Glaube Liebe Tod

von Peter Gallert und Jörg Reiter
4,2 Sterne bei152 Bewertungen
Glaube Liebe Tod
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Neue Kurzmeinungen

borgis avatar

Genialer Ansatz mit dem Polizeiseelsorger. Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt.

Hennies avatar

Der spannende Auftakt einer Krimiserie mit einem ungewöhnlichen Ermittler. Meine Empfehlung!

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Inhaltsangabe zu "Glaube Liebe Tod"

Woran kann man glauben in einer Welt voller Verbrechen? Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt springt der Beamte hinterher, um Bauer zu retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Bauer hat hoch gepokert, aber gewonnen. Doch wenige Stunden später ist der Polizist tot, nach einem Sturz vom Deck eines Parkhauses. Ein klarer Fall von Selbstmord, gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer weiß nicht, was er glauben soll. Und er sieht die Verzweiflung in der Familie des Toten. Auf der Suche nach der Wahrheit setzt er alles aufs Spiel ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548288918
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:12.05.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.05.2017 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Streiflichtvor 3 Monaten
    Authentisch und berührend

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich schon zahlreiche Krimis und Thriller gelesen habe, aber immer auf der Suche nach etwas Neuem, Anderem und Mutigem bin. Das Autorenduo Peter Gallert und Jörg Reiter hat im Kriminalroman „Glaube, Liebe, Tod“ einen Seelsorger in den Mittelpunkt gestellt. Ein ganz anderer, neuer Ansatz, der mir sehr, sehr gut gefallen hat. Martin Bauer ist eine tolle Hauptfigur, die mich schnell für sich eingenommen hat. Er versteht sich als Helfer und Mittler und möchte den Menschen dienen. Er will nicht die moralische Keule schwingen oder es besser wissen – das fand ich richtig toll. Gleichzeitig erfährt man auch nach und nach von seinem Vorleben, in dem er als Gemeindepfarrer „versagt“ hat. Er liebt seinen Job und die Herausforderungen, die er als Polizeiseelsorger zu meistern hat. Manchmal kommt aber auch er an seine Grenzen. Das fand ich richtig gut geschildert und dargestellt.

    Auch ein bisschen Lokalkolorit fehlt in diesem Buch nicht. Das hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, da es sehr gekonnt und authentisch wirkt.

    Schön fand ich auch, dass auch das Privatleben von Martin Bauer eine Rolle spielt. So kann er als Vater einer Teenietochter dem Schmerz des Sohnes, dessen Vater Selbstmord begangen haben soll, sehr gut nachvollziehen. Und auch als Ehemann wird er gefordert. Diese Einblicke in sein Privatleben haben das Buch für mich gelungen abgerundet.

    Gut, dass der zweite Band „Tiefer denn die Hölle“ schon bei mir zur Lektüre bereit liegt. Bin wirklich neugierig, wie es weitergeht.

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    Annette126vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Buch - ganz besonders für Liebhaber der knisternden Spannung.....
    Mitreißend und sehr spannend

              Ein sehr wunderbares Buch der beiden Autoren....Der Duisburger Polizist Walter Keunert, gegen den intern ermittelt wird, hat vor - sich von der Rheinbrücke zu stürzen. Martin Bauer, der Polizeiseelsorger kann ihn in allerletzter Minute von seinem Vorhaben abhalten - in dem er kurz vorher in den Rhein springt und damit haben will, das er ihn rettet. Es gelingt auch - allerdings wird Keunert am nächsten Tag leblos auf einem Parkhausdeck gefunden. Was ganz genau ist geschehen? Und warum? Der Seelsorger glaubt nicht an einen Selbstmord und geht auf Wahrheitssuche. Die Unterstützung kommt dabei von der Hauptkommissarin Verena Dohr - die es auch nicht leicht bei der Duisburger Polizei hat. Wohin führt ihn die Wahrheitssuche? Gibt es irgendwo Gemeinsamkeiten? Die Hartnäckigkeit von Pfarrer Martin Bauer bringen einige Sachen hervor - welche sehr weit in Keunerts Vergangenheit zurückreichen........Wird es gut enden??? Den beiden Autoren ist das Buch sehr gelungen, ganz besonders aus der Sicht des Polizeiseelsorgers. Es hat einen angenehmen und sicheren Schreibstil und ich gebe dafür eine sehr klare Lese- und Kaufempfehlung. Ganz besonders geeignet für Liebhaber der knisternden Spannung.
           

