Lionel Logue ist ein Sprachtherapeut, der mit voller Liebe und Hingabe sich um seine Patienten bemüht und sein bekanntester Patient ist der spätere britische König George VI.. Was als normale Patienten-Therapeuten Beziehung beginnt, wandelt sich im Laufe der Jahre zu einer tiefen Männerfreundschaft, die voll gegenseitigem Respekt ist.
Wer den Film ‚The King’s Speech‘ gesehen hat, wird sich vielleicht für die reale Geschichte hinter der Kinoversion interessieren und wird hier bestens informiert. Lionel Logues Enkel hat das Familienarchiv studiert und aus unzähligen Briefen, Tagebucheintragungen und Zeitungsartikeln dieses Buch geschrieben. Wer Angst hat, mit staubtrockenen Geschichtswissen konfrontiert zu werden, den kann ich sofort beruhigen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und von Seite zu Seite entblättert sich die Geschichte, dieser beiden Männer, deren Schicksal eng miteinander verknüpft war. Albert, der nie den Wunsch hatte, auf den Königsthron zu klettern und mit seinem Stottern auch nicht der Vorstellung eines Königs entsprach. Als sein Bruder David aber in Gestalt von Wallis Simpson, die Liebe seines Lebens trifft und für sie auf die Krone verzichtet, wird aus Albert König George VI.. Wie viel Selbstdiziplin und eisernes Üben es diesem Mann abverlangt hat, sich immer wieder selber zu überwinden und vor das Mikrophon zu treten, kann man vielleicht erahnen. Immer an seiner Seite Lionel Logue, der ihn motiviert, seine Reden mit ihm durchgeht und in seiner Nähe ist, wenn das rote Licht für den Beginn der Aufnahme erlischt. Sie mussten schwere Zeiten durchmachen in denen Krieg und wirtschaftliche Krisen zu überstehen waren.
Das Buch schildert gut verständlich auch politische Hintergründe, wobei aber immer unsere beiden Helden im Vordergrund stehen bleiben. Man bekommt einen sehr guten Eindruck von dieser Zeit und versteht u.a. warum es ein solcher Skandal war, dass Edward sich ausgerechnet für Wallis Simpson entschied. Fotos runden das Buch ab.
Warum man vielleicht zu diesem Buch greifen sollte:
1. Weil man den Film ‚The King’s Speech‘ gesehen hat
2. Man sich für das britische Königshaus interessiert
3. Man Bücher über Freundschaft mag
Fazit: Dieses Buch ist viel mehr als ein Begleitbuch zu dem Film und es hat mir sehr Wissen über die Zeit und diese interessanten Menschen näher gebracht.
Peter Conradi
Alle Bücher von Peter Conradi
The King's Speech
Hitlers Klavierspieler
Der Todesengel von Rostow. Das psychologische Porträt des russischen Massenmörders
Die Umweltdetektive 2
Manni, der Libero - Folge 4
Der Todesengel von Rostow
Manni, der Libero
The King's Speech
Neue Rezensionen zu Peter Conradi
Rezension zu "Manni, der Libero" von Peter Conradi
Klappentext:
Manni ist Spitze! In der ersten Mannschaft (Knaben) von Blaugelb Harburg ist Manni Bessauer als Libero unersetzlich. Er hat Talent. Er hat Sportsgeist. Er hat Ausdauer und Willensstärke. Natürlich hat sein Trainer entscheidenden Anteil an seiner Entwicklung, so wichtig wie die Spiele sind für Manni aber auch die Mannschaftskameraden und ihre Freundschaft. Als Mannis Vater arbeitslos wird, bleibt dem Jungen nichts anderes übrig, als neben Schule und Sport noch einen Job zu suchen. Da taucht Herr Wehmeyer auf, der Vorsitzende und Gönner von Arminia 09. Er macht Manni ein phabntastisches Angebo. In dieser Mannschaft kann Manni alles entwickeln, was in ihm steckt, und er erspielt sich einen Platz in der Nationalmannschaft der A-Jugend.
Nationalspieler Manfred Kaltz meint:
"Mann, der Libero, ein Buch für die fußballbegeisterte Jugend."
