Gut gefallen hat mir der stetige PErspektivenwechsel und die inhaltlich sehr treffenden  Überschriften , der einzelnen KApitel.
    Auch der flüssige und abwechslungsreiche Schreibstil hat mich angesprochen.

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    Caesings avatar
    Caesingvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Umweltthriller, der in der rauen Landschaft Sibirien spielt und zum Glück mal nicht in Amerika.
    Kurzweiliges Buch mit einem "großen" Thema

    Polarisiert ist ein Buch mit einem spannenden Thema: Die Möglichkeit, dass die Erde dem Dschanibekow-Effekt anheimfallen könnte, und kippen: Aus Südpol wird Nordpol und umgekehrt. Der zwangsläufig folgenden Katastrophe versuchen einige Menschen in Sibirien zu entkommen und bauen dort eine Kolonie, die sie "Wiedergeburt" nennen. Allerdings ist diese Kolonie nur einem eingeweihten Zirkel an Menschen bekannt und nicht ganz legal. Wer einmal dort lebt, entkommt nicht mehr.
    In diese Ereignisse wird ein erfolgreicher deutscher Geschäftsmann verstrickt, der sich in Sibirien von seinem Burnout erholt. Er heißt Andreas und Andreas hat in Berlin seine Familie: Einen Sohn Sebastian, dem ein eigener Handlungsstrang gewidmet ist und eine geschiedene Frau, die nur in einer Szene im Buch auftaucht.
    Im Verlauf der Ereignisse wird von einer Institution (evtl. dem russischen Staat?) die Kolonie bekannt und zum Auskundschaften der hiesigen Verhältnisse schleust man einen Spezialagenten ein. Jener kann fliehen und die Kenntnis der Kolonie wird zumindest Andreas und einem Freund sowie dem Vater des Spezialagenten bekannt. Damit endet die Geschichte. Ob der Auftraggeber des Spezialagenten die Kolonie aushebt oder vielleicht gar selber mit zu den Drahtziehern gehört bleibt ungewiss. Auch das weitere Leben des Andreas lässt der Autor offen. Damit endet das Buch, unspektakulär aber realistisch und nicht unbefriedigend.
    Trotz des "großen Stoffes" befriedigt mich das umfangreiche Werk nicht ganz. Es ist nicht bis in die letzte Konsequenz durchdacht und es schleppt zuviel Ballast mit. Zum Beispiel hat der Handlungsstrang um den Sohn des Protagonisten keinerlei berechtigung und wird am Schluss, anders als der Handlungsstrang um den Spezialagenten und dessen Vater, nicht mit dem Haptthema verknüpft. Eine Szene einer Trainingsstunde im Fitnesscenter füllt Seiten, da frage ich mich, warum. Insgesamt wären eine Straffung des Stoffes und ein rascheres Erzählen wünschenswert. Es stellt sich mir die Frage, welche Rolle das Lektorat in diesem Buch gespielt hat.
    Trotzdem: Ich habe mich gut unterhalten und das Buch war kurzweilig und stellenweise auch witzig. Besonders die amurösen Abenteuer bzw. deren Versuche von Sebastian und seinem Mitbewohner in einer WG haben mich stellenweise amüsiert.
    Danke, dass ich an der Leserunde mitmachen durfte.

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    deidrees avatar
    deidreevor 5 Monaten
    Spannende Themen, die auch beim Leser Fragen aufwerfen

    Die Hauptfiguren in „Polarisiert“ von Peter Bogardt sind Andreas und sein Sohn Sebastian in ihrer eigenen Selbstfindungsgeschichte am Rande einer Verschwörungstheorie.

     

    Der Programmierer Andreas entschließt sich nach einem Burnout für ein selbstbestimmtes Leben in Sibirien. Ohne Vorkenntnisse, egal ob handwerklich oder im Gartenbau, tritt er sein neues Leben an. Nur durch Hilfestellung der hilfsbereiten Nachbarn überlebt er den ersten Winter. Andreas findet Zeit nachzudenken, was ihm wichtig ist. Seine Prioritäten ändern sich in der harten Wildnis Sibiriens. Wird er bleiben, oder nach Deutschland zurückkehren?

     

    Sebastian ist Student in Berlin. Ein junger Mann, der nicht nur mit dem plötzlich und unvorbereiteten Umzug seines Vaters nach Sibirien klar kommen muss, sondern auch mit den Wirren der jugendlichen Liebe. Findet auch er seinen Platz?

