Peter Gerdes Fürchte die Dunkelheit

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Inhaltsangabe zu „Fürchte die Dunkelheit“ von Peter Gerdes

In dem neuen Gerdes-Krimi steht eine junge Frau im Mittelpunkt, die als Kind selber zum Opfer wurde – allerdings nicht zum Opfer von natürlicher, sondern menschlicher Gewalt. Die Folgen des Erlittenen spürt sie auch als Erwachsene noch. Sie machen es ihr fast unmöglich, bei der Suche nach den Tätern hilfreich zu sein, und stellen die Ermittler vor unlösbar scheinende Probleme. Die Handlung von „Fürchte die Dunkelheit“ ist erfunden, die kriminellen und psychologischen Details aber sind in Zusammenarbeit mit einer tatsächlich Betroffenen genau recherchiert. So entstand eine ebenso fesselnde wie realistische und glaubwürdige Geschichte, die auch ohne unnötige Gewaltschilderung große Spannung erzeugt. Ein Spatenstich – und ein scheinbarer Routinefall entpuppt sich als grausige Mordserie. Wer sind die vier toten Kinder, die da in einem Garten am Rande eines ostfriesischen Dorfes verscharrt liegen, teils seit Jahrzehnten, teils erst seit kurzem? Der Hauptverdächtige schweigt beharrlich. Am nächsten Morgen ist er tot. Wie gelangte das Gift in seine Zelle? Hauptkommissar Stahnke sieht sich einem undurchschaubaren Gewirr von Hinweisen, Widersprüchen und Spuren gegenüber. Einige Spuren weisen ins benachbarte Oldenburg, eine führt nach Sheffield in England – und eine zu Stahnkes direktem Vorgesetzen. Dimensionen, die an den „Fall Dutroux“ erinnern, zeichnen sich ab. Klärung erhofft sich Stahnke von Marion Haak. Die junge Frau ist auf rätselhafte Weise in den Fall verstrickt. Rätselhaft aber ist auch ihr Verhalten, und ihre Aussagen sind es nicht minder. Immerhin aber bringen sie den Hauptkommissar Schritt um Schritt weiter. Seine Zuneigung zu der ebenso reiz- wie geheimnisvollen Frau wächst – seine Risikobereitschaft auch. Als Stahnke endlich erkennt, womit er es wirklich zu tun hat, findet er sich plötzlich selbst in der Rolle des Opfers wieder. Und seine schlimmsten Ängste drohen wahr zu werden.

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  • Rezension zu "Fürchte die Dunkelheit" von Peter Gerdes

    Fürchte die Dunkelheit
    goat

    goat

    30. July 2011 um 15:19

    Eine erschossene Frau in Veenhusen, ein erschlagener Alkoholiker und eine verletzte Frau in Leer, die mit einem Messer niedergestochen wurde. Kommissar Stahnke hat diesmal alle Hände voll zu tun. Richtig kompliziert wird es, als auf dem Grundstück der erschossenen Frau mehrere Kinderleichen gefunden werden. Eine dieser Leichen ist die Schwester der niedergestochenen Marion Haak. Kommissar Stahnke, der sich immer mehr zu dieser jungen Frau hingezogen fühlt, ist nicht mehr ganz unbefangen, was den Fall angeht – zumal auch sein Chef irgendwie in diese Sache verwickelt ist. Als Marion Haak glaubt, sich an etwas aus ihrer Vergangenheit erinnern zu können, was mit dem Fall zusammenhängt, nimmt sich Stahnke kurzerhand ein paar Wochen frei und fliegt mit der jungen Frau nach England, um kurz darauf brutal niedergeschlagen zu werden. Aber wer in Sheffield könnte Interesse daran haben, einen ostfriesischen Kriminalbeamten auszuschalten? Ist der des Rätsels Lösung einfach nur zu nah gekommen oder hat er schlussendlich doch einen ganz falschen Weg eingeschlagen? Peter Gerdes Krimi ist dieses Mal so düster, wie das Cover des Buches selbst. Und auch das Thema, dem er sich gewidmet hat, ist nicht leicht zu verdauen. Es ist immer schwer, wenn es um den Tod eines Kindes geht. Aber das Auffinden mehrerer Kinderleichen und die Vermutung eines vorangehenden Missbrauchs, ließen mich immer wieder schlucken. Ich habe mir anfangs immer wieder die Frage gestellt, wie kamen die Kindern in den Garten dieses Ehepaares und warum musste die Frau sterben? Ist ihr Ehemann für den Tod der Kinder verantwortlich? Hat er sie in dem Garten vergraben? Und ist die Frau per Zufall selbst auf die Leichen gestoßen und musste deshalb sterben? Gleich zu Beginn des Buches und immer mal wieder in einzelnen Kapiteln zwischendurch, ist von Kindern die Rede, die fürchterliche Angst vor ihrem Vater haben und ein streng gehütetes Geheimnis nicht preisgeben dürfen. Unentwegt war ich am rätseln, wie das alles zusammenhängt. So wünscht man sich einen Krimi – auch wenn ich das Gefühl hatte, dass mich das Thema ganz schön mitgenommen hat. Aber auch die Polizeibeamten im realen Leben können sich ihre Fälle nicht aussuchen. Von daher hat der Autor mit „Fürchte die Dunkelheit“ genau das erreicht, was zumindest in meinem Fall für eine fiktive Geschichte machbar ist. Ich war gefühlsmäßig mitten im Geschehen. Es gibt mittlerweile ja schon einige Bücher mit Hauptkommissar Stahnke und wer wie ich das Glück hat, in Ostfriesland zu leben, kann häufiger mal in den Genuss kommen, eine Lesung von Peter Gerdes zu besuchen. Man merkt, dass ihm sein Protagonist ans Herz gewachsen ist und dieser sich auch bei den Lesern großer Beliebtheit erfreut. Ich bin sowieso Fan von Serien, wo man sich nicht bereits nach einem Buch schon vom Protagonisten verabschieden muss. Es macht einfach Spaß die Entwicklung von Anfang an zu „beobachten“. Trotz des ernsten Hintergrundes, schafft es Peter Gerdes aber immer wieder, auch die humorvolle Seite irgendwo mit einzubinden. So etwas ist mir allemal lieber, als wenn ein Buch von vorne bis hinten todernst ist. Ein Krimiautor, der es schafft, selbst bei einem ernsten Thema noch Humor zu streuen, ohne dass die Geschichte lächerlich wirkt, der hat den richtigen Beruf ergriffen und der schafft es auch, die Leser von beiden Seiten her gut zu unterhalten. Deshalb von mir fünf Sterne, die ich aber in diesem Fall auch für einen nicht-ostfriesischen Autor vergeben hätte. Reihenfolge der Kommissar-Stahnke-Reihe: 1. Ein anderes Blatt 2. Thors Hammer 3. Ebbe und Blut 4. Der Tod lauft mit (ehemals Der Etappenmörder) 5. Fürchte die Dunkelheit 6. Solo für Sopran 7. Der siebte Schlüssel 8. Sand und Asche 9. Wut und Wellen 10. Zorn und Zärtlichkeit

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