Peter Carey Parrot und Olivier in Amerika

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Inhaltsangabe zu „Parrot und Olivier in Amerika“ von Peter Carey

Parrot und Olivier sind zwei Schiffbrüchige des Lebens: Olivier ist ein junger Adliger und auf der Flucht vor den Wirren nach der Französischen Revolution, Parrot ist der buntscheckige Sohn eines englischen Wanderdruckers. Das Schicksal spannt sie zusammen und schickt sie nach Amerika, wo ein jeder alles werden kann. In einem wilden Parforceritt lernt das ungleiche Paar neue Lektionen in Liebe, Kunst und freiem Unternehmertum. Peter Careys Roman sprüht vor Witz und Fabulierlust; er ist eine Liebeserklärung an das Leben.

Das Beste an diesem Buch ist der Einband.

— katzekatzekatze

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    Parrot und Olivier in Amerika

    katzekatzekatze

    03. March 2016 um 10:02

    Dieses Büchlein ist mir gleich in unserem hiesigen Oxfam Shop aufgefallen. Sowohl Cover als auch Rückentext waren vielversprechend-extravagant und spannend. Parrot und Olivier. Zwei Gestrandete des Lebens ,die nach der französischen Revolution in Amerika ein neues Leben zu beginnen versuchen. Der eine ein adliger Snob, der andere ein raubeiniger Künstler. Eigentlich ein sehr interessante Charakterkonstellation. Allerdings hat es der Autor meiner Meinung nach versäumt, diese beiden schillernden Charaktere in eine bessere Interaktion zu versetzen. Die Geschichten der beiden plätschern träge nebeneinander her und erst weit nach der Hälfte des Buches beginnen sie MITeinander zu interagieren. Es tut mir leid, aber dieses Buch liest sich zäh und langweilig. Über Seiten hinweg muss man irgendein sinnentleertes Blabla ertragen, bis man mal wieder eine der rar gesähten Stellen erreicht, wo man sich wirklich denkt WOW, darauf hab ich gewartet! Aber diese Stellen sind selten und man verliert auch irgendwann die Lust, darauf zu warten. Ich hab mich irgendwann nur noch durch dieses Buch gequält und die letzten Seiten hab ich nur noch überflogen, weil ich keine Lust mehr hatte. Dieses Buch hat weder einen roten Faden, noch kann man die Charaktere wirklich nachvollziehen. Parrots Präsenz in diesem Buch beschränkt sich hauptsächlich darauf, es dieser unglaublich nervigen Mathilde und deren Mutter irgendwie Recht zu machen, während Olivier sich in seitenlangem langweiligen hochgestochenen Blabla ergießt und wirklich zusammen interagieren tun sie vielleicht gefühlt ganze 10 % vom Buch. Ich bin einfach nur enttäuscht. Dieses Buch war die reinste Zeitverschwendung und ich bin froh, wenn ich es wieder loswerden kann.

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  • Anspruchsvoller historischer Roman, der leider oft holprig daher kommt

    Parrot und Olivier in Amerika

    Maggi

    03. July 2013 um 23:44

    "Parrot und Olivier in Amerika" hat mich sehr neugierig gemacht. Angezogen von der außergewöhnlich schönen Covergestaltung machte ich mich an die Lektüre. Die beiden Protagonisten sind Olivier, ein verwöhnter, weinerlicher, ewig kränkelnder französischer Adeliger und Parrot, der sich weniger leicht einordnen lässt. Früher war er Lehrling in einer Druckerei, dann wurde er erst Weggefährte, dann Reisegefährte und Diener eines französischen Adeligen. Parrot, etwa 25 Jahre älter als Olivier hat ein spannendes Leben hinter sich, das ihn um die halbe Welt geführt hat. Der Leser bekommt im Laufe des Romans mehr und mehr davon enthüllt. Auch wenn die Fülle der Orte, Erlebnisse, Emotionen eigentlich reichlich Identifikationspotential bieten könnten, blieb Parrot mir fremd und irgendwie ein sperriger Typ. Auch der ominöse Arbeitgeber von Parrot, ein Marquis, bleibt ein undurchsichtiger, leicht zwielichtiger Charakter. Auch der junge Olivier bietet, vor allem zu Beginn des Romans, nicht gerade ein sympatisches Gesamtbild. Im Laufe des Romans gewinnt er zwar etwas an Kontur, entwöhnt sich selbst aus seinem in Watte gepackten Glasschloß-Denken, lernt, nicht immer nur den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und lernt, eigene Entscheidungen zu fällen; aber ein Charakter, von dem man am Ende des Buches nur ungern Abschied nimmt, wurde er dennoch nicht. Die Odyssee der beiden durch das junge Amerika, ein Land, das gerade erst die Unabhängigkeit gewann und sich nun selbst definieren muss, bietet zwar viele Abenteuer und die zwei kommen richtig rum an der Ostküste, aber auch hier fieberte ich nicht mit. Im Grunde ließ es mich unberührt, was die zwei erlebten und wo sie sich gerade aufhielten, da der Text so spröde, teil gekünstelt und literarisch überhöht, jegliche Emotion meinerseits treffsicher zu verhindern wusste. Alles in Allem also leider eine ziemliche Enttäuschung, die dennoch noch 3 Sterne absahnen kann, da man merkt, dass sich mit der Sprache viel Mühe gegeben wurde, gute Recherchen hinter der story stecken und die Charaktere , vor allem Parrot, mir so noch nicht einmal annähernd ähnlich in anderen Büchern begegnet sind. Schade, dass all diese Innovation hier nicht kreativ und lebendig genug genutzt wurde!