     

    Rund um die Lebensumstände der beiden zeigt uns Peter Bogardt eine Verschwörungstheorie im Zusammenhang mit dem Klimawandel unserer Zeit auf.

     

    Das Buch ist in verschieden lange Kapitel mit Ortsangabe, wo wir uns in diesem Kapitel befinden werden, geteilt. Das fand ich persönlich sehr hilfreich. Jedes Kapitel trägt einen kurzen, passenden Spruch oder Zitat als Art Überschrift. Der Schreibstil ist für mich gut lesbar und flüssig.

     

    „Polarisiert“ polarisiert wirklich. Es hat in mir selbst zwei Pole geschaffen. Einerseits finde ich die Idee sehr gut. Spannende Abschnitte wechseln sich mit leichtern Kapiteln ab. Ein schöner Ausgleich. Und andererseits, ist mir, im Vergleich zum wirklich interessanten Schluss, die Einleitung etwas zu lange bzw. mit zu vielen Personen, geraten. Auch habe ich für mich nicht alle Fragen beantwortet gefunden. Was wiederum in der Sache der Natur liegen kann, dass es einfach keine Antworten gibt.

     

    Ich finde hier zwei Ideen miteinander verknüpft, aber nur lose und nicht wirklich verbunden. So einmal die Idee der Verschwörungstheorie, die eigentlich nur im Strang Andreas einfließt. Andererseits die Vater/Sohn Selbstfindungsgeschichten in der für Sebastian die Verschwörungstheorie gleich Null Bedeutung hat.

     

    Meine Leseempfehlung geht an jene Leser, die eine Vielschichtigkeit, gepaart mit abwechslungsreicher Spannung, aber nicht unbedingt eine vorgegebene und fix präsentierte Lösung, rund um Verschwörung und menschlicher Grenzsituationen, bevorzugen. Trotz der für mich offenen Punkte hat mir das Lesen Spaß gemacht und kurzweilige Stunden beschert.

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    Marion_Schemels avatar
    Marion_Schemelvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: spannender Roman über Verschwörungen und Aussteiger
    Von Spionen und der endlosen Weite Sibieriens nach Berlin und in die Mitte der Gesellschaft

    Nach einem Burnout entscheidet sich Andreas für ein Sabbatjahr in Sibirien. In den endlosen Weiten der Taiga bekommt der überarbeitete Programmierer schnell die volle Tragweite seines Entschlusses zu spüren.
    Während sein Sohn sich auf der Suche nach dem eigenen Weg durch den Großstadtdschungel schlägt, lernt Andreas die wahre Natur der Wildnis kennen.
    Als würden die widrigen Lebensbedingungen nicht schon genügen, wird er in eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes verwickelt, die die Welt für immer verändern könnte..
    Mit einem spannenden Einstieg kommt der Leser langsam in den Fluß des Buches, verschiedene Stränge mit vielen Charakteren fordern die Aufmerksamkeit.
    Viele Fragen stellten sich mir beim Lesen, von Kritik an der Gesellschaft bis hin zur näheren Betrachtung der Glaubensfrage über Ausflüge ins Spionagegenre bis hin zur weltweiten Verschwörungstheorie.
    Die Passagen mit den Thrillereffekten gefielen mir sehr gut, ebenso die Vielschichtigkeit der einzelnen Erzählstränge.
    Die beiden Hauptpersonen wurden gut ausgearbeitet und passen in die Story hinein.
    Von mir gibt s gute 4 Sterne, da mir persönlich das Ende der Geschichte zu schnell und nicht so ganz ausgewogen schien.
    Alles in allem hat es mir viel Spaß gemacht das Buch zu lesen und die Entwicklung mitzuverfolgen.
    Von mir eine Leseempfehlung für spannende und detailreiche Unterhaltung.

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    annlus avatar
    annluvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: zu Beginn konnte ich nicht so warm werden, aber dann wurde die Geschichte spannend
    Leben in der Zivilisation vs. Wildnis

    *Andreas starrte vor sich hin. Eine Entscheidung musste her. Wahrscheinlich eine große Entscheidung.*


    Nachdem dem Programmierer Andreas eine Kur als Ausgleich für sein Burnout nicht reicht, fällt er eine radikale Entscheidung: Ein Jahr will er weg von allem und nach Sibirien. Sein Sohn Sebastian, der gerade erst nach Berlin gezogen ist und sich nun an das Großstadt- und Studentenleben gewöhnen muss, ist davon nicht unbedingt begeistert. Während die Beiden sich mit ihrer neuen Lebenssituation auseinandersetzen, werden in den Weiten Russlands geheime Pläne geschmiedet und an Verschwörungen gearbeitet.



