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Gelinde

vor 4 Monaten

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Der letzte Abschnitt:
Der kommt mir jetzt doch irgendwie recht kurz vor (zu kurz).

-Verschwörungstheorien und Weltuntergang!
Beides ist Thema und zu beidem kann man so viel sagen und überall ist ein Kern Wahrheit, je nachdem von welcher Seite man es beleichtet kann man Pro oder Kontra sein. (Hier haben wir dann auch den Titel- Polarisiert).

--Boris ist also Wadims Freund und Leonids Vater!!
Und hier zeigt sich der „Mensch“ Leonid (Blut ist halt doch dicker als Wasser?).
Zu Leonid und seinen Gedanken oder Handlungsweise hätte ich gerne noch ein bisschen mehr gelesen.

-Wie Sebastian sich im Schneesturm auf den Weg macht finde ich reichlich übertrieben und ich finde diese „Schmachtmonzette“ hätte das Buch nicht gebraucht. Trotz Schneesturm, Naturgewalt und allen Überlegungen, hätte das viele Geld von Agathas Eltern mehr bewirkt (hat es ja auch)!

Sebastian – Jonas – Agatha – brauchten wir die für die Geschichte?
Als Gegenpart zur Wildnis??

Diesen Alleingang (?) von Sergeij, habe ich jetzt nicht ganz kapiert.
War der jetzt von der Regierung oder von dem ÖL Magnat engagiert?

Auch bei Andreas Happy End:
Er hat zwar keine endgültige Antworten gefunden (wie auch, ich finde bei dieser Problematik gibt es keine), aber er fühlt sich wohl.
Will aber nicht rein in der Wildnis leben, sondern sich diesen „Rückzugsort“ bewahren.
Wer kann das schon , rein zeitlich und finanziell?


Zitat: Toller Spruch (Leider)
Mond fragt Erde: Was hast du denn?
Erde: Homo Sapiens!
Mond: Das geht vorbei!

PeterBogardt

vor 4 Monaten

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@Gelinde

Vielen Dank für Deine erste Einschätzung!
Kurz zu Sergej: Er hat für die Regierung gearbeitet, wurde aber von dem Öl-Magnat engagiert. Inwiefern die Regierung nun in dem Projekt involviert war (also wie groß die Kreise der Verschwörung sind), bleibt ja relativ offen.

Zu Sebastians Handlungsstrang: Ja, das sollte der Gegenpart zur Wildnis sein.
Dass Du gerne noch mehr über Leonid gelesen hättest. und dass das Ende ein wenig abrupt kam, ist für mich persönlich der einzige Wermutstropfen des Romans. Ich denke, die Informationsdichte und die vielen angesprochenen Themen spiegeln sehr gut mein Gedankenfeuerwerk wider. Ich hätte nie gedacht, so viel zu schreiben, aber das Buch hätte gut und gerne doppelt so dick werden können (ohne langweilig zu werden). Hätte ich dem Schneetreiben (was übrigens gar nicht so abwegig ist in naher Zukunft - wer dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse war weiß, wovon ich rede ;) mehr Raum gegeben, wäre es vielleicht auch noch glaubwürdiger geworden.

Ich schiebe das mal auf die Ecken und Kanten eines Debüts. Viele Seiten schreiben war gar nicht so mein Problem. Vielmehr ist ein konsistenter Spannungsbogen die große Kunst.

Ich hoffe, Du hattest im Großen und Ganzen Freude am Lesen. Das ist ja irgendwie das Wichtigste. Wenn jetzt noch ein undefinierbares Restgefühl im Raum steht, das Dich aufwühlt, dann bin ich vollends zufrieden! Kunst darf auch mal bisschen edgy sein :)

trollchen

vor 4 Monaten

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Ich bin auch durch. Ich gebe Gelinde recht, es war alles ein wenig viel, für mich zu viel Themen in dem Buch. Ich hätte die Geschichte um Jonas und Agatha nicht gebraucht, sie passt irgendwie nicht ins Bild, schade!
ich fand sehr viele Themen sehr interessant, aber leider sind sie nur am Rande angekratzt, weil sonst der Platz gesprengt worden wäre. Unterhalten hat mich das Buch, aber ich kann leider nicht viel anfangen mit der ganzen Geschichte, zu viele offene Fragen, zu wenig Antworten und viele Personen, die gar nichts mit dem Buch zu tun haben.
Schade ich hatte mir etwas anderes darunter vorgestellt, nicht so meins, leider!