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    claudi-1963s avatar
    claudi-1963vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein grandioser Krimi mit sehr speziellen Ermittlern und Ansätzen die mich total überzeugen konnten.
    Glaube, Liebe, Tod und ein Polizeiseelsorger mittendrin

    "Wenn es heißt, ein Mensch sei unbestechlich, frage ich mich unwillkürlich, ob man ihm genug geboten hat." (Joseph Fouché)
    Polizeibeamter Walter Keunert steht an der Brüstung der Duisburger Rheinbrücke und will sich aus Verzweiflung in die Tiefe stürzen. Gerade noch rechtzeitig kann der Polizeiseelsorger Martin Bauer dies verhindern, in dem er selbst springt und Keunert ihn retten muss. Doch wenige Stunden später findet man Walter Keunert tot vor einem Parkhaus auf. Für seine Kollegen ist es eindeutig ein weiterer Suizidversuch gewesen, der nun tödlich geendet hat. Als Bauer mit Hauptkommissarin Verena Dohr der Familie die Todesnachricht überbringt, sieht er die Verzweiflung bei Sohn Thilo. Dabei begeht er einen Fehler, in dem er seine Zweifel am Suizid von Keunert bekundet. Verzweifelt rennt Thilo von zu Hause weg, auf der Suche nach der Wahrheit und mit dabei die Waffe seines Vaters. Nun muss Bauer seinen Fehler wieder gutmachen und geht selbst auf die Suche nach der Wahrheit und diese führt ihn in Keunerts Vergangenheit und zu Bordellbesitzer Sascha Zabel. War Keunert wirklich korrupt und hat sich deshalb aus Verzweiflung das Leben genommen? Die Suche nach der Wahrheit wird nicht nur für Thilo gefährlich, auch Martin Bauer begibt sich in große Gefahr.

    Meine Meinung:
    Die beiden Autoren bekannt durch zahlreiche Fernseh-Drehbücher haben hier ihre erste gemeinsame Krimireihe geschrieben. Der Schreibstil ist sehr gut, flüssig und durch die Idee des Polizeiseelsorgers mal etwas ganz anderes, was ich so bisher noch nicht kannte. Die Idee Glaube, Liebe und Tod in einer Kriminalreihe zu vereinigen hat mich neugierig gemacht und ich muss sagen das ist den Autoren auch bestens gelungen. Die Charaktere waren stimmig, sympathisch und wurden realistisch dargestellt. Man merkte auch sehr gut in, was für Bedrängnisse so ein Polizeiseelsorger bei seiner Arbeit kommen kann. Nicht nur das er aufgrund seines Eides zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, nein auch selbst kommt er an seinen Grenzen und in Glaubensnöte. Mir hat es sehr gut gefallen einmal ein ganz anderes Ermittlerpaar zu sehen, das nicht nur bei der Arbeit, sondern auch in der Familie ihre Probleme bekommt. Dass es dabei auch noch um Korruption, Prostitution und die Vergangenheit geht, machte das Ganze noch interessanter. Auch die Mischung zwischen Kriminalfall und Bibelversen waren für mich absolut stimmig. Als ersten Teil einer Reihe konnte mich der Plot und die Protagonisten, vor allem Martin Bauer total überzeugen und ich freue mich schon auf den neuen Fall. Dem Autorenduo ist der Einstieg wirklich bestens gelungen, man sieht aber auch das sie schon einiges an Erfahrung haben. Deshalb von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

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    yesterdays avatar
    yesterdayvor 5 Monaten
    Pfarrer Bauer lässt Pater Brown weit hinter sich

    Dieser Krimi, der im Ruhrgebiet spielt, lässt sich in rasendem Tempo lesen. Schneller ist nur Martin Bauer, der “Polizeipfarrer”, wenn er auf dem Weg zu einem Jugendlichen ist, der seine Hilfe braucht.

    Der Titel des Kriminalromans fasst einiges schon sehr gut zusammen, auch wenn die Handlung natürlich etwas komplexer ist. Mit dem Tod fängt alles an. Als ein Polizist in den Tod springt, hat Bauer das Gefühl, dass er es verhindern hätte können und macht sich Vorwürfe. Als er im dem Fall, der offiziell ein Suizid ist, weiterermittelt (was er natürlich gar nicht dürfte), kommen zahlreiche Puzzleteile ans Licht, die seinen Glauben stark erschüttern.

