Peter Felten Doppelagent im Kalten Krieg

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Inhaltsangabe zu „Doppelagent im Kalten Krieg“ von Peter Felten

In diesem Buch schildert Felten ausführlich, wie es ihm in den beiden Stasi-Gefängnissen in Berlin Hohenschönhausen und Bautzen ergeht und wie gleichzeitig das Leben seiner Angehörigen in der Bundesrepublik abläuft. Auf diese Innenansichten aus den Gefängnissen legt er sein besonderes Augenmerk. Wir erfahren, dass er vom Vernehmer jeden Tag seelisch gefoltert wird. Vom Staatsanwalt wird er sogar drei Tage vor seiner Gerichtsverhandlung zu einem Schuldanerkenntnis erpresst. Wenn man bedenkt, dass zu dieser Zeit in der DDR auf Spionage die Todesstrafe steht und zwischen 1979 und 1981 noch dreimal vollstreckt wird, kann man verstehen, was das letztlich in Felten ausgelöst hat, als er von diesen Zusammenhängen nach der Wende erfährt. In seinem Buch berichtet Felten auch über Freizeit und Arbeit im Knast. Verwunderliches gar. Denn seinem Kommando gelingt es, der Gefängnisleitung durch Übererfüllung der Norm Sonderkonditionen abzuringen. Mit Tricks. Schließlich der Austausch der deutschdeutschen Agenten. Nachdem die Ostagenten, mit Christel Guillaume an der Spitze, im VWBus bei Herleshausen über die Grenze in die DDR gebracht worden sind, kommen auch die bundesdeutschen Gefangenen, die in einer Garage warten, in Freiheit. Empfangen werden sie in die Bundesrepublik mit einem Gläschen Schnaps. Den hat der Ost-Berliner Anwalt Dr. Wolfgang Vogel mitgebracht. Es ist ein Nordhäuser-Korn aus der DDR. Welch ein Fauxpas. Felten beschreibt die Auswirkungen seines Interviews im ZDF und in der Illustrierten „Quick“ ebenso, wie seine doppelte Spionagetätigkeit, Auslöser all des Erlebten. Zum Autor: Peter Felten wird 1943 in Marialinden im Rheinisch Bergischen Kreis geboren. 1950 kann seine Familie aus der dortigen Evakuierung in die Heimatstadt Köln zurückkehren. Schulabschluss: Mittlere Reife. Ausbildung zum Foto-Kaufmann und Presse-Fotograf. Bereits zwei Jahre Fotografentätigkeit für die „Kölnische Rundschau“, als diese ihn 1965 in ihre Eifel-Redaktion in Gemünd beruft. Felten beginnt als Bild-Journalist, wird Polizei-Reporter und nach seinem Volontariat 1978 Redakteur. 1974 bekommt er Kontakt zum Militärischen Geheimdienst der DDR, 16. August 1979 Verhaftung in Ostberlin, 14. Dezember 1979 Verurteilung durch das Oberste Militärgericht der DDR zu 12 Jahren Haft, 19. März 1981 Austausch gegen Christel Guillaume, 24. Mai 1984 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande durch Bundespräsident Karl Carstens wegen seiner Verdienste für die Bundesrepublik Deutschland. Nach seiner Freilassung wechselt Felten in die Bergheimer Redaktion der „Kölnischen Rundschau“ und ist von 1982 bis 1999 Redaktionsleiter. Nach seiner Tätigkeit als Redakteur der Beilagen-Redaktion im Kölner Mutterhaus bis 2003, geht Felten ein Jahr später als Redakteur der Nachrichten-Redaktion aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand. Felten engagierte sich jahrelang ehrenamtlich als Vorsitzender im Rallye-Club-Nordeifel (1969 bis 1977) und als Geschäftsführer im Tennisclub Grün-Weiß Gemünd (1992 bis 2005). Neben seinem ersten Wohnsitz in der Stadt Schleiden hat der Autor einen zweiten Wohnsitz in einem kleinen Dorf an der Dordogne im Südwesten Frankreichs. „Sie machten mich zum DDR-Spion und warfen mich wegen Spionage für ihren Gegner, die Bundesrepublik Deutschland, ins Gefängnis.“ Mit diesem Satz beschreibt Autor Peter Felten, Bild-Journalist und ehemaliger Redakteur der „Kölnischen Rundschau“, seine Geschichte als klassischer Doppelagent oder „Counterman“, wie das im Sprachgebrauch des für die bundesdeutsche Spionageabwehr zuständigen Kölner „Bundesamtes für Verfassungsschutz“ heißt. Kürzer und treffender kann man nicht ausdrücken, was im Jahre 1974, kurz nach der Enttarnung des Kanzlerspions Günter Guillaume, im beschaulichen Eifelstädtchen Gemünd beginnt. Felten lässt sich von einem DDR-Geheimdienst zur geheimen Agententätigkeit, also zur Spionage gegen die Bundesrepublik Deutschland, anwerben. Was die Geheimen in Ostberlin nicht wissen: Er hat die Verbindung im Auftrag der westdeutschen Spionageabwehr aufgenommen. Alles, was er als Journalist für die DDR bei Bundeswehr und NATO-Verbündeten ausspionieren soll, und welche Kontakte er in Ostberlin bekommt, erfährt umgehend sein Führungsoffizier beim Verfassungsschutz. Felten wird 1979 enttarnt und zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Er ist 19 Monate in Haft, davon 14 im Zuchthaus Bautzen II, ehe er am 19. März 1981 zusammen mit acht weiteren bundesdeutschen Häftlingen gegen Christel Guillaume, der Ehefrau des Kanzlerspions, sowie fünf weitere DDR-Spione ausgetauscht wird.

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