Peter Eickmeyer

 4.6 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Im Westen nichts Neues, Liebe deinen Nächsten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Eickmeyer

Eine bewegende Geschichte neu umgesetzt: Peter Eickmeyer ist 1964 in Melle geboren. Er studiert Grafikdesign und arbeitet im Anschluss in verschiedenen Unternehmen, zuletzt in einer Werbeagentur in Bielefeld. 2016 erscheint seine erste Graphic Novel „Im Westen nichts Neues“, die den berühmten Roman von Erich Maria Remarque neu inszeniert. Daneben ist eine der bedeutendsten Meilensteine in der Karriere Eickmeyers die Teilnahme eines seiner Bilder an der ersten Kunstausstellung im Weltall 1995.

Alle Bücher von Peter Eickmeyer

Cover des Buches Im Westen nichts Neues (ISBN: 9783868696790)

Im Westen nichts Neues

 (7)
Erschienen am 01.01.2016
Cover des Buches Liebe deinen Nächsten (ISBN: 9783958394155)

Liebe deinen Nächsten

 (3)
Erschienen am 01.10.2017
Cover des Buches Der zweite Mann. Band 1 (von 2) (ISBN: 9783962193706)

Der zweite Mann. Band 1 (von 2)

 (1)
Erschienen am 18.06.2019
Cover des Buches Der zweite Mann. Band 2 (von 2) (ISBN: 9783962193713)

Der zweite Mann. Band 2 (von 2)

 (0)
Erschienen am 01.01.2020

Neue Rezensionen zu Peter Eickmeyer

Neu

Rezension zu "Der zweite Mann. Band 1 (von 2)" von Peter Eickmeyer

Der zweite Mann - 1: Der Adler landet
einz1975vor einem Jahr

2019 feiern nicht nur die USA, sondern die gesamte Menschheit das 50jähige Jubiläum der Mondlandung. Damals mitten im Kalten Krieg als die heimliche Front, entwickelte das Programm der jeweiligen Nation einen ungeheuren Sog, welchen Jung und Alt zusammen zu den Sternen aufschauen ließ. Nach all den Jahren ist vielleicht nicht mehr so viel geblieben und viele der Teilnehmer geraten vielleicht langsam ins Vergessen. Doch hat Autor und Zeichner Peter Eickmeyer diese Gelegenheit genutzt und zeigt noch einmal in Form eines Comics, was Damals alles passiert ist. Nicht wie man vermuten würde steht hier Neil Armstrong im Vordergrund des Geschehens, vielmehr sein Kollege Buzz Aldrin. Das dieser auch alle Tests und vorangegangenen Programme absolviert hat, sollte so ziemlich jedem bekannt sein.

Selbst das er sich, wie auch andere seiner Mitraumfahrer, oft der Presse und den Verschwörungstheoretikern stellen musste, zeigt noch einmal, wie brisant das Thema damals war und zum Teil auch heute noch ist. Aldrin lebt in einer Zeit, in der für den Weltraum eigentlich kein Platz in der Haushaltskasse war, doch irgendwie hat die NASA damals die Gelder bekommen. Peter Eickmeyer stellt dabei die Theorie auf, dass z.B. Marilyn Monroe damals John F. Kennedy davon überzeugt hat, diese Reise Wirklichkeit werden zu lassen. Während die Vorbereitungen für das Apollo-Programm ihren Lauf nehmen, passieren in der Welt und auch in den USA unterschiedliche wichtige Schlüsselmomente, welche Eickmeyer in einzelnen Bildern zusammenfasst. Damit erinnert dieser Comic an eine gute Vorlage für einen Geschichtsunterricht, welcher mehr in Bildern unterhält, als im Text.

Kurz bevor der erste Mensch der Welt seinen Fuß auf den Mond setzt, endet der Comic. Davor erleben wir in Skizzen den Start und den glücklichen Flug zu unserem Erd-Trabanten. Peter Eickmeyers Zeichnungen sind zum Teil sehr grob gehalten. Es ging ihm nicht darum jedes einzelne Detail eines Raumanzuges darzustellen oder die Rakete in ihren technischen Kleinteilen abzubilden, vielmehr kompensiert er diese unheimliche Meisterleistung der Menschen von damals und bringt diese Aufbruchstimmung gut zu Papier. Wer es filigraner mag, wird hier etwas enttäuscht sein, aber es geht schließlich auch nicht um eine ausgedachte Action-Geschichte, sondern um den Versuch in kurzen Bildern das historische Ereignis festzuhalten.