PeterBogardt

vor 4 Monaten

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@trollchen

Vielen Dank für Deine ehrliche Meinung.

Ich gebe zu, dass ich mit dem Buch auch provozieren will. Der Titel legt das ja schon ein Stück weit nahe.
Wie in vielen Bereichen des Lebens gibt es auf die großen Fragen unserer Zeit keine einfachen Antworten. Um nicht in die Moralfalle zu tappen, habe ich versucht, ein Gesamtkunstwerk zu kreieren, dessen Bedeutung über die erzählte Geschichte hinausgeht. Für mich geht das nur über die Auflösung bekannter Erzählmuster.
So habe ich beispielsweise Elemente aus der Spannungsliteratur genutzt, um mit den Erwartungen der Lesenden zu spielen. Sicherlich lässt sich darüber streiten, inwiefern mir das gelungen ist. Nicht erfüllte Erwartungen können sehr unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, und die Frage bleibt, ob meine gewünschte Wirkung ausschließlich als Schwächen im Storytelling wahrgenommen werden. Deswegen finde ich es völlig legitim, wenn es Dich nicht so anspricht.

Umso mehr freut mich, wenn es Dich dennoch unterhalten hat! Das untermauert ein wenig meine guten Absichten. Denn ein langweiliges Buch, das über den Zustand der Welt schwafelt, wollte ich nicht schreiben ;)

marreh

vor 4 Monaten

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Ich habe das Wochenende genutzt, um das Buch in einem Rutsch zu
Ende zu lesen. Im letzten Teil passiert unglaublich viel und lässt der Einstieg des Buches nochmals länger erscheinen. Mir geht das dann irgendwie zu schnell, die Geschichte rund um Leonid und diesem Projekt. Kaum ist er angekommen, löst sich alles dann auch schon auf. Das Vorspiel dazu war deutlich länger. Auch die Verknüpfung zu Andreas und Wadim taucht so urplötzlich auf, ohne richtige Entwicklung, so kommt es mir jedenfalls vor. Dennoch fand ich diese beiden Stränge unglaublich spannend und auch die Schlüsse daraus, wie eng diese Schicksale auch miteinander verwoben sind und selbst in einem so versteckten Teil Sibiriens die Geschehnisse auf die ganze Weilt sich auswirken und auch andersrum. Das ist toll beschrieben, auch die Verletzlichkeit der Welt, die Abhängigkeiten von Natur und Klima. Natürlich war es auch witzig zu lesen, dass Andreas sich zwar eine Auszeit nimmt, dabei aber auf umfangreiche Internet-Bestellungen nicht verzichtet. Der Strang rund um Sebastian und Agatha fand ich sehr auflockernd und auch unterhaltsam. Klar, die letzte Szene, der Kampf duch den Schnee, fand ich auch übertrieben und irgendwie nicht so ganz passend, aber auch nicht weiter dramatisch. Insgesamt jedenfalls hat mir der Erzähstil super gefallen, auch passend zu den einzelnen Charakteren. Immer auch witzig und auflockernd zwischendurch. Es hat wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

PeterBogardt

vor 4 Monaten

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@marreh

Vielen Dank, schöne Zusammenfassung!

