Peter Carey

 3.7 Sterne bei 104 Bewertungen
Autor von Wrong about Japan, Liebe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Carey

Der bedeutendste lebende Schriftsteller Australiens: Peter Carey, geboren am 7. Mai 1943 in Victoria, ist ein australischer Schriftsteller. Er arbeitete für diverse Werbeagenturen und verfasste Werbetexte und Kampagnen unter anderem für Volkswagen oder Lindeman´s Winery. Durch seine Arbeit kam er in Kontakt mit renommierten Schriftstellern wie Barry Oakley und Morris Lurie. Diese Bekanntschaften inspirierten ihn schließlich dazu selbst zu schreiben. In dieser Zeit reiste er viel durch Europa und Teile des Mittleren Ostens. Nach seiner Rückkehr nach Australien nahm er seine Tätigkeit in der Werbebranche wieder auf. Währenddessen schrieb und publizierte er Kurzgeschichten in Zeitschriften wie Meanjin und Nation Review. Seine Kurzgeschichten erschienen in verschiedenen Sammlungen wie in dem Buch The Fat Man in History oder in dem Band War Crimes. Im Jahre 1980 gründete er in Sydney seine eigene Werbeagentur. Nach seiner Hochzeit zog er dann seiner Frau zuliebe nach New York. Dort unterrichtete er kreatives Schreiben an der NYU. Auch seine Karriere als Schriftsteller erreichte weitere Höhepunkte. Inzwischen gilt er als bedeutendster lebender Schriftsteller Australiens. So wurde er für seine Arbeiten, von der Königin Elisabeth II. eingeladen. Als Carey dies ablehnte löste er einen Medialen Sturm aus und die Leute spekulierten über die Gründe. Des Weiteren wurde er zweimal mit dem Booker Prize ausgezechnet. Außerdem gewann er schon den Commonwealth Writers´ Prize, den Miles Franklin Award und ihm wurde die Ehrendoktorwürde von drei Universitäten verliehen. 2010 ehrte ihn die Australische Post sogar mit einer Briefmarke.

Alle Bücher von Peter Carey

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Buchformat:
Cover des Buches Wrong about Japan (ISBN:9783596168408)

Wrong about Japan

 (23)
Erschienen am 01.06.2007
Cover des Buches Liebe (ISBN:9783596174058)

Liebe

 (13)
Erschienen am 23.02.2012
Cover des Buches Mein Leben als Fälschung (ISBN:9783596162468)

Mein Leben als Fälschung

 (10)
Erschienen am 01.04.2006
Cover des Buches Parrot und Olivier in Amerika (ISBN:9783596188154)

Parrot und Olivier in Amerika

 (8)
Erschienen am 26.09.2013
Cover des Buches Oscar und Lucinda (ISBN:9783596184460)

Oscar und Lucinda

 (4)
Erschienen am 01.12.2010
Cover des Buches Die Chemie der Tränen (ISBN:9783100102379)

Die Chemie der Tränen

 (4)
Erschienen am 25.04.2013
Cover des Buches Amnesie (ISBN:9783100023971)

Amnesie

 (1)
Erschienen am 27.04.2016

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Neue Rezensionen zu Peter Carey

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M

Rezension zu "Das schnellste Rennen ihres Lebens" von Peter Carey

Faszinierende Ausbreitung der Protagonisten
michael_lehmann-papevor 8 Monaten

Faszinierende Ausbreitung der Protagonisten

Staub. Motoren. GM gegen Ford. DAS Rennen Australiens. Der Redex Trial.

Ein Mann, Titch, Autohändler, und seine Ehefrau Irene (cool, klar, direkt, eine Frau, die ihren Mann steht), nehmen natürlich Teil als Leute „mit Benzin im Blut“.
Und nutzen die fast telepathischen Fähigkeiten des jungen, schlaksigen, blonden, weißen (was alles wichtige Adjektive für den Verlauf der Geschichte noch sein werden) Willi als „Navigator“ mit. Hinein ins „Outland“, in die großen Weiten Australiens. Mitsamt ihrer ganz eigenen Geschichte.

Doch natürlich läuft es nicht einfach rund, natürlich kommt das Schicksal hinzu und irgendwann findet sich Irene mit Willi alleine auf der Piste. Und nicht nur auf der des Rennens selbst, sondern, ab dem Ende des zweiten Drittels des Werkes immer mehr, auch auf der Piste hinein in die Vergangenheit Australiens, in die Welt der Aborigines damals und heute, in die Magie, die Geheimnisse, die Ressentiments gegen „Schwarze“.

Was den blonden, weißen Will doch wohl nicht kratzen dürfte, oder?

„Ich setzte mich hin und wartete auf meinen Mann. Es ist schrecklich, wenn die Frau eines Geschäftsreisenden am Abend dasitzt und auf ihren Mann wartet und nicht weiß, wo er ist“.

