Peter Bunt Der blutige Thron

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Inhaltsangabe zu „Der blutige Thron“ von Peter Bunt

Das einst mächtige Rom hat aufgehört zu existieren. Auf den Trümmern des untergegangenen Imperiums bilden germanische Völkerschaften neue Reiche, deren Herrscher erbittert um die Vormacht in den einstigen Provinzen kämpfen. Goten, Burgunder, Alamannen, Thüringer, das letzte Gallisch-Römische Königreich sowie der Stammesverbund der Franken stehen sich in misstrauischer, brüchiger Nachbarschaft gegenüber. Jederzeit bereit loszuschlagen und übereinander herzufallen. Fast dreißig Jahre wird es dauern, bis durch den Machtwillen eines Mannes, seiner Schläue und nicht zuletzt seiner rücksichtslosen Grausamkeit ein Großreich entsteht, welches Europa in den nächsten Jahrhunderten beherrscht und zum Teil heute noch prägt. *** Ein junger nordischer Krieger wird schwer verwundet am Ufer des großen Flusses aufgefunden und über Monate gesund gepflegt. Weder erinnert er sich an seinen Namen, noch weiß er woher er stammt. Man nennt ihn Einar. Einar`s neues Leben beginnt zeitgleich mit der Herrschaft des fünfzehnjährigen Chlodwig, der in der Stadt Tournai den Thron der salischen Franken besteigt. Und am Fuße der Weltesche, an der Urquelle des Lebens, beginnen die drei Nornen die unser Schicksal bestimmen, ihre Spinnräder anzutreiben und beide Schicksale in Freundschaft und Hass untrennbar miteinander zu verweben. Leseprobe: Ein Gesicht! Undeutlich und verschwommen, aber eindeutig ein Gesicht. Das Gesicht verschwand. Das Gesicht erschien. Es verschwand. Die Schmerzen blieben. Dann erschien es erneut und lächelte. Das Gesicht gehörte zu einem älteren, bartlosen Mann und der Mann redete in einer Sprache, die ich nicht verstand. Er half mir mich aufzusetzen und schob mir eine Trinkschale, gefüllt mit Ziegenmilch an die Lippen. Ich trank gierig. Eine Hand des Mannes stützte meinen Rücken und bereitete mir heftige Schmerzen. Laut aufstöhnend warf ich den Kopf in den Nacken und bäumte mich auf, sodass die Milch überschwappte. Beruhigend auf mich einredend, stellte der Alte das Gefäß zur Seite. »Ich verstehe dich nicht«, brachte ich mühsam über die Lippen, nachdem ich mich zweimal räusperte. Der Mann schaute überrascht. Er trug eine fleckige braune Kutte und sein kurzes Haar war in der Mitte des Kopfes kahl geschoren. Vor der Brust baumelte ein Holzkreuz und ich fragte mich stirnrunzelnd, warum sich jemand mit zwei gekreuzten Hölzern schmückte? Wieder sprach er zu mir. Mühsam schüttelte ich den Kopf. »Ich verstehe dich nicht.« Rücken und Schultern schienen nur aus Schmerzen zu bestehen. Ich lag auf einer Lagerstatt aus weichen Zweigen und Stroh. Mein Oberkörper mit Leinentüchern bandagiert. Warum ich dort lag und wie ich dahin gekommen bin, wusste ich nicht. Auch nicht, seit wann ich bereits so dalag. Gemauerte Wände rings um mich und eine bunt bemalte, steinerne Decke. Über der Tür erblickte ich ein weiteres Holzkreuz. Vielleicht das Wappen des Hausherrn? Der Mann ging und kam mit einer Tonschale zurück in der eine heiße Suppe dampfte. Die flößte er mir mit einem Holzlöffel ein. Ich ließ es zu, denn ich fühlte mich zu schwach, um die Schale selbst zu halten. Nach vier oder fünf Löffeln Suppe lehnte ich mich trotz der pochenden Schmerzen im Rücken zurück. Das Essen hatte mich angestrengt und ich wollte nur noch schlafen.
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