    Die Geschichte steigt sehr spannend mit einigen russischen Persönlichkeiten ein. Allerdings bilden diese nur den Prolog. Danach verlagert sich die Erzählung zu Sebastian und Andreas, die abwechselnd ihren Alltag beschreiben. Während bei Andreas erst die spontane Entscheidung zur Auswanderung reift, beginnt für Sebastian gerade ein neuer Lebensabschnitt.


    Sebastian steigt in das Studentenleben ein, mit Uni, WG und – bedingt durch seinen neuen Mitbewohner – auch neuem Nachtleben. Eigentlich ist er eher introvertiert und kennt vieles davon noch nicht. Auch seine Begegnungen mit Frauen zeichnen sich durch Schüchternheit aus. So konnte ich mir auch länger kein genaues Bild von ihm machen. Während ich seine neue Bekanntschaft und sein Herantasten an die Liebe noch ganz nett fand, waren mir andere Alltagssituationen zu detailliert beschrieben, da sie ein Umfeld und eine Situation zeigten, die mir bekannt waren und die zu meinen Erfahrungen zählten.


    Anders zeigte sich Andreas. Nach dem Einstieg steht sein Entschluss fest und es zieht in nach Sibirien. Obwohl auch dort lange „nur“ Andreas Alltag beschrieben wird, unterschied sich dieser so sehr von meinem Leben, dass ich ihn sehr interessant fand. Besonders auch, da nicht alles nur positiv für ihn verläuft und er sich eingestehen muss, dass es auch in diesem neuen Leben schlechte Zeiten gibt.


    Zwischen den Kapiteln um Andreas und Sebastian wird der Leser immer wieder zu geheimnisvolleren Männern entführt. So trifft er auf Leonid, den russischen Spion in Berlinn, aber auch auf denjenigen, der hinter den Geheimnissen im Altai-Gebirge steckt und der seine eigenen Pläne verfolgt. Diese Teile fand ich sehr spannend – davon hätte ich bei weitem mehr haben können, da sie sich durchweg wie ein Thriller lasen und nicht nur Verschwörungen, sondern auch so allerlei kriminelle Machenschaften andeuteten.


    Die Geschichte ist immer wieder gesellschaftskritisch. So werden große Fragen zum System aber auch dem Glauben gestellt. Einerseits waren diese in Unterhaltungen eingebunden. Manchmal betrafen sie auch die Gedanken der Charaktere, sodass sie für meinen Geschmack zu intensiv wurden. Sehr gut gelungen ist meiner Meinung nach die Beschreibung von Andreas Burnout und den Gedanken und Konsequenzen, die er daraus zieht.


    Zum Ende hin finden die einzelnen Handlungsstränge sich zu einem Ganzen zusammen, das einerseits noch handlungsreicher wurde, andererseits weniger spektakulär, als gedacht – was aber gut zum Rest der Geschichte passte.


    Fazit: Polarisiert war hier nicht nur der Titel. Auch ich war hin- und hergerissen zwischen einer sehr guten und einer eher abneigenden Sicht auf die unterschiedlichen Szenen. Obwohl es auch spannende Situationen gab, standen Sebastian und Andreas als Menschen und ihre charakterlichen Entwicklungen im Mittelpunkt. Zum Ende hin steigerte sich jedoch der spannende Teil, sodass die Geschichte als Ganzes einen guten Eindruck bei mir hinterlassen hat.

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    trollchens avatar
    trollchenvor 5 Monaten
    Zu viele Themen, die das Buch zu überladen machen

    Polarisiert
    Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und danke dem chiliverlag für das Leseexemplar.
    Herausgeber ist der chiliverlag ( 29. März 2018) und es hat 464 Seiten.