Mit klarer, hemdsärmliger Sprache, die aber durchaus auch empathisch und ruhig werden kann, wenn über die Tiefen der Personen, über die Suche nach der eigenen Identität, über das Verhältnis von „Ureinwohnern“ und „aktuellen Herren im Lande“ sinniert wird und wenn gerade jener junge Willi eine ganz eigene Entdeckungsreise in sich selbst antritt, vermittelt Peter Carey atmosphärisch überaus treffend, was er erzählt.

Raue Wege und Motorengebrüll und Spannung im Rennen einerseits, begabte, aber abgesackte Gestalten wie den „Batterie-Doktor“ andererseits, heftige Zusammenstöße mit missliebigen Mitmenschen tauchen dabei ebenso auf, wie philosophisches Eintauche in das, was auch der Sinn des Lebens sein könnte, lässt man die vermeintliche Zivilisation einmal hinter sich. Und das alles gewürzt mit ganz handfesten Verwicklungen.

„Soll ich ihrem Mann sagen, was sie beide hier treiben“?

„Ich dachte, Dunstan ist eine unaussprechliche Krankheit“.

Was das Ganze dann noch mit einem Kinderschädel zu tun hat, den Irene in einer Schachtel mit auf das Rennen nimmt und diesen sehr behütet, dass muss dann jeder Leser selbst herausfinden. Aber Nebensächliches gibt es eh kaum in diesem Roman, der sich flüssig und mit Tempo und Tiefgang erzählt seinen Weg bahnt.

Auf dem Weg gegen alle Vereinfachungen des Lebens tiefer zu schauen. „…dass ein Ort, an dem Menschen etwas lernen, gesegneter sein konnte als jede Kirche“. Du das man an Orten und von Leuten sehr vieles lernen kann, von denen man dies vorher nicht nur nicht vermutet, sondern auch geleugnet hätte.

Wenn man sich erst einmal an die wechselnden „Ich-Erzähler“ im Werk gewähnt hat.

Sensibel, laut, leise, Peter Carey bietet eine treffende Atmosphäre im Vordergrund (das Rennen, die Technik, die zwischenmenschlichen Beziehungen) und Tiefgang im Hintergrund (die Suche nach sich selbst auf dem Hintergrund der kulturellen Geschichte Australiens), die in Gänze wunderbar zu lesen ist.

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A

Rezension zu "Liebe" von Peter Carey

Diebe eine Liebesgeschichte
Angel10vor einem Jahr

- Parodie auf Kunstmarkt,
- Fälscher,
- Bruderliebe, Liebesbeziehug,
- Australien, Japan, USA

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Rezension zu "Mein Leben als Fälschung" von Peter Carey

Peter Carey | MEIN LEBEN ALS FÄLSCHUNG
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

INHALT: Um einen verhassten Kritiker und Publizisten übers Ohr zu hauen, erfindet der Autor Christopher Chubb den genialen Dichter Bob McCorkle. Er schreibt einige obskure Gedichte voller Metaphern, Rätsel und Anspielungen unter McCorkles Namen und ködert den Kritiker mit der Aussicht auf Ruhm und Ehre, diese revolutionäre Lyrik veröffentlichen zu können. Es handelt sich aber nur um prätentiösen Scheiß, völlig sinnfreie Tralala-Dichtung. Als der ganze Spaß auffliegt und es zu Gerichtsverhandlungen kommt, erscheint Chubb ein Mann der vorgibt, der echte Bob McCorkle und sich seiner Fiktivität bewusst zu sein. Der »echte« McCorkle ist mit seinem erdachten Dasein aber ganz und gar nicht zufrieden und macht Chubb das Leben zur Hölle. Jahre später macht sich die Publizistin Sarah Wode-Douglass auf die Suche nach Chubb und den Manuskripten McCorkles.

FORM: Peter Careys verwirrendes Spiel um fiktive Identitäten und lebendige Fälschungen ist auf höchstem Niveau geschrieben. Eigentlich ist die ganze Story ein langer Bericht, den Chubb Sarah gegenüber erzählt. Die einzelnen Handlungsstränge innerhalb dieses Berichts verschachteln sich aber ineinander, sodass man schon sehr aufpassen muss, wer gerade spricht. Dass es in dem Roman keine Anführungszeichen gibt, erschwert die Sache erheblich. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anspielungen und Querverweise auf die britische Dichterwelt; das mag ganz interessant sein, war mir persönlich aber too much.

FAZIT: Gute Story, tolle Charaktere, aber hier und da zu aufgeblasen – 4 Sterne.

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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Zusätzliche Informationen

Peter Carey wurde am 07. Mai 1943 in Victoria geboren.

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