Peter Demetz

 4 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor von Fin de siècle, Geschichten aus dem alten Prag und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Mein Prag

Erscheint am 18.02.2019 als Hardcover bei Zsolnay, Paul.

Alle Bücher von Peter Demetz

Fin de siècle

Fin de siècle

 (1)
Erschienen am 10.08.2004
Worte in Freiheit

Worte in Freiheit

 (0)
Erschienen am 01.05.1996
Die Flugschau von Brescia

Die Flugschau von Brescia

 (0)
Erschienen am 16.09.2002
Mein Prag

Mein Prag

 (0)
Erschienen am 18.02.2019
Prague in Black and Gold

Prague in Black and Gold

 (0)
Erschienen am 27.08.1998

Neue Rezensionen zu Peter Demetz

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Rezension zu "Fin de siècle" von Peter Demetz

Rezension zu "Fin de siècle" von Peter Demetz
Beaglevor 8 Jahren

Fin de siecle – das sind Geschichten von Jacub Arbes, Jiri Karasek ze Lvovic, Emanuel z Lesehradu, Milos Marten, Jan Neruda, Otakar Theer und Julius Zeyer. Nicht alle sind es, meiner Meinung nach Wert, gelesen zu werden, doch zwei von ihnen sind wahre Juwelen der Literatur.

Zum einen Julius Zeyers „Die letzten Harfenspieler“. Die Geschichte spielt auf einer Ausstellung, der Protagonist ist Reporter, der durch Zufall an einem wenig besuchten Tag einen alten, zerlumpten Harfenspieler trifft, der ihm erzählt, dass es um ihre Zunft schlecht steht, sie werden immer weniger. Für den Reporter ist dies nichts, was wirklich von Bedeutung ist, zwar denkt er abends noch einmal über die Worte des Alten nach, aber er vergisst sie bald wieder. Bis zum Ende der Ausstellung, an dem er von einer Menschenmenge in einen Pavillon gedrängt wird. Hier ist es eine kleine Tafel, die seine Aufmerksamkeit genießt.

Die zweite Geschichte – ebenfalls von Julius Zeyer – „Glückseligkeit im Garten der Pfirsichblüte“ ist mystisch verworren. Zeyer erzählt scheinbar selbst, was ihm widerfahren ist. In Sewastopol lernt er den Italiener Umbriani kennen, einen leichtlebigen Zeitgenossen, den die Meisten als einen Lügenbold bezeichnen. Und doch gehen geheimnisvolle Geschichten über ihn durch aller Munde. Die verworrenste allerdings, erzählt Umbriani selbst. Es ist die Geschichte von Mingea, der unglücklichen Liebe des Chinesischen Kaisers von vor 400 Jahren. Vor 300 Jahren, so erzählt Umbriani, lebte er als Huang-ti in China und verliebte sich in ebendiese Mingea. Eine wahrlich rührende Erzählung, die mit viel Geschick, List und Philosophie erzählt wird.

Was die restlichen Autoren und ihre Kurzgeschichten angeht, so schwimmen sie lediglich mit, können keinesfalls an Zeyers anknüpfen. Einzig Jan Nerudas „Zu den drei Lilien“ hätte erzählerisch, nicht aber inhaltlich das Zeug dazu.

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