    Kurzinhalt: Nach einem Burnout entscheidet sich Andreas für ein Sabbatjahr in Sibirien. In den endlosen Weiten der Taiga bekommt der überarbeitete Programmierer schnell die volle Tragweite seines Entschlusses zu spüren.
    Während sein Sohn sich auf der Suche nach dem eigenen Weg durch den Großstadtdschungel schlägt, lernt Andreas die wahre Natur der Wildnis kennen.
    Als würden die widrigen Lebensbedingungen nicht schon genügen, wird er in eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes verwickelt, die die Welt für immer verändern könnte …
    Meine Meinung: Ich weiß bis jetzt immer noch nicht richtig, was ich von dem Buch halten soll. Vielleicht habe ich mir ja auch was ganz anderes darunter vorgestellt, ich weiß es nicht. Auf alle Fälle fand ich die Ideen in dem Buch und die Themenansätze sehr spannend, aber meist wurden sie nur sehr oberflächlich behandelt, so dass es sehr viele Themen in dem Buch gab, die zwar alle miteinander was zu tun haben, aber es waren einfach zu viele. Auch fand ich die Liebesgeschichte vom Sohn zwar interessant, aber mir erschloss sich nicht der Sinn dahinter, also, was es mit der Liebesgeschichte auf sich hat. Und ich hatte mir vorgestellt, dass mir mehr Seiten vom Aussteigerleben gezeigt werden, welche Probleme und Widrigkeiten zu bekämpfen sind, aber dies wurde auch nur meist am Rande erwähnt. Die Verschwörung an sich ist sicherlich schlimm und sie wird auch ein wenig erläutert, aber man kann die Ausmaße doch kaum einschätzen und da hätte ich auch gern ein paar Antworten gehabt, wie so etwas abläuft und was da alles so gemacht wird in den Lagern, obwohl es doch vorstellbar wäre, dass so etwas passieren könnte.
    Mein Fazit: Sicherlich ein interessantes Buch, aber etwas weniger Input, dafür mehr Tiefgang hätte ich mir gewünscht. Sachen, die mich interessiert hätten, wurden nur gestriffen und andere, für mich unbedeutendere Dinge wurden sehr detailliert beschrieben. Vielleicht habe ich einfach was anderes von dem Buch erwartet, ich weiß es nicht. Ich vergebe 4 Sterne.

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    marrehs avatar
    marrehvor 5 Monaten
    Spannend und abwechslungsreich, teilweise witzig, dann wieder zum Nachdenken - insgesamt lesenswert

    "Polarisiert" von Peter Bogardt hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen. Ich mag diesen detailreichen Erzählstil, die Zitate, die den recht kurz gehaltenen Kapiteln vorangestellt sind und die verschiedenen Erzählstränge, die erst nach geraumer Zeit zueinander finden. Auch die Geschichte an sich hat viel zu bieten. Einmal handelt es von Andreas, einem Aussteiger, der genug von der westlichen Zivilisation hat und im tiefsten Sibirien seine Grenzen austesten möchte. Dann sein Sohn Sebastian, Student in Berlin, der beginnt seinen ganz persönlichen Weg zu gehen. Schließlich Leonid und ein dubioses Projekt in Sibirien, Verschwörungstheorien, Weltuntergangsszenarien, die Folgen von Klimawandel und unüberlegtem Ausbeuten von Ressourcen. Insgesamt eine Fülle an Informationen, die zusammengefügt werden müssen, was dann leider am Ende nicht ganz so überzeugend gelingt, daher auch nur vier Sterne. Auch ist mir das Ende dann viel zu schnell, das hätte ich mir ausführlicher gewünscht, auch einige Charaktere bleiben noch etwas zu wage. Dennoch in den Details absolut lesenswert und auch spannend bis zum Ende. Es hat mir Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen.

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    Gelindes avatar
    Gelindevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Verschwörungstheorien und Weltuntergang! Ein interessantes Buch, mit vielleicht kleinen Anlaufschwierigkeiten , das ich gerne gelesen habe
    Polarisiert

    Polarisiert, von Peter Bogardt

    Cover:
    Das Cover macht neugierig und zeigt schon eine gewisse Spannung.
    Der Titel und die Darstellung passen.
    Spiegelschrift, Schwarz/Weiß, Farben und Form der Hochhäuser, überall spiegeln sich Widersprüche und Gegensätze.

    Inhalt:
    Nach einem Burnout und einer wirkungslosen Reha, entscheidet sich Andreas für ein Jahr als Aussteiger in Sibirien. Hier will er zu sich selber und auch einen neuen Sinn für sein Leben finden.

    Sein Sohn ist auch auf der Suche. Er hingegen im Großstadtdschungel Berlin.

    Beide kommen auf unterschiedliche Weise an ihre Grenzen und machen ganz neue unerwartete Erfahrungen.

