Star Trek - Prestige 6

von Peter David und Michael Collins
4,3 Sterne bei6 Bewertungen
Star Trek - Prestige 6
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Inhaltsangabe zu "Star Trek - Prestige 6"

Die Redeemer, eine Gruppe militanter religiöser Fanatiker, wollen den friedlichen Planeten Haresh einer gewaltsamen "Läuterung" unterziehen. Captain Mackenzie Calhoun macht sich sofort mit der U.S.S. Excalibur auf den Weg, um die Fanatiker an ihrem Vorhaben zu hindern. Doch ein Notfall verzögert die Rettungsaktion, und als die Excalibur endlich auf Haresh eintrifft, liegt der gesamte Planet in Trümmern. Niemand hat das Massaker überlebt. Captain Calhoun weigert sich, seine Niederlage einzugestehen und schmiedet einen kühnen Plan, um die totale Vernichtung der Haresh doch noch zu verhindern. Ein Plan, der Calhoun und seine Crew zwischen alle Fronten geraten lässt. Denn nicht nur die Redeemer machen Jagd auf die Excalibur, sondern auch das Föderations-Zeitschiff "Relativity".

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783897484085
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:44 Seiten
Verlag:CNV
Erscheinungsdatum:01.04.2001

Rezensionen und Bewertungen

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    Ameises avatar
    Ameisevor 7 Jahren
    Rezension zu "Star Trek - Prestige 6" von Peter David

    Die Redeemer (oder "Erlöser", siehe "Märtyrer") sind zum Planeten Haresh unterwegs, um deren Bevölkerung zu missionieren. Da Captain Calhoun aus Erfahrung weiß, dass dies für die Bewohner durchaus auch tödlich enden kann, lässt er Kurs auf Haresh nehmen, um dort als Vermittler nach einer friedlichen Lösung zu suchen. Unterwegs rettet die Excalibur-Crew die Bevölkerung eines anderen Planeten vor einem verheerenden Magnetsturm. Diese Rettungsaktion hat aber fatale Folgen: Als die Excalibur endlich Haresh erreicht, sind sämtliche Bewohner dieser Welt tot - ermordet durch die Redeemer. Captain Calhoun macht sich schwere Vorwürf, sieht aber einen Ausweg aus dem Dilemma. Zu Shelbys Entsetzen lässt er einen Zeitsprung durchführen, der die Excalibur vier Tage in die Vergangenheit befördert. Der Eingriff in die Zeitlinie bleibt nicht unbemerkt, und Calhoun bekommt es mit einem Gegenspieler aus der Zukunft zu tun: Captain Braxton vom Zeitschiff Relativity!

    "Spiel auf Zeit", der erste und bisher einzige New-Frontier-Comic auf Deutsch, bedient sich eines allseits beliebten Standardthemas in der Science Fiction, nämlich der Zeitreise. Eine gute Entscheidung, immerhin gehören die Zeitreisefolgen immer zu den absoluten Highlights bei Star Trek, und zwar quer durch alle Serien und Filme. Wieder einmal gilt es, in der Vergangenheit eine Fehlentscheidung zu verhindern. Die Frage ist allerdings, ob die neu erschaffene Zeitlinie tatsächlich eine Verbesserung darstellt oder sich im Endeffekt als ein noch größeres Fiasko erweist. Mit diesem Problem muss sich Mackenzie Calhoun auseinandersetzen, leider aber reichlich spät. Denn auch hier im Comic agiert Mac so, wie wir es in der Zwischenzeit von ihm gewohnt sind: erst handeln, dann denken.