    Spätestens nach der Hälfte des Buches ist nichts mehr so wie es schien und Bauer kann nicht aufhören, in Familiengeschichten und der Vergangenheit zu wühlen. Der Cocktail aus Verzweiflung, Prostitution, Drama, Affären und anderen Geheimnissen, den die beiden Autoren mixen, geht dem Leser unter die Haut und steigt ihm in den Kopf. Wie berauscht blättert man Seite um Seite um, angetrieben von vielen Schauplatzwechseln und kurzen Kapiteln.

    Und plötzlich sind die Seiten zu Ende, die Ermittlungen schlussendlich richtig abgeschlossen und fast alles wird aufgeklärt. Doch wie geht es weiter mit dem Seelsorger, der zwar andere gekonnt berät, aber selbst beratungsresistent ist? Der Ausspruch “Gott sei Dank” ist hier sicher passend, denn Gott sei Dank gibt es eine Fortsetzung, ein Wiedersehen mit Martin Bauer. Sie heißt “Tiefer denn die Hölle” und ist gerade erst (am 6. April 2018) erschienen.

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    ullikens avatar
    ullikenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein toller Krimi, ja man möchte sagen Thriller. Er steht unter dem Zeitdruck des Polizeipsychologen, der alles wieder gutmachen will.
    Super Krimi

    Jörg Reiter und Peter Gallert schildern in ihrem tollen Krimi/Thriller mit viel Lokalkolorit aus Sicht des Polizeiseelsorgers Bauer wie aus der besten Absicht einen Menschen zu retten, sich alles umkehren kann.

     

    Ein Polizist will Selbstmord begehen, indem er wartet, dass er sich nicht mehr auf einer Rheinbrücke halten kann. Der Seelsorger hält ihn davon ab, indem er selbst in den kalten Fluss springt und sich von dem Polizisten retten lässt.

     

    Was er nicht verstehen kann, ist, weshalb derselbe Polizist ein paar Stunden später zerschmettert vor einem Parkhaus liegt. Soll er sich so getäuscht haben? Er hatte schwören können, er hätte ihn von seinen Gedanken abgebracht.

     

    Tilo, der jetzt verwaiste Sohn, sieht seinen Vater nur noch als Feigling. Herr Bauer möchte diese Einstellung bei dem Jungen ändern, zumal er nicht überzeugt ist, dass es ein Selbstmord war. Seine Kollegin von der Kripo ist von seiner Meinung jedoch noch nicht überzeugt.

     

    Was hat der Eros-Club mit den jungen Ausländerinnen mit dem Fall zu tun? Warum verbot Tilos Vater seinem Sohn, vom 10m-Brett zu springen?

     

    Fragen über Fragen, - aber Bauer weiß noch nicht, wie efährlich die Lösung dieses Falles für seine Familie werden wird.

     

    Das Buch steigert in jedem Kapitel die Spannung.

    Absolut lesenswert.

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    Datahas avatar
    Datahavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Solider Regionalkrimi aus Sicht eines Poizeiseelsorgers - spannend, einfühlsam und lesenswert
    Guter Serienauftakt

    Der Polizist Walter Keunert will sich von einer Brücke stürzen um Selbstmord zu begehen.  Pfarrer und Polizeiseelsorger Martin Bauer rettet ihm auf sehr unkonventionelle Art das Leben. Vier Stunden später ist Keunert trotzdem tot – er ist von einem Parkhaus in die Tiefe gestürzt. Bauer ist schockiert und macht sich Vorwürfe. Er recherchiert, warum sich Keunert unbedingt das Leben nehmen wollte. Zunächst wird er dabei von Hauptkommissarin Verena Dohr unterstützt. Da allerdings keine Beweise für ein Fremdverschulden vorliegen, werden Dohr von höherer Stelle weitere Ermittlungen verboten. Bauer ermittelt trotzdem weiter und auch Dohr lässt der Fall nicht los. Dabei sollte sich Bauer eigentlich mehr um seine Familie kümmern. Seine minderjährige Tochter Nina ist mit einer Jugendgruppe nach Deauville zum G8 Gipfel gefahren, um dort zu demonstrieren. Als sie nichts mehr von Nina hören, machen sich Sarah und Martin Bauer große Sorgen.


