Peter Carnavas

 4.9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Oliver, Bär und das Buch, Die wichtigen Dinge und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Peter Carnavas

Oliver, Bär und das Buch

Oliver, Bär und das Buch

 (4)
Erschienen am 12.01.2015
Die wichtigen Dinge

Die wichtigen Dinge

 (2)
Erschienen am 14.02.2011
Jessicas Box

Jessicas Box

 (1)
Erschienen am 01.03.2014
Edward und der letzte Baum

Edward und der letzte Baum

 (1)
Erschienen am 15.08.2011
Zu schwer für mich

Zu schwer für mich

 (0)
Erschienen am 08.01.2010

Neue Rezensionen zu Peter Carnavas

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Rezension zu "Jessicas Box" von Peter Carnavas

Warum man um seiner selbst willen gemocht wird
WinfriedStanzickvor 3 Jahren

P

Die kleine Jessica soll in die Schule kommen. Mit großen Erwartungen blickt sie ihren ersten Schultag entgegen, hat aber auch Ängste und  Befürchtungen. Das, was fast allen Kindern (und Eltern!) vor dem ersten Schultag durch den Kopf geht, Fragen, ob man eine Freund finden wird, ob man von den anderen Kindern gemocht werden wird, so wie man eben ist, all das beschäftigt auch die kleine Jessica.

Um nichts dem Zufall zu überlassen, packt sie ihren Teddy in eine Box und zeigt ihn in der Schule den anderen Kindern. Die halten sich schon für groß und unterdrücken nur mühsam ein abschätziges Lachen.

Am nächsten Tag nimmt sie Doris mit, ihren Hund. Der findet natürlich sofort die Aufmerksamkeit aller Kinder und Jessica sonnt sich darin. Doch da der Hausmeister etwas gegen Tiere in der Schule hat, ist ihr für die Zukunft auch diese Möglichkeit versperrt.

Jessica ist traurig und verkriecht sich in ihre Kiste. Da findet sie ein  Junge, ruft: „Hab dich gefunden!“ und im Nu sind sie beide in einem schönes Versteckspiel engagiert. Und sie hat einen neuen Freund!
Als sie nach Hause kommt, sagt der Großvater: „Da musst du ja heute etwas ganz Besonderes in deiner Box gehabt haben.“ Und ob.

Mit einfühlsamen Texten und ansprechenden Illustrationen beschreibt Peter Carnavas, warum man nicht gemocht wird wegen der Dinge, die man besitzt, sondern um seiner selbst willen.

„Menschen denken in Geschichten. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder. Geschichten ermöglichen, unterschiedliche Menschen und ihre Verhaltensweisen, die Beziehungen zwischen ihnen und deren Veränderung im Laufe der Zeit darzustellen und zu erfassen, erlebbar zu machen – Liebe und Streit, Glück und Unglück. Ein Mensch, der eine Geschichte hört oder liest, identifiziert sich – bewusst oder unbewusst – mit den Personen in dieser Geschichte. Die psychische Entwicklung des Einzelnen wird unter anderem davon bestimmt, in welchen Geschichten er sich selbst sieht oder erlebt. Wer sich als Akteur in einer Geschichte mit einem unglücklichen Ausgang sieht, wird anders handeln als derjenige, der sich in einer Geschichte mit einem glücklichen Ausgang sieht.“

Das ist das Credo der Reihe, in der auch das hier angezeigte Buch erschienen ist und die bisher ausnahmslos sehr wertvolle Bilderbücher aufgenommen hat.



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Rezension zu "Die wichtigen Dinge" von Peter Carnavas

Eine wunderbare heilende Geschichte
WinfriedStanzickvor 4 Jahren



„Menschen denken in Geschichten. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder. Geschichten ermöglichen, unterschiedliche Menschen und ihre Verhaltensweisen, die Beziehungen zwischen ihnen und deren Veränderung im Laufe der Zeit darzustellen und zu erfassen, erlebbar zu machen – Liebe und Streit, Glück und Unglück. Ein Mensch, der eine Geschichte hört oder liest, identifiziert sich – bewusst oder unbewusst – mit den Personen in dieser Geschichte. Die psychische Entwicklung des Einzelnen wird unter anderem davon bestimmt, in welchen Geschichten er sich selbst sieht oder erlebt. Wer sich als Akteur in einer Geschichte mit einem unglücklichen Ausgang sieht, wird anders handeln als derjenige, der sich in einer Geschichte mit einem glücklichen Ausgang sieht.“

