Peter Brechtel Einer weniger

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Inhaltsangabe zu „Einer weniger“ von Peter Brechtel

Zwei Tote und ein Schwerverletzter – ein SEK-Einsatz läuft völlig aus dem Ruder. Polizeioberkommissar Lars Bosch wird dafür zur Verantwortung gezogen und zur Kripo strafversetzt. Bis Gras über die Sache gewachsen ist, soll er sich ruhig verhalten. Das tut er aber nicht. Während in den Straßen von Mainz ein Krieg des Organisierten Verbrechens tobt, versucht Bosch mehr über die Hintergründe des gescheiterten Zugriffs in Erfahrung zu bringen. Spielt hier etwa einer ein doppeltes Spiel? Bosch muss wissen, was an diesem Tag wirklich geschehen ist.

Der Pendragon Verlag kann also auch “deutsch” sehr gut! :-)

— DunklesSchaf
DunklesSchaf
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    Einer weniger
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    23. November 2015 um 20:43

    Beim letzten SEK-Einsatz läuft alles schief und nicht nur der Geiselnehmer sondern auch die Geisel sterben. Zur Verantwortung wird Lars Bosch gezogen, der daraufhin für drei Monate zur Kripo zwangsversetzt wird. Dort angekommen wird er sofort der SOKO „Headhunter“ zugeteilt, die einen Killer verfolgt, der Mitglieder des organisierten Verbrechens tötet. Und so hat Bosch gleich mit mehreren Dingen zu kämpfen: einer anstrengenden Ermittlung, Kollegen, die ihn auslachen, einer Frau, die ihn verlassen hat und da ist ja noch die Geiselnahme, bei der doch so einiges schief lief – etwa gar absichtlich? Lars Bosch befindet sich in einer echt besch… enen Situation. Als Sündenbock des geplatzten SEK-Einsatzes befindet er sich jetzt in der Kripo. Seine neue Chefin/Partnerin ist eine kettenrauchende Hexe, die den Leiter der Sonderkommission gefressen hat. Der Leiter wiederum kann Bosch nicht ausstehen und schanzt ihm jegliche unangenehme Aufgabe zu. Allgemein schlägt ihm eine von vorsichtig abwartend bis offen gehasste Welle von Emotionen entgegen. Er ist die Person non grata. Aber es sind ja nur drei Monate. Die wird er schon überstehen. Zwischen frustriert und routiniert die Arbeit zu erledigen, beginnt er, sich doch für den Fall zu interessieren. Im Gegensatz zu seiner Partnerin nimmt er einige Dinge mehr in Augenschein, wühlt sich durch alte Akten und befragt Zeugen. Und ermittelt ganz nebenbei auch noch in dem geplatzten SEK-Einsatz, denn nach und nach muss er sich fragen, ob er nicht als Erfüllungsgehilfe missbraucht wurde. War der Tod des Geiselnehmers etwas geplant? Zwei, nein eigentlich drei Ermittlungen, private Probleme und eine feindliche Atmosphäre – Lars Boschs Leben ist ein Chaos. Und das kriegt auch der Leser mit. Man muss ganz schön aufpassen, um manchmal Namen oder Geschehnisse unter zu bringen, da diese zu der einen Ermittlung gehören und diese zu der anderen. Es dauert eine Weile bis man in das Buch hineinkommt, aber zum Glück konnte mich das Buch dann doch nach einem Drittel so richtig packen, als sich dann langsam einige Dinge verbunden haben und die Ermittlung nicht mehr „dümpelt“, sondern an Fahrt aufnimmt. Eine innige Beziehung zu Lars Bosch hab ich als Leser nicht aufgebaut. Auch wenn sein Privatleben in die Brüche gegangen ist und er schon einiges versucht, um es zu kitten, ist mir von dieser Seite zu wenig von ihm erfolgt. Er ist ein Polizist – mit Herz und Seele. Sein Privatleben behandelt er nachlässig. Der Beruf ist für ihn alles. Ob es nun unbedingt das SEK sein muss (bei dem er eh nur noch bis zu einem gewissen Alter arbeiten kann)? Ich finde ihn bei der Kripo gut aufgehoben, wobei ihm seine Fähigkeiten aus dem SEK im Finale nochmal richtig zu Gute kommen. Das Finale hatte es dann auch nochmal so richtig in sich und auch die Auflösung, wer der Headhunter ist, kam für mich überraschend, wobei ich mich gefragt habe, warum ich da nicht schon früher drauf gekommen bin. Also irgendwie hat es der Autor verstanden, die Auflösung des Headhunter Falls hinter all dem anderen so gut zu verstecken, so dass die Lösung logisch und einfach ist, aber eben auch überraschend war. Fazit: Ein Krimi, mit dem man warm werden muss, der einen dann aber packt und bis zum mitreißenden Finale nicht mehr loslässt. Der Pendragon Verlag kann also auch “deutsch” sehr gut! :-)

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