    Glaube Liebe Tod ist der gelungene Auftakt einer neuen Krimi-Serie um Polizeiseelsorger Martin Bauer. Bauer ist sympathisch, hartnäckig und ein wenig unkonventionell in seinen Entscheidungen. Er arbeitet eng mit der ebenfalls sehr sympathischen Hauptkommissarin Dohr zusammen. Darüber hinaus wird von beiden das Privatleben mit einbezogen, besonders Bauer kommt seiner Familie gegenüber immer wieder in Gewissenskonflikte. Auch die weiteren handelnden Personen wirken glaubwürdig.


    Der Krimi spielt in Duisburg, unter anderem im Rotlichtmilieu. Die einzelnen Schauplätze werden gut beschrieben. Die Autoren schreiben in einer gut verständlichen Sprach und die Handlung lässt keine Fragen offen. Das Cover ist ansprechend, die Schrift leicht plastisch gestaltet, und das Motiv passt sehr gut zum Buch.


    Mein Fazit: Der erste Teil dieser Krimiserie ist dem Autorenduo Peter Gallert und Jörg Reiter gut gelungen. Das Buch hat Spannung, verschiedene Facetten und lässt sich flüssig lesen. Mir hat die Person eines Pfarrers als Ermittler gut gefallen und ich würde die Serie durchaus weiterlesen.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein vielschichtiger Krimi, fesselnd bis zur letzten Seite!
    Der erste Fall für Polizeiseelsorger Martin Bauer ...

    „Glaube.Liebe.Tod“ ist das zweite gemeinsame Buch von Peter Gallert und Jörg Reiter.

     

    Schauplatz ist Duisburg, die Hauptfiguren sind die Polizisten der Stadt.

     

    Walter Keunert, ein Polizist gegen den die Interne ermittelt, will sich von der Rheinbrücke stürzen. Polizeiseelsorger Martin Bauer kann ihn in letzter Minute von seinem Vorhaben abhalten, indem er selbst, einen Tick früher, in den kalten Rhein springt und Keunert damit zwingt, ihn zu retten.

    Bauer glaubt Keunert gerettet, doch der wird am nächsten Tag vor einem Parkhausdeck aufgefunden. Ist er doch gesprungen?

     

    Martin Bauer glaubt nicht an einen Selbstmord und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Unterstütz wird er von Hauptkommissarin Verena Dohr, die es in der Männerdominierten Polizeiszene nicht leicht hat und deswegen auch gleich Zores mit dem Vorgesetzten hat.

    Bauers Nachforschungen führen in die Rotlichtsszene und zu einem weiteren Selbstmord: Eine junge rumänische Prostituierte ist vom Balkon eines Hauses gestürzt. Die Parallelen zu Keunerts Tod sind deutlich.

     

    Durch die Hartnäckigkeit des Pfarrers kommen einige Dinge ans Tageslicht, die weit in die Vergangenheit Keunerts zurückreichen.

     

    Meine Meinung:

     

    Die Idee hat mir recht gut gefallen, zeigt sie doch wie eng verzahnt Gegenwart und Vergangenheit sind. Mir ist relativ bald klar geworden, dass die Gründe für den vermeintlichen Selbstmord Keunerts in der Vergangenheit zu finden sind.

     

    Der Krimi aus Sicht eines Geistlichen verspricht einen anderen Blickwinkel. Martin Bauer ist eine interessante Figur, die ihrem Beruf oder Berufung einen hohen Stellenwert einräumt und darüber seine Familie beinahe vergisst. Hier muss ich gleich eine kleine Kritik anbringen: Über seiner Obsession, Licht in den Fall zu bringen und Keunerts 15-jährigen Sohn Tilo, der mit der geladenen Waffe seines Vater in der Stadt herumläuft, zu finden, vernachlässigt er seine Frau und seine ebenfalls 15-jährige Tochter, die nach Deauville reist um sich den Protesten rund um den G8-Gipfel anschließt. Grundsätzlich finde ich den Nebenschauplatz „Familie Bauer“ ganz gut, doch Bauers Verhalten seiner Familie gegenüber ist doch ein wenig verantwortungslos, zumal er ja offiziell kein Ermittler im Fall Keunert ist. Zum Aufzeigen der Zwickmühle in der sich Bauer befindet, sind die Nebenschauplätze gut gelungen. Auch Bauers Zweifel an sich, an Gott usw. kommen recht gut zur Geltung. Einerseits holt er seine Kraft aus dem Glauben, passende Bibelverse finden sich im Buch, auf der anderen Seite eckt er überall an.

