Peter Carey Oscar and Lucinda

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Inhaltsangabe zu „Oscar and Lucinda“ von Peter Carey

Oscar Hopkins is an Oxford seminarian with a passion for gambling. Lucinda Leplastrier is a Sydney heiress with a fascination for glass. The year is 1864. When they meet on the boat to Australia their lives will be forever changed. (Quelle:'Flexibler Einband/19.01.2011')

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  • Rezension zu "Oscar and Lucinda" von Peter Carey

    Oscar and Lucinda
    Thaila

    Thaila

    15. October 2010 um 16:13

    Oscar und Lucinda werden beide schon in jungen Jahren Halbwaisen und wachsen beide auf sehr unterschiedliche Art und Weise für ihre Zeit vollkommen unkonventionell auf. Oscars Vater ist ein ebenso genialer Wissenschaftler wie überzeugter Sektierer. In seinem Leben dreht sich alles um sein Verhältnis zu Gott, jede Begebenheit sieht er als zustimmendes oder mißbilligendes Zeichen Gottes. So bringt er auch Oscar bei in allem ein Zeichen Gottes zu sehen und sich dabei eine ganz persönliche Religion zu schmieden, in die Oscar auch seine zunehmende Spielsucht als junger Theologiestudent einfügen kann. Seine Spielleidenschaft kann ja nicht sündhaft sein, so lange er damit immer wieder Erfolg hat. Im theologischen College ist Oscar ein Außenseiter, seine Unbeholfenheit und weltfremde Naivität wirkt auf die anderen Studenten abstoßend. Lucinda ist ebenfalls eine Außenseiterin. Sie wächst in der australischen Kolonie als Tochter einer emanzipierten Mutter auf, die ihr einen unbändigen Unabhängigkeitsdrang einpflanzt. Nach dem Tod ihrer Mutter geht sie nach Sidney und macht sich dort mit einer Glasbläserei selbstständig. Auch ihr gelingt es nicht sich anzupassen. Für die konservative Mittelschicht ist sie zu unabhängig, die Männer, in ihrer Fabrik respektieren sie als Frau nicht. Ausführlich werden in getrennten Erzählsträngen die Lebensgeschichten von Lucinda und Oscar erzählt. Erst in der zweiten Hälfte des Romans begegnen sich die beiden und die im Titel angedeutete Liebesgeschichte bahnt sich -sehr langsam- an. Kelly bedient sich einer mäandernden Erzählweise, die ihm viel Raum gibt seine Charaktere zu entwickeln. Und diese Charaktere sind wirklich einmalig. Selten sind mir Figuren so nah gekommen, wie die beiden komischen Kauze Lucinda und Oscar. Dabei wird es dem Leser gar nicht so leicht gemacht, sie zu mögen. Gelegentlich habe ich sogar intensive Momente des Fremdschämens erlebt, was mir bei fiktiven Charakteren doch eher selten passiert. Doch die beiden Hauptfiguren wirken so echt, ihre ungeschickten Annäherungsversuche so realistisch, dass dies jeden spannenden Plot ersetzt. Irritiert hat mich allerdings das Ende des Romans, dass so überdreht ist, dass ich bislang noch nicht weiß, was ich davon halten soll. Dennoch lohnt sich die Lektüre von Kellys Roman in jedem Fall. Das Buch ist mit Kate Blanchet und Ralpg Fiennes in den Hauptrollen verfilmt worden.

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