Peter Carl Tod im Olivenhain

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Inhaltsangabe zu „Tod im Olivenhain“ von Peter Carl

Der frühere Rechtsanwalt David Mandelson und sein Lebensgefährte Thomas Boyle wollten ihren Ruhestand eigentlich geruhsam in Umbrien verbringen. Doch nach einigen Jahren sehnen sie sich nach England zurück und wollen ihr luxuriöses Anwesen verkaufen. Ihre Verkaufsabsicht ruft den amerikanisch-italienischen Großgrundbesitzer James Martin auf den Plan, der in der unverdorben ländlichen Region zwischen dem Lago Trasimeno und der Toskana einen Country Club mit Golfplatz bauen will und das Haus der beiden Engländer als Clubhaus nutzen möchte. Als Finanziers hat er Investoren und Organisationen gewonnen, deren Interesse vornehmlich darin besteht, Geld zu waschen. Um auch an öffentliche Fördergelder zu kommen, muss James Martin bis zu einem bestimmten Termin über die notwendigen Grundstücke verfügen – darunter das Anwesen von David und Thomas sowie die ausgedehnten Weideflächen einer sardischen Schafzüchterfamilie. Während ihrer Verkaufsverhandlungen geraten David und Thomas zwischen widerstreitende Interessen der kriminellen Finanziers, der unfähigen Polizei und einheimischer italienischer Traditions- und Umweltschützern. Der Mord an einem Schäfer, ein Einbruch in ihr Haus und die rituelle Schlachtung eines wertvollen Hundes verwickeln sie in ein dramatisches Geschehen mit Kindesentführung, einem weiteren Mord und einem Mordanschlag auf sie selbst.
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    Tod im Olivenhain
    Herbstrose

    Herbstrose

    Der ehemalige Anwalt David Mandelson und sein Lebensgefährte Thomas Boyle haben sich entschlossen, ihr Anwesen in Umbrien zu verkaufen. Eigentlich wollten sie hier, in einem der schönsten Landstriche Italiens, ihren Lebensabend verbringen, aber das Heimweh zieht sie zurück nach England. Ein potentieller Käufer ist schnell gefunden, Nachbar und Großgrundbesitzer James Martin. Er plant auf diesem herrlichen Flecken Erde einen Country Club mit Golfplatz und Feriendomizile für Superreiche zu erstellen. Investoren aus dem Süden Italiens hat er bereits gefunden und Fördergelder in Brüssel beantragt, als Nachbar und Schafzüchter Efisio ermordet aufgefunden wird. Während der Verkaufsverhandlungen wird in Davids und Thomas Haus eingebrochen und außerdem James Martins Hund bestialisch abgeschlachtet. Eine Warnung? Irgendjemand hat ein Interesse daran, dass der Verkauf nicht zustande kommt. Und plötzlich befinden sie sich inmitten dramatischer Ereignisse und müssen um ihr eigenes Leben fürchten … Der Plot mag ist ja noch ganz annehmbar sein, wenn auch in manchen Passagen etwas unlogisch, der Schreibstil jedoch hat den Charme eines Zeitungsartikels. Die Geschichte wird sehr sachlich und nüchtern erzählt, zeitweilig erinnert die Lektüre an einen Bericht im Wirtschaftsteil, einen Artikel über den Immobilienmarkt oder an eine (zugegebenermaßen ausgezeichnete) Reisebeschreibung. Offenbar hat der Autor gut recherchiert und kennt sich auch in der Gegend hervorragend aus. Dies versucht er nun während des ganzen Romans, beinahe schon oberlehrerhaft, dem Leser zu vermitteln. Dabei kommen die Protagonisten eindeutig zu kurz, man empfindet sie blass und farblos und es fehlt ihnen an Tiefe. Über Gefühle und Emotionen liest man zwar, kann sie aber nicht erspüren und bekommt keinen Bezug zu den Personen. Man steht als Leser quasi im Abseits und ist nur Beobachter. Die Story bietet keine Überraschungen, es werden altbewährte Klischees bedient. Etwas Spannung kommt leider erst gegen Ende des Romans auf, wenn man die Zusammenhänge erkennen kann und sich die verwirrte Geschichte langsam aufzulösen beginnt.

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