    Mir gefällt der knappe Schreibstil des Autorenduos, der ohne lange Ausschweifungen auskommt. Durch die vielen Nebenschauplätze verliert der Krimi an manchen Stellen ein wenig die Spannung.

     

    Fazit:

     

    Der Krimi aus Sicht des Seelsorgers hat mir gut gefallen, daher gebe ich 5 Sterne und warte mit Ungeduld auf den nächsten Fall „Tiefer denn die Hölle“ (April 2018)

     

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor 8 Monaten
    Die Waffen eines Pfarrers


    Martin Bauer ist ein unkonventioneller Pfarrer. In seiner neuen Funktion als Polizeiseelsorger wird er zu einem drohenden Suizid gerufen. Ein Polizeibeamter steht auf einer Flussbrücke und will aus dem Leben scheiden. Martin Bauer gesellt sich zu ihm und kommt dem Polizisten zuvor, indem er selber von der Brücke springt und somit den Lebensmüden auferlegt ihn zu retten. Der vermeintliche Erfolg mit seinen ungewöhnlichen Mitteln trifft nicht nur auf Be-geisterung und Wohlwollen und die Kritik wird noch lauter, als der Gerettete kurze Zeit später tot aufgefunden wird. Die Einschätzung der Lage besagt, dass es sich im Selbstmord handelt, eine Theorie, mit der sich Martin Bauer nicht anfreunden will. Er hat in den Augen des Polizisten nicht mehr die Verzweiflung erkannt und stellt auch von seinen eigenen Vorwürfen getrieben Nachforschungen an...


    "Glaube, Liebe, Tod" ist der erste Band um den Polizeiseelsorger Martin Bauer. Ein verheißungsvoller Beginn, da der Kriminalroman durch seinen außergewöhnlichen Hauptprotagonisten einen ganz besonderen Charme erhält. Die beiden erfahrenen Drehbuch-Autoren Peter Gallert und Jörg Reiter erzählen die Geschichte in einer sehr lebendigen und temporeichen Schreibweise. Martin Bauer konnte dabei schnell meine Sympathien gewinnen und es machte Spaß, ihm bei seinen individuellen Ermittlungen über die Schulter zu schauen. Er arbeitet dabei mit besonderen Waffen, nämlich seinem Instinkt, seiner Hartnäckigkeit und vor allem seinen gefühlvollen und ruhigen Worten. Für Spannung sorgt neben den Ermittlungen auch noch das Privatleben des Seelsorgers, so dass sich der Spannungs-bogen über den gesamten Verlauf des Buches auf einem hohen Niveau befindet. Die von den Autoren clever konzipierte Geschichte endet mit einem für mich überraschendem und nachvollziehbaren Plot. Sehr gut gefallen hat mir auch die authentisch erzählte Ruhrpott-Umgebung, die für viel Atmosphäre sorgte.


    Aus meiner Sicht ist "Glaube, Liebe, Tod" ein toller Auftakt zu einer verheißungsvollen Krimi-Reihe um einen außergewöhnlichen Ermittler. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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    leaphelinas avatar
    leaphelinavor 9 Monaten
    Für jeden Krimiliebhaber ist dieses Buch also genau richtig.

    Vor einiger Zeit habe ich mich nur mit Fantasy Büchern beschäftigt. Doch seit einiger Zeit zieht es mich auch immer wieder zu den Krimis. Ganz besonders Krimis, die im deutschsprachigen Raum spielen – wie dieses Buch hier – lese ich sehr gerne.

    Bei diesem Buch war ich sehr angetan von dem Fall. Ein Beamter, der Selbstmord begeht und ein Seelsorger, der ihn retten wollte, es aber letztendlich nicht schaffte. Was versteckt sich hinter dem Fall von dem toten Polizisten Keunert? Das will Seelsorger Martin Bauer unbedingt herausfinden. Liegt es nur an den Korruptionsvorwürfen? Oder steckt etwas ganz Anderes hinter dem Selbstmord?

    Hauptkommissarin Verena Dohr schließt sich dem Fall von Martin Bauer an. Zusammen gehen sie auf die Suche nach dem Motiv und landen bei ihrer Recherche im Rotlichtviertel, wo ein junges Mädchen vom Balkon stürzte. War es Mord oder Selbstmord?