Das ist ein Auszug aus dem Credo der Kinderbuchreihe des Carl Auer Verlags, in der das vorliegende Bilderbuch von Peter Carnavas erschienen ist. Auch die dort erzählte Geschichte ist eine „heilende Geschichte“, handelt sie doch von einer Situation, in die leider immer mehr Kinder kommen, ohne dass in der Zukunft ein Ende dieser Entwicklung abzusehen wäre. Es geht um Kinder, denen irgendwann in der Kindheit der Vater abhanden kommt, weil er sich einfach aus dem Staub macht und aus der bisher gemeinsam mit der Mutter getragenen Verantwortung flieht.

So geht es auch dem kleinen Christopher und seiner Mutter. Der Vater ist einfach aus ihrem Leben verschwunden.  Die Mutter muss nun alles alleine machen. Eines Tages beginnt sie damit, all die alten Sachen des Vaters in einen Karton zu packen, kleine, unwichtige Dinge, wie sie meint. Eine kaputte Kaffeetasse, ein Paar alte Schuhe, ein Heft voller Klaviernoten und einen grünen Hut. Gemeinsam bringen Christopher und seine Mutter den Karton in die Stadt zu einem Trödler.  Scheinbar „vernünftig“ will sich die Mutter von der Erinnerung an eine verlorene Zeit  „befreien“. Nach vorn schauen, nicht zurückblicken, sich und dem Sohn die schmerzhaften Gefühle ersparen.

Einige Tage später passiert etwas sehr Seltsames. Fast alle scheinbar unwichtigen Dinge, die sie weggebracht hatten, sind wieder da. Als sie den Trödler aufsuchen und ihn  fragen, schweigt er, als wisse er von nichts.

Christophers Mutter ist sehr beunruhigt, und als sie in der Nacht nicht schlafen kann, findet sie ihren Sohn dabei, wie er gerade den alten grünen Hut, der noch nicht aufgetaucht war, aufhängt. Auch ihn hatte er nämlich noch beim Trödler geholt. „Ich wollte mich erinnern“, sagt Christopher auf ihre erstaunte Frage, warum er das gemacht habe. „Und ich wollte vergessen“, sagt sie sichtlich erschüttert.

Und all die anderen kleinen, aber wichtigen Dinge, die der Vater zurückgelassen hat, bekommen am nächsten Tag ihren Platz.

Dort können sie so lange bleiben, denkt ein von dem Buch sehr berührter Rezensent, bis Christopher sie zur Heilung von dem Schmerz des Verlassenwerdens nicht mehr braucht.

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Rezension zu "Oliver, Bär und das Buch" von Peter Carnavas

Ein schönes Buch über die Ausdauer eines Kindes, einen Großen zum Spielen zu bringen
WinfriedStanzickvor 4 Jahren



Dies ist ein wunderbares Bilderbuch über die Faszination des Lesens und der Bücher. Da ist der kleine Oliver, mit seinem bunten Umhang, seinem Hut aus einem Karton und seinen Rollschuhen.

Er möchte so gerne mit Bär spielen, der  mit seiner John-Lennon-Brille hinter einem großen Buch sitzt und voller Faszination darin liest. „Nur eine Minute“, sagt Bär, doch natürlich liest er weiter. Auch als Oliver ein Papierflugzeug auf ihn abschießt, ihm Brei über den Kopf schüttet und dann noch Bärs Stuhl kaputt macht, wird Bär noch nicht einmal wütend.

Irgendwann kommt Oliver auf die geniale Idee, und stiebitzt Bärs Buch. Da endlich wird der Bär sehr wütend. Und das Ganze nimmt eine überraschende Wendung….

Ein schönes Buch über die Ausdauer eines Kindes, einen Großen zum Spielen zu bringen. Das Buch von Bär könnte nämlich aus das Handy der Mutter sein ….

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