Fazit:
Einmal Mond und wieder zurück! Buzz Aldrin hat es geschafft und wird in dieser Graphic Novel von Peter Eickmeyers hingebungsvoll porträtiert. Als zweiter Mann war er genauso wie Neil Armstrong an dieser unglaublichen Meisterleitung der Menschen beteiligt und jeder darf hier die Geschichte noch einmal in Bildern nachempfinden. Grafisch schwungvoll und im kantig groben Strichstil, hält der erste Band die Spannung für Teil zwei offen. Gelungener bildreicher Geschichtsunterricht, mit Hintergrundinfos, welche vielleicht nicht in allen Büchern stehen. Fans von Mond & Raumfahrt sollten sich zum Feiertag diesen Band gönnen.

Matthias Göbel

Autor: Peter Eickmeyer
Zeichnung: Peter Eickmeyer
Hardcover: 56 Seiten
Verlag: Splitter Verlag 
Erscheinungsdatum: 21.09.2015
ISBN: 9783962193706

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Rezension zu "Im Westen nichts Neues" von Peter Eickmeyer

Die berühmte Vorlage eindrucksvoll in Bildern neu erzählt
Mary2vor 2 Jahren

„Wir sind verlassen wie Kinder und erfahren wie alte Leute. Ich glaube, wir sind verloren.“

 

Der Roman „Im Westen nichts Neues“ ist ausgesprochen bekannt, wird häufig als Schullektüre gelesen und ist in viele Sprachen übersetzt sowie mehrfach verfilmt worden. Ein Antikriegs-Klassiker sozusagen, den Remarque in einer eindrucksvollen, gut zu lesenden Sprache verfasst hat.

Zum 100. Jahrestages des Kriegsbeginns 1914 erschien dann die vorliegende Graphic Novel -Version, das Ergebnis einer mehrjährigen Auseinandersetzung des Künstlers Peter Eickmeyer mit dem Originalwerk und der Thematik des 1. Weltkriegs.

 

Erzählt wird die Geschichte des jungen Soldaten Paul Bäumer, der sich zu Kriegsbeginn als Freiwilliger meldet. Bäumer schildert seine Erlebnisse in den Schützengräben und im Lazarett, beim Heimaturlaub und beim kaiserlichen Besuch. Er erlebt Schmerzen und Tod überall, den Sinn des Krieges aber kann er nicht verstehen. Wie Millionen andere auch überlebt Paul Bäumer den Krieg nicht, er stirbt im Oktober 1918 an einem Tag, von dem es hieß, dass „im Westen nichts Neues“ zu melden sei.

 

Entstanden ist mit der Graphic novel Version ein stark wirkendes Buch-Kunstwerk, das die erschütternden Wort-Anteile mit eindrucksvollen Illustrationen unterstützt. Eickmeyer verwendet doppelseitige Hintergrundbilder unter Verwendung verschiedener Zeichen- und Maltechniken. Darin eingebettet finden sich weitere Bilder und Kästen mit Fragmenten des Original-Textes, insgesamt etwa die Hälfte des ursprünglichen Roman-Umfangs. Comic-Sprechblasen werden nicht verwendet, dafür sind die zahlreichen kleineren Bilder mit Zitaten aus dem Urtext versehen. Bei der Farbauswahl herrschen Blau- und Grautöne vor sowie alle Erdfarben. Die bildlichen Darstellungen wirken teilweise sehr grausam, so dass dies Buch keinesfalls für junge Leser geeignet ist. Manche Bilder zitieren berühmte Werke, so kommt das Pferd aus Picassos „Guernica“ vor ebenso wie Otto Dix „Sturmtruppe geht unter Gas vor“. Das Buch hat nicht nur deshalb durchaus einen künstlerischen Anspruch.

 

Das gesamte Werk macht einen durchdachten und sorgfältig recherchierten Eindruck. Der Wirkung der Lektüre kann sich wohl kaum ein Leser entziehen.

Ein ausführlicher, bebilderter Anhang hält weitere, umfangreiche Informationen bereit.

 

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre für Erwachsene, eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Roman-Ausgabe und auch lesenswert für alle, die das Original bereits kennen.