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  • Rezension zu "Parrot und Olivier in Amerika" von Peter Carey

    Parrot und Olivier in Amerika

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. February 2011 um 22:46

    Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich: Die französische Revolution bringt Umbrüche mit sich, die keine Gesellschaftsschicht ünberührt lassen. Auch breitet sich das Gedankengut in andere Länder aus. Das Buch dokumentiert das Leben von Olivier de Garmont und John Larrit, genannt Parrot, deren Leben zunächst gegensätzlicher nicht sein könnten: Während Olivier ziemlich behütet, wenn auch kränklich und leicht erregbar, in einer alten französischen Adelsfamilie aufwächst und die Wirren der Revolution zunächst klar aus der Sicht der Adeligen verurteilt, ist Parrot schon früh in seinem Leben auf sich allein gestellt und muss sich regelrecht durchs Leben schlagen - seine Wegen führen ihn von England über Australien nach Frankreich, wo er sich als Diener verpflichtet. Dort begegnen sich schließlich die Protagonisten auch viele Jahre später. Olivier, inzwischen Anwalt, hängt mit seinen Ansichten in der Luft - weder vom Volk noch vom Adel fühlt er sich akzeptiert. Und so beschließt seine Familie, ihn zu seiner Sicherheit für einige Monate nach Amerika zu schicken und Parrot soll ihn als Diener begleiten. Dies stößt bei beiden auf wenig Gegenliebe, beide fühlen sich voneinander abgestoßen ... Erst Monate später in Amerika beginnen ihre Gefühle sich zu ändern... Das Buch ist in getrennten Kapiteln abwechselnd aus der Sicht von Parrot und Olivier geschrieben; beginnend mit Oliviers und Parrots Kindheit. Mich schreckte am Anfang die sehr bildhafte Sprache ab, da sie mir übertrieben blumig erschien, aber ich habe mich dann doch noch recht schnell daran gewöhnt. Ganz ansprechend fand ich die Entwicklung der beiden Charaktere: Von vollkommener Gegensätzlichkeit, Armut und Adel, politischer Willenslosigkeit und Befürwortung der Monarchie, zu einer immer größeren Annäherung. Diese abnehmenden Extreme ermöglichen es dem Leser schlußendlich auch Sympathien für beide Protagonisten zu entwickeln. Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten und zumindest ab dem mittleren Teil eine gewisse Sogwirkung entfaltet. Nichtsdestotrotz wird mir das Buch nicht übermäßig lange im Gedächtnis bleiben...

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  • Rezension zu "Parrot und Olivier in Amerika" von Peter Carey