Mein Gefühl, dass das Ende länger hätte ausfallen können, bestätigt ihr mir alle. Wenn man so lange an etwas arbeitet und etwas betriebsblind wird, ist man sich nicht mehr so sicher, ob man noch etwas ändern sollte oder nicht. Irgendwann muss man ja auch mal abschließen können. Aber eure Einschätzung mit der Aufteilung des Plots und des daraus entstehenden Spannungsbogens nehme ich gerne mit für das nächste Buchprojekt!

Am meisten freut mich, dass Du es spannend fandest und vielleicht noch den einen oder anderen neuen Gedanken für Dich mitnehmen kannst. Das zeigt mir, dass ich mich beim nächsten Buch auf die Feinheiten konzentrieren kann (Spannungsbogen noch mehr aus Leserperspektive, Charaktere noch ausgefeilter bzw. noch mehr Identifikationsfiguren).

Marion_Schemel

vor 4 Monaten

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bin nun auch am Ende angekommen,
zusammenfassend kann ich sagen es war unterhaltsam und lesenswert, viele Dinge haben mich zum nachdenken gebracht - für die Spannung war auch was geboten und ich mag es eh gerne wenn es etwas vielschichtiger in einem Roman zugeht und die einzelnen Handlungsstränge am Schluß übersichtlich zusammenlaufen
auch hier fand ich einiges was mich überlegen ließ, die Sache mit den Internetbestellungen läuft auf dem ersten Rang :D da kam mir der Gedanke mit der Komfortzone in den Sinn....
Agatha, ich fand sie am Anfang der Story etwas besser, vlt trügt mich mein Gefühl aber als sie mit Sebastian zusammenkam verlor sie in meinen Augen ein wenig von ihrer *Bissigkeit* aber wie mit allem ist das bei jedem anders ;)
das Ende der Geschichte, seufz ja auch da schließ ich mich meinen Vorschreiberinnen an, ratzfatz war man durch, vor allem hatte ich das Gefühl von einem leichteren Lesefluß, bei dem Einstieg mit den vielen Charakteren und Verbindungen, dem Mittelteil mit den Entwicklungen und weiterführen der Geschichte war die Konzentration wesentlich höher....
trotzdem hat es mir persönlich viel Spaß gemacht das Buch zu lesen und festzustellen daß es doch noch mehr Leute gibt die viele Dinge in Frage stellen und nicht alles mit der Konformität in der Gesellschaft und den Medien für gut halten oder anstandslos akzeptieren
meine Rezi folgt die Tage noch dazu...

PeterBogardt

vor 4 Monaten

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@Marion_Schemel

Eine schöne Zusammenfassung, vielen Dank!
Dann habe ich im Großen und Ganzen mein Hauptziel erreicht, und eure überaus gute Bewertung soll mir als Ansporn dienen, beim nächsten Buch noch konsistenter zu sein, um das Sahnehäubchen 5 Sterne zu erreichen :)

annlu

vor 4 Monaten

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Nun führen doch alle Handlungsstränge zusammen. Der Marsch von Sebastian war zwar etwas arg lang (was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte), aber so fand auch sein Handlungsstrang zu einem intensiveren Ende.

Ich hatte mir zwar etwas Spektakuläreres erwartet, fand aber die Lösung und das Ende des Buches passend. Es bleibt irgendwie die Verschwörungstheorie hängen. Für mich hat das so gepasst.

deidree

vor 4 Monaten

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Ok, es ist so wie ich es am Schluss des vorigen Abschnittes schon befürchtet habe. Zwar begegnen sich die Personen und führen die verschiedenen Stränge zueinander, aber doch etwas sehr rasch – für meinen Geschmack bzw. im Verhältnis zu den 2/3 vorher.

Bei Sergej blicke ich nicht durch. Er trifft Leonid in Deutschland, obwohl er wissen musste, dass dieser aus der Sache nicht lebend rauskommen kann. Warum? Weil er von seiner Regierung beauftragt wurde und gar nicht anders konnte? Aber dann wäre doch sicherlich kein persönlicher Besuch notwendig gewesen. Und in Sibirien steht er dann auf der andern Seite, dh für mich, dass sich auch er hat kaufen lassen und ohne Skrupel für Geld Leonid getötet hätte. Doch da steht für mich (zu) viel zwischen den Zeilen.