Eigene Meinung:
Diees Buch entdeckte ich vor einigen Jahren auf dem Flohmarkt. Wo und wann weiß ich leider nicht mehr. Doch es interessierte mich, da ich damals in den 80er Jahren diese ZDF-Fernsehserie von "Manni, der Libero" alias Tommi Ohrner sah. Kann mich zwar nicht mehr an alles erinnern, nur wie auf dem Cover, dass er auf dem Fußballplatz Fußball spielte, und sehr profihaft. Er war wirklich gut!
Das Buch war von der ersten bis zur letzten (192.) Seite flott und unterhaltsam geschrieben. Ich liebe solche Bücher. Es ist ein tolles Kinder- und Jugendbuch über das Thema Fußball. Ich kann es genau wie Manfred Kaltz nur jedem Fußball-Fan ans Herz legen. Es ist aus dem Jahre 1980 und Jugendliche besonders Jungs werden ihre Freude daran haben.
Es waren auch keine Schreibfehler zu entdecken, und wenn dann hab ich sie überlesen. Ein tolles Buch kann ich nur wiederholen. Es hat mich an "Locke" von Ulli Potofski erinnert, welches ich auch vor einigen Monaten las und sehr begeisrert war. Kann es wirklich jedem sehr empfehlen - auch Erwachsenen bzw. Älteren Menschen ob klein oder groß. Werde es an unsere Schule weitergeben, die eine Schulbibliothek auf die Beine gestellt haben und diese gut gebrauchen können für Schüler ab 10 Jahren.
Das passende Buch mit dem Cover welches ich habe, habe ich nicht gefunden hier bei Lovelybooks oder Amazon.
Vergebe hierfür liebend gerne gutgemeinte 5 Sterne!
Es war noch spannend obendrein.
Dieses Buch passt auch gerade,
da bald die EM 2016 startet im TV.
Rezension zu "Hitlers Klavierspieler" von Peter Conradi
Peter Conradi schreibt zum grössten Teil bei Ernst Hanfstaengl´s "Zwischen Weißem und Braunem Haus" ab, und das mehr schlecht als recht. Gleich im ersten Kapitel, merkt man beim direkten Vergleich beider Werke, daß die Sätze nur umformuliert wurden. Um so erstaunlicher dann Conradi´s Bericht vom ersten Besuch Hanfstaengls bei einer Rede Adolf Hitlers. ,Keine 3 Meter´ trennen Putzi vom Rednerpult des späteren Führers, während im Original ,knapp 6 Meter´ dazwischen liegen. Wenn Hanfstaengl von seiner ersten Begegnung mit Rosenberg und dessen Erscheinungsbild erst ohne Wertung und dann von einem ihm ,später so verhassten´ Verfasser spricht, will Conradi wissen: ,Hanfstaengl fühlte sich sofort von ihm abgestoßen´. Und so geht es munter weiter. Aus 20 Prozent Abzug beim Wechselgeschäft mit Christian Weber werden bei Conradi 25. Der Autor schreibt hauptberuflich für Englands auflagenstärkste Sonntagszeitung ,Sunday Times´. Seine ,Anmerkungen´am Ende des Buches sind eine Art willkürlicher Quellennachweis. Mal wird eine Quelle angegeben, grösstenteils nicht. Auch die Übersetzung lässt zu wünschen übrig. Da liest man Sätze wie: ,Putzis Vorahnung auf der Überfahrt bestätigte sich´. Weiterhin werden Fakten aus dem Zusammenhang gerissen wiedergegeben und entgegen sachlicher und auch selbstanalytischer Argumentation im Original in reisserischer Weise dargeboten. Sicherlich war Hanfstaengl kein Unschuldslamm, doch hat er seine zeitweilige Verblendung und seine Absicht mäßigenden Einfluss auf Hitler auszuüben in seiner Biografie glaubhaft dargestellt. Während Conradi offenbar die Leseerwartungen eines vorurteilsbehafteten englischen Publikums erfüllen, und Hanfstaengel zum Nazi-Karrieristen machen muss.
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