    Parrot und Olivier in Amerika

    michael_lehmann-pape

    03. November 2010 um 08:19

    Freundschaft der besonderen Art Bravourös, beredt, mit einer intensiven, assoziativen und bildhaften Sprache gestaltet Peter Carey sein neues, elftes, Buch. Das beginnende 19. Jahrhundert mit seinen fundamentalen gesellschaftlichen Umwälzungen bildet die Blaupause, auf der er die fantastische, humorvolle und rasant geschriebene Geschichte seiner beiden Protagonisten in den Raum setzt. Revolution, Feindschaft zwischen Frankreich und England, die mit allen Tricks ausgefochten wurde und die jungen vereinigten Staaten, die erst seit einem Vierteljahrhundert ihren demokratischen Weg in die Weltgeschichte setzen sind die Handlungsorte, wobei der Schwerpunkt der Geschichte in Amerika spielen wird. Olivier ist der Spross einer französischen Adelsfamilie, die zum überwiegenden Teil mit viel Glück in den Wirren der französischen Revolution die Köpfe auf dem Hals behalten konnte, auf dem Landgut in der Normandie die Dinge abwarten, durchaus aber bereit sind, jeden Versuch mit zu unternehmen, die Monarchie wieder zu unterstützten. Olivier, das leicht erregbare, anfällige Kinder immer mitten drin und mit dabei. Zeitgleich wächst John „Parrot“ Larrit in England auf unter wesentlich ärmeren und gefährlicheren Umständen. Mit seinem Vater, einem Drucker, zieht der Halbwaise durch die Lande und verdingt sich als Druckerhelfer und Lehrling an den Orten, an denen sein Vater Arbeitet findet. Hochbegabt als Kopist und Zeichner ist Parrot, doch ein Weg als Künstler steht ihm ob seiner niederen Herkunft nicht offen. Zudem birgt vieles der Druckkunst seine Gefahren, vor allem der Druck gefälschter Banknoten und so gerät Parrot ohne sein eigenes Zutun in unhaltbare Situationen. Beider Wege führen späterhin als erwachsene Männer im Buch zusammen, der Marquis de Tilbot spielt in beider Leben eine Rolle und führt die beiden Männer zu einer Unternehmung zusammen. Olivier reist nach Amerika, vordergründig, um das Gefängniswesen des Landes zu studieren, hintergründig um ein Werk über den neuen Weg der Demokratie zu verfassen, Parrot begleitet ihn als Kammerdiener, eigetnlich aber als Aufpasser im Auftag der Eltern Oliviers. Als Diener eines Mannes, den er kaum erträgt, wie auch Olivier mit Parrot eher eine Art Hassliebe denn eine Freundschaft verbindet. Parrot, dem alles verweichlichte unerträglich ist und der den ständig hüstelnden Edelmann nur als „Marquis Migraine“ bezeichnet und der französische Adlige, dem das gewöhnliche, praktische und zupackende Wesen Parrots gründlich auf den Nerv geht. Nur Parrot aber hat die Vollmacht, in Amerika Geld von der Bank abzuheben und so muss sich Olivier wohl oder übel mit dem rothaarigen Engländer arrangieren. Ein Arrangement, welches im Lauf des Buches übrigens durchaus in eine Freundschaft hinüber gleiten wird, nicht zuletzt durch die Ideale und die Kraft der Gleichheit in diesem dynamischen, jungen Land. Beste Zutaten an überzeugenden Charakteren liefert Carey für einen wunderbar unterhaltsamen Buddy Roman zweier ausgeprägter Persönlichkeiten auf einer gemeinsamen Mission in Amerika. Nachdem das Umfeld abgesteckt, die Personen und ihre Verbindungen vorgestellt und die Aufgabe in den Raum gestellt ist, gestaltet er nun einen intensiven, nicht immer historisch genauen, aber immer konkret ins Schwarze treffenden Blick auf die menschliche Natur und ihre Eigenheiten. Das alte Europa trifft auf das wilde neue Land, auf den großen Fluss der Lava der Demokratie, auf ein nicht still halten könnendes Lebensgefühl von Menschen, die, wenn nichts anders an Bewegung im Raum steht sofort einen Schaukelstuhl besteigen, schon allein nur um das Gefühl von Bewegung zu erhalten. Dieser brodelnde Vulkan lässt nicht kalt, sondern reißt mir. Beide Protagonisten finden im Lauf des Buches nicht nur zueinander, sondern werden auch hineingezogen in dieses frische Experiment dynamischen statt erstarrten Lebens. So ist dies letztlich das eigentliche Thema dieser mitreißend geschriebenen Geschichte, wie das Leben sich Bahn bricht und in den Sog optimistischer Zukunftsbetrachtung unwiderstehlich hineinzieht. Von brüllend komisch bis zutiefst berührend reicht hierzu die Palette der schriftstellerischen Kunst Peter Careys, die von der ersten Seite an fesselt und bis zum Ende des Buches nicht loslässt. Damit gelingt Carey in bester Weise, was anderen nur staubtrocken als Abhandlung möglich wäre, ein klarer, unverstellter Blick auf die menschliche Natur, ihre Gefährdungen und Möglichkeiten und, vor allem, auf die mehr und mehr erstarrende Gegenwart, die vieles von dieser Kraft einer Gesellschaft vermissen lässt. Ein Buch voller Sprachkraft und Sprachwitz, das weniger von seiner Grundidee der Geschichte lebt, viel mehr von der wunderbaren Reibung seiner Hauptfiguren und den treffenden Beobachtungen menschlichen Seins und menschlicher Möglichkeiten, die zeitlos präzise beobachtet und geschildert werden. Zu guter letzt ein intensives Buch über das Wesen der Freundschaft.

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