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Rezension zu "Liebe deinen Nächsten" von Peter Eickmeyer

Es geht um Menschen und um Menschlichkeit
Flaventusvor 3 Jahren

Das Mittelmeer ist weit weg. Ebenso wie die Dramen, die sich dort auch heute noch abspielen. Nur weil die Medien nicht mehr über die Flüchtlinge im Mittelmeer berichten, heißt es nicht, dass die Menschen sich nicht mehr auf diese gefährliche Flucht begeben.

Mit dieser Graphic Novel wird ein neuer Weg beschritten, um über die Situation der Menschen vor Ort zu berichten. Im Juni 2016 begaben sich Gaby von Borstel (Text) und Peter Eickmeyer (Zeichnungen) an Bord der MS Aquarius, um hautnah mitzuerleben, wie die Situation für die Retter und Geretteten auf dem Mittelmeer ausschaut.

Reportage mit eindrucksvollen Bildern

Somit ist die vorliegende Graphic Novel kein Werk, in dem eine Geschichte erzählt wird, sondern es ist mehr eine Reportage geworden, in der für jede Partei Raum eingeräumt wurde. Die Autoren stellen zuerst das Team und das Boot vor, sowie wie die Idee entstand und umgesetzt wurde.

Mit diesem ruhigen Einstieg wird der Leser sehr ruhig und stimmig auf das vorbereitet, was im Laufe der Mission geschehen wird. Es werden die verschiedensten Teams ebenso vorgestellt wie Techniken und Abläufe an Bord des Schiffes.

Mit dem Entdecken des ersten Flüchtlingboots ändert sich der Stil im Buch.


„Wir verlieren den Blick für den ganzen Menschen mit seinem vorherigen Leben, seinen Plänen und Wünschen.“ (S. 93)


Es kommen Menschen an Bord. Und diesen Menschen wird auf den nun folgenden Seiten viel Platz eingeräumt. Von einigen Menschen werden die Einzelschicksale erzählt, später gibt es einige großflächige Großportraits. Die Portraits erzählen sehr beeindruckend ihre ganz eigene Geschichte. Ohne Worte.

Dem aufmerksamen Leser fällt der Stilbruch schon beim Lesen auf. Wenn nicht, dann macht Eickmeyer am Ende des Buchs darauf aufmerksam, dass die ersten Bilder unter Zuhilfenahme eines Rechners entstanden sind, die Bilder aber, die an Board der MS Aquarius entstanden, von ihm selbst als Aquarelle gezeichnet wurden. Der Stilbruch beginnt mit der Sichtung des ersten Flüchtlingboots.


"Migration hat es immer gegeben. […]
Man kann sie als Chance oder als Bedrohung sehen.
Man kann die Menschen abwehren oder willkommen heißen." (S. 104)


Natürlich wird das Buch vor allem am Ende politisch. Eine solche Reportage kann nicht objektiv und distanziert bleiben. Die Schicksale der Menschen berühren. Allerdings werden in diesem Buch gemäßigte Töne angeschlagen. Das finde ich sehr gut, dass man das eine Extrem nicht mit einem anderen bekämpfen möchte.

Was in diesem Buch fehlt, ist eine tiefgreifendere Auseinandersetzung mit der Thematik, dass manchen NGOs vorgeworfen wird, mit den Schleppern zu kooperieren und somit für einen Teil des Flüchtlingsstroms verantwortlich zu sein. Es findet sich aber ein kleiner Hinweis auf diese Problematik:

"NGOs wie SOS Mediterranee reagieren auf diese Notlage, sie produzieren sie nicht." (S. 104)

Das ist in meinen Augen wichtig, sich nicht der Notlage der Menschen zu verschließen und den NGOs zu Mitverantwortlichen zu machen, selbst wenn es das ein oder andere schwarze Schaf unter ihnen geben sollte.

 

Fazit

Diese Graphic Novel Reportage führt uns allen eines vor Augen: Es geht um Menschen und um Menschlichkeit. Es geht in diesem Buch nicht um die Integration der Flüchtlinge in Europa, sondern es wird in erster Linie davon berichtet, was den Menschen widerfährt, wenn sie sich auf diese Reise begeben.

Ich denke, dass bei aller Politik eines sehr deutlich wird. Es ist unverantwortlich, Menschen bewusst ertrinken zu lassen. Deshalb schließt das Buch dann auch mit den folgenden Sätzen:

Wir werden sie nicht ertrinken lassen. Wie werden nicht tatenlos zusehen.“ (S. 117)


Diese Rezension mit einigen Bildern aus dem Buch und weiterführenden Links findet sich auf meinem Bücherblog.

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