    Eine weitere Rolle spielen die Kinder von Keunert und Bauer: Der Junge von Keunert ist mit der Welt unzufrieden, ist gegen alles und jeden, während die Tochter von Bauer ihn mehr zu lieben schein als die eigene Mutter. Dabei ist ihr Vater so selten zuhause, da er als Seelsorger immer zuerst den anderen Menschen hilft und erst danach seiner eigenen Familie. Sein Job steht also für ihn persönlich immer an erster Stelle.

    Es ist eine spannende Geschichte, die sich über 416 Seiten flüssig lesen lässt. Ich hatte nicht einmal das Gefühl, dass es sich zieht oder uninteressant wird. Das einzige, was mir nicht gefällt, ist das Cover. Aber wir wissen ja alle: Geschmäcker sind eben unterschiedlich.

    Die Autoren haben sich Mühe gegeben, eine spannende Geschichte für die Leser mit einer Menge Input zu schreiben. Es war nicht immer ganz klar, was als Nächstes passiert und das gefiel mit sehr gut.

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor einem Jahr
    Astreiner Start für Martin Bauer

    Um einen Polizisten vor dem Selbstmord zu bewahren startet Seelsorger Martin Bauer ein ungewöhnliches Manöver und pokert hoch. Die Taktik geht auf, die Katastrophe scheint abgewendet. Doch dann der Schock: Derselbe Polizist wird einige Stunden später tot aufgefunden. Hat er sein Vorhaben nun doch noch in die Tat umgesetzt? Martin Bauer will nicht so recht an diese Theorie glauben und beginnt mit seinen eigenen Nachforschungen. Je tiefer er jedoch gräbt, desto verworrener wird die Angelegenheit und desto schneller steht die Frage im Raum, wem überhaupt noch zu trauen ist...

    Mit Martin Bauer steht kein Ermittler im klassischen Sinne im Mittelpunkt, sondern ein (Polizei)Seelsorger, der ganz feine Antennen für Zwischentöne hat und somit viel mehr hinterfragt als dem ein oder anderen lieb ist. Mitten im Ruhrgebiet taucht er ab in einen Sumpf aus Intrigen, Macht und Korruption, der unter der Oberfläche brodelt, ohne dem „Normalbürger“ auch nur ansatzweise unter die Augen zu kommen.

    Schnell wird dem Leser klar, dass er sich an Bauers Fersen heften sollte, wenn es darum geht die interessanten Hinweise zu verfolgen oder lang gehütete Geheimnisse zu lüften. Gleichzeitig muss man sich aber auch vorsehen, denn er tritt einigen Personen gehörig auf die Füße, auch solchen, die absolut keinen Spaß verstehen. Entsprechend gebannt verfolgt man das spannungsgeladene Geschehen, welches durchaus die ein oder andere Überraschung bereit hält, schließlich weiß auch der Leser nicht alles, vor allem nicht wer für welche Mannschaft spielt.

    Mit der Zeit kristallisieren sich mögliche Täter und Motive heraus, die allerdings sowohl als auch in höherer Stückzahl vorkommen, es also weder Bauer noch dem Leser leicht machen. Ein ernstzunehmendes Bauchgefühl deutet bereits eine bestimmte Richtung an, doch fehlen hierfür konkrete Anhaltspunkte und Beweise. Trotz allem muss man jedoch ständig das Gesamtbild vor Augen haben, denn nur so wird es im Endeffekt gelingen das wahre Ausmaß des Geschehens zu ermitteln.

    Mit „Glaube Liebe Tod“ ist den Autoren ein grandioser Auftaktband gelungen, der bereits Neugierde und Vorfreude auf weitere Bände schürt. Doch die Messlatte hängt hoch, da müssen Gallert und Reiter sich einiges einfallen lassen, um das Niveau zu halten oder gar zu toppen. Martin Bauer und sein erster Fall werden dem Leser auf jeden Fall noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    hallolisas avatar

    Wenn die Seelsorge zum Knochenjob wird ...

    Ein Polizeipfarrer bewahrt einen Kommissar vor dem Selbstmord, doch dann wird eben jener Ermittler wenig später tot aufgefunden ...
    Peter Gallert & Jörg Reiter verfassten mit "Glaube Liebe Tod" einen packenden Kriminalroman, der euch nervenaufreibende Lesestunden auf der Suche nach der Wahrheit garantiert.

    Neugierig, wie die Geschichte weitergeht? Dann bewerbt euch jetzt für unsere Leserunde zu "Glaube Liebe Tod" von Peter Gallert & Jörg Reiter!