Sebastian stapft den ganzen Weg bis zu Agatha´s Eltern durch den Schnee. Warum? Beim ersten Haus nach dem Auffinden ihres Wagens hätte er abbrechen können. Entweder hat Agatha es bis hierher geschafft, oder er hat sie im Schnee übersehen. Was bringt sein weiterer Weg?

Wenn Agatha nur deswegen eine Adelige ist, um klar zu machen, dass ihre Eltern viel Geld haben (ihre Rettung aus dem Schnee), so ist das nicht unbedingt notwendig. Ich denke, dass es sehr viel mehr „unadelige Reiche“ als „adelige Reiche“ gibt.

Andreas will wieder nach Deutschland. Er hat begriffen, dass die reine ursprüngliche Natur doch nicht sein ultimativer glücklichmachender Lebensraum ist. Dennoch will er sich diesen Ort bewahren. Schön, wenn er es sich leisten kann.

Das Buch polarisiert auf jeden Fall. Ich selbst fühle derzeit zwei Pole in mir in welche Richtung meine Meinung tendiert. Morgen weiß ich mehr.

Caesing

vor 4 Monaten

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Auf diesen Seiten führt Peter Bogardt die losen Enden zusammen. Alle losen Enden? Nein. Den Handlungsstrang um den Sohn Sebastian hätte man auch weglassen können. Er spielt keinerlei Rolle im großen Thema des Buches um den Dschanibekow-Effekt. Auch der Guru in Sibirien war schmückendes Beiwerk, der mit dem eigentlichen Kern nichts zu tun hatte.
Angenehm unaufgeregt und ohne namhafte Schießereien und pyrotechnische Effekte verläuft der Showdown um Anajenisi. Zunächst treffen wir Boris wieder, der nur verletzt war. Leonid rettet ihn vor den Wachleuten der Kolonie und beiden gelingt die Flucht. Es stellt sich heraus, dass die beiden Vater und Sohn sind. Irgendwie stößt Andreas dazu. Was mit Anajenisi passiert, bleibt dem Leser verborgen und Andreas schweigt über die Ereignisse in Sibirien.

gusaca

vor 4 Monaten

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Die Handlungstränge laufen am Ende alle zusammen und trotzdem bleibt das Ende doch offen.
Was für mich aber vollkommen in Ordnung ist.
Bei solch einer komplexen Thematik ist es schwer alles zu einem befriedigenden Ende zu führen. GErade die globalen und politischen Entwicklungen sind nicht absehbar , so wie es ja auch in der REalität ist.
Die Handlungen und Entwicklung um Sebastian stehen im GEgensatz zu der Entwicklung von seinem VAter Andreas. Wobei Beide in einem anderen Entwicklungsstadium sind.
Zwischendurch habe ich fast geglaubt, das dieser sibirische Sektenguru mit in diesem Anajenisi-projekt drinhängt.
Aber es sind zwei verschiedenen Ansätze mit dem bevorstehenden Weltuntergangszenario umzugehen.
Das ein oder andere Puzzelteil ist mir zu gezielt eingesetzt worden, so das das GEsamtbild etwas konstruiert erscheint.
( Leonid in der Nachbarwohnung, Schneeausrüstung des Vaters zum rechten Zeitpunkt im Flur.)
Insgesamtgesehen hat mich das Buch gut unterhalten und es fällt durch eine vielschichtige Themenauswahl auf.
Wobei das Spektrum vieleicht besser auf einem Schwerpunkt gelegen hätte, so das dieser vertieft ausgearbeitet worden wäre und nicht nur angerissen.

PeterBogardt

vor 4 Monaten

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@gusaca

Quasi mehr in die Tiefe und weniger in die Breite...
vielen Dank fürs Feedback :)

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