Peter Brock Die Wunderbrille

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Inhaltsangabe zu „Die Wunderbrille“ von Peter Brock

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  • Rezension zu "Die Wunderbrille" von Peter Brock

    Die Wunderbrille
    Ameise

    Ameise

    26. March 2009 um 21:09

    "Die Wunderbrille" war eines meiner liebsten Kinderbücher. Ich habe es mehrmals gelesen, natürlich auch weil ich so wie die Hauptfigur Uli schon als Kind eine Brille verpasst bekam, was mir den Bengel gleich von Anfang an sympathisch machte. Zum Inhalt: Uli ist ein verträumter Junge, der liebend gern Pilot werden möchte, seitdem er einmal mit einem Flugzeug reisen durfte. Seine mehr als dürftigen schulischen Leistungen sprechen allerdings dagegen. Seinen Eltern versucht er deshalb weiszumachen, dass er nicht erkennen könne, was an der Tafel geschrieben steht. Seine Lüge führt allerdings nur dazu, dass ihn sein Vater eines Tages zu einem geheimnisvollen Optiker mitnimmt, der ihm eine geeignete Brille verpassen soll. Der schlaue Optikermeister durchschaut Ulis Lüge sofort und überreicht ihm ein ganz besonderes Exemplar: Mit dieser Brille kann Uli "um die Ecke" sehen. Er nutzt seine Wunderbrille sofort dazu, um in der Schule bei Klassenarbeiten unbemerkt in die Bücher zu schielen oder bei guten Schülern ordentlich abzugucken. Ulis schulische Leistungen verbessern sich dadurch natürlich enorm, leider entwickelt er sich nach und nach in einen blasierten und überheblichen Angeber. Als Uli an einem Modellflugzeug-Wettbewerb teilnimmt, will er auf eigene Faust gegen seine ehemaligen Freunde antreten, obwohl er keine Ahnung vom Bau des Flugzeugs hat. Die Wunderbrille soll ihm dabei nützliche Dienste leisten, aber im entscheidenden Augenblick lässt sie ihn im Stich... Dies ist ein tolles Kinderbuch aus DDR-Zeiten, das leider bis jetzt nach der Wende nicht mehr aufgelegt wurde. Vielleicht deshalb, weil im Buch Pioniere vorkommen und der Hauptpreis für den Modellflugzeug-Wettbewerb ein Rundflug über die DDR sein soll. Wenn das tatsächlich der Grund sein sollte, ist das sehr schade, denn mit Propaganda hat dieses Buch überhaupt nichts zu tun. Es ist ganz einfach ein harmloser Spaß mit einem gewissen moralischen Unterton. Ich fand es als Kind jedenfalls ungeheuer komisch, wie Uli mit Hilfe seiner tollen Brille seinen Mitmenschen Streiche spielt und wie er in der Schule aufblüht. Später wird das Buch ernsthafter, weil Uli durch seine wachsende Überheblichkeit und Sturheit seinen Freunden vor den Kopf stößt, bis er ganz allein dasteht. So habe ich als Kind mir am Anfang gewünscht, dass meine eigene Brille auch so wundersame Sachen könnte, geriet aber mit der Zeit ins Grübeln. Fazit: Ein humorvolles und gleichzeitig zum Nachdenken anregendes Kinderbuch, das ich auch heute noch für uneingeschränkt empfehlenswert halte.

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