    Auch Shelby steckt in der Zwickmühle: Während Calhoun nach dem Zeitsprung gerade mit den Haresh verhandelt, verlangt Braxton von ihr, den Captain des Kommandos zu entheben. Und so fühlt sich Shelby hin- und hergerissen zwischen ihrer Loyalität zu Calhoun und der Pflicht, die Zeitlinie zu bewahren - eine Entscheidung, mit der sich die mustergültige Sternenflottenoffizierin sichtlich schwer tut. Und damit wären wir bei der wahren Stärke des Comics angelangt: Bei aller Dramatik, spannenden Actionszenen und verzwickten Fragen, die sich nach dem Eingriff in die Zeitlinie aufdrängen, ist es doch in allererster Linie das Zusammenspiel der Charaktere, das den Comic so großartig macht. Hervorzuheben sind vor allem die herrlichen Dialoge zwischen Calhoun und Shelby, die mal emotional sind (besonders bei der Szene, als die beiden noch ein Paar waren), an anderen Stellen allerdings auch urkomisch. Wenn der Captain nach einer seiner umstrittenen Entscheidungen zu "Eppy" sagt: "Commander, ich bin im Bereitschaftsraum und erwarte Sie zur obligatorischen "Captain-wissen-Sie-auch-was-Sie-da-tun"-Nachbesprechung", bleibt kein Auge trocken. Auch der grummelige Sicherheitschef Zak Kebron, der ungefähr über so viel Sozialkompetenz wie Bernd das Brot verfügt, ist mit seinen trockenen Sprüchen immer wieder für Lacher gut. Der Humor wird wohl dosiert eingesetzt und bildet ein perfektes Gegengewicht zur eigentlich ziemlich dramatischen Handlung, wo es immerhin für ein ganzes Volk um Leben oder Tod geht.

    Zum Zeitpunkt dieser Rezension waren mir nur die ersten vier New-Frontier-Romane bekannt, und ich stellte fest, dass die Handlung dieses Comics zu einem späteren Zeitpunkt angesiedelt ist. Genauer gesagt findet die Geschichte zwischen "Captain's Table: Once Burned"/"Gebranntes Kind" und "Double or Nothing" aus der "Double Helix"-Reihe statt. So habe ich im Moment keine Ahnung, wer genau Katerina Mueller sein soll, noch worauf der rätselhafte Schluss anspielt. Außerdem fiel mir auf, dass aus irgendeinem Grund das Gesicht von Morgan Primus stets verdeckt blieb, warum auch immer.

    Die Zeichnungen sind sehr gut gelungen, zumal in diesem speziellen Comic natürlich ein zusätzlicher Reiz entsteht, weil man die meisten Figuren nicht vom Bildschirm kennt. Im Großen und Ganzen decken sie sich mit dem Bild, dass ich in meinem Kopf von den Figuren entwickelt hatte, mit Ausnahme von Soleta, die ich mir weniger rassig vorgestellt hätte. Auch bekannte Gesichter wie Shelby und Braxton erkennt man sofort wieder. Die Farben sind weder zu düster noch zu knallig. Es lohnt sich auch, ganauer auf die Details zu achten, dann kann man z.B. auch auf einem Bild den Mugato Janos entdecken. Das einzige, was ich an den Zeichnungen auszusetzen hätte, sind die meist fehlenden Schatten.
    Leider war man in der deutschen Übersetzung etwas zu geizig mit den Kommata, und zumindest der erste Satz eines Klappentextes sollte eigentlich frei von Grammatikfehlern sein...

    Fazit: "Spiel auf Zeit" ist ein Comic, an dem es bis auf ein paar Kleinigkeiten kaum etwas auszusetzen gibt. Peter Davids Gespür für packende Storys, erfrischende Dialoge, eine extrem unterhaltsame Erzählweise und überraschende Wendungen kommt auch in Comicform wunderbar zum Ausdruck. Darüberhinaus besticht das Werk durch die tollen Zeichnungen und natürlich dem denkwürdigen Auftritt des Zeitschiffes Relativity aus der gleichnamigen Voyager-Folge. Wer etwas für Comics übrig hat, sollte auf alle Fälle mal einen Blick riskieren!

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    John_Sheridanvor 6 Jahren
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    Avengervor 7 Jahren
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    Ice-Leevor 7 Jahren
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    CaptainCalvinCatvor 7 Jahren
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    Asimovvor 8 Jahren

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