    Mehr zum Inhalt:

    Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt springt der Beamte hinterher, um Bauer zu retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Bauer hat hoch gepokert, aber gewonnen. Doch wenige Stunden später ist der Polizist tot, nach einem Sturz vom Deck eines Parkhauses. Ein klarer Fall von Selbstmord, gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer weiß nicht, was er glauben soll. Und er sieht die Verzweiflung in der Familie des Toten. Auf der Suche nach der Wahrheit setzt er alles aufs Spiel ...

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    Mehr über die Autoren:

    Peter Gallert wurde 1962 in Bonn geboren. Ein Germanistik- und Geschichtsstudium brach er erfolgreich ab. Er spielte Theater, jobbte als Nachtportier und Bauarbeiter, schrieb "Jerry Cotton"-Krimis und Synchronbücher. Seit den 90er Jahren arbeitet er als Drehbuchautor für TV-Serien von Krimi bis Krankenhaus. Er ist Karate-Kindertrainer, hat drei Töchter und lebt mit seiner Familie in Köln. Peter Gallert arbeitet seit 15 Jahren mit Dr. Jörg Reiter zusammen. Im Jahr 2014 gewannen die beiden den Agatha-Christie-Krimipreis für ihre Geschichte "Kleinmann befreit sich". 2016 erschien ihr erster gemeinsamer Kriminalroman "Kopfjagd" und im Mai 2017 folgt der zweite "Glaube Liebe Tod".

    Jörg Reiter
    wurde 1952 in Düsseldorf geboren und studierte Malaiologie, Ethnologie und Film- und Fernsehwissenschaften. Im Rahmen der Ethnologieforschung forschte er Seenomanden und bei Bergstämmen in den Nordphilippinen. Anschließend promovierte er 1986 in Ethnologie und war Dozent in Köln und Heidelberg. Seit 1992 ist er freier Autor von Sachbüchern und Drehbuchautor für TV-Serien gemeinsam mit Peter Gallert. Er lebt in Köln. Der nächste gemeinsame Kriminalroman mit Peter Gallert kommt im Mai 2017 heraus und heißt "Glaube Liebe Tod".


    Gemeinsam mit Ullstein vergeben wir 25 Exemplare von "Glaube Liebe Tod", geschrieben von Peter Gallert & Jörg Reiter. Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 14.05. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:

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    Ich drücke euch die Daumen und freue mich auf die Leserunde!
    sydneysider47s avatar
    Letzter Beitrag von  sydneysider47vor einem Jahr
    Hallo an alle - wie schon oben gesagt, habe ich das Buch gekauft - und nicht gewonnen. Hier ist eine Liste aller meiner Rezensionen - Links und, unter welchen Namen ich die Rezensionen veröffentlicht habe: Rezension bei Amazon.de (hier schreibe ich als „Irina Melbourne“): https://www.amazon.de/review/RIGAWR7HKM15E/ref=pe_1604851_66412761_cm_rv_eml_rv0_rv Rezension bei lovelybooks.de (hier bin ich Sydneysider47): https://www.lovelybooks.de/autor/Peter-Gallert/Glaube-Liebe-Tod-1400894951-w/rezension/1469480102/ Rezension bei vorablesen.de (hier bin ich adel69): https://www.vorablesen.de/buecher/glaube-liebe-tod/rezensionen/spannender-duisburger-krimi Rezension bei buch7.de (hier bin ich adel69): https://www.buch7.de/store/product_details/1028686555 Rezension im Blog der „Verrückten Leseratten“ (hier bin ich sydneysider47): https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/07/04/rezi-von-adelheid-peter-gallertjoerg-reiter-glaube-liebe-tod/ Rezension bei Hugendubel.de (hier bin ich adel69): http://www.hugendubel.de/de/taschenbuch/peter_gallert_joerg_reiter-glaube_liebe_tod-28088356-produkt-details.html Rezension bei eBook.de (hier bin ich adel69): http://www.ebook.de/de/product/28088356/peter_gallert_joerg_reiter_glaube_liebe_tod.html?originalSearchString=glaube%20liebe%20tod So - und nun "entfolge" ich gleich der Leserunde. Das Buch hat mir gefallen - ich habe es schon vertauscht, es ging ruck-zuck weg. Offensichtlich haben schon viele Menschen von dem Buch gehört und wollen es lesen. Das spricht ja für das Buch.
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