    Meine Meinung:
    Eine interessante und glaubhafte Geschichte über Verschwörungstheorien, bzw. ein Weltuntergangsszenario und seine Folgen und Auswirkungen und was man dagegen machen könnte und wie sich das wiederum auswirkt.
    Verschwörungstheorien und Weltuntergang!
    Beides ist Thema und zu beidem kann man so viel sagen und überall ist ein Kern Wahrheit, je nachdem von welcher Seite man es beleuchtet kann man Pro oder Kontra sein. (Hier haben wir dann auch den Titel- Polarisiert).
    Es gibt zwei Handlungsstränge um das Ganze von verschiedenen Seiten zu betrachten.
    Einmal in der Stadt (westliche Zivilisation, Ballungsgebiet, Arbeitswelt) dann fernab in Sibirien (quasi eine Aussteigergeschichte).
    Der Einstig ist gut gelungen, es macht neugierig.
    Beide Erzählstränge geben viel Anlass zum Nachdenken.
    Wenn auch am Schluss meiner Meinung nach alles ein bisschen zu schnell geht. Hier hätte ich mir eine klarere Stellungnahme und evtl. noch ein bisschen mehr Info gewünscht.

    Manches ist mir zu ausführlich (oder ich finde es unerheblich), bei andrem fehlt mir etwas Info.


    Der Schreibstil (Satz und Wortwahl) gefällt mir gut.
    Zitat:
    Binnen weniger Augenblicke rodete unberechenbare Emotionalität den über Jahre aufgeforsteten Wald gesellschaftlicher Anpassung.
    Solche Sätze finde ich klasse.

    Zitat: Toller Spruch (Leider)
    Mond fragt Erde: Was hast du denn?
    Erde: Homo Sapiens!
    Mond: Das geht vorbei!

    Autor:
    Peter Bogardt, geb. 1989 in Dresden, lebt in Berlin. Als studierter Geograph bewegte er sich bereits intensiv im Spannungsfeld des globalisieren Klimawandels.
    Dieses Buch ist das Debüt des Autors.

    Mein Fazit:

    Ein interessantes Buch, mit vielleicht kleinen Anlaufschwierigkeiten (Debüt?), das ich aber gerne gelesen habe.
    Ich vergebe 3,5 Sterne die ich gerne auf 4 aufrunde.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    elane_eodains avatar
    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
    Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
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    PeterBogardts avatar

    Liebe lesende Menschen,

    Polarisiert verwebt eine spannungsreiche Verschwörungstheorie zur Zukunft unserer Erde mit der Suche zweier Menschen nach sich selbst.
    Der überarbeitete Programmierer Andreas versucht nach einem Burnout eine Alternative des Zusammenlebens zu finden und verbringt ein Sabbatjahr in Sibirien. Gleichzeitigt sieht sich sein Sohn Sebastian in Berlin mit den Schwierigkeiten der jüngeren Generation konfrontiert.

    In verschiedenen Lebensphasen suchen sie nach ihrem Platz in dieser unübersichtlich gewordenen Welt. Was ist ihre Bestimmung und welche Rolle spielt dabei die Liebe? Schnell wird deutlich, dass sich diese Themen für den Einzelnen immer wieder in den Vordergrund drängen und die großen Herausforderungen unserer Zeit überlagern.

    Anfangs wollte ich eigentlich einen Science-(Fiction-)Thriller schreiben, weil mich dieses Genre auch als Leser fasziniert. Doch nach über 6 Jahren Arbeit ist aus meinem Debüt 
    Polarisiert eher ein Entwicklungsroman geworden, der den Fokus auf die Figuren legt. Ich finde es interessant, wie das Individuum heutzutage im Spannungsfeld zwischen globalen Fragestellungen und dem eigenen Leben hin- und hergerissen ist, zwischen Selbstinszenierung und Realität, zwischen Ablenkung und Alltag.
    All diese Kontraste führen uns zu einer einfachen und doch so schwierigen Frage: Wie wollen wir leben?

    Ich werde an der Leserunde aktiv teilnehmen. Eine Leseprobe gibt es hier.


    Wer hat Lust, mitzulesen?

    Bitte bewerbt euch bis zum 15. Mai 2018 für eines der 10 Taschenbücher mit der Antwort auf folgende Frage:

    Welche Assoziationen weckt der Titel Polarisiert in euch?

    Ich freue mich auf eure Antworten und eine erkenntnisreiche Leserunde!


    Euer Peter Bogardt
    Zur Leserunde

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