Das Labyrinth des Narren

von Peter Dumat 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Das Labyrinth des Narren
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Psychologisch wertvoll, spannend, interessant, fordernd, keine seichte Unterhaltung, sondern ein wunderbares Buch zum Nachdenken

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Inhaltsangabe zu "Das Labyrinth des Narren"

Was würde passieren, wenn deine inneren Anteile sich plötzlich verselbstständigen würden? Was, wenn sie plötzlich zu realen Personen in deinem Leben mutierten?

Ole, einem viel beschäftigten Familienvater, der sich in den gehetzten Wirren seines Alltags verfangen hat und der unter dem abgestumpften Glanz seiner Ehe leidet, passiert bei einem Urlaubsausflug genau das: Als er allein zu einer verfallenen Burgruine im Voralpenland gelangt, wird er von dem mysteriösen Ort verschluckt und in die Tiefen des Berges gezogen.

So gelangt Ole in ein unterirdisches Pendant zur Oberfläche, dessen düstere und von Tristesse erfüllte Aura der seiner eigenen Gefühlswelt gleicht. Wie ein Narr irrt er herum und begegnet seinen personifizierten Zweifeln und Ängsten, die versuchen, ihn in einem labyrinthischen Spießrutenlauf vorzuführen und zu behindern. Hilfe kann er nur von der Besinnung auf seine verschüttete Fantasie und die Kraft der Liebe zu seinen Nächsten erwarten. Ein gefährlicher Kampf beginnt, in dessen Verlauf Ole herausfinden muss, was ihm leichter fällt: der Tod oder das Leben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783960500957
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:258 Seiten
Verlag:Franzius Verlag
Erscheinungsdatum:31.08.2018

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    Flohhoppchenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Psychologisch wertvoll, spannend, interessant, fordernd, keine seichte Unterhaltung, sondern ein wunderbares Buch zum Nachdenken
    Psychologie, Selbsterkenntnis, Wahrnehmung der eigenen Menschlichkeit, Seele...sind Wörter,

    ...die mir zu diesem Buch einfallen. Dem Autor gelingt es auf spannende Weise, die selbsterkennende Reise ins Ich zu formulieren. Er deckt tiefenpsychologische Probleme auf, zeigt Baustellen der Seele, die durch Verdrängung entstanden sind und bearbeitet diese in Räumen in einem Labyrinth, auf einer ungewöhnlichen Reise. Das Buch fordert und fördert für mich eine Beschäftigung mit Aspekten des Lebens in einer Tiefe, die ungewöhnlich, beinahe erschreckend ist. Der Autor kennzeichnet diese Schrecksekunden/-minuten und oder Fehlentscheidungen im Leben sehr deutlich mit auftretenden irrealen "Personen" ohne Körperlichkeit oder erschreckend realen blutigen Bildern. Er erwähnt die fremde Haut, in der man manchmal stecken möchte oder in der man sich versteckt. Auf den ersten schnellen "Leser" ist das Buch ein hübscher vielleicht sogar ein ziemlich verworrener und verwirrender Roman mit spannenden Szenen, der mit einem sehr sehr adjektivlastigen beschreibenden Wortstil verfasst dazu auffordert, Bereiche, Kapitel und Szenen mehrfach nachzulesen, zu hinterfragen, zu deuten. Tut man dieses, vielleicht auch mit etwas zeitlichem Abstand zwischen den Kapiteln und denkt drüber nach, dann werden befremdlich anmutende Stellen tiefenpsychologisch sonnenklar, die Auslegung des geschriebenen Wortes nimmt eine andere Wendung an, als im erstem Moment gelesen. Ole verarbeitet seine Probleme und nur er kann sich helfen, niemand anderer kann in sein Ich, seine Seele vordringen, niemand kann sein Labyrinth bearbeiten außer er selbst.
    Ich habe das Buch sehr genossen, es regt auf vielfältige Weise zum Nachdenken an, verwirrt, fordert, verlangt Verarbeitung im Geiste und ist dennoch oder besser - grade deshalb - ein gelungenes Buch. Wer seichte Unterhaltung sucht, der ist bei diesem Werk völlig falsch, es ist wertvoll in seiner Message, sehr spannend, aber nicht leicht zu verstehen oder gar zu verdauen. Gerade deshalb bekommt das Buch von mir 4,5 Sterne. Einen halben Stern zieh ich ab, weil die Sprache am Anfang mehr, am Ende weniger, doch sehr oft zuviel drumherum beschreibend ist, der Text dadurch Längen erhält, die er eigentlich gar nicht braucht. Da aber mathematisch aufzurunden ist, fünf Sterne *****

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